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Konkurrent China: Im Mandarin gibt es keine Gendersternchen

Tian’anmen-Platz Foto: Yo Hibino aus Lafayette IN Lizenz: CC BY 2.0

Einige Medien zitieren die Befürchtungen deutscher Wirtschaftsvertreter, dass Chinas Wirtschaft unverhältnismäßig wächst, während die der „westlichen Wirtschaftsmächte” vor allem seit der Coronapandemie stagniert und sogar negative Entwicklung aufzeigt. Andere, auch wieder deutsche Wirtschaftsvertreter befürchten, dass die chinesische Führung für ihren nächsten 5-Jahresplan mehr Autarkie für die chinesische Wirtschaft plant, und dass das für deutsche Exportprodukte, sehr nachteilige Folgen haben wird. Von unserem Gastautor Helmut Junge.

Vor einigen Wochen schrieb Businessinsider  „In 2020 wuchs die chinesische Wirtschaft insgesamt um 2,3 Prozent – trotz Corona-Pandemie. Damit schlägt China die Erwartungen zahlreicher Analysten. Für Europa sind das nur bedingt gute Nachrichten, China will nämlich wirtschaftlich autarker werden. Neue Studien zeigen, dass 96 Prozent der in China tätigen Firmen aus Europa von den Entkopplungsplänen betroffen sind.“

Und in der FAZ macht sich der Redakteur Hendrik Ankenbrand unter der Überschrift „Fünf Jahre bis zur Weltspitze: China obenauf“ Sorgen um die deutschen Exporte nach China, weil China angekündigt hat, wirtschaftlich autarker zu werden, was vor allem Deutschland schaden würde.

Industrielle jammern ja immer über ihre Rahmenbedingungen, die kaum zu bewältigen seien. Und ehrlich gesagt, ist mir das auch immer egal gewesen. Und so schlimm, wie die geklappert haben, ist es danach auch nie geworden. Jetzt fangen unsere mächtigen Kapitalisten aber schon an zu zittern, wenn in China ein Sack mit Reis umfällt, könnte man denken.

Hab ich tatsächlich auch zuerst gedacht. Ich bin ja vorgeprägt. Ich erinnere mich noch zu gut an das Bild von Millionen Chinesen im blauen Arbeitsanzug, „Blaue Ameisen „im Westen genannt, ein paar einsame Westdeutsche Kommunisten mit der Mao-Fibel in der Hand, und muss grinsen.

Aber so einfach ist die Welt ja nicht mehr. Auf Sommer folgt Winter und auf Winter Sommer und nach fünfzig Wintern hat China sich wirtschaftlich und gesellschaftlich entwickelt, auch wenn in Hongkong Studenten über diktatorische Maßnahmen klagen. China hat keine Demokratie, sondern eine Diktatur. Das ist aber offenbar kein entscheidendes Kriterium, um Chinas Wirtschaftswachstum zu erklären. Das ist nämlich hoch. Aber was hatte das bisher für unser Wissen zu bedeuten? Von dem niedrigen Pro Kopf-Einkommen der Siebzigerjahre ausgehend, fand das niemand aufregend. Mich eingeschlossen. Außerdem war ich der Auffassung, dass nur eine Demokratie alle Kräfte freisetzen kann, die die Wissenschaft und Technologie einschließlich des Lebensstandards vorwärtsbringen können. Im realen Sozialismus gab es das nicht, und ich glaubte, dass der Grund in der dortigen Diktatur zu finden war. China hat auch eine Diktatur und sollte aus diesem Grund eigentlich auch wirtschaftlich zurückfallen. Aber vielleicht ist es ja so, dass jemand, der vorne liegt, einfach nur schwächere Konkurrenten haben muss. Dann wäre es wieder leicht erklärt.

Die unglaublich schlechte Performance des gesamten „Westens“, während der Coronapandemie lässt mich auf den Gedanken kommen, dass bei uns vieles falsch läuft, was früher nicht bemerkt wurde. Jetzt kommt es nach und nach ans Licht.

Aber zurück zu China.

Unter Deng Xiaoping lockerte der chinesische Staat seine Zügel, so dass Wissenschaftler ins Ausland durften.

Ab den Achtzigern des vorigen Jahrhunderts lernte ich chinesische Wissenschaftler kennen.

