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Ich habe den Maulkorb für Kölner Opfer gefälscht

GefälschtWas kann man glauben?  In den Tagen nach der gewalttätigen Silvesternacht von Köln wird der Ton immer schriller und die abenteuerlichsten Geschichten kursieren. Unser Gastautor Georg Odergut hat ein riskantes Experiment gewagt und ein vermeintlich brisantes Dokument gefälscht. Jetzt entschuldigt er sich bei den Getäuschten.

Sehr geehrte Frau Schneidt,

Sie wurden von mir angelogen. Dafür muss ich Sie um Entschuldigung bitten.

Ich habe Ihnen ein gefälschtes Dokument  untergejubelt, das angeblich eine Verschwiegenheitserklärung für Opfer der Gewalt von Köln zum Jahreswechsel ist. Ich habe es von vorne bis hinten erstunken und erlogen. Sie fragen sich sicher warum. Lassen Sie mich das erklären.

Über 17.000 Menschen folgen Ihren Beiträgen. Unter diesen 17.000 Menschen haben Sie einen Aufruf verbreitet, dass ein Opfer der Gewalt vom Bahnhofsplatz im Krankenhaus gezwungen worden wäre, „eine Vereinbarung zu unterzeichnen, die sie dazu verpflichtete, über die Ereignisse von Köln zu Schweigen.“ Ich habe drei verschiedenen Juristen gefragt. Alle drei meinen übereinstimmend: So wie Sie die Sache darstellen, ist es rechtlich unmöglich umsetzbar.

Ihre Information ist also unzutreffend, verbreitet sich aber rasend schnell. Sie haben also eine gefährliche Fehlinformation in die Welt gesetzt. Sie haben durch Ihr Publikum von über 17.000 Facebook-Nutzern eine Verantwortung, nicht alles ungeprüft weiterzugeben. Mit der Reichweite kommt die Verantwortung.

Ich habe mich für die drastische Variante entschieden, Ihnen eine Lektion zu erteilen. Nämlich indem ich das Dokument gefälscht und Ihnen mit einem blumigen Anschreiben  zugesandt habe. Das haben Sie weiterverbreitet (wenn auch kurze später Zeit später wieder gelöscht). Doch nun hat es sich verselbstständigt.

Mit den vielen Menschen, die Ihre Beiträge lesen, sind Sie zur Presse geworden, Frau Schneidt.

Seien Sie ruhig böse auf mich. Dazu haben Sie allen Grund. Aber bitte nehmen Sie sich eines zu Herzen:

Das Thema ist zu sensibel, um die Menschen um uns herum mit unbestätigten Gerüchten weiter zu verunsichern. Das Bauchgefühl ist ein schlechter Ratgeber, wenn wir versuchen zu verstehen, was tatsächlich in der Nacht zum 1. Januar geschah.

Wenden Sie sich an Experten oder an Beteiligte. Die Behörden haben Pressestelle, die man fragen kann. Atmen Sie durch. Schlafen Sie eine Nacht darüber. Im Zweifel veröffentlichen Sie nichts, was Sie nicht aus allgemein anerkannten Quellen bestätigen können.

Die geschädigten Mädchen und Frauen von Köln, die Jungs und Männer, die Polizisten, auch die vielen Einwanderer die jetzt unter Generalverdacht stehen, und nicht zuletzt Ihre Leser werden es Ihnen danken!

Ich hoffe, Sie tragen mit dazu bei, dass die Debatte ein Stück weit sachlicher wird und verbleibe mit den besten Grüßen
Ihr
Georg Odergut


 

Das blumige Anschreiben, mit dem das Bild zuerst verschickt wurde:

Guten Abend Frau Schneidt,

mit großem Interesse habe ich Ihren Eintrag auf Facebook gelesen, in dem
Sie berichten, daß Opfer der Silvesternacht gezwungen werden,
Verschwiegenheitserklärungen zu unterzeichnen.  Ihr Kampf für die
Wahrheit macht mir Mut für Deutschland!

Ich selbst habe ebenfalls Kenntnis von einem solchen Schreiben erhalten.
Eine Photographie finden Sie anbei. Aus Rücksicht auf die Geschädigte
kann ich leider keine näheren Auskünfte zu ihr machen.

Wenn Sie es für richtig halten, Ihre vielen Kontakte über diese
Ungeheuerlichkeit in Kenntnis zu setzen, wäre ich Ihnen zutiefst
verbunden.

Die Photographie und eine anonymisierte Fassung meines Schreibens dürfen
Sie gerne verwenden.

Ich verbleibe mit den besten Wünschen für Ihren Kampf
Ihr
Georg Odergut

RuhrBarone-Logo

128 Kommentare zu “Ich habe den Maulkorb für Kölner Opfer gefälscht

  • #1
  • #2
  • Pingback: Spreu von Weizen trennen: “Verschwiegenheitsvereinbarung” ist ein Fake – frickemeier.org

  • #4
    Bernd

    Laut Facebookseite von Frau Schneidt will sie morgen Anzeige erstatten. Interessant wird dann diese Passage aus dem Text:

    "Ihre Information ist also unzutreffend, verbreitet sich aber rasend schnell. Sie haben also eine gefährliche Fehlinformation in die Welt gesetzt. "

    Frau Schneit ist da nicht die erste, sondern die Information wurde vom Autor in die Welt gesetzt und unter Vorspiegelung falscher Tatsachen der Schneit gezielt untergejubelt. Schneidt hat es offenbar mit der Einschränkung "weiß nicht, ob die Info richtig ist" gepostet. Das wird juristisch spannend, wäre schön, wenn wir Leser davon auch weiter hören – auch wenn’s für Herrn Odergut schlecht ausgeht.

  • #5
    Petra

    Ganz blöd gelaufen….
    Unsere Betty Mahmoudi für geistig Verarmte stellt sich jetzt als Opfer dar, das ja lediglich auf den gefakten Brief hereingefallen ist.
    Keine Rede mehr davon, dass zuerst der Lügenpost da war.

  • #6
    Nazienkel

    Hahaha. Super. Ich habe mich schon gefragt, woher dieser Fake kommt. Das ist ein schöner Schuss vor den Bug der intelligenzbefreiten Rassisten.

  • #7
    Hans Benzell

    Desinformation ein bekanntes Mittel aus Diktaturen. Man verbreitet gefälschte Meldungen von angeblichen Dissenten, lässt später die Meldungen auffliegen oder auch nicht.

  • #8
    Nazienkel

    Hans Bezell – hier wird nur die Art offengelegt, wie Rassisten bei der Verbreitung ihrer Hassnachrichten ticken. Sie fallen auf dümmlichstes herein. Desinformation krähen die rassistischen Aluhüte nun. Süß.

  • #9
    Chris Göllner

    Ich kannte die bisher nicht, und hab mir deren Seite jetzt mal angesehen. Im Normalfall ist schon große Skepsis angesagt, wenn jemand, wie diese Katja Schneidt sich großspurig als unbequem bezeichnet, die verschwiegene Wahrheiten todesmutig ausspricht, eine diese Selbstüberschätzungen, wie sie im Zeitalter sozialer Netzwerke anscheinend normal werden. Keiner von denen scheint es noch zu verkraften, einfach nur ein kleiner Mensch unter ganz vielen kleinen Menschen zu sein, wichtig für eine Handvoll anderer Menschen, aber mehr auch nicht. Irgendwie trägt diese Haltung immer auch leicht infantile Züge, ständig muss man sich Geheimnisse und Sensationen zutuscheln.
    Es ist aber, wenn man die Zusammenhänge kennt, schon amüsant, zuzusehen, wie sie sich nun eifrig herausredet, behauptet, mit dieser Fälschung würden die Opfer der Übergriffe verhöhnt und noch lange nicht begriffen hat, dass schon ihre Art, hysterische Aufrufe (die jetzt nur noch ein Test gewesen sein sollen) einen Missbrauch der Opfer darstellt, ein Missbrauch, der leider gegenwärtig massenhaft begangen wurde. Ich bezweifle, dass sie aus dieser Geschichte lernen wird, schon die Art und Weise, wie sie vom „Recherchieren” spricht, deutet sehr darauf hin, dass sie gar nicht weiß, wovon sie redet. Denn Facebook ist vielleicht nicht ganz der richtige Ort zum „Recherchieren”. Aber gut, jemand, der nach eigenem Bekunden so „unbequem” ist, wird dies vom hohen Thron der eigenen Selbstüberschätzung wohl kaum verstehen können.
    Aber man soll ja auf die Vernunft der Menschen hoffen, 200 Jahre Aufklärung können ja nicht völlig für die Katz‘ sein.

  • #10
    Hans Benzell

    Sie Herr Odergut wissen nicht, ob Frau Schneidt die Meldung erfunden hat, ihr von einer anderen linken Zecke zugesteckt wurde, oder ob ein wahrer Kern dahinter steckt, weil ein schwer verletztes Opfer der Vergewaltigungen in Köln etwas falsch verstanden hat, was es unterschrieben hat.
    Sie Herr Odergut haben aber wissentlich eine Falschmeldung verbreitet. Schämen Sie sich!

  • #11
    Olly

    Gewagt grenzwertig, aber ich möchte trotzdem so gerne dabei sein, wenn Frau Schneit einem Polizisten erklärt, dass sie eine "AG GmbH & Co. KG" für bare Münze genommen hat ???

  • #12
    Klaus Lohmann

    Das "F A K E" und das "Mut für Deutschland!"-Anschreiben sind einfach nur geil;-) Danke, Georg!!

    @Bernd: Zwischen einem "in die Welt setzen" von Fratzenbuch-Aufrufen und einer persönlichen Mail, die der FB-Autorin den Gebrauch von irgendwelchen Dokumenten im Anhang völlig freistellt, liegt auch juristisch ein himmelweiter Unterschied. Posten Sie auch alles, was Sie so per Mail bekommen, sofort bei FB und Co.? Na dann…

  • #13
    Hans Benzell

    Nazienkel – meine Anworten werden hier leider nicht alle veröffentlicht. Ich bin eine Widerständelr-Enkel. Sie heulen, Ihrem Namen nach zu urteilen auch wieder mit dem System.
    Wenn der Faschismus wieder kommt, wird er nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: : Ich bin der Anti-Faschismus.
    und tschüss Herr Enkel und ihr Ruhrbarone.

  • #14
    Michael

    schräg, aber auch gefährlich – wenn sich jetzt tatsächlich ein Opfer meldet (jetzt ohne Verschwiegenheits-Schreiben) und via Internet Ihre Geschichte darstellt, glaubt man dann der Person oder ist es auch eine Inszenierung…!?

    Ich werde es jetzt eher bezweifeln. Ist das dann ein korrektes Verhalten?

  • #15
  • #16
    Knut

    Genau, diese Ente wurde vom Autor in die Welt gesetzt, nicht von Frau Schneid. Das wird juristisch bestimmt interessant, da Frau Schneid nie behauptet hat, das diese Falschmeldung der Wahrheit entspricht.
    Desweiteren bezweifle ich, dass Frau Schneid rassistisch veranlagt ist, da Sie schon seit langem für die Flüchtlingshilfe arbeitet.
    Was sollte also bittteschön der ganze Scheiß? Nochmehr Unruhe und Hass stiften? Bravo, Ruhrbaron, gut gemacht!

  • #17
    Bertram

    Eine absolut hirnlose Aktion. Anstatt die Statements der Juristen zu veröffentlichen und an den Verstand der Facebook-User zu appellieren wird hier Feuer mit Feuer bekämpft. Gerade solche Fakes können aber, weil sie immer und immer weiter als "Wahre Begebenheiten" verbreitet werden, zu einem Großbrand werden. Das erkennt man an den urbanen Mythen von den kinderstehlenden Rumänen, die immer und immer wieder bei Facebook verbreitet werden.

    Ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht, warum die Ruhrbarone diese schwachsinnige Aktion unkommentiert lassen.

  • #18
    Marcus Cyron

    Meint ihr wirklich, ihr erreicht wirklich die Deppen mit so einer Aktion? Nein, das tut ihr nicht. Und der Rest weiß das ohnehin. Aber ihr habt noch eine weitere Lüge dazu gegeben, die viral wird und nicht mehr einzufangen ist, egal was ihr jetzt schreibt. Dieses Thema taugt nicht für Satire oder um etwas zu beweisen. Ihr habt der Sache, der ihr dienen wolltet einen Bärendienst erwiesen. Beschämend. Und aus journalistischer Sicht untragbar. Ein Fall für den Presserat.

