Jürgen Elsässer lädt Wehrsport-Nazi Hoffmann ein

 

Jürgen Elsässer, Foto: (CC BY 3.0), Wiljo Heinen
Jürgen Elsässer, Foto: (CC BY 3.0), Wiljo Heinen

Jürgen „Else“ Elsässer, Chefredakteur des Blättchens Compact und immer auf der Suche nach einem Prominenten, der ihm das Gefühl gibt, irgendwie wichtig zu sein, scheint nun endgültig sein Herz für Neonazis entdeckt zu haben. Am 20. Februar stellt der ausgewiesene Anhänger irrwitzigster Verschwörungstheorien in Berlin einen Compact-Film über das Oktoberfestattentat vor. Gesprächspartner bei der Werbeveranstaltung des Werkes wird  nach einem Bericht von Indymedia der Neonazi Karl-Heinz Hoffmann  sein.

Hoffman wurde bekannt als Chef der Wehrsportgruppe-Hoffmann, zu der der Oktoberfest-Attentäter Gundolf Köhler enge Beziehungen hatte. Hoffmann saß nach dem Verbot  seiner Wehrsportgruppe 1980  neun Jahre im Gefängnis –  unter anderem wegen Geldfälschung, gefährlicher Körperverletzung, Verstößen gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz sowie mehrerer Fälle von Freiheitsberaubung.

Bis heute ist Hoffmann in Nazi Kreisen aktiv. Und so sicher eine gute Begleiter Elsässers auf dem Weg ganz nach Rechtsaussen.

Dir gefällt vielleicht auch:

0 0 votes
Article Rating
19 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments
M.
M.
8 Jahre zuvor

Ich würde sagen, da wächst zusammen, was zusammen gehört. Hoffmann fabuliert seit gut einem Jahr auf diversen Internetseiten der Nazis immer wieder von Geheimdiensten, die eine Rolle gespielt hätten, bringt das ganze in Zusammenhang mit dem NSU, lässt aber offen was er genau zusagen hat.

Petra Schumacher
Petra Schumacher
8 Jahre zuvor

Übrigens ist diese Gestalt ein feuriger Verfechter der AfD und mit Luckes Kettenhund Frauke Petry in tiefer „Freundschaft“ verbunden.

68er
68er
8 Jahre zuvor

Also, wenn jemand für den WDR, den BR oder sonst einen öffentlich-rechtlichen Sender einen Film über das Oktoberfest-Attentat macht, redet der im Zweifel auch mit dem Nazi-Hoffmann. Das Gespräch an sich, ist daher noch nicht problematisch. Problematisch ist für mich, dass Herr Elsässer eine Gabe hat, als selbst-?ernannter Experte für Verschwörungstheorien, auch real existierende Verschwörungen, die zumindest in den 70er und 80er Jahren in Form der Nato-Stay-Behind-Strukturen (GLADIO etc.) bestanden und von seriösen Wissenschaftlern auch in Verbindung mit dem Oktoberfest-Attentat diskutiert werden, den Geruch des Hirngespinstes anzuhängen.

https://www.3sat.de/page/?source=/ard/thementage/165450/index.html

Der Herr ist mir daher, ebenso wie Neonazi-Hoffmann zutiefst suspekt.

Dass auch Deutschland in diese Strukturen eingebunden war, was ähnliche Souveränitätsprobleme aufwirft, wie die unter dem Nato-Truppenstatut durchgeführten Brief- und Telekommunikationsüberwachungen,

https://www.youtube.com/watch?v=6mJtA4pQfow

müsste eigentlich viel mehr von den seriösen Medien aufgeklärt werden.

Wenn man sich den Mist anschaut, was die Schlapphüte seit dem Krieg alles in der linken und rechten Szene angestellt hat, kann einem nur Angst und Bange werden.

Es begann damit, dass man den Nazi Gehlen damit beauftragte den Geheimdienst aufzubauen.

Ging über den rechtsradikalen „Bund deutscher Jugend“, der möglicherweise auch in die Stay-Behind-Strukturen der Nato eingebunden war:

https://de.wikipedia.org/wiki/Bund_Deutscher_Jugend

Peter Urbach, der den 68ern die ersten Mollis und Waffen besorgte:

https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Urbach

Das Celler Loch, das vom damaligen Verfassungsschutzpräsidenten, späteren Staatssekretär und letztendlich korrupten Betrüger Ludwig-Holger Pfahls mit zu verantworten war:

https://www.youtube.com/watch?v=udLhUsP9FyY

Wen das interessiert, sollte sich unbedingt die auf Arte gelaufene Doku anschauen:

https://www.youtube.com/watch?v=se8fwr5sAHI

Mit Verschwörungstheorien hat das wenig zu tun, tatsächlich gab es da eine Verschwörung.

