Hooligans stören Salafisten-Infostand

Foto: Felix Huesmann
Foto: Felix Huesmann.  Kurden konfrontieren Salafisten mit ihrer Ideologie

In der Dortmunder Innenstadt gab es am Nachmittag, wie in jeder Woche einen Infostand der „Lies“ Stiftung. „Lies“ verteilt kostenlose Koran Übersetzungen und wird dem salafistischen Spektrum zugeordnet. An diesem Nachmittag hatten sich allerdings auch Änhänger der rechten Hooligangruppierung „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) und vereinzelte Anhänger der neonazistischen Partei „Die Rechte“ eingefunden. Die Rechtsextremen bedrängten den Infostand und beleidigten die dahinter stehenden Islamisten. Zu körperlichen Auseinadersetzungen kam es dabei aber nicht. Die Polizei rückte schnell mit Streifenwagen an und wurde durch Kräfte der Einsatzhundertschaft unterstützt. Diese waren bei einer Demonstration kurdischer Gruppen in der Nordstadt im Einsatz.

Nachdem die Hooligans und Neonazis Platzverweise erteilt bekommen hatten und sich entfernten, gesellten sich noch einige Teilnehmer der beendeten kurdischen Demonstration zu den Salafisten. Sie konfrontierten sie mit den Taten ihrer Ideologie- und Glaubensbrüder in Syrien. Mit Distanzierungen von IS-Kopfabschneidern tat man sich allerdings schwer. Kritik an den Anschlägen von Paris äußerte ein Salafist jedoch: „Das hat gar nichts gebracht, das wird immernoch gedruckt!“ Ein kurdischer Jugendlicher entgegnete: „Walla haram, was du machst Bruder!“ Ein anderer rief: „Ich diskutiere nicht mit Mördern!“

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3 Kommentare

  1. #1 | Marvin sagt am 18. Januar 2015 um 11:01 Uhr

    Hey, wollt ihr nicht auch darüber berichten wie viele Leute auf der Kurdischen Demo waren und wöfur diese lief (Ich glaube für Kobanê und ein Ende des Mordens). Finde es schade, dass die Demo in den Dortmunder Nachrichten nicht erwähnt wurde.

  2. #2 | Lars sagt am 18. Januar 2015 um 14:31 Uhr

    Wieso hört man sowas nicht von der Antifa?
    Trauen die sich nicht oder was?

  3. #3 | Anahit sagt am 19. Januar 2015 um 11:36 Uhr

    Zur Korrektur!
    Die Standkundgebung am Samstag in der Dortmunder Innenstadt
    war eine armenische Kundgebung, bei der wir Armenier von Kurdischen
    Aramäischen und Assyrischen Freunden unterstützt wurden.

    In Gedenken an Hrant Dink – welcher am 19.01.2007 um 15:05 Uhr
    von dem damals 17-jährigen türkischen Nationalisten Ogün Samast ermordet wurde.

    Samast schrie nach seiner Tat:
    „Ich habe den Ungläubigen erschossen.“

    Wir, die originären Völker stehen zusammen !
    Wir lassen uns nicht vom neo-osmanschen Hass zerstören!
    Wir lassen uns nicht von IS-Terroristen zerstören!

    Meine Bitte an alle Deutschen!

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