  • #19
    Klaus Lohmann

    Oh – braune Fratzenbuch-Inkontinenz ergießt sich ins Ruhrbarone-Blog.
    Seid ihr alle da? Ich will eure Hände sehn!!!

  • #20
    Karina

    Ich habe das auch geteilt,ich dachte es wäre echt ,um Opfern zu helfen,ich finde es schlimm,wenn sowas passiert,wenn Ängste noch mehr geschürt werden,und wenn was passiert,man sich gar nicht mehr ins Krankenhaus traut oder zur Polizei.Nach so einem Vorfall,der gerade überall passiert,finde ich das nicht in Ordnung

  • #21
    Kristin

    Ich bin schockiert!
    Was sie da los getreten haben ist für mich keine Aufklärung sondern noch "Öl ins Feuer kippen "
    Genug Menschen sind so verunsichert weil man nie weiß, was oder wem man heut noch glauben kann?
    Sie schreiben von Fehlinformationen.
    Ich frage mich jeden Tag wie viel Fehlinformationen wir von öffentlichen Medien und der Politik vor gegauckelt bekommen? (Meine persönliche Meinung)
    Und da ist es ein weit aus größeres Publikum als 17.000!
    Ihr sogenanntes "Experiment" hat nur noch für mehr Unruhe gesorgt.
    Wie auch Fr. Schneidt schon erwähnte…haben sie an die Konsequenzen gedacht.
    Auch wieder nur eine Vermutung aber es wäre sehr wohl vorstellbar, das auf grund dieses "Experimentes " sich einige der Opfer von Köln jetzt auch noch mit presseanfragen auseinander setzen müssen und verunsichert sind. Dies könnte ich mir zumindest durchaus vorstellen.
    Des weiteren möchte ich nochmal darauf hinweisen das Fr Schneid in ihrer Veröffentlichung direkt darauf hinwies, nur diesen Kontakt zu haben und dies selbst erst überprüfen will…sprich sie nannte es vorerst Vermutung!
    Und ich wette Sie hätte auch ohne ihre Stellungnahme heraus gefunden, dass dies eine abartige Täuschung ist.

    Dieses angebliche "Experiment" grenzt für mich schon an hetze!
    Ich hoffe das dadurch nur noch mehr Leute auf Fr Schneidt aufmerksam geworden sind und merken, das sie so vielen einfach nur aus der Seele spricht!
    Dies sind Menschen die wir in der jetzigen Zeit brauchen und nicht solch "experimentier freudige" Menschen wie sie!!!!

  • #22
    Christian Perzl

    So diebisch ich gerade grinse dank dieses meisterhaften trollens, ich frage mich:

    Die Trula schrieb schon bevor sie getrollt wurde, gerne von diesen unsäglichen Schweigeverpflichtungen-Gerüchten.

    Dazu die erste Frage,
    egal wie ich es drehe und wende… was soll es bringen, einer Person, die solches Kaliber an Gerücht verbreitet, einen "Beweiß" zu konstruieren nur um ihr nachher einen naiv-belehrenden Aufsatz zu schreiben?

    -Entweder sie hat das schon während ihres ersten Aufrufs geglaubt…. dann wird so eine Fälschung sie nicht vom Glauben/Wahn abbringen… höchstens wird sie jammern das sie, die unschuldige Helferin, getäuscht und mundtot gemacht werden soll.
    -Oder sie verbreitet solche Gerüchte aus bösartiger Mission, dann wird das Appellieren auch nichts bringen… und sie wird wieder verkünden das sie eine unschuldige Streiterin für die Wahrheit ist.

    Wenn das wirklich der einzige Grund war für den Autor sich so einen Fake auszudenken, dann waren es weggeworfene Überlegungen und Arbeitszeit. Mehr noch das könnte sich zum Bumerang entwickeln.

    Genauso hab ich gewisse Bauchschmerzen wenn das Schule macht, jetzt war es ja noch für die "richtige Sache"… aber es gibt genügend Eiferer die es auf die nächste Ebene bringen könnten.

    Trotz allem, Ich hoffe aber dass der Fake eine reflektierende, oder meinetwegen auch nur abschreckende, Wirkung auf möglichst viele Dritte hat. Damit die Botschaft ankommt das man nicht alles was man ließt auch glauben muss.

  • #23
    Boris M.

    "Wenn Sie es für richtig halten, Ihre vielen Kontakte über diese Ungeheuerlichkeit in Kenntnis zu setzen, wäre ich Ihnen zutiefst verbunden."

    Diese Passage halte ich für riskant und sie dürfte der einzige Knackpunkt in einer juristischen Auseinandersetzung sein. Hoffentlich sind die vorangegangenen Kommentare gründlich dokumentiert, um den Ursprung des Fakes nahe zu legen.

    Grundsätzlich finde ich die Idee des Denkzettels durchaus gelungen.

  • #24
    Krummer

    Das war kein Experiment sondern ne riesengroße Dummheit! Was für eine Falschmeldung quetschen Sie sich nächstes Mal aus der Kirsche? Sowas wie " Islamistische Truppen besetzen den Bundestag " ???? Lassen Sie bitte das SCHREIBEN – richtige Arbeit wäre auch nicht zu verachten. Aber wenn ich die Kommentare hier so lese haben Sie ja noch genug Gehirnvertrocknete, an die Sie leider Ihren zu Papier gebrachten Schwachsinn
    verkaufen können.

  • #25
    Egal

    Sie sind einfach nur Peinlich ! Ich hoffe diese Aktion wird ihnen das Genick brechen !

  • #26
    Claus Frickemeier

    Mein Fazit zu der Geschichte: eine treffliche Vorgehensweise, um aufzuzeigen, wie vorschnell ohne jeden auch nur ansatzweise getätigten Faktencheck blind der wilde Aufruf erfolgt, doch dringend einen Bullshit zu teilen.

    Es sind immer wieder die gleichen Ingredienzien für das stets gleiche Gericht, welches zum Kotzen schmeckt im Ergebnis: man nehme eine gehörige Prise unbelehrbarer Selbstüberschätzung, ein Quentchen Selbstdarstellungsdrang, ein wenig Like-Geilheit bei Facebook und rührt hübsch um.

    Wem das widerliche Süppchen nicht schmeckt, dem donnert man dann in trefflicher Arroganz entgegen; "Solange deine Füße unter meinem….". Jaja, immer das Gleiche.

    Übrigens: danke für diese gelungene Vorführung. Besser kann man nicht aufzeigen, wie schnell so ein Bullshit geteilt wird.

  • #27
    G.Kramer

    war ja klar das mein Kommentar durch die Zensur fällt, also auch noch zu feige für den Mist des Gastkommentators gerade zu stehen. ich hätte mir eine sachliche Debatte gewünscht darüber was man darf und was nicht, aber anscheinend sind die Ruhrbarone dazu nicht in der Lage. Wo bleibt das Statement der Redaktion??
    Unabhängig wie es gemeint war, hat der Beitrag sicherlich nicht zum Frieden beigetragen. Und unabhängig ob da was dran war oder nicht, wenn es gilt einer Vernutung auf den Grund zu gehen ist Facebook nun mal sicherlich ein probates Mittel das zu verteilen in kurzen Zeiten. Die eine Seite sowie die andere kann mit gewissen Meldungen ganz schnell eine Menge schaden anrichten da. Den Größten schaden hat ihr tolle Gastautor angerichtet sicherlich nicht für Frau Schneidt, wohl aber für den tollen frieden nd das Zusammenleben hier in D. Denn egal ob Fake oder nicht, es verbreitet sich sogar international. Wenn er ein wenig nachgedacht hätte, dann hätte er andere möglichkeiten gehabt, aber draufhauen ist ja besser wie argumentieren. In diesem Sinne…..

  • #28
    petermann

    Wenn man sich diesen Artikel von Herr Odergut richtig liest stellt man schon fest dass da was "im Argen" liegt.
    Press(s)e schreibt man mit 2 s u. der letzte Satz sagt doch auch schon alles. 😉

    Finde es war ein guter Versuch u. man sieht wie dumm u. blauäugig manche darauf reagieren.
    Danke Hr.Odergut.

  • #29
    Claus Frickemeier

    @petermann:

    nichts für ungut, aber: am zusätzlichen "s" muss man das nun wirklich nicht festmachen, denn die Ruhrbarone haben sich nun wirklich Mühe gegeben das Schreiben derart unrealistisch zu gestalten, als dass selbst mein kleiner Sohn die Augenbrauen hochgezogen hätte.

    Übrigens: man darf ja nicht vergessen, dass der Ursprungsbeitrag der werten Dame bereits online war. Und zwar unabhängig vom hier gefakten Schreiben. Insofern möge sich die Dämlichkeit auch an dem bemessen lassen, was sie hier initiierte. Und das ist, um es gelinde auszudrücken, unterste Schublade.

  • #30
    Thorsten

    Ich weiß ja nicht:

    Ich kenne besagte Frau Schneidt nicht und nach allem was ich sekundär über sie lese ist das ja auch gut so.

    Wie kann man aber auf einen derartigen Text hereinfallen? Der Text besteht immerhin aus lediglich drei Sätzen in nichtmal halbwegs überzeugender Schriftformatierung nicht einmal ansatzweise Behördendeutsch formuliert und mit drei ins Auge stechenden Rechtschreibfehlern.

    Was die Intention des Schreibers anbetrifft: Glaubt er allen Ernstes dass sein Text bei Frau Schneidt zu irgendeiner Art Aha-Erlebnis führen könnte?

    Letzten Endes kann man wohl nur begreifen wie Hetzer "ticken": Da kommt irgendein Text daher der irgendwie ins verquere Weltbild passt, und schon sind alle Widersprüche passé. Schon springt man auf den fahrenden Zug auf, selbst wenn man unterwegs irgendwann merken sollte, dass er in die falsche Richtung fährt und garnicht zum Transport von Menschen geeignet ist.

    Das ist aber nicht neu: Wie sonst kommen Theorien von Chemtrails, kosmischen Strahlen, Reptilienmenschen, usw. usf. in die Welt? Wie kommen Menschen dazu über Meinungsfreiheit zu fabulieren, wenn sie a) den Begriff nicht verstanden haben, b) den Staat und das Grundgesetz ablehnen, die die Meinungsfreiheit garantieren und c) oftmals nicht einmal eine EIGENE Meinung haben, die sie frei äußern könnten…

  • #31
    Daniel

    Ich fürchte, durch die virale (insbesondere braune Magen-Darm-Viren) Verbreitung der eigentlichen Meldung samt "Beweis" ist eher die bekannte Situation "Das Gegenteil von gut ist gut gemeint" eingetreten.
    Kaum mehr einzufangen. Die Deppen, die sowas glauben wollen, sind schon triumphierend mit der Nachricht durchgebrannt.

  • #32
  • #33
  • #34
    Alreech

    Schöne Aktion.
    Stecken die Rohrbarone auch hinter den Vergewaltigungsszenen ?
    Anscheinend haben die Medien wie RTL und WDR das ganze nur aufgeputscht bzw. sogar selber inszeniert, und in Wahrheit ist gar nichts passiert…
    https://www.youtube.com/watch?v=xRFQY8UI1ag&feature=youtu.be

  • #35
    Fantasia

    Ich bekomme da echt einen Hals bei soviel Dummheit und Ignoranz. Erstens Finde ich es pervers und unterste Schublade so mit der Unsicherheit und den Ängsten der Leute zu spielen und zum zweiten die hirnlosen Kommentare derer die zum faktenchek aufrufen… Mal eine Frage an Euch… Wo in einer Gesellschaft soll man denn Fakten checken, wenn man überall belogen und hintergangen wird? Ihr alleswisser/besserwisser. Nennt doch mal bitte 2 Quellen die die Wahrheit berichten über all das was gerade passiert? Ich denke ihr seid nichts weiter als die am Ende stehenden Fähnchenschwinger die jetzt endlich einen Knochen zum nagen gefunden haben. Ich hoffe sie sind nach ihrer scheiss Aktion nicht daran schuld dass sich viele der Betroffenen Frauen dazu gar nicht mehr äussern. Da kommt mir das kotzen… In was für einem Land lebe ich eigentlich…

  • #36
    Klaus Lohmann

    @#27 G.Kramer: Ihre Mutter war aber sexuell unbefriedigt, oder?

    Mein Gott, welch Dummheit und plumper Präsentationsanspruch…

  • #37
  • #38
    Atti

    Es tut mir leid, dass ihr gezwungen worden seid, euren Beitrag zu widerrufen. Und es tut mir leid um Deutschland.

