
Mehrere Dutzend Organisationen und Vereine, darunter die Kurdische Gemeinde Deutschland, die Alevitische Gemeinde Deutschland, die Gesellschaft für bedrohte Völker sowie HÁWAR.help e.V., wenden sich in einem gemeinsamen Appell an den Deutschen Bundestag und die Bundesregierung. Sie fordern die sofortige Absage des geplanten Empfangs von Ahmed al-Scharaa, auch bekannt als Abu Mohammed al-Jolani, im Bundeskanzleramt.
Al-Jolani trägt als Anführer der al-Nusra-Front und Hayat Tahrir al-Sham (HTS) Verantwortung für Massaker, Vertreibungen und systematische Gewalt gegen Zivilistinnen und Zivilisten in Syrien. Kurdinnen und Kurden, Jesidinnen und Jesiden, Alawitinnen und Alawiten, Drusinnen und Drusen sowie Christinnen und Christen sind weiterhin akut bedroht.
Als Ausdruck des Protestes rufen die Organisationen zur Großkundgebung in Berlin am
Montag, 19. Januar 2026 ab 16:00 Uhr am Brandenburger Tor auf. Der Protest vereint die breite Unterstützung zahlreicher Vereine und Initiativen aus verschiedenen Minderheiten- und Menschenrechtsorganisationen.
Haftbefehl statt Empfang lautet die klare Botschaft: Ein politischer Empfang würde das Leid der Opfer ignorieren und islamistischen Gewaltakteuren politische Legitimität verleihen.
