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Homöopathie: Ärzteschaft fordert Ende der Erstattung durch Krankenkassen

Homöopathische Globuli und Dilutionen Foto: Wikidudeman Lizenz: Gemeinfrei

Die beiden wichtigsten ärztlichen Standesorganisationen, die Bundesärztekammer und die Kassenärztliche Bundesvereinigung, fordern ein Ende der Homöopathie-Erstattung durch die Krankenkassen. So äußern sie sich in der SWR Doku „betrifft: Homöopathie – Die Macht der Kügelchen“. Der Film lässt Befürworter und Gegner des umstrittenen Heilverfahrens zu Wort kommen und wirft ein Licht auf Hintergründe. Ausstrahlung morgen, Mittwoch, 29. Januar 2020, um 20:15 Uhr im SWR Fernsehen. Der Film ist ab sofort auch in der ARD Mediathek abrufbar.

Fachgesellschaften fordern Streichung der Homöopathie aus der Approbationsordnung Erwin Rüddel, der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Bundestages, fordert von den Krankenkassen, wenn nötig zu untersagen, Homöopathie zu finanzieren. Er kündigt an, sich des Themas weiter anzunehmen. Rückendeckung kommt von den wichtigsten wissenschaftlich medizinischen Fachgesellschaften. Auf Anfrage des SWR geben diese an, dass bislang für keine einzige Erkrankung eine Wirksamkeit homöopathischer Arzneimittel wissenschaftlich belegt sei. Vor wenigen Tagen legte die Arbeitsgemeinschaft wissenschaftlich medizinischer Fachgesellschaften (AWMF) in einer Stellungnahme für das Bundesgesundheitsministerium nach: Sie fordert, dass die Homöopathie aus der Approbationsordnung für Ärzte gestrichen werden soll. Wörtlich heißt es in der Stellungnahme: „das Wahlfach ‚Homöopathie‘ sollte auf jeden Fall gestrichen werden, da es dem wissenschaftlichen Charakter des Studiums nicht gerecht wird.“

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