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In eigener Sache: Gelsenkirchener OB-Kandidat hat ein zweifelhaftes Verhältnis zur Wahrheit

Malte Stuckmann, der OB-Kandidat der CDU in Gelsenkirchen hat in der WAZ auf eine Nachfrage der Lokalredaktion Gelsenkirchen geantwortet. Anlass des WAZ-Beitrags war ein Artikel auf diesem Blog über ein Facebook-Posting aus dem Jahr 2014, das sich einseitig gegen die Politik Israels richtete. Es wurde eine Grafik gepostet, die eine beliebte Vorlage bei Unterstützern der »palästinensischen« Sache“ war und die als Propaganda gegen Israel eingesetzt wurde. „Er könne sich nicht erinnern“ und „ihm sei nicht klar, wo das Bild auf seiner Facebook-Seite zu finden ist“, heißt es in der Stellungnahme. Außerdem betont er, dass ihn eine Anfrage der Ruhrbarone nicht erreicht hat:

“Eine Anfrage zu den Recherchen der „Ruhrbarone“ hätte ihn zudem nicht erreicht, so Stuckmann. Andernfalls würde er darauf bereits reagiert haben.”

Es hat zwei Anfragen dieses Blogs per Mail am 28. August und am 1. September 2020 bei ihm gegeben. Außerdem wurde der Fraktionsvorsitzende der CDU Sascha Kurth angeschrieben. Eine Antwort gab es bis heute nicht. Die angesprochene Grafik wurde Anfang der Woche von Malte Stuckmanns Facebook-Seite entfernt und kann nicht mehr aufgerufen werden. Die ursprüngliche Veröffentlichung wurde von mehreren seiner Freunde geteilt.

RuhrBarone-Logo

7 Kommentare zu “In eigener Sache: Gelsenkirchener OB-Kandidat hat ein zweifelhaftes Verhältnis zur Wahrheit

  • #1
    Franz Przechowski

    @Michael Voregger
    Ohne eine antisemitische oder antiisraelische Haltung auch nur im Ansatz zu haben. Ich würde das Motiv auch posten. Als distanzierter Betrachter der Politik der israelischen Regierungen, als auch die der Palistinänser, sehe ich einen klaren Machtüberhang auf der Seite der israelischen Verwaltung, die das auch klar auszunutzen weiß. Meine Meinung zu diesem Beitrag ist eindeutig: Keine Sau würde sich dafür interessieren, wenn nicht gerade Kommunalwahlkampf wäre.

  • #2
    nussknacker56

    Manche Beiträge kann man nicht erfinden.

    "Ohne eine antisemitische oder antiisraelische Haltung auch nur im Ansatz zu haben …"
    Natürlich nicht.
    ABER:
    "… Ich würde das Motiv auch posten."

    "Als distanzierter Betrachter der Politik …"
    Oha.
    "… sehe ich einen klaren Machtüberhang auf der Seite der israelischen Verwaltung"

    Einfach köstlich.

  • #3
  • #4
    Franz Przechowski

    #nussknacker bei allem Respekt vor anderen Meinungen, die Sie vielleicht noch etwas entwickeln müßten, schätze ich es nicht, wenn man mir mit einer Burka, sprich Pseudonym, begegnet. Haben Sie nicht den Mumm bei Ihren Kritiken für einen Klarnamen oder was ist Ihr Motiv?

  • #5
    GMS

    @Franz Przechowski

    Ein klarer Fall von Whataboutism.

    Wenn sie etwas kritisieren wollen, tun sie es konkret. So reden sie wie der 08/15 Leerdenker…

  • #6
    Michael Voregger

    Es würde helfen, wenn die Kandidaten der Parteien auf Anfragen antworten würden. Es werden im Netz und über facebook bunte Bilder gepostet, aber an einer wirklichen Debatte besteht kein Interesse. Kritik ist nicht erwünscht und die Protagonisten können damit nicht umgehen. Das lässt nicht auf eine Wende in Gelsenkirchen und im Ruhrgebiet hoffen.

  • #7
    Ruhr Reisen

    Absurd. Schaut man sich das Foto an, wird oberflächlich niemand darauf kommen, der nicht tief im Thema steckt, dass es sich hier um Anti-Israel-Gegner handelt. Der Umgang mit Verhalten aus der Vergangenheit ist eine andere Sache. Wie schon oben erwähnt, würde kein Hahn danach krähen – wenn nicht Kommunalwahl wäre.
    Viel erschreckener ist, dass sich in der gesamten "neuen" Politker-Riege ausschließlich nur noch Verwaltungsfachleute, Juristen, inklusive Wirtschaftsleute aufstellen – allenfalls noch ein paar versprengte Lehrer/innen. Was sie alle noch mit dem Ge-Volk gemein haben und ob das Sinn der Sache sein kann, wäre die viel spannendere Frage.

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