  • #39
    Deinemudder

    Frau Schneidt hat diesen Fake im guten Glauben verbreitet. Die Ruhrbarone sollten sich mal fragen, ob es ihre Aufgabe ist, noch mehr Hetze in die Welt zu bringen. Eine Entschuldigung bei der Autorin wäre überfällig. Stattdessen scheint man auch noch stolz zu sein, die Frau betrogen zu haben?? Naja, mit Journalismus hat das auf jeden Fall nicht viel zu tun. Und das Problem mit marodierenden Banden in Köln wird dadurch auch nicht kleiner… kontraproduktives Möchtegern-Moralisten-Trolling. Mehr nicht.

  • #40
    Klaus Lohmann

    @Alreech: Wer ist "Vergewaltigungsszenen"? Sie? Bollizei? Blödmannsgehilfe? Linkes Dumpfgeschwurbel? Bla.

  • #41
    Anja

    Ich kann jedem, der hier urteil, nur raten, sich selbst auf die Facebookseite von Frau Schneidt zu begeben und nachzulesen, was sie wirklich geschrieben hat.
    Zitat:
    Nochmal zur Erklärung:
    Ich habe heute eine Nachricht bekommen, in der mir mitgeteilt wurde, dass eine der Frauen eine Verschwiegenheitsvereinbarung unterzeichnen musste. Da ich nicht beurteilen kann, ob dies stimmt, habe ich einen Aufruf gemacht, in der Hoffnung, dass sich noch andere Opfer melden, die dies bestätigen oder entkräften.
    Im Laufe des Tages habe ich dann eines dieser Schriftstücke per Mail zugeschickt bekommen. Dies hatte ich auch kurzfristig gepostet, dann allerdings wieder gelöscht, da ich Zweifel an der Echtheit hatte und es mir wichtig ist, dass ich nur Dinge verbreite, die auch den Tatsachen entsprechen.
    Da ich in der Tatnacht nicht anwesend war, bin ich auf glaubwürdige Informationen angewiesen.
    Wenn ich mehr weiß und es sich tatsächlich bestätigen sollte, dass es solche Vereinabrungen gibt, werde ich es hier öffentlich machen.
    Liebe Grüße Katja

    Also auch hier nicht alles glauben, ohne selbst zu recherchieren 😉

  • #42
    Klaus Lohmann

    @#34 Alreech: Können wir uns darauf einigen, dass das Video https://www.youtube.com/watch?v=xRFQY8UI1ag&feature=youtu.be zur Situation passt?

  • #43
    Imam

    Nun ja im Iran glaubten die Linken den Mullahs das alles besser wird wenn es keinen Adel mehr gibt,danach hingen sie an den Baukränen.
    War auch nicht sehr schlau den Mullahs zu glauben.

    Allahu akbar!

  • #44
    Indrid Cold

    "Das Thema ist zu sensibel, um die Menschen um uns herum mit unbestätigten Gerüchten weiter zu verunsichern."

    toll, herr odergut, ganz, ganz toll haben Sie das gemacht! was für ein schlauer kerl Sie doch sind! Sie bekommen möglicherweise einen lollipop und den gartenzwergorden für selbstverliebte besserwisser. oder sind Sie einfach nur zynisch, selbstverliebt und haben bei all Ihrer WAHNSINNIG hohen intelligenz etwas übersehen? Sie haben sich mit Ihrem schlecht gemachten fake-briefchen selbst der hetze schuldig gemacht, die Sie so wortreich anderen zur last legen. auch Ihr fake-dokument wird monatelang erfolgreich die runde machen und evenmtuell einige rechtsradikale volltrottel dazu bewegen, eine brandbombe durch das fenster eines flüchtlingsheimes zu werfen oder asylwerberInnen auf offener straße zu attackieren.

    pseudointellektuelles bildungsbürger-spießertum, deine heimat ist das deutschsprachige europa.

  • #45
    Cerberus

    Diese Abartigkeit kann nur von einem Menschen stammen, der nichts – aber auch gar nichts begriffen hat! Sein Ego steht über dem Leid und Elend der Opfer, die durch ihn nun zum zweiten Mal zum Opfer werden
    Diese Aktion ist einfach nur abartig und widerlich weil es die Opfer verhöhnt
    Jeder der das bejubelt ist nicht besser als die Täter!

  • #46
    René

    In dem Schreiben waren soviele Fehler das jeder der etwas mehr Grips hat als eine leere Wasserflasche, erkennen hätte können das dies kein Originaldokument bzw Klinikschreiben ist!
    Nicht zuletzt wegen der Schreibweise der Unterschrift.

  • #47
  • #48
  • #49
    G.Kramer

    @ 36 Klaus Lohmann, danke für den Hinweis werde ich mal strafrechlich prüfen lassen fasse das als Beleidigung gegen mich und meine Mutter auf

  • Pingback: Chronologie: Katja Schneidt und die Medienkompetenz der Crowd | Ruhrbarone

  • #51
    Theo

    Lieber Georg Odergut,

    herzlichen Dank dafür, dass Sie mir und vielen anderen Anti-Rassisten ein Bein gestellt haben.

    Jeden Tag, nahezu stündlich sind Fakemeldungen der rechten Szene im Umlauf. Dass solche Fakes munter übernommen und verteilt werden, bedurfte also gewiss nicht eines solchen Beweises.

    Als ihr Fake kursierte, habe ich – wie viele andere – in Anlehnung des aktuellen politischen Sprachgebrauchs die "volle Härte des Rechtsstaats" für den Urheber des Krankenhaus-Fakes gefordert. Nun höre ich schon das Hohngelächter der Ultrarechten. Und Typen wie Frau Schneidt können sich als Opfer darstellen – denn über deren "Leichtfertigkeit" im Umgang mit Fakes wird weniger Aufhebens gemacht als um die "linke Heimtücke", "auf dem Rücken verletzter Frauen ein Spiel gemacht" zu haben.

    Gut gemeint ist meist das Gegenteil von gut gemacht.

  • #52
    kE

    Das ist ein spannender Vorfall.
    Wie sieht es mit unserer Medienkompetenz aus?
    Die Digital Natives wurden in der Vergangenheit immer wieder kritisiert, dass sie zwar mit der Technik und dem Web 2.0 aufgewachsen sind, aber oft nicht in der Lage sind, Inhalte kritisch zu prüfen.

    Gleichzeitig scheint es so zu sein, dass große Teile der Bevölkerung den Inhalten der Medien und auch den offiziellen Informationen nicht mehr trauen.

    Das ist eine gefährliche Gemengelage. Das Verhalten der Behörden und der Politik nach den Silvester-Vorfällen in vielen Städten verstärkt dieses Misstrauen eher. Die Kölner Polizei und NRW -Politik ist hier sicherlich besonders stark zu kritisieren.

    Der Staat muss merken, dass er transparenter werden muss. Es kommt sowieso nahezu alles raus.
    Hier ist ein Neuanfang notwendig, auch personell.

    Die Web 2.0 Nutzer müssen sich ihrer Verantwortung bewusst werden. Beim Senden und beim Lesen. Hier ist es notwendig, weiter auf eine gute Basis-Bildung zu setzen, damit bspw. Gesellschaftsformen von Unternehmen/Schreibfehler etc. als Hinweise erkannt werden können.
    Ebenso ist es notwendig zu erkennen, wie das Gehirn funktioniert und uns eine für uns passende Welt durch Filterung konstruiert.

    BTW:
    Insbesondere zu Zeiten von Katastrophen gibt es so viele Falschinformationen in den News-Tickern. Hier überbieten sich die Magazine und Portale. Die Qualität lässt dann nach.

  • #53
    Frank Heinze

    Wenn der Schuss nach hinten losgeht:

    "Eines wird sicher nicht mehr passieren: Dass Fernsehredakteure Interviewpartner in einem Vorgespräch vor der Sendung anweisen, sie sollten im Zusammenhang mit den Ereignissen in Köln nicht über Flüchtlinge reden. Ansonsten werde man das Interview abbrechen. So etwas sei an ihn in den letzten Tagen schon herangetragen worden, sagte der Kriminologe Christian Pfeiffer am Donnerstagabend in der „Phoenix-Runde“."

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/tv-kritik/phoenix-zur-gewalt-in-koeln-14003435-p2.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

  • #54
    Typ

    Wie in den Kommentaren zu lesen, ist die Aktion anscheinend kontraproduktiv. Ich find’s trotzdem richtig. Die Rechtspopulisten verbreiten ziemlich viele Unwahrheiten, da muss man mal nen Spiegel vorhalten. Am besten finde ich das Wording in dem Anschreiben. So richtig deutschtümelnd-rückständig. Photographie – "Ich schreibe das so wie immer weil ich mir nicht von rotgrünen Minderheiten die "f"’s diktieren lasse! Armes Deutschand!" Verstehen die Dummbratzen leider nicht.

  • #55
    Tini1207

    Sehr geehrter Herr Odergut, dieses unglaublich schlecht gefälschte Dokument ist mir und vielen anderen Lesern sofort ins Auge gestochen.Es fehlte das Datum ,Presse war mit drei S geschrieben etc. Für den Gros der Menschen war es sofort als Fälschung erkenntlich, das war auch aus den vielen Kommentaren ersichtlich.Sie haben in meinen Augen nur jene Menschen erreicht die auch ohne dieses Kunstwerk nichts anderes glauben wollen.

  • #56
    Hoppe

    Widzischkeit kennt keine Grenzen – Widzischkeit ist so saudumm, dass es quietscht!
    Derzeit verschweigt die Polizeiführung in Köln (SPD) UND das SPD-geführte Innenministerium krampfhaft das wahre Ausmass der Ereignisse in Köln. Es riecht nach Zensur!
    Es riecht nach DDR – es mieft geradezu aus Köln und Düsseldorf!
    Und Sie haben Nichts besseres zu tun, als hier einen FAKE zu versenden, um eine Infoschleuder für sage und schreibe (boah ey) 17000 Kontakte zu "entlarven".
    Das ist dümmliche Kinderkacke!

    Wir erleben gerade einen klaren Fall von Pressebeeinflussung s. http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/tv-kritik/phoenix-zur-gewalt-in-koeln-14003435-p2.html

    Aber die "Ruhrbaron" machen Kinderkram!
    So etwas kann ich nicht Ernst nehmen – Sie habenn sich in Ihrer journalistischen Professionalität disqualifiziert.

  • #57
    Arnold Voss

    Kinderkacke die obendrein nichts ändert und etwas „beweist“, das alle Menschen die noch bei Verstand sind, schon lange wissen. Nein, die "journalistische" Aktion dieses Gastautors gehört nicht zu den Sternstunden der Ruhrbarone. Und das sage ich hier ausdrücklich als Ruhrbaron.

  • #58
    Klaus Lohmann

    @Arnold: Als "Kinderkacke" habe ich bislang Facebook im Allgemeinen verstanden – wie auch die meisten Kommentare hier beweisen. Man lernt wohl nie aus;-)

  • #59
    Arnold Voss

    Facebook ist nicht nur Kinderkacke, aber es trägt zweifellos mit aller Kraft zur weiteren Infantilisierung der Welt bei, und Kinder schmeißen nun mal gerne mit Dreck.

  • #60
    Volker Eigen

    Schämt ihr Euch alle eigentlich nicht ?
    Egal ob zum vor oder Nachteil von
    Rechten oder Linken
    Asyl und Asylgegnern
    Ihr tragt eine Verantwortung gegenüber den Lesern die Wahrheit zu berichten, nicht mehr und nicht weniger, die Aussage es sei ein Experiment ist so scheinheilig wie die Goldene Kuh und beweist einmal mehr das die Lügenpresse nicht das Papier wert ist.
    Ihr habt keine Ehre ! Seid verlogen wie die Politik !

  • #61
    Walter Stach

    -59-
    Arnold,
    so ist es.
    Wir können es nicht ändern.
    Und mit dieser "Kinderkacke" ist das Resthirn vieler Menschen so verschmiert, daß da nichts mehr funktioniet, jedenfalls alles das nicht, was dem Denken dient.

  • #62
    JR

    Ich verstehe den Sinn der Aktion auch nicht.
    Irgendwelche Spinner kolportieren, sie hätten irgendwo gehört, dass…, haben aber keine Belege. Die werden dann gefälscht und geliefert, so dass die Spinner gefälschte Belege haben. Danach wird der Umstand der Fälschung bekanntgemacht, die Spinner machen auch das publik. Das ursprüngliche Gerücht ist durch die Fälschung nicht entkräftet.

    Hat jetzt irgendwer irgendwas daraus gelernt?

