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IW-Studie: Wäre das Ruhrgebiet in Grönland, es sähe noch übler aus

Verlassener Siedlung in Gladbeck Zweckel

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) aus Köln hat sich mit dem Ruhrgebiet beschäftigt. Es hat das Revier intensiv analysiert und mit anderen, erfolgreichen, Regionen verglichen: Wie steht es um die Qualifikation der Arbeitnehmer? Welche Rolle spielt die Industrie? Wie gut ist die Versorgung mit Breitbandanschlüssen? Wie hoch ist die Frauenerwerbsquote? Wie steht es um den Verkehr? Was ist mit der Kinderbetreuung?

Auch dieses Gutachten kommt wie die meisten anderen zu dem wenig überraschenden Schluss, dass  die Probleme im Ruhrgebiet gewaltig sind und dass es auch an der Struktur des Reviers liegt, dass sie in den vergangenen Jahrzehnten nicht großartig verändert wurden:

Der Anspruch, dass der größte urbane Ballungsraum Deutschlands eine Metropole Ruhr bildet, ist jedoch faktisch nur sehr eingeschränkt unterlegt. Der Regionalverband Ruhr und damit das Ruhrgebiet bilden keine politische Einheit, die konsistente wirtschaftspolitische Entscheidungen fällen könnte. Nicht nur besteht es weiterhin aus 15 eigenständigen Kreisen, diese verteilen sich auch noch auf die drei Regierungsbezirke Düsseldorf, Arnsberg und Münster. Insgesamt gibt es im Ruhrgebiet 53 selbstständige Städte und Kommunen.

Nun, denn. Das wird sich alle niemals ändern. Der Regionalplan, den der RVR nun den Städten vorgelegt hat, wird von den Kommunen als wachstumshemmend kritisiert. Was nicht weiter verwundert: Der verantwortliche Dezernent ist ein Grüner und war vor seiner Zeit beim RVR bei der Grünen Landtagsfraktion beschäftigt. Wer so jemandem Verantwortung gibt, will kein Wachstum. Kleines Beispiel? Der Flächenbedarf der Wirtschaft wird anhand der Zahlen aus dem Jahr 2008 berechnet – dem Höhepunkt der Wirtschaftskrise.

Die Studie belegt: Im Ruhrgebiet ist die Industrie schwächer als in wirtschaftlich starken Regionen, die Arbeitslosigkeit höher, das Qualifikationsniveau niedriger, die Verkehrslage schlechter, die Steuern höher, die Städte ärmer, die Kinderbetreuung mieser, gehen weniger Frauen arbeiten und kann eigentlich aufgrund des Verwaltungschaos auch nicht vernünftig geplant werden. Vom Aufschwung profitiert das Ruhrgebiet weniger Stark als andere Teile der Republik. Und gefasste Ziele umsetzen geht schon mal har nicht, wobei das auch kein Problem ist: Ziele für das Ruhrgebiet hat eh keiner.

Was gut ist: Die Unis, die aber schlecht mit der Wirtschaft vernetzt sind. Der Zugang zu schnellen Internetverbindungen ist nicht schlechter als anderswo, allerdings ist er im internationalen Vergleich in ganz Deutschland schlecht. Und wir liegen innerhalb Europas  ganz gut. Wäre das Ruhrgebiet in Grönland, es sähe noch übler aus.

Aber lest selbst die Zusammenfassung des IW Gutachtens:

Stärken-Schwächen-Profil für das Ruhrgebiet

Auch wenn das IW Regionalranking ein sehr ungünstiges Gesamtbild vermittelt, sind bei weitem
nicht alle Entwicklungen im Ruhrgebiet negativ zu werten. Beim wichtigen Indikator des BIP je
Einwohner ist das Ruhrgebiet seit dem Jahr 2000 nicht mehr zurückgefallen, sondern konnte
gegenüber vergleichbaren urbanen Regionen leicht aufholen. Dies wurde allerdings nur durch
die ungünstigere Bevölkerungsentwicklung erreicht.
Der Umbau der Hochschul- und Wissenschaftslandschaft zu einem führenden Bildungs- und
Forschungsstandort ist in den letzten 20 Jahren erheblich vorangekommen. Dies ist nicht nur an
der Anzahl der Studierenden abzulesen, die Universitäten und Hochschulen sind auch zu wichtigen Arbeitgebern und Forschungsstätten geworden. Die Hochschullandschaft zählt bereits zu den (wenigen) Stärken der Region. Sie besitzt jedoch noch erhebliches zusätzliches Potenzial durch einen weiteren Ausbau und eine stärkere Kooperation mit der regionalen Wirtschaft, wie die bislang unzureichenden Ausstrahlungseffekte auf die regionale Wirtschaft zeigen.