Erst auf einer Tagung in Südengland, später Gastwissenschaftler an der Uni. So richtig aufregend war das nicht. Aber diese Leute waren fleißig und extrem genügsam. Einer der Gastwissenschaftler hat mir erklärt, dass er von 2 DM täglich leben kann. Er hat aber die leckersten Frühlingsrollen hergestellt und mir das Rezept verraten.

Aber Gedanken, dass diese Leute jemals für die Welt so wichtig werden könnten, wenn sie einen Sack Reis umstoßen, hatte ich mir nie gemacht. Ich bin auch nie nach China gereist, aber eine Freundin hat dort Geschäfte im Kleider-Modebereich gemacht. Nur hat die mir nichts darüber gesagt, welche Wirtschaftsleistung in dem Land erzielt wird. Geschäfte machen ging aber.

Wären nicht sensationelle Pionierleistungen chinesischer Wissenschaftler und Ingenieure in der Raumfahrt bekannt geworden, hätte China mich kaum interessiert. Aber die Landung auf der uns abgewandten Seite des Mondes, die übrigens auch hell ist, und nicht dunkel, hat mich sehr beeindruckt, und zwar, weil das bisher noch niemanden gelungen ist. Danach haben sie Gesteinsproben vom Mond geholt. Als dritte Wissenschaftsnation nach Amerikanern und Russen. Jetzt umrunden sie den Mars, und wenn ihnen die Landung gelingen sollte, sind sie darin Nummer 2 nach den Amerikanern. Russen und Europäer sind daran gescheitert.  Es gibt ein besonderes Wissenschaftsprojekt, dem wichtigsten überhaupt, bei dem sie die Nase ganz vorn haben. Das ist die Kernfusion. Da hinken alle hinterher. Im Dezember 2020 ist es in China gelungen mit dem neuen Versuchsreaktor HL-2M Tokamak eine Temperatur von 150 Millionen Grad über 10 Sekunden zu halten. Das ist Rekord und gleichzeitig der Beweis, dass das Prinzip des Tokamak funktioniert. China will bis 2035 den ersten industriellen Prototyp einer Fusionskraftwerksanlage fertig gestellt haben, und nach dem Willen des Staatschefs Xi Jinping  „den Weg für eine großangelegte kommerzielle Verwendung von Fusionsenergie im Jahr 2050 ebnen”. Die Kernfusionstechnologie ist eine Fragestellung, die die gesamte Menschheit betrifft.  Wenn uns Menschen das gelingt, die Kraft der Sonne zu bändigen, sind wir nämlich alle unsere Energieprobleme für alle Zeiten los. Das Hauptproblem, die Temperaturerzielung ist gelöst, bzw. die Hauptfrage ist beantwortet. Ja, es funktioniert zu meiner Freude, aber bis zum kommerziellen Kraftwerk sind noch sehr viele wichtige Fragen zu beantworten.

Das Konzept Stellerator hätte zwar wegen der möglichen kontinuierlichen Stromerzeugung Vorteile gegen den Tokamak, aber mit dem deutschen Stellerator vom Typ Wendelstein ist man noch nicht in den erforderlichen Temperaturbereich vorgedrungen. Man setzt jetzt alle Hoffnung in den gerade begonnenen Bau des ITER, der 2025 starten soll.

Wissenschaftliche Arbeiten werden weltweit in ihrer Bedeutung danach bemessen, wie häufig andere Wissenschaftler sie zitieren. Das Verfahren ist zwar heftig umstritten, weil einige Wissenschaftler zu schlecht dabei wegkommen, aber irgendwie doch eine Messgröße wissenschaftlicher Bedeutung.

Teilt man die Autoren nach nationalen Herkunftsländern auf, liegt China mittlerweile hinter den USA auf Platz zwei.

Soviel zu Wissenschaft und Technik in China.