  • #63
    JR

    @Klaus Lohmann: Facebook ist wie der Bochumer Stadtpark. Es gibt einen scheußlichen riesigen Spielplatz, ab und zu "kommt der Kasper im Zirkuszelt" vor dem Bismarckturm, aber es gibt genug sehr angenehme Ecken. Alles eine Frage der Filter Bubble.

  • #64
    Angys Troll

    Auch wenn es nur ein Fake ist. Hier greift §130 StGB und §267 StGB. Soll das jetzt Lustg sein?

  • #65
    Hasso Kleber

    Sehr gut gemacht, Ruhrbarone. Diese Hysterie ist schon peinlich. Nur weil einer sich mal daneben verhält, werden Pauschalurteile gefällt.

  • #66
    Robin

    Sehr intelligent war es ja nicht und stellt den Verfasser auf die gleiche Stufe, derer die er anprangert.

    Ja, es ist auffällig, das negative Informationen nicht hinterfragt und doch verbreitet werden, aber Informationen, welche nachweisbar die negativen Informationen widerlegen, als unwahr diffamiert werden.
    Dafür brauch man keinen Test durchführen, der beim ungebildeten Pöbel das Aggressionspotential noch verstärkt.

    Wie soll es nun eingedämmt werden?!
    Ein Dementie wird es nicht aus den Köpfen löschen und vorführen der geistig armen verschließt deren Geist noch mehr gegenüber klaren Fakten.

  • #67
    Manuel

    Passend zur Thematik "Qualitätsjournalismus":

    https://dampfbloque.wordpress.com/2015/11/16/zu-fruh-zu-viel-weshalb-es-manchmal-ratsam-ware-nichts-zu-berichten/

  • #68
    Klaus Lohmann

    @#64 Angys Troll: Eine derartige "Urkunde" gibt es nicht, insofern wurde da auch nichts gefälscht. Und "Volksverhetzung" begeht die Verbreiterin falscher Tatsachenbehauptungen mit ihrem Ausgangs-"Aufruf".

  • #69
    Klaus Lohmann

    @#62 JR: So wie ich es verstanden habe, bestand der hauptsächliche Sinn des Fakes darin, der braun-unbedarften Dame zu demonstrieren, dass die von ihr ins öffentliche Spiel gebrachte Behauptung von angeblich offiziellen "Unterlassungsurkunden" schon rein rechtlich bzw. verwalzungstechnisch Blödsinn ist, weil es solche "Urkunden" schlicht nicht gibt. Und wer sich schriftstellerisch betätigen will, sollte zumindest einen Basiskorb Alltagswissen mitbringen, um solche Falschbehauptungen zu vermeiden. Dass diese Dame und ihre hier marodierenden Anhänger trotzdem an der falschen Ausgangsbehauptung festhalten, demonstriert nur, dass es bewusst lanciert wurde, um braune Stimmung zu machen.

  • #70
  • #71
    tom

    Ich finde es gut was sie gemacht haben! Es stößt den ein oder anderen Pegida-Jünger vielleicht doch nochmal an nicht alles zu glauben was über Facebook verbreitet wird.

  • #72
    Arnold Voss

    Nein, tut es nicht, Tom. Diese Leute lesen und glauben das was sie lesen und glauben wollen.

  • #73
    Thomas Weigle

    @tom Ich kann Ihren Optimismus nicht teilen. Die Fakenummer wird die pegidas in ihrer Meinung von den "Lügenmedien" nur bestätigen.

  • #74
  • #75
    Klaus Lohmann

    @#73 Thomas Weigle: Gibt es denn irgendein *rationales* Argument, welches die Pegiden von dieser "Meinung" wirklich abbringen könnte?

  • #76
    Ron

    Klingt mir wie die Lügen-Geschichte eines Trottels, die er dann, nachdem er aufgeflogen ist, irgendwie rechtfertigen muß. Fällt mir gleich wieder der RTL Reporter bei Pegida ein…

  • #77
    Christian Perzl

    #69 Klaus Lohmann

    Was? "… dass es bewusst lanciert wurde, um braune Stimmung zu machen." …. no Shit Sherlock!
    Sagt mal, hab schon einmal angedeutet das hier einige den Aceton zu sehr frönen… aber anscheinend gibt es wohl beim RB-Stamm eine Tradition des Lacksaufens… anderes kann man sich das nimmer erklären.

    Da schreibt der Gastautor was in bester Naivität von "Ich hoffe sie haben ihre Lektion gelernt" obwohl eigentlich klar sein musste das die Betroffenen im Glaubenswahn oder aus purer Bösartigkeit handeln, mehr noch: Das war anscheinend sein einziger Grund diesen Fake zu produzieren.
    Der beste Satz in seinen Aufsätzchen ist ja "Die Behörden haben Pressestelle, die man fragen kann."… stimmt, Behörden die eine Lüge nach der anderen produzieren(Keine Flüchtlinge – keine Syrer wackelt ja auch schon bedenklich.) sind da wirklich die besten Quellen

    Da freut sich die meisten jetzt wie Bolle weil man endlich eine blöde Trulla eine blöde Trulla nennen kann. Davor war man halt viel zu feige… ähm ich meine, davor waren natürlich die Beweise nicht stark genug. Angebräunte Verschwörungsgerüchte zu posten ist ja halt noch ein zu schwaches Indiz…

    Da schickt man für den Mob extra noch einen "Beweis" durch den Verstärker namens Lätschenbuch… obwohl klar sein sollte das denen scheiß egal ist ob das ein Fake oder die Wahrheit ist, für ihre Hetze werden sie immer noch nutzen können.

    Aufklärung Dritter, damit "man doch nicht jeden Schmarrn sofort glaubt" würde funzen… dummerweise hat jedoch diese "Wahrheitskämpferin" allein schon mehr als doppelt so viele Volksempfänger als Ruhrbarone. Drei Mal dürft ihr raten wer mehr vom angepeilten Zielpublikum erreicht.

    Je mehr Zeit vergeht und je mehr ich darüber nachdenke, desto bescheidener fällt meine Meinung zu diesen Fake aus.

  • #78
    Stefan Bergfeldt

    Im Angesicht der Realität wäre mir dieser Zettel nicht mal n Kopfschütteln Wert gewesen, selbst wenn ichs Blind geglaubt hätte.

    Armseliger Scherz in solchen Zeiten.

  • #79
    Klaus Lohmann

    @#77 Christian Perzl: Da Sie mich – warum auch immer, extrahieren kann man dies aus Ihren Ausführungen leider nicht – direkt ansprechen: Keine Ahnung, welche Probleme Sie mit Behörden haben, jedenfalls gibt es solche "Unterlassungserklärungen" zum wiederholten Male *nicht* und selbst eine gewisse Grundnaivität von Frau Schneidt würde vor einer Veröffentlichung für 17.000 Follower zumindest eine kurze Nachfrage gebieten.

    Über den Sprachstil der hier veröffentlichten Artikel kann und darf man in epischer Breite immer gern diskutieren, allerdings wird der *Kern* des Artikels, der Frau Schneidt mit Fug und Recht dummen, beifallheischenden Populismus vorhält, dadurch kein anderer.

    Was die Rezeptions- und Analysefähigkeit des klatschenden Publikums von Frau Schneidt angeht, sind wir beide aber garantiert d’accord.

  • #80
    Oliver Weigelt

    Das einzige was Sie damit bewiesen haben ist das Sie verlogen, manipulativ und völlig unglaubwürdig sind. Sie haben bewusst einen Fehlinformation als Köder ausglegt um die Dame Katja Schneidt und alle Opfer in Verruf zu bringen. Ihre Aussage "Sie haben also eine gefährliche Fehlinformation in die Welt gesetzt. Sie haben durch Ihr Publikum von über 17.000 Facebook-Nutzern eine Verantwortung, nicht alles ungeprüft weiterzugeben. Mit der Reichweite kommt die Verantwortung." und " Das Thema ist zu sensibel, um die Menschen um uns herum mit unbestätigten Gerüchten weiter zu verunsichern." ad absurdum geführt da die " gefährliche Fehlinformation" von ihnen in die Welt gesetzt wurde, bewußt mit der Absicht rechtschaffende Bürger zu denunzieren, Verbrechen zu verharmlosen, Täter zu schützen und Merkel´s gesetzwidrige Verlogenheitspolitik zu unterstützen. Zur Erläuterung, ein Ausschnitt aus ihren blumigen Anschreiben "Wenn Sie es für richtig halten, Ihre vielen Kontakte über diese
    Ungeheuerlichkeit in Kenntnis zu setzen, wäre ich Ihnen zutiefst
    verbunden.
    Die Photographie und eine anonymisierte Fassung meines Schreibens dürfen
    Sie gerne verwenden. " Also eine bewußte Fehlinformation mit der Aufforderung der Weiterverbreitung die von Ihnen ausging, nicht von der Frau Katja Schneidt. (Im Prinzip also eine Verleitung und Aufforderung zu einer Straftat).
    Auch ihre Angabe "Ich habe drei verschiedenen Juristen gefragt. Alle drei meinen übereinstimmend: So wie Sie die Sache darstellen, ist es rechtlich unmöglich umsetzbar." ist irreführend. Viele Dinge in unseren Staat sind nicht rechtens, die Vernichtungs-und Vertreibungspolitik unserer Kanzlerin ist völlig gesetzwidrig, und hat Sie irgendwelche rechtliche Konsequenzen zu befürchten? Nein. In unseren "Rechtsstaat" hat recht haben mit recht bekommen sehr wenig zu tun, ich weiß das besonders gut da ich mich schon mehrfach rechtlich gegen große Gegener durchgesetzt habe (z.B. Polizei, Allianz usw.) aber meine Anwälte haben abgewunken und waren der Meinung das ich keine Chance hätte. Aber dazu braucht man Rechtskenntnisse, Willensstärke und vor allem Ausdauer. Ich war der einzigste von hunderten und ich hätte es nicht geschafft wenn es wirklich rechtens gewesen wäre was die Polizei oder die Allianz bei mir und zig anderen als rechtens verkaufen wollte. Wovon sogar meine Anwälte ausgingen.
    Außerdem sind schriftliche Vereinbarungen die die Unterzeichner zum "Stillschweigen" verpflichten ein gängiges Mittel der Obrigkeit um Zeugen mundtot zu machen. (Sowie gezielte Fehlinformationen in die Welt zu setzten um die Opfer und Mitwisser unglaubwürdig zu machen).
    Ich selbst habe so ein Schreiben vor Jahren gesehen, das einer Bekannten von mir vorgelegt wurde, nachdem man Sie massiv in mehreren Sitzungen von den Stadtvertretern unter Druck gesetzt wurde. Sie bat mich um Hilfe die ich Ihr dann gewährte, was jede Menge Auseinandersetzungen zur folge hatte. Fakt ist das Sie verlogen und manipulativ sind und keinerlei Glaubwürdigkeit besitzen. Fakt ist das Sie der Frau Katja Schneidt und allen Opfern bewußt geschadet haben und ihr keine "Lektion" erteilen wollten. Fakt ist das sich die Frau Katja Schneidt nichtmal die Hälfte vorzuwerfen hat, wie Sie sich selber. Fakt ist das Sie mit dieser Aktion sehr deutlich bewiesen haben das Sie nur Profil und Profitgeil sind und keinerlei Rückgrat oder Ehre besitzen. Aber Führerin Merkel ist sicher ganz stolz auf euch 😉

  • #81
    Christian Perzl

    #79 Klaus Lohmann

    Ich hab hauptsächlich deswegen Sie ausgewählt weil der Autor sich hier nicht meldet(Was er ja auch nicht muss) und vor allem deswegen weil sie mit ihrer Erklärung, warum man das hier lobenswert finden sollte, mein Problem mit dieser ganzen Causa verdeutlicht.

    Ja man hat ja wirklich recht, es zeigt wie widerwärtig sich eine "Helferin" auf alles stürzt was ihr nützt, das Problem ist einfach das es schon lange vorher erkennbar war das hier eine am braunen Rand ihren Zuspruch sucht. (Siehe auch den anderen Beitrag zu diesen Thema)
    Und noch einmal: Einen Fake nur deswegen zu konstruieren um eine blöde Trulla eine blöde Trulla nennen zu können ist irgendwie armselig.
    Genauso das gegenseitig auf die Schulterklopfen für diesen Coup. (Wäre so als würde ne Mannschaft nach Sieg durch nicht erscheinen des Gegners "We are the Champions" grölen)

    Wäre es ein Gag unter Nerds, ich würde es lustig finden.
    Aber nicht beim sich gerade formierenden Lynchmob… den eines hat die Geschichte bewiesen: Fanatiker kann man nicht mit Humor beikommen… sie walzen einfach drüber.