Zu den Potenzialen der Region gehört auch weiterhin ihre Lagegunst im Herzen des westlichen
Mitteleuropa, mit einem hohen Erreichbarkeitspotenzial zu den Bevölkerungsschwerpunkten
Deutschlands und der westlich angrenzenden Nachbarländer. Die mittlere Entfernung zu Zugangspunkten der hochrangigen Verkehrsinfrastruktur (Autobahnanschluss, ICE/IC-Halt) ist die niedrigste in Deutschland.

Das Fachkräftepotenzial des Ruhrgebiets ist trotz beträchtlicher Probleme durch eine hohe Arbeitslosigkeit mit qualifikatorischen Defiziten der Arbeitslosen beträchtlich. Anders als in den
meisten deutschen Metropolregionen sind hier für Betriebsansiedlungen oder -erweiterungen
noch Fachkräfte unterschiedlicher Qualifikation verfügbar, wie die im deutschlandweiten Vergleich relativ niedrigen Engpassquoten zeigen. Zudem ist die Beschäftigungsquote von Frauen stark unterdurchschnittlich, so dass das Potenzial weiblicher Fachkräfte nicht ausgeschöpft wird. In der Qualifizierung der Arbeitslosen bestehen weitere Potenziale, über die andere Regionen mit sehr niedrigen Arbeitslosenquoten nicht mehr verfügen.

Trotz des kontinuierlichen Rückgangs des industriellen Wertschöpfungsanteils stellen die vorhandenen industriellen Strukturen eine Stärke dar, auf der zur weiteren Entwicklung der Region   aufgebaut werden kann. Es existieren leistungsfähige Cluster in verschiedenen Industriebranchen wie der Metall- und Chemieindustrie sowie eng geknüpfte Wertschöpfungsketten, die erhalten und ausgebaut werden sollten. Auch in der Logistikbranche besteht ein führendes Cluster, dessen Zukunft allerdings auch von der Behebung der infrastrukturellen Defizite abhängt.

Im Bereich der Digitalisierung ist das Ruhrgebiet im Gegensatz zu anderen Indikatoren nicht abgehängt; mit einem IW Digital Index von 117 gegenüber dem auf 100 normierten deutschen Durchschnitt hält das Ruhrgebiet Anschluss an die führenden deutschen Großstädte und liegt vor den weiteren Kernstädten und Verdichtungsräumen. Im Bereich der Breitbandversorgung
ist die Lage nicht ganz so gut; doch besteht hier das Potenzial, durch einen zügigen Ausbau zu
den Spitzenregionen aufzuschließen und die digitale Wertschöpfung stark auszubauen.
Schwächen und Risiken

Es besteht eine relativ ungünstige demographische Entwicklung mit lang anhaltender Abwanderung. Die Abwanderung wurde zuletzt per Saldo gestoppt, doch dies könnte sich als vorrübergehender Effekt der Fluchtmigration erweisen. Zudem ist der Altenquotient mit weniger als zwei Personen im Haupterwerbsalter pro Über-60-jährigen hoch. Hier muss darauf hingearbeitet werden, das Ruhrgebiet als Metropolregion mit Potenzial in den Köpfen der Menschen zu verankern und so im Wettbewerb der Regionen um qualifizierte Zuwanderer mitzuhalten sowie qualifizierte Fachkräfte und Absolventen in der Region zu halten. Andernfalls droht ein weiterer „Brain Drain“ der Region zu Lasten der Wirtschaft, da vor allem gut qualifizierte junge Kräfte (ab)wandern.