Jetzt will ich zur Wirtschaft kommen, weil das ja so extrem wichtig für unsere eigene Wirtschaft ist. Wir, also Deutschland ist auf den Warenaustausch mit China angewiesen. China ist nach der Europäischen Union der größte Handelspartner Deutschlands. Und wenn China autark werden will. wird es uns treffen. Das wird hier bei uns Arbeitsplätze kosten. Auch oder gerade im Ruhrgebiet. Das ist überhaupt keine Frage. Vielleicht ist die Ankündigung auch nur Bluff, denn seit Trump von Sanktionen und Boykott gegen China gesprochen hat, müssen sich die Chinesen darauf einstellen. Da liegt Bluffen nahe. Denn Deutschland braucht den Warenaustausch. Aber für die USA sind die Zeiten des Admiral Perry vorbei, der mit seiner Flotte in den japanischen Hafen Tokios einfuhr, um die Japaner zur Öffnung ihrer Märkte zu zwingen. Die wollten das eigentlich gar nicht. Heute scheinen die Amerikaner genau das Gegenteil zu wollen. Die Schließung der Märkte. Aber Deutschland kann das überhaupt nicht wollen. Dafür nimmt Deutschland auch in Kauf, dass China eine Diktatur ist. China ist eine Diktatur, die wenig Rücksicht nimmt auf viele Dinge, die die Menschen hier so mögen. Das ist ja bei den Chinabesuchen der Kanzlerin eingepreist. Sie muss regelmäßig fragen, wie es um die Menschenrechte im Land hinter der Mauer bestellt ist. Wenn das nicht geschieht, rümpft man hierzulande gerne die Nase. Das macht die Kanzlerin also, und daran wird die fernöstliche Handelsbeziehung auch nicht scheitern.

Aber China ist eine Diktatur, die sich das Ziel gesetzt hat, die größte Wirtschaftsmacht der Welt zu werden. Und seine Einwohner machen das mit, obwohl das Entbehrungen bedeutet.

China hat jetzt schon das zweitgrößte Wirtschaftsvolumen der Welt, vielleicht sogar das größte. Darin sind meine Quellen aber nicht einheitlich. Doch das ist mir im Moment auch nicht wichtig, denn dieses Land folgt einem auf jeweils 5 Jahre vorberechnetem Plan. Der sieht Wachstum von 6% für 2020 vor.  Und das bedeutet, dass die chinesische Volkswirtschaft in 12 Jahren, also 2033 doppelt so groß ist wie heute. Weil das Volkseinkommen in China nicht so sehr stark in den Konsum fließt, entsteht daraus eine von einer Hand kontrollierte Wirtschaftsmacht, die riesig ist. Mit dieser Macht beherrscht China dann die Welt stärker als die Amerikaner es ja konnten. Wer diese Macht hat, bestimmt nämlich die Warenpreise in der Welt der Zukunft.

Und was können wir im Westen dagegenhalten?

Die Zeiten der Kriegsflotten sind vorbei. Dazu braucht es andere militärische Überlegenheiten, die es früher einmal gab, aber heute geht eben nicht mehr. Aber von Deutschland aus sowieso nicht.

Also was tun?

Ich hatte es oben bereits angedeutet, dass ich demokratische Systeme prinzipiell für stärker als diktatorische Systeme halte. Das sind wir aber nicht. Wir sind nicht stärker. Wenn das im Zusammenhang mit China nicht zu gelten scheint, wird und muss es Gründe geben. Die Behandlung der Folgen der Pandemie durch Regierungen und Behörden der „westlichen Staaten“, und zwar aller Staaten, zeigen sehr deutlich, wo unsere Schwächen liegen. Bei uns klappt kaum noch etwas. Wir bauen ewig lang an einem Flughafen, sind Hochwässern und Dürren hoffnungslos ausgesetzt, und fahren einspurig über marode Brücken. Egal was die Regierung beschließt, ob richtig oder falsch, es wird von den Verwaltungen nicht umgesetzt. Es fehlt oft am Willen, oft einfach nur an der Fähigkeit.

Aber wir sind von Erfolgen in unserer Vergangenheit verwöhnt. Nach dem zweiten Weltkrieg hat sich unser Land wirtschaftlich sehr schnell erholt und sich schnell entwickelt.

Wir sind vom Erfolg der Vergangenheit verwöhnt und deshalb selbstgefällige Nabelbeschauer gewordenen, und das von politisch ganz Rechts bis politisch ganz Links.

Und diese selbstgefälligen Nabelbeschauern kann man nur warnen, nicht zu glauben, dass es nicht allein die Spielwiese Deutschland ist, auf der die Gesetze beschlossen werden, die für die Welt gelten. Es gibt andere Akteure auf dem Planeten, die mitmischen. Entscheidend ist nicht der gute Wille, sondern die materielle Basis. Und der kommende Satz wird manch einem überhaupt nicht gefallen. Wer die bessere materielle Basis hat, entscheidet sogar, was ein guter Wille ist. Wir werden, so wie wir jetzt sind, in Zusammenspiel mit ehrgeizigen anderen Akteuren abspecken. Zwangsläufig abspecken müssen.