    Welches Problem ich mit Behörden habe? Nun das übliche: Steuer, Anmeldungen, Führerschein ect. 😉
    Nein Quatsch, das Problem ist eher dass das der Autor wieder mal belehrend-naiv ist… zumal er sich selber ins Bein schießt. Erst darüber reden sich bei Experten zu informieren… und dann die auf Pressesprecher verweisen.

    Ist es nicht so das hier auf Ruhrbarone oft genug trefflich aufgezeigt wurde was von Pressesprecher zu halten ist? Das in diesen Fall anscheinend auch wirklich etwas unter den Teppich gekehrt wird ist da nur die Kirsche obendrauf, traurig aber Wahr.

  • #82
    S.Schmidt

    Nun kann man diesen Blog wenigstens berechtigt als "Lügenpresse " bezeichnen. Bravo das ist wahrlich den Pulitzer Preis wert.

  • #83
    Diane

    Es ist der beste Beweis dafür, wie einfach es ist und wie schnell es funktioniert, Unwahrheiten und im schlimmsten Fall auch Hetze zu verbereiten, wenn so viele sich falsch engagieren möchten!

    Frau Schneidt´s Mut ist durchaus lobenswert und wünschenswert, aber das entbindet eben niemanden von seiner Pflicht, bei der Wahrheit zu bleiben. Kenne ich die nicht, verbreite ich sie nicht! Punkt.

  • #84
  • #85
    Klaus Lohmann

    @Christian Perzl: Nun, das mit dem Pressesprecher ist auch für mich eher mindestens "unglücklich" als Empfehlung. Der erste und sinnvollste Schritt wäre zumindest für meine Arbeit, die oder den Verfasser/in der Original-Nachricht zu befragen, was dort denn konkret zum Unterschreiben "vorgelegt" wurde. Gibt es keine Antwort, wird auch nichts veröffentlicht.

    Allerdings ist der Pressesprecher-Kontakt zumindest nicht ganz sinnlos, denn so erfährt eine Behörde, dass Irgendwer – und damit irgendwann die Öffentlichkeit – an einer Sache dran ist, wenn sie vertuscht wird. Danach machen Behörden meistens von ganz allein die "richtigen" Fehler;-)

  • #86
    abraxasrgb

    Orwell: 1984 was a warning, not a f*cking manual 😉

    Ironie und Sarkasmus sind natürlich nur dann witzig, wenn die Blöden es nicht verstehen, aber man mag mich intellektuell versnobt nennen, ich suche mir für "Spaß" lieber Gegner und keine Opfer.
    Die Nummer läuft für mich in der Rubrik "versteckte Kamera" bzw. konditionierter Reflex.

    Das die Tante das englische Akrostichon "F.A.K.E." nicht verstanden hat, mag dem an James Joyce geschulten Leser einen gewissen Distinktionsgewinn geben, ist aber trivial und insofern eigentlich weit hinter dem eigenen Anspruch zurück.

    Eigentlich nur grober Unfug bzw. pseudo-politischer Schabernack.

    tl;dr 😉 don´t feed the trolls

    Quod erat demonstrandum(m) … oder für die Fußballer: Eigentor(heit)

  • #87
    Heike

    Solche Mneschen wie Sie ist das Letzte und ich finde es traurig, wie man so weit sinken kann.
    Hetzerund Lügner sind solche Leute wie Sie.

  • Pingback: Kölni szilveszter: meghackelték a konteót kiáltókat | Urban Legends

  • #89
    Thomas Weigle

    Es war ein höchst untauglicher Versuch am untauglichen Objekt. In der heutigen Printtaz ist ein schöner Artikel zu den Wahnvorstellungen der pegidas, denen man auch mit Vernunft nicht beikommen kann.

  • #90
    Arnold Voss

    Ein untauglicher Versuch der das Gegenteil von dem erreicht hat, was er bezweckte. Der einzige, dem in diesem Fall eine Lektion erteilt wurde, ist unser Gastautor selbst. Ich hoffe, er lernt was draus.

  • #91
    Walter Stach

    Thomas Weigle -89-,
    als Ergänzung zu Deiner TAZ-Verweisung für den Fall, daß außer uns noch jemand aus dieser Disk.runde die TAZ zu lesen -nachzulesen- bereit sein könnte::

    1.
    Ein nachdenkenswerter Kommentar in der heutigen TAZ , den Du vermutlich mit Deiner Bemerkung gemeint hast:

    TAZ.DIE TAGESZEITUNG, Freitag, 8.Jan.2o16 -Meinung+Diskussion
    "Glaubende Holzköpfe" "Schlagloch von Georg Seesslen

    Ich zitiere:
    "-….daß man bei der Pegida-Versammlung am 21.12.in Dresden auch Weihnachtslieder gesungen hat. Wie obzön, wie zynisch, wie gottverlassen muß man sein, wenn man die Musik zu einem großen mythischen Drama von Ausgestoßenwerden und Beherbergtsein mißbraucht, um seinen Hass auf Flüchtlinge Ausdruck zu verleihen."

    Ich zitiere ferner bezogen auf PEGIDA:

    " Die Wahrheit ist einzig und allein der Hass. Der braucht nur ein Opfer, nichts weiter".

    " Womit man einem Pegidisten nun wirklich nicht zu kommen braucht, ist ein "Argument", ist "die Wirlichkeit" ist……….
    Worauf es ankommt, ist einzig eine Zivilgesellschaft, die selbst ein klares Wort findet. Dieses Wort lautet: "Nein."

    2.
    Ich will auf einen
    Artikel von Hengameh Yaghoobifarah verweisen, ebenfalls in der heutigen TAZ, S.13:

    "Willkommen in der Hölle, Ladys.
    -Sexuaisiert Gewalt -Seit der Kölner Silvesternach wird einer sexismusfreien Zeit hinterhergetrauert. Die hat es in Deutschland nie gegeben.

    Nachdem die Verfasserin über den Alltag von Frauen und ihren permanenten Ängsten vor sexualisierte Gewalt erzählt und darüber, was sie alltäglich (!!) dagegen an Maßnahme praktiziert stellt sie fest -ich zitiere-:
    "Sexualisierte Übergriffe haben sich in den Alltag normalisiert……
    Denn Frau sein bedeutet leider, in ständiger Angst vor Gewalt leben zu müssen."

    Und bezogen auf die jüngsten Äußerungen u.a. von Frauke Petry, Erika Steinbach, Birgit Kelle schreibt die Verfasserin:
    "Sobald die Täter eben nicht mehr ihre potenziellen Väter, Ehemänner, Brüder oder Söhne sind, sondern die bösen Männer of Color, ist die Sorge um das Wohl der deutschen Frau sehr groß."

    "Hätte Birgit Kelle am Montag nach der Tat einen empörten Kommentar über die Geschehnisse geschrieben, wenn die Täter w e i ß gewesen wären? Wäre die Medienberichterstattung so üppig, wenn in de Vergangenheit jedes Ereignis, bei dem die Gewaltquoten hoch sind, genau so viel Beachtung gefunden hätte? Beim Oktoberfest schätz man die Dunkelziffer der Vergewaltigungen pro Jahr auf zweihundert -und da ist alles, was unter sexueller Belästigung gefaßt wird, noch nicht einbegriffen.
    Wäre die Zahl der Anzeigen so hoch angestiegen, wenn die mediale Aufmerksamkeit so gering geblieben wäre, wie es in der Vergangenheit an Silvester, Oktoberfest, Karneval oder Herrentag der Fall war?

    Und an anderer Stelle fragt die Verfassering: -ich zitiere-:
    "Ginge es nicht um die Reproduktion des rassistischen Bildes von der unschuldigen w e i ß e n Frau, die vor dem agressiven muslimischen Mann geschützt werden muß, würde diese Vorfälle kaum viral gehen."

    Und noch zwei Zitate:
    "Die rechte Vereinnahmung von Feminismus durch Steinbach und Konsorten geht so einfach über die Bühne, weil die Sicherheit von Frauen erst dann ernst gneommen werden kann, wenn sie ihrer rassistischen Agenda nützt"

    "Fest steht:
    Organsierter Raub in Menschenmassen -ob an Touri-Hotspots, in Clubs oder an Silvester- ist genau so ein altes Phänomen wie die Zahl sexueller Übergriffe zu jenen Gelegenheiten. Ob am Tag der deutschen Einheit am Brandenburer To, beim Headliner von Rock am Ring oder in den Zeltlagern der Occupy- Aktivist-innen: Männer, Alkohol und unübersichtliche Menschengruppen waren schon immer eine Höllenkombination."

    Vier Anmerkungen meinerseits:,
    1.
    Frau Yaghoobifararh versucht mit ihrem Artikel n i c h t, die Gewaltaten gegenüber Frauen am
    Silvester-Abend in Köln zu verharmlosen -auch nicht mittels einer Relativierung.
    2.
    Frau Ya. überzeugt -jedenfalls mich-, wenn sie letztendlich klar macht, daß politisch, daß medial die Gewaltakte gegen Frauen in Köln für Viele nur ein willkommenes Mittel zum Zweck ist, nämlich noch massiver als bisher gegen Flüchtlinge polemisieren zu können. Diesen "Vielen" geht es nicht um das völlig losgelöst von dem massiven Zuzug von Flüchtlingen in unserer Gesellschaft existierende gravierende, , permanente Problem der der sexualisierten Gewalt gegen Frauen, im Gegenteil, letztendlich wird geleugnet, daß wir ein permanentes, gravierende Problem der sexualisierten Gewalt gegen Frauen haben, indem man die sexualisiere Gewalt in Köln sowohl zu etwas Einmaligem zu machen versucht als auch zu etwas, was der "weißen deutschen Gesellschaft" völlig fremd ist. Und das nutzt letztendlich nicht den Frauen, sondern es schadet ihnen.
    Ich habe jedenfalls außerhalb des Artikels in der TAZ, aus dem ich hier zitiert habe, nirgendwo gehört/gelesen, daß die Gewaltakte in Köln die Gesellschaft nachdrücklich hätten daran erinnern müssen, daß sie seit Jahren ein stetig wachsendes permanentes Problem hat, das sie jedoch weitestgehend ausblendet, nämlich das der sexualisierten Gewalt gegen Frauen .
    4..
    Ich habe hier bei den Ruhrbaronen im Rahmen dieser Diskussion in einem anderen Zusammenhang von der Unglaubwürdigkeit deutscher Poltiker, deutscher Medien, deutscher Bürger gesprochen, wenn sie z.B. Greuelltaten des IS anprangern, unfähig und unwillig, sich dabei der Greueltaten des eigenen Volkes bewußt zu sein, die in Quantität und Qualität alles das übertreffen, was bis heute der IS an Verbrechen begangen hat. Ich habe insofern an anderer Stelle hier bei den Ruhrbaronen von "Scheinheiligkeit" gesprochen.
    Mir scheint, mit derselben Scheinheiligkeit überbieten sich deutsche Politiker, deute Publizisten jetzt, wenn sie sich im Sinne des Feminismus zu den Vorkämpfern gegen sexistische Gewalt von Männern an Frauen machen.
    4.
    Wir haben heute bei den Ruhrbaronen an anderer Stelle über die Sinnhaftigkeit des Lesens, des Informierens anhand möglichst vieler und möglichst nach ihrer Grundausrichtung unterschiedlicher Medien diskutiert.

    Mir scheint, daß es deshalb Sinn macht, um dem eigenen Meinungsbild eine möglichst fundierte, bedachte, unter vielen Aspekten entstandene Grundierung zu schaffen, dann und wann z.B. auch ‚mal die TAZ zu lesen. Oder wäre ein Kommentar wie der unter 1. erwähnte, oder wäre ein Beitrag wie der unter 2. erwähnte denkbar in ………?????

  • #92
    abraxasrgb

    @ Walter Stach: Intellektuell nicht satisfaktionsfähig … genau so, wie der Brieftauben-Zeitalter(sic!) Hypertext mit Rückverweisen. Endgültig für eine Diskussion disqualifiziert. EOD.