Der anhaltende Rückgang des Wertschöpfungsbeitrags des Verarbeitenden Gewerbes birgt
das Risiko einer weiter voranschreitenden Deindustrialisierung und des Aufbrechens etablierter
Wertschöpfungsketten, sofern es nicht gelingt, den Trend zu stoppen und umzukehren.
Die Arbeitslosigkeit ist im Ruhrgebiet weit überdurchschnittlich. 2017 lag sie noch immer bei 10
Prozent. Auch die Entwicklung der letzten fünf Jahre war weniger positiv als im Rest des Landes.
Am aktuellen Rand zeichnet sich zwar auch im Ruhrgebiet ein Rückgang der Arbeitslosigkeit ab,
doch müssen die Anstrengungen zur Qualifizierung und Aktivierung der Arbeitslosen – auch im
Gründungsbereich – deutlich gesteigert werden, um die positivere Tendenz zu verstetigen.
Die Frauenerwerbsquote im Ruhrgebiet ist im Vergleich der Regionstypen unterdurchschnittlich. Dieser Rückstand verweist jedoch zugleich auf noch bestehende Beschäftigungspotenziale.

Der Zustand der Verkehrsinfrastruktur ist schlecht. Die Lagegunst des Ruhrgebiets müsste
schnellstmöglich durch einen zielgerichteten Ausbau der überlasteten Verkehrsinfrastrukturen
und eine zügige Sanierung der überalterten Straßen und Brücken unterfüttert werden. Andernfalls droht eine Ausweitung des dokumentierten Rückstands bei diesem wichtigen Standortfaktor.

Die Finanzlage der Ruhrgebietskommunen ist schlecht; gleichzeitig sind die Grund- und Gewerbesteuerhebesätze hoch. Viele Städte und Gemeinden sind strukturell überschuldet und die gemeindliche Steuerkraft ist gering. Ohne eine Lösung des Problems, die den Kommunen wieder Investitionsspielräume eröffnet, ist eine neue wirtschaftliche Dynamik schwer vorstellbar. Bei einer Altschuldenentlastung sollte jedoch darauf geachtet werden, dass begünstigte Kommunen im Gegenzug zielgerichtet in die Stärkung der regionalen Wirtschaft investieren.

Die Gründungsaktivitäten im Ruhrgebiet sind für einen urbanen Ballungsraum stark unterdurchschnittlich. Maßnahmen zur Stärkung der Gründerkultur und zur Förderung von Gründungen könnten mittel- bis langfristig eine Änderung herbeiführen und auch zur Arbeitsmarktbelebung und Dynamisierung der Wirtschaft beitragen.
Der relativ geringe Anteil an Abiturienten und hoch qualifizierten Kräften stellt ein Entwicklungshemmnis für die Wirtschaft des Ruhrgebiets dar, dem allerdings durch eine zielgerichtete Erschließung der Potenziale im Bereich der nicht Beschäftigten und Investitionen in die Bildungsinfrastruktur entgegengewirkt werden kann.

Die (spät) ausgebaute Universitäts- und Wissenschaftslandschaft ist bislang nur ungenügend
mit der Wirtschaft der Region verzahnt. Die Wirtschaftsorientierung der Universitäten sollte
daher erhöht werden. Um ungenutzte Potenziale zu entfalten, müssen Hochschulen und Unternehmen aufeinander zugehen und mehr Forschungskooperationen vereinbaren (s.o.).
Eine der größten Differenzen zu den anderen Metropolregionen sowie den 70 Städten ab
100.000 Einwohner besteht im Besatz mit Forschungs- und Entwicklungskräften. Der Anteil
liegt mit 3,5 Promille nur ungefähr bei einem Drittel des Werts für vergleichbare Metropolregionen, was als gravierende Schwäche zu werten ist. Forschung und Entwicklung müssen im Ruhrgebiet dringend gestärkt werden. Hierzu sollte unter anderem die Vernetzung zwischen der Universitäts- und Hochschullandschaft und den Unternehmen vorangetrieben und die Ausgründung technologieintensiver Unternehmen aus dem Hochschulsektor und Instituten noch besser unterstützt werden. Der Bund sollte zudem die seit langem geplante steuerliche FuEFörderung zügig umsetzen und möglichst nicht nur auf kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten beschränken. Im Zusammenhang mit der unterdurchschnittlichen Abiturientenquote und dem sehr schwachen Besatz mit FuE-Kräften ist der unterdurchschnittliche Beschäftigtenanteil in wissensintensiven Dienstleistungen zu sehen. Offenbar ist es bislang nicht gelungen, wegbrechende industrielle Arbeitsplätze durch einen Strukturwandel hin zu hochwertigen Dienstleistungen zu kompensieren.