Es gibt einen harten Konkurrenzkampf unter den Akteuren dieser Welt, den unsere Elterngeneration für sich entschieden hat. Die hat damals gut nachgefragte Produkte erzeugt und auf den Weltmarkt gebracht. Darum sind wir reich geworden. So wie wir jetzt aufgestellt sind, werden wir aber verlieren.

Es fehlen die gut nachgefragten Produkte, und es fehlt seit langem der Wille sie zu erzeugen, und mittlerweile fehlt es auch am geeignetem Personal dazu. Die Unis bilden Menschen nicht nach Bedarf, sondern nach Neigungen aus. China beispielsweise bildet Ingenieure aus. Die Ingenieur und Wissenschaftler der MINT-Bereiche machen die Musik der Zukunft. Hier finden die Verwaltungen niemanden, der auch nur ein Programm wie Sormas bedienen kann, mit denen Corona-Infektionen nachverfolgt werden. Bedienen kann, nicht mal entwickeln. Dabei ist das noch einfach. Selbst im Mullah-Regime des Iran studieren mehr Frauen Physik und Technik als in Deutschland. Wie kommt das? Dabei brauchen wir alle Menschen, die Technik oder Naturwissenschaften verstehen können. Die kommen aber nicht. Also werden wir durchgereicht, bis wir, unabhängig von unserer eigenen Nabelbeschauung, die uns Größe vorgaukeln mag, zu den Entwicklungsländern gezählt werden.

Für diejenigen, die glauben, dass Geld aus dem Geldautomaten kommt, sage ich vorab, dass die Geldautomaten auf der ganzen Welt auf gleiche Weise funktionieren, es aber trotzdem Ungleichheit im Einkommen von Menschen gibt. Und in Deutschland wird dann eben weniger aus den Automaten kommen.

Aber all das geschieht mit unserem freien Willen.

Die Chinesen kommen hoch, weil sie es wollen. Wir fallen ab, weil wir das wollen. Es ist solange unser Wille, bis wir von den Chinesen aufgekauft werden. Danach aber spielt unser Wille keine Rolle mehr. Dann gibt es aber auch keine Technik- bzw. Industriefeindlichkeit mehr, und im Mandarin gibt es keine Gendersternchen, die unsere geistige Elite beschäftigen könnte. Die werden dann alle arbeitslos.

 

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27 Kommentare zu “Konkurrent China: Im Mandarin gibt es keine Gendersternchen

  • #1
    Angelika, die usw.

    Von Technik verstehe ich nix, ich nutze sie (nur).
    Für Sprachen interessiere ich mich.
    Die Isländer und die Chinesen sind sehr kreativ, wenn es um Sprache geht (und wer in einem Bereich kreativ ist, der (klar, auch die …) ist es auch in anderen Bereichen.
    Ein Beispiel: Wir sagen Computer (Sagt noch jemand Rechner? Und rechnet dat Dingen denn nur? Na ja … Technik). Die Isländer sagen tölva (tölvu usw. usw. – die Grammatik ist sehr kompliziert) – eine Zusammensetzung aus tala (Zahl) und völva (Wahrsagerin). Die Chinesen sagen Wort-für-Wort-Übersetzung Strom-Gehirn diàn nǎo电脑 (Trad. 電腦). Sieht man sich das trad. Zeichen diàn an, so sieht man regelrecht den Blitz, wie er bei Unwetter (oben Regen) in die Erde (Feld) geht. Da wird alt und neu kombiniert. Kreativ eben. Vielleicht ist das ein Hinweis darauf, wie Erfolge zu erklären sind.

    Und zum Gendern … Er/sie hört gesprochen gleich an: tā. Nur als Zeichen Unterschiede (他 er, 她 sie). Und Unisex-Vornamen gibt es auch …

  • #2
    DAVBUB

    @ Autor: In weiten Teilen kann man nur zustimmen. Allerdings wird in nicht ferner Zukunft in China die Ein-Kind-Politik die Alterspyramide kräftig auf den Kopf stellen. Falls die Chinesen dann nicht mit ihren Alten so umgehen wie mit den Uiguren, werden sie ein stetig wachsendes Problem bewältigen müssen. Sollte bis dahin nicht der Sprung von der Werkbank zur führenden Industrienation gelungen sein, wird es schwierig für sie.