68er
68er
8 Jahre zuvor

Ich weiß nicht, was Elsässer mit Hoffmann da genau treibt, die beide sind mir auf jeden Fall – und soweit sind wir uns wohl einig – höchst suspekt.

Antonia
Antonia
8 Jahre zuvor

J. Elsässer interessiert sich für nationalsozialistische Attentate.
Der Compact-Verlag war der erste, der die Deutungshoheit über die „Loveparade-Katastrophe“ für sich in Anspruch nahm.
Für das Piusbruder-Netzwerk kreuz.net und Eva Hermann war das Gottes Strafe.
Für mich ein rechtsextremer Sabotageakt, ein Attentat. Ziel: Die verhassten, degenerierten Raver.

Antonia
Antonia
8 Jahre zuvor

@Stefan: Das sehe ich anders. In dem Buch wird auch keine „Verschwörungstheorie“ verbreitet. Es hatte die Intention, dass in Duisburg und in NRW ordentlich Köpfe rollen sollten. Im Prinzip hatte man damit recht. Wovon aber nicht gesprochen wird, sind weitere Umstände, die zum Gelingen eines Attentates vor Ort beitrugen. Stichwort: Gully

Sören
Sören
8 Jahre zuvor

Loveparade Duisburg: Insidejob ? (!!!)

ich glaub die verschweigen uns da was

Karla
Karla
8 Jahre zuvor

Eingeladen ist aber auch Daniele Ganser, den würde ich für seriös einschätzen ?

68er
68er
8 Jahre zuvor

@ Stefan Laurin

Ich weiß nicht, woher Sie Ihre Informationen haben, dass Herr Hoffmann am 20. Februar bei der Veranstaltung anwesend sein soll. Soweit ich den Veranstaltungshinweis verstanden habe, wird an dem Tag lediglich ein Video uraufgeführt, das ein Streitgespräch zwischen dem bereits erwähnten Schweizer Professor und Geheimdienstexperten Daniele Genser und dem „Zeitzeugen“ Hoffmann dokumentiert.

Der Inhalt des Gesprächs könnte durchaus interessant sein. Da man in einem Streitgespräch jedoch straffrei lügen darf, kann man leider nicht darauf vertrauen, dass das was Hoffmann sagt, sich zu 100 Prozent mit der Wahrheit deckt.

68er
68er
8 Jahre zuvor

@ S. Laurin

Danke für den Link.

Silvan
Silvan
8 Jahre zuvor

Nachdem Faschisten-Hoffmann am 10. Februar (ca. 23:28) sein Kommen zur Veranstaltung mit den Worten „Ich werde voraussichtlich in Berlin anwesend sein“ wahrscheinlich machte, knickte er nach diversen Veröffentlichungen (Indymedia, Ruhrbarone …) und einem offensichtlichen Anschiss von Elsässer ein und vermeldetet kleinlaut:
„Hallo Antifa, Ihr habt wieder einmal mit der üblichen Masche, dem Aufbau einer Drohkulisse Erfolg gehabt. Der Veranstalter hat mich wissen lassen, dass er keinen Wert auf meine Anwesenheit legt. Eingeladen hatte er mich auch nicht. Also bleibt mir nichts anderes übrig als der Veranstaltung fern zu bleiben.“ 
Achja, auch Elsässer gefallen die Geschichten hier und anderswo nicht und bezeichnet diese als „Lügen gegen COMPACT Live“ … und ausgeladen hat er den Nazi erst auf öffentlichen Druck hin. Als kleines Trostpflaster werden aber bestimmt einige Neu-Schwabenland-Nazis der Elsässer-Show ihre Aufwartung machen.

Frank
Frank
8 Jahre zuvor

@p. Schumacher #2

Stimmt leider. Der war auch Gast auf der AfD BTW Wahlparty in Berlin, auf der Lucke von „entarteter Demokratie“ schwadronierte.

Vice Versa
Vice Versa
8 Jahre zuvor

Lächerlicher Diffamierungsbeitrag hoch 3!

Und auch noch auf dem indymedia-Zug aufgesprungen, die in keinem Wort und Satz Daniele Ganser erwähnt haben(!!!).

War jemand da und hat sich das Streitgespräch im Filmvortragsformat angeschaut? Nein. Ich ja. Und so wirkt euer Beitrag und die allermeisten Beiträge einfach nur lächerlich.

