Großes Wahlinteresse, aber wenig Vertrauen in Politik: Studie zu Erwartungen junger Menschen im Ruhrgebiet

Kommunalwahl 2025 in Bochum Foto: Laurin

63 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 24 Jahre im Ruhrgebiet fühlt sich eng mit der Region verbunden und kann sich dort langfristig ein Leben vorstellen. Gleichzeitig fehlt oftmals das Vertrauen in politische Institutionen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des Jungen Initiativkreises Ruhr. Ziel war es herauszufinden, wie junge Wähler im Ruhrgebiet vor der Kommunalwahl über Politik denken und welche Erwartungen sie an die politischen Entscheidungsträger haben.

Die überwiegende Mehrheit (82 Prozent) hält demokratische Teilhabe und die Teilnahme an Wahlen für wichtig. Doch nur knapp die Hälfte der Befragten weiß, dass bereits ab 16 Jahren kommunal gewählt werden darf. Themen wie Sicherheit, soziale Gerechtigkeit und Bildung stehen für die Jugendlichen im Vordergrund.

Das Vertrauen in politische Institutionen ist gering. Viele fühlen sich politisch kaum oder gar nicht berücksichtigt – insbesondere in benachteiligten sozialen Lagen. Eine klare soziale Schieflage zeigt sich beim Gefühl politischer Wirksamkeit. Die Gefühlslage ist vorwiegend negativ: Angst, Misstrauen und Frustration prägen das Bild.

Der Junge Initiativkreis Ruhr ist ein Netzwerk von Fach- und Führungskräften unter 40 Jahren aus den Partnerunternehmen und -institutionen des Initiativkreises Ruhr.

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