  • #3
    Karl Tuwat

    Was bedeutet das Wort Elite? Unsere geistige Eite beschäftigt sich mit Gendersternchen allerdigs nur mit Verachtung der Angehörigen der linken Machtelite, denen diese Sternchen so wichtig sind und derer, die durch geflissentlichen Gebrauch der Sternchen in ihrer Blase Anerkennung erheischen wollen, sei es auch nur rein geschäftsmäßig..

  • #4
    Angelika, die usw.

    #2 Im Oktober 2015 wurde die Ein-Kind-Politik in China offiziell beendet. Schon 2013 gab es Lockerungen (wenn 1 Partner selbst Einzelkind). Trotzdem natürlich immer noch problematisch (Alterung der Bevölkerung usw.). Wohnungen, Häuser sind inzw. sehr teuer, es wird immer häufiger finanzielle Unterstützung für Eltern gefordert.

  • #5
    DAVBUB

    @4: Stimmt, allerdings wird es mindestens 30 Jahre dauern, bis sich das bemerkbar macht.

  • #6
    Ali Mente

    Als China nur die billige Werkbank der Welt war, war die Welt noch in Ordnung. Konzerne im Westen konnten ihre Profite erhöhen, indem man von den Billiglöhnen dort profitiert. Das es sich um eine Diktatur gehandelt hat war egal. Das China dadurch eine wirtschaftlichen Aufschwung erlebt, war auch ok, denn nun dient das Land zusätzlich auch als Absatzmarkt. Auch da hat es niemanden gestört in eine Diktatur zu exportieren. Geld stinkt bekanntlich nicht.

    Nun da China aber anfängt den Westen zu überflügeln, bekommt man hier kalte Füße. So war das ja nicht gedacht. Gerade Deutschland sitzt nun in einer Zwickmühle. Hält man nun weiter bedigungslos zu den USA und deren Konfrontationskurs gegen China, wird das zwangläufig zu einem schlechteren Verhältnis zu China führen, was unserer Wirtschaft mehr schadet als China. Und wer kann es den Chinesen nach dem Boykott gegen Huawai verdenken, wenn die keine Lust auf Handelskrieg haben und stattdessen lieber autark werden wollen oder sich andere Partner suchen?

  • #7
    paule t.

    Ich glaub, Gendersternchen sind auch schuld an Mundgeruch und schlechtem Wetter.

  • #8
    Helmut Junge

    @Angelika, die usw. (1+4), Danke für die Hilfe unddafür, daß ich wieder mal was lernen konnte.

    @Davbub, interessanter Hinweis. Aber war der kriegsbedingte Verlust an arbeitsfähigen Männern in Japan und Deutschland nach 1945 hinderlich für eine starke Wirtschaftsentwicklung?

    @paule t. es ist ein Artikel über Wirtschaftsbeziehungen und technischen Innovationen als deren Voraussetzung. Und "Gendersternchen" habe ich als Beispiel für nicht gewinnbringend exportierbares Gedankengut benutzt. Die Beschäftigung mit solchen Dingen wie Gendersternchen oder passenden Karnelvalskostümen hat nach meiner, zugegeben satirisch zugespitzten Wahrnehmung für 8 Millionen Hochschulabsolventen den Charakter einer lebenslang angelegten hauptberuflich ausgeübten Beschäftigung angenommen. Aber wirtschaftlich verkaufen kann man das nicht. Dagegen kommt die Beschäftigung mit technischen Fragen bei den jüngeren Menschen im Lande, einfach zu kurz. Und letzteres möchte ich gerne ändern.