Die ganze Studie gibt es hier

 

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8 Kommentare zu “IW-Studie: Wäre das Ruhrgebiet in Grönland, es sähe noch übler aus

  • #1
    Jürgen

    Wahrscheinlich sollte man sich die Studie tatsächlich mal durchlesen. Beim Ruhrgebiet muss ich aber in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung an zwei Dinge denken:
    1. Der wirtschaftliche Weg weg von der Montanindustrie wird seit mittlerweile 50 Jahren betrieben (so ungefähr). Was hat in dieser langen Zeit alles nicht funktionbiert, dass wirtschaftlich nicht mehr passiert ist?
    2. Was sind genau die Beharrungskräfte, die einer wirtschaftlichen Fortentwicklung bisher im Wege standen? Liegt es beispielsweise daran, dass die untergegangen Wirtschaftsbereiche insofern noch nachdrücklich die Entwicklung einer Region beeinflussen, als das diese bzw. ihre Nachfolgebetriebe über wichtige Ressourcen wie Grund und Boden verfügen und diesen ihren eigenen Interessen folgend vermarkten?

    Wenn solche Aspekte auch in dieser Studie berücksichtigt werden, kann man diese aus meiner Sicht tatsächlich ernst nehmen.

    Aber vielleicht ist es ja so (und wäre damit auch übertragbar auf andere Regionen in Deutschland, Europa und den USA), dass eine wirtschaftliche Entwicklung vorausschauend an bestehenden dominierenden Wirtschaftszweigen vorbei nicht möglich ist. Wenn dem so ist, weshalb?

  • #2
    ke

    Was soll das jetzt? Eine weitere Studie. Ein weiteres Ranking …..
    Mir fehlen die Neuigkeiten.

  • #3
    walter stach

    1.
    Nichts Neues -leider-.
    2.
    "Das Ruhrgebiet"………???
    Eine seltsame Bezugsgröße, wenn es um Verantwortung, um Leistung/Nichtleistung, um …geht, die nicht der Abstraktion "Das Ruhrgebiet" zugerechnet werden können.

    Es sind Menschen, und zwar primär die, die hier leben, denen man Verantwortung, denen man Leistungen/Nichtleistungen für was auch immer, für wen auch immer, wo auch immer zuzurechnen hat -als Individuen und als Mitglieder/als Akteure diverser
    Gemeinschaften -Kirchen, Vereine, Verbände, Parteien, Gewerkschaften, Universitäten, Betriebe,
    Unternehmen -und in den regionalen Medien!

    Deshalb haben w i r uns -mich als Ruhrgebietler eingeschlossen- nach unserer ganz persönlichen Verantwortung/Leistung/Nichtleistung zu fragen und uns einschlägiger Kritik zu stellen
    zu stellen und sich mit ihr auseinanderzusetzen -jeder für sich und jeder in der Gemeinschaft, der Organisation, der er zugehört.

    Das geschieht so nicht.

    Stattdessen entzieht "man" sich der persönlichen Betroffenheit, in dem "man" die Kritik auf die Abstraktion " das Ruhrgebiet" ableitet und zugleich lautstark in diese Kritik einstimmt. Das hat
    mit V e r a n t w o r t u n g jedes Ruhrgebietlers -als Individuum, als Mitglied einer gesellschaftliche Organisation -sh.vorstehend- nichts zu tun. Im Gegenteil!
    Und wenn das so ist, warum ist das dann so?