    Aber die Sympathie zum "ausgezeichneten Antisemiten" Augstein hätte eigentlich schon gereicht …

  • #93
    Klaus Lohmann

    @Walter Stach #91: Danke, gute und wichtige Fragen! Ich kann aus familiärer Erfahrung, die ich hier nicht näher vertiefen will, nur hoffen, dass diese Fragen nach gründlicher Aufklärung der Taten und Verurteilung der Täter von Köln und anderen aktuellen "Silvester"-Städten gesellschafts-übergreifend und intensiv diskutiert werden. Eine schon länger diskutierte und jetzt wohl unter den Eindrücken von Silvester schnell umgesetzte Gesetzesänderung mit deutlichen Strafverschärfungen für verurteilte Vergewaltiger wäre schon mal ein Anfang…

  • #94
    TRS

    Was eine hohle Aktion. Jetzt kann der Oderschlecht sich einen runterholen, hat er es der braunen Suppe doch mal so richtig gegeben. Der Typ ist nur bedauernswert.

  • #95
    Arnold Voss

    @ Walter Stach # 91

    Walter, das Oktoberfest hat mehrere Millionen Besucher. Der hier immer wiederkehrende Vergleich mit der Silvesternacht in Köln ist deswegen in keiner Weise zulässig, bzw. wenn man die dortigen Fälle prozentual auf die dort anwesenden Männer umrechnet, eine bewusste und zugleich zynische Relativierung dessen was in Köln geschehen ist.

    Mir muss keiner erzählen, wie sehr sexuelle Gewalt in verschiedensten Formen auch zum deutschen Alltag gehört. Aber der deutsche Alltag ist, vor allem was den öffentlichen Raum betrifft, bezüglich der sexuelle Bedrohung für Frauen im weltweiten Vergleich, einer der sichersten. Die Tatsache, dass die meisten sexuellen Gewaltverbrechen im privaten Bereich des Familien- und Bekanntenkreis stattfinden, ändert daran nichts.

    Die von deiner Autorin zitierte "weiße deutsche Gesellschaft" gibt es nur in noch in wenigen Stadtteilen, weil Deutschland seit vielen Jahrzehnten ein Einwanderungsland ist. Im öffentlichen Raum ist die Anwesenheit "nichtweißer" Bevölkerung deswegen ubiquitär und permanent. Mag sein, dass das die von dir zitierte Autorin noch nicht so mitbekommen hat, weil sie so selten den öffentlichen Nahverkehr benutzt und sich von Vierteln mit hohem Migrantenanteil fernhält.

    Deswegen waren unter den in Köln angegriffenen Frauen auch "nichtweiße" Frauen, was den von deiner Autorin bemühten rassistischen Bild von der "unschuldigen weißen Frau" endgültig zur puren Ideologie, ja zum umgekehrten Rassismus verkommen lässt. Eine solche strukturelle Blindheit gegenüber den realen Verhältnissen kenne ich sonst nur von eingefleischten Pegidisten. Im übrigen ist die Hautfarbe weiß auch eine Farbe mit der Menschen geboren werden.

    Niemand muss zum Karneval, zum Oktoberfest oder zur Loveparade. Zum Bahnhof muss er allerdings schon, wenn er kein Auto hat. Was natürlich die sexuellen Übergriffe auf Großveranstaltunge mit viel Alkohol nicht besser macht. Aber man kann alle diese Veranstaltungen schon deswegen nicht mit der Kölner Bahnhofssituation vergleichen, weil es dort keine offizielle Veranstaltung, keine Einladung und kein geplantes Silvesterfest gab.

    Und ja, für deine Autorin und für alle hier zum mitschreiben, es gibt auch böse farbige Menschen. Keine Kultur und keine Hautfarbe macht irgendjemanden auf dieser Welt per se zu einem besseren Mitglied der Weltgesellschaft. Wer Multikulti will muss deswegen damit aufhören, für bestimmte Gruppen wegen ihrer Hautfarbe oder wegen ihres besonderen kulturellen Hintegrundes Welpenschutz zu fordern, bzw. sie von Kritik auszusparen. Das ist auch eine Form des Rassismus.

  • #96
    Walter Stach

    Klaus Lohmann -93-,

    Justizminister Maas kündigt "eine Verschärfung" des Sexualstrafrechtes an!

    -92-
    Wenn ein" Oberlehrer" zur Bewertung schreitet……….,
    dann……..???
    Ich lasse es bei den Fragezeichen, denn……………………

    -Es könnte einerseits Vieles zu Stil und Inhalt "der Bewertung" gesagt werden nebst einer Kommentierung zu der sich mir offenbarenden Persönlichkeit des Bewerters, u.a. hinsichtlich dessen, was man gemeinhin intellektuelle Redlichkeit zu nennen pflegt, anderseits liegt es nahe, liegt es näher, nichts dazu zu sagen. Letzteres, so scheint mir, gebietet die Vernunft.

    -Ich erinnere mich –es mag bezogen auf 92- Text/Verfasser-dem Zufal geschuldet sein, an die Weisheit und die vorzutragen erlaube ich mir dann doch noch:

    "De nihilo nihil".

  • #97
    Arnold Voss

    @ Klaus Lohmann # 93

    Ja, der Anlass zur Diskussion ist gegeben und ich hoffe, dass nicht nur im Sexualstrafrecht sondern allgemein bei körperlicher Gewalt eine Verschärfung der Gesetzeslage und vor allem der Verurteilungspraxis stattfindet. Es kann nicht angehen, dass Eigentums- und Sachbeschädigungsdelikte in Deutschland höhere Strafen erfahren als körperliche Gewalttaten jeder Form.

    Wenn man das erreichen will, darf man die Diskussion aber nicht mit kulturellen Scheuklappen und hahnebüchenen Vergleichen führen. Ebenso führt eine feministische Sicht nicht weiter, die farbige Gewalttäter nicht genauso an den Pranger stellt, weil das ja rassistische sein könnte. Es ist vielmehr rassistisch, wenn man es nicht tut. Gewalttäter ist Gewaltäter. Punkt aus.

  • #98
    kai

    kennt eigentlich keiner die lehrerversuche , wo diese ihren schüler aufzeigen , wie schnell sich im netz etwas verbreitet und immer etwas hängen bleibt?
    einfach unfassbar, diese aktion.

    legen sie ihren stift nieder und treten sie zurück . herr odergut

  • #99
    Arnold Voss

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-uebergriffe-in-koeln-und-falsche-zahlen-von-der-wiesn-14004617.html

  • #100
  • #101
    Klaus Lohmann

    @#95 Arnold Voss: Solange wir in DE *jährlich* im Schnitt über 5000 Fälle von (polizeilich angezeigter) sexueller Nötigung verzeichnen müssen – ein Zustand, der statistisch seit vielen Jahren eben *nicht* mit einer verstärkten oder verminderten Zuwanderung korreliert -, werden wir uns *auch* mit den Scheuklappen gegenüber unserer eigenen Kultur des Wegsehens, des Vertuschens, der Gleichgültigkeit gegenüber sexueller Gewalt befassen müssen – siehe aktuell den Fall Regensburger Domspatzen. Zahlenvergleiche, ob nun Silvester oder Oktoberfest schlimmer oder besser wären, ob Deutschland nun das "sicherste" Land für Frauen ist, sind dabei weder hilfreich noch intelligent – allein die Tatsache, *dass* es immer wieder und unabhängig von Ethnien, Alter, sozialem und Bürgerschafts-Status passiert, ist Anlass zum Handeln. Das schließt *nicht* aus, Zuwanderern unsere humanitären Grundsätze als unantastbar zu lehren, macht dies aber auch nicht zum exklusiven Ziel von Aufklärung und Prävention. Ich denke, das wollte Walter uns näherbringen.

  • #102
    Walter Stach

    Arnold -95-
    in einigen Details teile ich Deine Meinung nicht. Deiner im letzten Absatz vertretene Meinung stimme ich uneingeschränkt zu.

    Arnold,
    im Kontext mit der vorangegangen Diskussion über die Bildung einer Meinung mittels Nutzung möglichst vieler, möglichst unterschiedlicher Quellen -hier konkret möglichst vieler und möglichst unterschiedlich ausgerichteter Medien- war mir primär daran gelegen, durch Verweis auf den betr. Kommentar und auf den von Dir kritisierten Artikel in der TAZ darauf aufmerksam zu machen, daß wider die derzeit landauf-landab verbreiteten Meinung, sexistischen Gewalt sei so zusagen bei männlichen Flüchtlingen aus arabisch-afrikanisch-muslimischen Ländern genetisch angelegt und die habe sich demzufolge u.a. in der Sylvester-Nacht in Köln "ausgelebt", auch andere
    Meinungen/Standpunkte vertreten werden und daß es sogar Medien in Deutschand gibt, die diese veröffentlichen -hier die TAZ-. Ähnliches gilt für den von mir zitierten Kommentar.

    Wenn ich mit meinen Verweisen und den Zitaten erreicht haben sollte, daß die Texte gelesen werden und "man" sich mit ihnen kritisch auseinandersetzt, hätte ich das erreicht, was mir ein Anliegen war.
    Selbstverständlich teile ich nicht jede bewertende Kommentierung der Verfasserin des betr. TAZ-Artikels.
    In zwei Punkten stimme ich ihr allerdings uneingeschräntk zu :
    1.
    Alle, die ich pauschal Deutschnationale oder Völkische nenne, gebrauchen, besser wohl mißbrauchen die sexistischen Gewaltakte in Köln, um ihre Hetze gegen Flüchtlinge verschärfen zu können. Mit Erfolg, wie ich leider u.a. in vielen persönlichen Gespräche erfahren muß.
    2.
    Die Ereignisse in Köln hätten ein weiterer, ein erneuter Anlaß sein müssen, über "sexistische Gewalt" als Element unserer Gesellschaft nachzudenken, das existent ist völlig unabhängig von Staatsangehörigkeit, Rasse, Herkunft, Religion der hier lebenden Menschen und das bisher weder im allgemeinen noch anhand konkreter Einzelfällen zu der Aufregung, Erregung, zu dem Aufschrei geführt hat wie die Ereignisse in der Sylvester-Nacht in Köln.

    Wenn die Verfasserin erreicht , daß nicht nur ich, sondern auch Andere primär über ihrer Aussagen, die ich unter 1. und 2. zusammengefaßt habe, nachdenken, dann hätte sie m.E.viel erreicht, das heißt ja nicht, daß das Nachdenken zur Zustimmung durch alle führen muß.

    Immerhin scheinen die Ereignisse in Köln zumindest Justizminister Maas daran erinnert zu haben, daß sexualiserte Gewalt ein permanetes gesamtgesellschaftliches Problem ist, dem der Staat bisher nicht hinreichend mittels seines Strafrechtes Rechnung getragen hat.

    Eine andere Frage ist und bleibt für mich die, ob und inwieweit unsere Gesellschaft bereit ist, sich von der von ihr bisher regelmäßig praktizierten "stillschweigenden Duldung" bzw. von einer im hohem Maß bedenklichen Gleichgültigkeit zu verabschieden, wenn es um sexualisierte Gewalt im deutschen Alltag und bei besonderen Ereignisse geht -sh. ua. anläßlich der Ereignissse -Oktoberfest, Karneval u.a.- die die Verfassserin des betr.Artikels benennt.- Damit zusammenhängt habe ich "auf uns Deutsche" bezogen ‚mal wieder den Begriff "Scheinheiligkeit" bemüht, der ja wörtlich und bildlich -leider Gottes -aktuelle Sinnhaftigkeit erfährt mit Blick auf die jüngsten Veröffentlichungen über sexualisierter Gewalt gegenüber Kindern/Jugendlichen aus den Reihen der Regensburger-Domspatzen.
    Wo bleibt hier der große öffentliche Aufschrei, die große mediale, politische Attacke gegen die Verantwortlichen? Ich will gar nicht darüber nachdenken, in welcher Relation das, was dazu möglicherweise dann doch noch öffentlich zu vernehmen sein wird, sich auch nur ansatzweise dem annähernd könnte, was sich wegen der serxualisierten Gewaltakte in Köln derzeit abspielt.

  • #103
    Helmut Junge

    @Arnold Voß, (97)
    Meiner festen Überzeugung nach hat das seit langer Zeit praktizierte Verschweigen von Zusammenhängen überhaupt nur zur Erstarkung der Rechten geführt, und nicht umgekehrt, wie manchmal befürchtet wurde und wird.
    Das wäre ja noch schlimmer, wenn die Tatsachenbericherstattung Schaden anrichten sollte, das Verschweigen von Informationen aber nicht.
    Eine breite öffentliche Diskussion unter der Auflage, bestimmte Zusammenhänge zu verschweigen, kann es auch gar nicht geben. Solche Einschränkungen lassen sich auch nur in kleinsten Zirkeln so vereinbaren. Diese Zirkel werden dann wohl in Zukunft unter sich bleiben, und nehmen dann eben nicht an solchen größeren Meinungsbildungsprozessen teil.
    Und Zahlenjonglierereien wie über das Oktoberfest lassen sich dank internet relativ schnell entlarven, wie dein Link zeigt.