  • #9
    DAVBUB

    @ Autor: Ich glaube, daß man das nicht vergleichen kann. Zum einen waren unmittelbare wirtschaftliche Konkurrenten – F,GB,NL, I, u.A.- im gleichen Maße betroffen. Die USA, die relativ gesehen weniger Tote zu beklagen hatten, haben damals weit vorgelegt. Zum zweiten wurden der Verlust der Männer auch durch die Integration der bis dahin eher nicht erwerbstätigen Frauen teils ausgeglichen. Und die nicht zu unterschätzende Hilfe der Westmächte durch z.B. den Marshallplan hat da wohl auch geholfen…
    In China hingegen wurden geplant über zwei Generationen hinweg das Bevölkerungswachstum verringert. Das kann man im nichtmateriellen Bereich und in der Fertigung durch Automatisierung und Digitalisierung ausgleichen. In den Jobs, die noch zwingend menschliche Arbeit voraussetzen, wird es da schon schwieriger. Wer soll die Alten medizinisch-sozial betreuen und pflegen. Wer wird die körperlichen Arbeiten machen wollen, wenn er in anderen Bereichen mit weniger Anstrengungen und Risiko mehr verdienen kann?
    Da wird am Ende die Planwirtschaft die Regie übernehmen müssen.

  • #10
    Angelika, die usw.

    #9 Auch zu viel Nachwuchs ist problematisch. Alles hat zwei Seiten.

    Als Beispiel:
    Bevölkerungswachstum in Niger.
    https://www.bpb.de/politik/innenpolitik/demografischer-wandel/287030/bevoelkerungswachstum-in-niger

  • #11
  • #12
    Sichtbarkeit

    Die abwertenden Hinweise auf Menschen, die in ihrer Sprache auch diejenigen einbeziehen wollen, die sich nicht als binär verstehen, finde ich in diesem Artikel gar nicht zielführend.

    Im übrigen gibt es die Diskussion um eine genderneutrale Sprache auch in China, wenn auch noch nicht so prominent, wie bei uns. Einige Unternehmen lösen das bereits, indem sie statt 他 und 她 die Pinyin "ta" verwenden.

  • #13
    Stefan Laurin

    @Sichtbarkeit: OH Gott, jetzt überholen uns die Chinesen auch noch in der Betroffenheitswirtschaft 😀

  • #14
    der, der auszog

    Beim Lesen des Textes musste ich unweigerlich an die Sowjetunion denken:
    1957 umrundet mit Sputnik 1 der erste künstliche Satellit die Erde, viereinhalb Jahre später, 1961, fliegt mit Juri Gagarin der erste Mensch ins Weltall. Beides absolute Meisterleistungen der sowjetischen Ingenieurskunst, die den Westen, insbesondere die USA inmitten des Kalten Krieges beim Wettlauf um eine imaginäre Vorherrschaft im Weltall, reichlich alt aussehen lassen. Das ist allerdings nur die eine Seite der Medaille.

    Die andere: 1960 fliegt den Sowjets auf ihrem Weltraumbahnhof Baikonur eine Interkontinentalrakete um die Ohren mit weit über 100 Toten und weil im Text auch Atomreaktoren angesprochen werden, muss man feststellen, dass die Sowjetunion zwar tolle Raketen und Satelliten konstruieren konnte, aber nicht in der Lage war, sichere Atomreaktoren zu bauen, geschweige denn sie zu kontrollieren. Mit dem Supergau in der Anlage Majak in Kyschtym 1957 und der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl 1986 hält die Sowjetunion auch beim Thema Nukleare Katastrophen gleich zwei weitere (wenn auch traurige) Weltrekorde, mit tausenden Toten und weite Teile Europas so verstrahlt, dass Ernten vernichtet und Siedeln, Ackerbau und Viehzucht auf Jahre unmöglich waren.

    Und jetzt zu China: Auch hier haben wir eine Medaille mit zwei Seiten:
    Auf der einen Seite ist das Land mit seinem Weltraumprogramm in der Lage, Licht auf die Schattenseite des Mondes und seit neustem sogar Raumsonden auf den Mars zu bringen. Auf der anderen Seite ist China nicht in der Lage für Lebensmittelsicherheit zu sorgen. Auf Märkten, die mit ihrer Lebendtierhaltung fast noch mittelalterlich anmuten, kommt es gerade dort immer wieder zum Überspringen von Vogelgrippeviren auf den Menschen, Sars und als letztes COVID 19 mit Folgen, häufig meist „nur“ In China und seinen direkten Nachbarn, diesmal allerdings sogar um den kompletten Globus und für die gesamte Menschheit.

    Ob China genauso scheitern wird wie die UdSSR wag ich zu bezweifeln, dafür hat man sich im Gegensatz zur Sowjetunion die Chancen des Kapitalismus früh genug zu Nutzen gemacht. Zweifel habe ich allerdings auch an der Idee China könnte den Westen überholen oder bereits überholt haben. Dafür ist dort bis jetzt einfach viel zu wenig selbst entwickelt und viel zu viel plagiiert worden.