  • #4
    ke

    Dortmund feiert zurzeit, dass die Beschäftigung im Landesvergleich am stärksten steigt.
    https://www.dortmund.de/de/leben_in_dortmund/nachrichtenportal/alle_nachrichten/nachricht.jsp?nid=552201

    Die Sektoren mit viel Nachfrage sind interessant. Waren produzieren zählt nicht mehr. Wir schneiden uns im übertragenen Sinn gegenseitig die Haare und transportieren Sachen, die woanders hergestellt werden.

    Wie lange geht das gut?

  • #5
    walter stach

    ke
    Und die Zahl der Einwohner ist, so habe ich es jedenfalls gelesen, deutlich gestiegen, dh., DO ist keine sterbende Stadt, wie oftmals prophezeit.
    Über " das Produzieren von Waren" als Indikator einer "zukunftsfähigen Stadt" wäre nachzudenken und zu diskutieren. Allein die Aussage, "Waren produzieren zählt nicht mehr", reicht dazu nicht; jedenfalls mir nicht.

  • #6
    DEWFan

    #4 ke: haha, schade das wir keine Börse in unserer Stadt haben. Dann würden wir uns nicht gegenseitig die Haare schneiden, sondern Friseurgutscheine verkaufen.

  • #7
    ke

    @5 W Stach:
    Die Einwohnerzahl finde ich uninteressant. Warum müssen wir unbedingt viele sein. Die 80000 fürs Stadion bekommen wir zusammen. Sonst bevorzuge ich eher "klein aber fein". Das ist auch Ressourcen-schonender.

    Das "Waren produzieren zählt nicht mehr" bezog sich darauf, dass die Jobs nicht mehr im schaffenden Bereich entstanden sind. Final können wir uns gegenseitig unterstützen und dafür auch Geld zahlen, wir können auch Waren transportieren etc., nur dann werden wir für unser Geld keinen Tauschwert haben, mit dem wir Maschinen, Computer etc. kaufen können. D.h. ich benötige etwas, was Menschen mit anderen Gütern haben möchten. Dieses Schaffen, das auch nicht unbedingt materiell sein muss, gehört für mich auch zu einer Stadt.

    Wir haben bspw ein Wachstum im sozialen Bereich. Das ist nett, muss aber bezahlt werden. Früher ging es ohne, und die Menschen haben nachgefragte Produkte wie Stahl, Kohle produziert.

  • #8
    walter stach

    -7-
    Ke
    Einwohnerzahl……
    Ich habe auf die steigende Einwohnerzahl nicht hingewiesen, um mit ihr eine steigende Lebensqualität belegen zu wollen. Die wird durch die Einwohner kleiner Städte oftmals höher eingeschätzt als in Großstädten. Insofern teile ich Ihre Einschätzung von "klein aber fein".
    Mir ging es mit dem Hinweis lediglich darum, bei Diskussionen über den Istzustand der Stadt DO und über ihre Perspektiven zu beachten und zu bedenken, daß wider häufig geäußerten Prognosen die Einwohnerzahl der Stadt DO wächst; Ursachen?

    Produktion in DO…..
    Meine diesbezügliche Bemerkung sollte ebenfalls lediglich dazu dienen, die Aussage "Waren produziert zählt nicht mehr" bezogen auf DO kritisch zu hinterfragen.
    Mich würde z.B. -dazu habe ich leider kein Material gefunden- schon interessieren, wie hoch der Anteil der Produktion a.)von Waren und b.) von Dienstleistungen, u.a. seitens der sog. produktnahen, am Bruttosozialprodukt in DO ist, wie hoch die gesamte Lohnsumme/Einkommenssumme in DO ist und wie viel davon entfällt auf…-sh.vorstehend-.
    Interessant wäre für eine Diskussion über die "Wirtschaftslage" Dortmunds auch, Näheres zu erfahren über die Zahl der Selbständigen, über Neugründungen -z.B. anhand eines Vergleiches 2o17 mit 2o2o oder ähnlich. Gibt es Patentanmeldungen aus DO -wie viele, wachsend oder sinkend?
    ke
    Als Bürger der benachbarten Kleinstadt Waltrop, die in vielerlei Hinsicht von DO abhängig ist, bin ich selbstverständlich am Zustand, an den Perspektiven der Stadt DO interessiert, vor allem an ihrer "wirtschaftlichen Situation" und an der sozialen Situation der dort lebenden Menschen.

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