  • #104
    Walter Stach

    Klaus Lohmann -101-,
    ich lese Deinen Beitrag -101-erst jetzt, nachdem meiner -102.abgesandt war, den ich mir -zumindest in seinem Kern- nach Deinem Beitrag hätte ersparen können.

    Helmut Junge -103-,
    "man wird ja doch wohl noch sagen dürfen", "man wird ja doch wohl noch sagen müssen"………
    -kommt mir irgend wie bekannt vor-.

  • #105
    Arnold Voss

    @ Lohmann 101

    Du diskutierst hier mit Jemanden der über Jahrzehnte, von der Gründung an, das erste Haus für geschlagen Frauen in NRW finanziell unterstützt hat. Ich muss also nicht mit Zahlen darüber aufgekärt werden, was in Deutschland bezügich der Gewalt gegen Frauen passiert. Der Anteil der Frauen mit Migrationshintergrund ist in diesen Häusern übrigens nicht zu unterschätzen, wird aber in der Regel nirgendwo benannt. Für mich sind das auch deutsche Frauen, und das nicht nur, weil viele von ihnen einen deutschen Pass haben.

    In Deutschland gibt es verschiedene Kulturen, und wenn ich schreibe, ohne kulturelle Scheuklappen, dann sind damit logischerweise alle gemeint. Was "unsere eigene" Kultur betrifft, so ist die mir schon immer ziemlich Wumpe gewesen, bzw. habe ich mich ihrem provinziellen Mief und ihrer christlichen Sexualfeindlichkeit schon zu einer Zeit entzogen, in der es noch keine öffentliche Debatten über sexuelle Gewalt gegeben hat.

    Im übrigen wohne ich mit Migranten schon seit Jahrzehnten Tür an Tür. Da bekommt man einfach mehr von ihrem Alltag mit, als in den Zeitungen steht und was igrendwelche Wissenschaftler aus irgendwelchen fern dieser Viertel gelegenen Wohngebieten dort erforschen. Das hat mich diesen Menschen näher gebracht, ohne sie dabei auf irgendeinen Welcome-Podest zu stellen. Das hat mich aber auch gelehrt, ihnen die Meinung zu sagen, und sie hat es gelehrt, mir die Meinung zu sagen.

    Und ja, Klaus, nur ein „weißer“, „deutscher“ Mann kann völlig unbedarft vom Weltgeschehen schreiben, dass es weder intelligent noch hilfreich ist, zu wissen, wo in dieser Welt der öffentlichen Raum für Frauen relativ sicher ist. 🙂

  • #106
    Arnold Voss

    @ Walter Stach 102

    Jetzt aber mal sachte. Walter. Wo war denn dein Aufschrei gegen sexuelle Gewalt im kirchlichen Leben. Gab es irgendein öffentliches Protestschreiben deinerseits, was deine eigenen Kirchenväter betrifft? Könnte es sein, dass die von dir hier großspurig monierte Scheinheiligkeit auch auf dich selbst zutrifft?

  • #107
    Thorsten Stumm

    @Arnold Voss #105
    Danke für dein Statement. Das sehe ich genauso.

    Leider repräsentierten Leute wie Walter Stach genau den intellektuellen Ungeist, der ständig versucht wortreich alles auf eine Metaebene zu fabulieren. Im Ergebnis damit aber jegliches Problem pastoral wegdiskutieren und kleinrelativieren und so das Geschäft der Rechten befördern.

  • #108
    Helmut Junge

    @Walter Stach,
    "sagen müssen" betrifft die Information, also die Nachrricht über ein Geschehen,
    während "sagen dürfen" meist die Ungeheuerlichkeit einer extremen Meinung kaschieren soll.
    Nachricht und Meinung muß man aber schon unterscheiden können, sonst kann es keine vernünftige Diskussion geben.
    Ich verlange von den Medien eine ehrliche vollständige Nachricht, weil ich nicht vom Verfasser der Nachricht je nach Art der Auslassung, bzw. Verstümmlung suggestiv in eine bestimmte Denkrichtung gelenkt werden will.
    Dir scheint solch ein Manipulationsversuch nicht aufzufallen, oder es ist dir egal, wie ich aus deinen Zitaten in deinem Kommentar 91 entnehme, wo du die TAZ-Autorin Hengameh Yaghoobifarah mit der Frage zitierst: ""Hätte Birgit Kelle am Montag nach der Tat einen empörten Kommentar über die Geschehnisse geschrieben, wenn die Täter w e i ß gewesen wären?
    Die Frage ist rein suggestiv, und der Leser denkt sofort, daß die Frau Kelle das sicher nicht gemacht hätte. Aber das weiß niemand, was Frau Kelle getan hätte.
    Du hast das aber hier zitiert. Und ich habe gedacht, daß das eigentlich pure Meinungsmache ist. Jedenfalls keine Nachricht. Wo sie dann eine Nachricht über die Zahl der Vergewaltigungen auf dem Oktoberfest bringt, ist diese falsch, wie der Link von Arnold oben gezeigt hat. Was danach kommt, war eine Unterstellung übelster Natur, weil sie auch noch suggerierte, daß am Bahnhof nur "weiße Frauen" herumgelaufen seien. ""Ginge es nicht um die Reproduktion des rassistischen Bildes von der unschuldigen w e i ß e n Frau, die vor dem agressiven muslimischen Mann geschützt werden muß, würde diese Vorfälle kaum viral gehen."
    Darüber hat Arnold bereits geantwortet, daß es heute eine multiethnische Gesellschaft in Deutschland gibt und unter den Opfern etliche Frauen mit außereuropäischer Herkunft gab, was übrigens auch jeder aus den Fernsehbildern erkennen konnte.
    Insgesamt betrafen deine Zitate keine Nachrichten, sondern Meinung, und die sogar suggestiv formuliert.
    Mir ist es übrigens völlig gleichgültig, woher du deine "Informationen" beziehst, aber wenn du mit mir diskutieren willst, und es kommen von dir nur solche unrekflektierten suggestiven Zitate, wirst du von mir keine Antwort mehr bekommen. Und das sage ich trotz der Erinnerung an spannende frühere Diskussionen zwischen uns.

  • #109
    Walter Stach

    Nee, Arnold,
    "den Anzug " ziehe ich mir nicht an! Ich bin auch nicht willens, mich Dir gegenüber zu offenbaren!

    Im übrigen schont interessant, wenn Du -wie andere das auch häufig machen-, eine Grundsatzkritik an einem gesellschaftlichen Zustand zu kontern versuchst mit Anspielungen bezüglich eines "Mitveschuldens", einer "Mitverantwortung" des Kritikers an einem solchen Zustand, weil dieser sich nicht "nachweislich, nicht belegbar, nicht öffentlich bezeugt" bisher gegen einen solchen Zustand positioniert haben könnte?

    Arnold,
    und selbst wenn Deine in Frageform sugerierte "Scheinheiligkeit" meinerseits zutreffen würde, ändert das etwas daran, mit diesem Begriff zu arbeiten, wenn ich wie hier meine feststellen zu können, daß für mich die verständliche, die erklärbare Empörung über die sexualisierten Gewaltakte in Köln in eklatantem Widerspruch zum gesamtgesellschaftlcihen Umgang mit sexualisierter Gewalt in Deutschland steht und wenn das, z.B. in dem von mir zitierten Artikel in der TAZ, kritisch hinterfragt wird?
    Hast Du denn den Eindruck gewonnen, daß Gesellschaft und Staat -die kath.Kirche einbezogen- bisher mit allen ihren Mitteln und Möglichkeiten sich präventiv und repressiv gegen jede sexualisierte Gewalt positioniert haben?
    Hast Du denn den Eindruck gewonnen, daß vor allem diejenigen, die jetzt an der Spitze der Empörungswelle gegen die sexualisierten Gewaltakte in Köln schwimmen, sich auch nur annähernd empört haben, wenn es um die alltägliche sexualisierter Gewalt in in Deutschland geht oder um die extreme sexualisierte Gewalt während "männerdominierter, alkoholschwangerer" Großereignisse?
    Ich bin weder willens noch in der Lage, mein an die Gesellschaft, an den Staat gerichtete kritisches Hinterfragen zurückzunehmen:
    " Wie seit Ihr denn bisher grundsätzlich mit dem gesamtgesellschaftlichen Zustand sexualisierter Gewalt umgegangen, völlig unabhängig davon, ob die Taten deutschen Staatsangehörigen, Ausländern, Flüchtlingen oder.oder zugerechnet werden konnten ?".

    Und daran schließt sich zwangsläufig die Frage nach dem Warum der jedenfalls von mir wahrgenommen gesellschaftllichen/staatlichen relativen Gleichgültigkeit an und diese Frage führt folglich dazu auch zu fragen, womit die dazu in Widerspruch stehende
    jetzige Empörungswelle zu erklären ist.

    Arnold, im übrigen:
    Ich habe vor einigen Tagen hier bei den Ruhrbaronen nachdrücklich meine Position als "radikaler " Verfechter des Prinzipes "Low and order" vertreten und begründet. Ich muß deshalb eigentlich nicht mehr erklären, daß davon auch jede Form sexualisierter Gewalt erfaßt wird , und zwar ohne Wenn und Aber, ob begangen von jemanden, der aus einem arabisch-muslimische Staat stammt oder aus dem Führungscirkel "meiner" kath.Kirche oder aus dem Führungskader einer Partei oder aus einerChefredaktion.

  • #110
    Klaus Lohmann

    @Thorsten Stumm: Ohne die Metaebene, die beständig versucht, Mainstream-News abseits des von Ihnen anscheinend gern praktizierten, reinen Konsumierens auf Zusammenhänge zu untersuchen, würden wir alle hier nicht per IP-Protokoll und gesetzlich garantierter Meinungsfreiheit diskutieren.

    Und "intellektueller Ungeist" – solche Konstrukte hatten wir hierzulande eigentlich im letzten Jahrtausend schon überwunden, oder nicht?

  • #111
    abraxasrgb

    @ Arnold Merci für die vernünftige Eloquenz in dieser Debatte.

    @all Es gibt einen eklatanten Unterschied zwischen Koinzidenz, Korrelation und Kausalität.
    Tertium datur, nicht jede objektive Beobachtung, dass es keine Koinzidenz, sondern eine frappante Korrelation zwischen dem kulturell-ethnischen Hintergrund und auffälligem (A)Sozialverhalten gibt, ist einer politischen Einseitigkeit geschuldet. Allerdings scheint es mir kausal bedingt zu sein, dass die Verfechter einer quasi-religiösen politischen Einstellung, links, wie rechts, immer nur dieselben Aussagen zu dem Thema gibt: Alle Ausländer sind schlecht einerseits, alle Ausländer sind gut andererseits bzw. das hat nichts mit deren Herkunft, Religion oder Sozialstatus zu tun. Das es sich bei den Vorfällen um Täter aus bestimmten Kulturkreisen handelt, lässt sich objektiv wohl (kaum noch) leugnen … wer daraus keine Schlüsse zieht, der sollte vielleicht mal die ideologische Brille abnehmen, sie verzerrt die Wahrnehmung 😉

    Da wir ja gerade so bei persönlichen Aussagen sind: Ich habe übrigens mehrfach mein Leben für Moslems riskiert, dienstlich (Jugoslawien-Krieg etc.) als auch privat ("Ehrenprobleme" von Frauen mit ehemaligen Freunden). Ach so … ich bin mit einer Frau verheiratet, die als Flüchtling nach Deutschland kam … und meine praktischen – vergangenen – Erfahrungen in Flüchtlingslagern haben – leider – aus Vorurteilen Urteile werden lassen, neben vielen guten und wenigen schlechten Erlebnissen in vielen, auch moslemischen Ländern.
    Deshalb finde ich die dämliche Taktik der politischen Korrektheit auch so gefährlich, aber ich denke der Zug ist ohnehin abgefahren und die AFD und andere Parteien aus dem noch rechteren Spektrum werden 2017 ca. 15- 20 % erreichen, wie in vielen anderen europäischen Ländern auch. Da kann man der Politik nur in das Zeugnis schreiben: Selber schuld!