  • #15
    Angelika, die usw.

    #12
    Gerade gefunden, vielleicht für Sie von Interesse:
    https://www.arianalife.com/topics/gender-equality/x%E4%B9%9Fand-ta-the-gradual-rise-of-gender-neutral-pronouns-in-chinese/

    "…In many works of Chinese classic literature, such as 18th-century Dream of the Red Chamber, authors used 他 to describe male and female characters…"

    "…Due to increasing linguistic and cultural interactions with the West, a shift took place at the turn of the 20th century. Gradually, Chinese speakers started using 他 to refer to only to men…"

    "…The usage of 她 as a female pronoun did not become prevalent until the 1920s, when the women’s movement in China shed light on women’s independence and individuality…"

    Also die Frauen wollten gerade, s. letztes Zitat, die Individualität der Frauen betonen.

    "…‘X也,’ which is a gender-neutral alternative to 他 and 她. Invented in 2015 by an intersex information platform…, the word uses the English letter X to represent the non-binary community…"

  • #16
    Helmut Junge

    @Sichtbarkeit (12), ich empfinde ihren Kommentar als echte Ergänzung. Schön daß sie uns mitteilen, wie die genderneutrale Sprache auf chinesisch geht, denn wenn die Chinesen uns erst infolge unseres erwartbaren technologischen Abstiegs erst aufgekauft haben, den ich ja in meinem Text befürchte, falls wir in Zukunft keine technisch neuartigen nachgefragten Produkte anbieten können, müssen wir sowieso chinesisch sprechen lernen. Und ich weiß dann schon etwas wichtiges. Nur was macht dann unsere Elite? Die wird dann ja erst recht arbeitslos.

  • #17
    Tagedieb

    @#12 Sichtbarkeit
    Trägt dieses "Sichtbarmachen" irgendetwas dazu bei, dass eine Putzkraft, die Frau Petra Gerster im ZDF Heute-Studio hinterherwischt, einen Cent mehr verdient?

    Sichtbarkeit von heute ist das Seelenheil im Himmel von gestern.

  • #18
    Helmut Junge

    @der, der auszog, als das Sowjetimperium zusammenbrach, war der Westen in Topform. Jetzt ist der Westen so miserabel drauf, daß immer mehr Populisten in Spitzenpositionen gewählt werden, die aber kaum krisentauglich sind. Das können wir unmittelbar beobachten. Wir sacken ab, und das macht mir Sorge. Das Wort "überholen" was du verwendest, trifft es nicht, wenn einer stppt oder gar rückwärts läuft. Dann kommen ander vorbei, aber überholen würde ich das nicht nennen.

  • #19
    Angelika, die usw.

    #14
    #18

    Schon 2016:
    "…Zwar liegen die klassischen Erfinderländer USA, Japan und Deutschland weiter vorne. Die Chinesen holen aber stetig auf…"
    "…Stark vertreten sind die chinesischen Erfinder vor allem in der digitalen Kommunikation. Hier kam jedes fünfte beantragte Patent aus China – …Platz zwei direkt hinter den USA…"

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/china-immer-mehr-erfindungen-kommen-aus-fernost-a-1080468.html

    "China überholt USA bei Patentanmeldungen" (2020)
    "Deutschland…auf Platz vier hinter Japan und ist das einzige Land mit vielen Anmeldungen außer den Niederlanden, das einen Rückgang zu verzeichnen hat…"

    https://www.zeit.de/wissen/2020-04/china-patente-wipo-anmeldungen-antraege-usa-deutschland