Im Übrigen hat Elsässer Karl-Heinz Hoffmann gar nicht aufgesucht. Compact (und damit sicherlich auch Elsässer als Chefredakteur) wurde angefragt, ob man dem Streitgespräch zwischen Ganser und Hoffmann als Mediator bewohnen kann. Das hat sich Elsässer selbstverständlich nicht nehmen lassen. Welcher Journalist hätte das nicht getan, außer irgendeinen Diffamierungsschei… zu befürchten und in die Neusprech-Rechte-Ecke gestellt zu werden. Ach ja, es gibt ja genügend Angsthasen und politische Marionetten.

Zudem war der Bezug aufs Thema relativ aktuell. Und nicht nur, weil vor circa einen Monat der Film „Der blinde Fleck“ in den Kinos startete.

Und wer nur einen Hauch von Menschenkenntnis und Psychologie hat, der konnte im Verlaufe des Streitgespräches erkennen, dass Hoffmann nichts mehr zu verlieren hat und deswegen äußerst glaubwürdige Antworten auf Gansers stichhaltige Fragen gegeben hat.

Auch, dass der Fall „Behle“ somit wieder aufgerollt wird, kann der wahrheitlichen Aufdeckung dieser Bombenschweinerei am 26. September in München zur AufKLÄRUNG nur gut tun.

Und sowieso ist nichts Verwerfliches an diesem Streitgespräch zu erkennen gewesen. Im Gegenteil!

Allerdings kommt es mir nicht nur hier wieder mal so vor, als ob hier getroffene Hunde kreischend bellen, weil somit das festgelegte ‚Feindbild‘ bröckelt und somit keine Nahrung mehr geboten werden kann. Denn was nicht sein darf, darf nicht sein.

Kommt mal klar, ihr politisch Voreingenommenen und Verwirrten. Und seht es einfach mal nur kriminalistisch! Wer waren die wahren Täter und Strippenzieher, welches die Zusammenhänge und warum ist dies genau zu diesem Zeitpunkt passiert, als es geschah.

Fakt ist, dass auch dieser ‚Film‘ von Compact im Internet veröffentlicht wird. Und dann kann sich jeder selbst einen Reim DANACH darauf machen.

SO und nicht wie hier!

Ishaq Ismael
Ishaq Ismael
8 Jahre zuvor

Bei der Art von Journalismus, wie ich es mal vorsichtig ohne Wertung nennen möchte, die Elsässer und Co. betreiben, ergeben sich für mich einige Fragen. Einerseits befürworte ich alternative Medien, die nicht gezwungen sind auf Großkonzerne die Werbung schalten (privates Fernsehen) oder auf eine vermeintliche Staatsräson („öffentlich-rechtliche“) Rücksicht zu nehmen.

Andererseits bewegt sich Elsässer tatsächlich in einem Dunstkreis, der nicht nur nah an ethno-nationalistische Esoteriker und rechtskonservative Kreise angrenzt, sondern sich mit diesen teilweise deutlich überschneidet.

Daniele Ganser machte auf mich bisher einen integren und unabhängigen Eindruck, von daher fällt es mir schwer seine Teilnahme an dem Compact-Gespräch mit dem neofaschistischen Milizenführer Hoffmann nachzuvollziehen. Ich habe mir dieses aber bisher auch noch nicht angesehen!

Was in Deutschland fehlt, ist ein Äquivalent zu dem unabhängigen Nachrichtenformat Democracy Now (USA), was ohne Möchtegern-Experten und Hobby-Mystiker auskommt und stattdessen auf professionellen investigativen Journalismus und auf renommierte/erfahrene Gesprächspartner setzt, um gesamtgesellschaftlich relevante Themen zu beleuchten.

Itaia Muxaic de Ricart
Itaia Muxaic de Ricart
8 Jahre zuvor

Das sollte doch sogar ein „German“ verstehen: Es ist 2014 und weder Russland, Indien, China noch Brasilien sind Feinde des Landes „Deutschland“ und im Gegenteil sind sie GROSSE WIRTSCHAFTSPARTNER fuer die BRD Industrie und ihre Gewerkschaftsmitglieder. Nun sollte doch sogar ein „German“ kapieren wer sind heute 2014 die Feinde des Landes „Deutschland“ und auch die Feinde des „core-Europe“ BRD und Kontinentalstaaten . Deshalb sollen sich ALLE welche in BRD leben und dort leben koennen – links, rechts, und auch die 20% welche nicht von „Germanen“ abstammen – verstaendigen fuer eine Verteidigung des eines „unabhaengigen“ Deutschlands und „independent continental Europe“.

Werbung