    Jedenfalls ist die allgemeine Debatte nun um einige Nuancen reicher und differenzierter, als noch vor ein paar Wochen, was ich sehr begrüße. Realitisch bzw. pragmatisch, vernünftig finde ich die Debatte aber immer noch nicht, wird sie aber wohl auch nicht mehr werden …

  • #112
    Arnold Voss

    Helmut, die eigentliche Parallelgesellschaft in Deutschland ist die von Menschen, die, sozial bestens gesichert, räumlich fernab von der konfliktreichen sozialen Wirklichkeit, bzw. gut durch Privatschulen, überdurchschnittliche Mietpreise bzw. entsprechende Eigentumsbildung und durch die konsequente Vermeidung des lokalen ÖPNV per eigenem, gut gepflegtem Qualitätsauto vor ihr geschützt, leben, um sich von dort aus besorgte Gedanken über die "fürchterliche Welt da draußen" zu machen. 🙂

  • #113
    Helmut Junge

    Ja, Arnold, daran habe ich bisher noch nie gedacht. Der Gedanke hat was!
    Ich wiederhole ihn mal:
    Arnold Voß sagt: "die eigentliche Parallelgesellschaft in Deutschland ist die von Menschen, die, sozial bestens gesichert, räumlich fernab von der konfliktreichen sozialen Wirklichkeit, bzw. gut durch Privatschulen, überdurchschnittliche Mietpreise bzw. entsprechende Eigentumsbildung und durch die konsequente Vermeidung des lokalen ÖPNV per eigenem, gut gepflegtem Qualitätsauto vor ihr geschützt, leben, um sich von dort aus besorgte Gedanken über die "fürchterliche Welt da draußen" zu machen"

  • #114
    abraxasrgb

    Hey Arnold, gut geschrieben @ Parallelgesellschaft, aber Du musst jetzt ganz, ganz tapfer sein, denn Dir wird bestimmt Inländerfeindlichkeit vorgeworfen 😉

  • #115
    Arnold Voss

    @ Walter Stach 109

    Natürlich ziehst du dir den Schuh, respektive „den Anzug“ nicht an. Der würde auch zu sehr drücken/zwicken. 🙂 Und natürlich habe ich dir mit meiner Frage keine Mittäterschaft, geschweige denn diesbezüglich irgendein Wohlwollen oder eine Duldung unterstellt. Aber was die bisherige Debatte in Deutschland betrifft, ist es eben nicht so, dass es da gar keine Aufschreie gab. In letzter Zeit nicht nur, als die massiven Verbrechen in Heimen und in krichlichen Einrichtungen heraus kamen. Selbst bei einer, im Verhältnis zu Köln, als Lappalie zu bewertenden sexuellen Anmache, gab es im Fall des FDP Politiker Brüderle eine monatelange Diskussion in fast allen Medien.

    Es ist also schlicht Unsinn, ja gelogen, dass es in Deutschland erst eine solche Debatte gibt, seitdem, wie in Köln, nichtweiße Männer die Hauptgruppe der Täter darstellt. Das, in Anbetracht der allgemeinen politischen Entwicklung, die Kölner Vorfälle von Rechts instrumentatlisiert werden, ist weder überraschend noch wirklich neu. Sich dagegen auch medial zu wehren ist unbedingt angebracht, und da bin ich auch mit dir und Klaus einer Meinung.

    Aber, und da wiederhole ich mich, muss dabei jede Relativierung vermieden werden. Das wird aber getan, wenn man sagt, dass sich die Menschen nur deswegen aufregen, weil es dieses Mal farbige Menschen aus anderen Kulturen waren. Das tut nämlich nur eine Minderheit. Eine Mehrheit tut das jedoch völlig unabhängig davon, und das nicht zum ersten Mal.

    Ansonsten gilt, wie bei allen strukturellen gesellschaftlichen Problemen, dass sie meistens nur in extremen Ereignissen breit diskutiert werden,und das frustriert natürlich die wenigen, die es permanent tun. Jetzt aber so zu tun, als sei die Ereignisse in Köln nicht extrem gewesen, sondern in Anbetracht der sonstigen sexuellen Gewalt irgendwie normal, entspricht nicht nur nicht den bisher bekannten Tatsachen, sondern ist auch sexualpolitisch falsch.

    Stattdessen sollte man eben die Extremität nutzen, um auf die Normalität aufmerksam zu machen, und das eben ohnen so zu tun, als sei dass, was in Köln geschehen ist, normal. Damit,und da hat Thorsten völlig recht, gießt man zusätzliches Wasser auf die schon zu gut laufenden Mühlen der rechtsextremen Rassisten.

  • #116
  • #117
    Davbub

    Ich habe zwar gelogen, aber für eine guten Zweck, der ja die Mittel heiligt. Und dann hat die gelogen, und dann hat der gesagt, daß die gesagt hat, …..
    Und der sowieso hat geklatscht, und der eine auch, aber der klatscht ja immer bei sowas….
    Sind ja eh‘ alles mindestens Rechtsextreme, wenn nicht sogar Nazis.
    Dies ist also der "unabhängige, investigative Qualitätsjournalismus", für den in der Zukunft der Steuerzahler via Medienstiftung zahlen soll?

  • #118
    Helmut Junge

    @Klaus Lohmann, als Metaebene wird eine übergeordnete Sichtweise bezeichnet.
    Indem Sie die den Begriff aus Thorsten Stumm`s Halbsatz :"… intellektuellen Ungeist, der ständig versucht wortreich alles auf eine Metaebene zu fabulieren", aus seinem Zusammenhang herausnehmen, weil der Begriff "intellektueller Zusammenhang" Sie an etwas erinnert, setzen Sie ihn auf eine Metaebene.
    Sie machen also exakt das, was Thorsten Stumm an @Walter Stachs Argumentationsweise kritisiert.
    Ehrlich gesagt, ich mache so etwas nie, denn dadurch teilt sich jeder Diskussionspfad in unendliche Irrwege, (stellen Sie sich das so vor wie eine Metaebenenstringtheorie, der Begriff ist nicht googlebar, habe ich gerade Erfunden, was jetzt mal ein Beispiel dafür ist, daß ich auch so verfahren könnte, wenn ich eine Diskussion zerwuseln wollte. Nur ich will das ja gerade nicht.). Und wenn sich zuletzt alle streiten, gibt es wegen der dann folgenden Mißverständnisse, nicht mal mehr die Erinnerung, worum es überhaupt ursprünglich ging. Dabei könnte es auch harte Diskussionen geben, wenn zwei echte Meinungen aufeinanderprallen. Ohne zusätzliche Metaebene. So etwas erlebe ich aber in jüngster Zeit kaum noch.

  • #119
    Walter Stach

    1.
    "nicht satifikationsfähig"
    "intellektuelle Ungeist"
    "Wassser auf die Mühlent rechtsextremer Rassisten."

    Ein Auszug aus dem mir gegenüber verwandten Vokabular.
    Ich könnte jetzt fragen, wo das geblieben ist, was ich unter Respekt verstehe oder unter intellektueller Redlichkeit. Ich könnte auch sagen: "Ist’s schon Irrsinn, hat es doch Methode".
    Ich könnte auch sagen, es ist wie es ist und sie sind wie sie sind, vor allem diejenigen, die sich stets und überall als Intellektuelle gerieren und sich in dieser Seltsenschätzung wohlfühlen, sich mit sichtlichem Genuss gegenseitig in ihrer Intellektualität bestätigen. Ich könnte dazu auch nichts mehr sagen, und das mache ich jetzt.

    Helmut Junge,
    wenn Du mir gegenüber ankündigst, nicht mehr mit mir diskutieren zu wollen, dann ist das selbstverständlich "Dein Bier".
    Helmut Junge,
    zur sog. Metaebene ließe sich Vieles sagen, im Ergebnis und bezogen auf konkretes Tun, auch das Gegenteil von dem, was Du vorträgst. Es ließe sich auch Vieles zum Fabulieren hier und zum konkreten Tun dort sagen, abstrakt und sachbezogen, aber auch persönlich und konkret, z.B. bezogen auf mich dem "Fabulierer" und zu dem, was ich als "Macher" zu Gunsten aller getan habe und noch tue, die der sog. sozialschwachen und die der sog. bildungsfernen Schicht angehören -aktuell gegenüber den Flüchtlngen in meiner unmittelbaren Nachbarschaft oder als Lesepate in einer Grundschule, oftmals mit Kindern aus "türkisch stämmigen Familien".

    Zu den Flüchtlingen, die mir nahestehen, nur so viel:: Sie verachten so wie ich jeden, der eine Frau vergewaltig und fordern, so wie ich, ihnen gegenübere uneingeschränkte Anwendung unseres Strafrechtes, egal, ob der Vergewaltiger ein Einheimischer oder ein Flüchtling ist. Gilt das auch als Relativierung der Ereignisse von Köln?

    Aber warum sollte ich zu alldem jetzt und hier überhaupt noch Etwas sagen?
    Denn es besteht ja hinreichend Anlaß, annehmen zu können, daß dieses dann als intellektuell nicht sanktionsfähig eingestuft oder als Produkt intellektuellen Ungeistes gelten oder gar als Wasser auf die Mühlen von Rechtsradikalen oder als Versuch einer Relativierung von was auch immer benannt wird oder als Ablenkung von d e m gesellschaftlichen Problem schlechthin, egal, was das auch immer sein mag,
    Der "Kölner" sagt angeblich:
    "Ett iss wie ett iss und Du kannzet nitt änderen"!
    "Jau und jawoll" sagt man dazu im Revier!
    Dem schließe ich mich an.

  • #120
    Arnold Voss

    @ Helmut Junge

    Helmut, Klaus Lohmann liebt es die Ebenen zu wechseln, wenn es ihm gerade passt, Quantifizierungen und Schätzungen anzuzweifeln, oder für unangemessen zu erklären, wenn sie nicht von ihm selbst sind, oder Begriffe aus dem Zusammenhang zu reißen, um sie dann in einen anderen ihm passenden zu stellen, um von da aus zu stigmatisieren und – zum Teil recht platt und demagogisch – zu generalisieren.

    Das trifft immer wieder mal den Richtigen, im Fall von Thorsten Stumm und so manchem anderen eindeutig den Falschen. Aber das interessiert einen Westentaschen-Jakobiner wie Klaus natürlich nicht. Uns Ruhrbarone muss es jedoch interessieren. Wir sind eine Debattenplattform, und da darf, ja muss es, auch mal etwas heftiger zugehen dürfen. Aber uns ist nicht daran gelegen, dass Jemand durch seinen rüden Ton Debatten zerstört, bzw. durch voreilige Stigmatisierungen gar nicht erst aufkommen lässt, nur weil ihm die Meinung der anderen nicht in den Kram passt.

    Ich hoffe, dass das auch Klaus Lohmann begreift, denn ich diskutiere hier, trotz meiner Kritik, immer wieder gerne mit ihm.

  • #121
    Arnold Voss

    Walter, mach jetzt hier bitte nicht die beleidigte Leberwurst. Ich habe mir hier schon ganz andere Sachen an den Kopf werfen lassen müssen. Und Niemand hat hier behauptet, dass du absichtlich Wasser auf Extremisten-Mühlen schüttest. Und vergesse bitte nicht den Kommentar, wo du Helmut eindeutig in die rechte Ecke zu stellen versucht hast. (104)

    Helmut, auch dich bitte ich, mit Walter weiter in der Diskussion zu bleiben. Es gibt nicht so viele kritische Geister auf der Welt, als dass sich auch diese noch auseinander dividieren lassen sollten.

    Vielleicht sollten wir hier alle jetzt besser Schluss machen, oder zumindest eine Denkpause einlegen. 🙂

  • #122
    Klaus Lohmann

    @Arnold Voss: Mir ist ehrlich gesagt neu, dass hier Ruhrbarone über "Zerstörung von Debatten" lamentieren, wenn sie selbst mal nicht austeilen, sondern *auch* mal kritisiert werden. Und mehr als Kritik ist meine Replik an Thorsten Stumm nun wahrlich nicht, obwohl selbst ein "grober Keil" wie ich die Verwendung des Begriffs "intellektueller Ungeist" schon als eine ziemliche Unverschämtheit gegenüber Walter empfinde. Sei’s drum, wenn hier sowas gern gesehen wird – ich kann und werde damit leben, das "passed my ass" genauso 😉

  • #123
    Arnold Voss

    Ja Klaus, Leute vergreifen sich schon mal in ihrer Begrifflichkeit, und es ist gut, dass du darauf hinweist. Trotzdem hat es den falschen getroffen. So einfach ist das und du hast es auch verstanden. Und was Unverschämtheiten betrifft, einfach mal in in den Spiegel schauen. 🙂

  • #124
  • #125
    Arnold Voss

    Und ich dachte, du hasst Kinderkram. 🙂

    Und jetzt wars das hier. Weitere Kommentare zu diesem Thread werde nicht mehr freigeschaltet.

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