Hagen: Mini-Synagogen mit zerstörten Davidsternen


Mit dem Projekt „Zurück in die Zukunft“ soll in Hagen an die von den Nazis während der Reichspogromnacht zerstörte Synagoge gedacht werden. Die Idee: 1600 von Hagenern bemalte Ytongsteine, sie sollen Mini-Synagogen darstellen, sollen bei ihrer weiteren Verwendung zur Erinnerung beitragen. Die Steine können nun abgeholt werden. Wer sich die Steine allerdings näher anschaut wird sich wundern, denn viele von ihnen haben mit dem Gedenken an die zerstörte Synagoge und einem Bekenntnis gegen Antisemitismus nichts zu tun. Im Gegenteil: Auf den Steinen finden sich die Namen und Flaggen Irans und Syriens, zweier Staaten, auf deren Agenda die Vernichtung Israels steht. Mehrere der Steine wurden mit Palästina-Flaggen bemalt. Ein Stein mit einem Davidstern wurde zerstört.

Dieser  Versuch, ohne jeden Inhalt den ermordeten Juden zu gedenken und ein Zeichen gegen Antisemitismus  zu setzen, darf daher als gescheitert angesehen werden. Wer eine solche Kunstaktion ohne jede klare inhaltliche Positionierung unternimmt, dürfte ohnehin nicht wirklich an dem Thema interessiert gewesen sein.

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