  • #20
    Helmut Junge

    @19 Danke Angelika, du bist eine kompetente Hilfe. Man spürt zwischen den Zeilen die Historikerin. Quellen suchen ist immer gut. @Der, der auszog ist übrigens auch Historiker. Ich finde die Beschäftigung mit der Tang-Dynastie lohnenswert. Wenig kriegerisch, bis auf einen Krieg zur Abwehr, aber mit guter kultureller Entwicklung. Ich muß mich ja irgendwie revanchieren. Übrigens habe ich auch etwas über Isländisch nämlich eine bewußte Falschübersetzung in der Edda, wo altisländisch
    " systrungr" in einer alten deutschen Übersetzung mit Brudersöhne übersetzt wurde, Aber das kann überhaupt nur in der Phantasie des Übersetzers so sein, der sich nicht vorstellen konnte, daß Schwestersöhne die Sippe brechen können. So verbohrt! Dabei hatte ich selber in unserer Zeit in Deutschland meine Familie immer mütterlicherseits gerechnet. Dazu hat man doch viel mehr Kontakt. Aber "systrungr" klingt so schon eher wie sister und nicht wie Bruder. aber es konnte nicht sein, was nicht sein durfte. So, jetzt habe ich mal eine Bresche für den Feminismus geschlagen.

  • #21
    Eicher

    1. "China" – so wie Helmut Junge sich das neoliberal dürftig vorstellt – gibt es nicht. Erst recht nicht als "Diktatur". Es gibt den inzwischen über 4000 Jahre alten historischen Prozess der Einigungsversuche verschiedenster Kulturen. Zum Sieg der technologisch orientierten Administrationen nach dem ersten Weltkrieg hat die nachhaltige Erfahrung mit der brutalen Interventionspolitik der Engländer seit dem Opiumskrieg wesentlich beigetragen. Und dann erst recht die Instrumentalisierung durch die US-Politik nach dem zweiten Weltkrieg.
    2. In China gibt es seit den ersten Kaiserreichen eine sehr hoch entwickelte Bürokratie. Sie trägt die Verantwortung für das Gemeinwohl, das seit der US-Unabhängigkeit und der französischen Revolution im Westen kulturell individualistisch und politiscn demokratisch gesichert werden sollte. Die Bevökerung Chinas vertraut dagegen kollektiv der Administration, die von der Spitze der Elite/der Partei geleitet werden soll.
    3. Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern gilt im chinesischen Bereich seit ziemlich genau 100 Jahren.
    4. Die rein quantitativen Kategorien von Helmut Junge werden der kulturellen Reichhaltigkeit der chinesischen Entwicklung nicht gerecht.
    5. Als Lesende spüren wir die Absichten des Autors – und wundern uns über dieses – sorry – dürftige China-Bashing zum Zweck der Industrialisierung westlicher Studierender.

  • #22
    Angelika, die usw.

    # 2x dürftig (düftig/dürftige) in einem Kommentar. Jemand, der einem anderen Bashing vorwirft, macht selbst Bashing …
    Ihre Hinweise auf die großen Zusammenhänge ist schon interessant, aber in Teilen zu hinterfragen. Ob "…Die Bevölkerung…kollektiv…" vertraut, dass wissen Sie auch nicht so ganz genau … Noch funktioniert der Kurs von Xin Jin Ping, wachsende Prosperität usw.. Man wird sehen.
    Die Gleichberechtigung von Frauen – ja, auf dem Papier seit ca. 100 Jahren. Aber bitte genauer hinsehen. Wann wie viele Frauen/Männer mit welchen Schulabschlüssen, Berufsausbildungen, akademischer Ausbildung? Wie viele Frauen nahmen in den letzten Jahrzehnten an den Parteitagen teil? Männer-/Frauenanteil im Staatsrat? Sehen Sie mal: https://de.wikipedia.org/wiki/Staatsrat_der_Volksrepublik_China

  • #23
  • #24
    Helmut Junge

    @Eicher, Sie stören sich am Begriff Diktatur und schreiben
    "Die Bevökerung Chinas vertraut dagegen kollektiv der Administration, die von der Spitze der Elite/der Partei geleitet werden soll."
    @Eicher, mal ehrlich. Das tut wirklich nicht weh?
    Ich hatte mich beim Schreiben bemüht, neutral zu schreiben, also weder für China noch gegen China.
    Meinem Freund @der, der auszog (14) scheint China zu gut wegzukommen und Ihnen @Eicher zu schlecht. So ist das nun mal mit der Balance. Offenbar habe ich sie einigermaßen gehalten.

  • #25
    Angelika, die usw.

    #20 zu Tang-Dynastie fällt mir gerade was ein

    Es gibt einen chinesischen Mathe-Professor (em.), der Vorträge über Poesie der Tang und Song Dynastie hält (die jungen Studenten mögen seine Vorträge). Ein sympathischer Mann, der Kalligraphie übt (mit Wasser statt Tusche, um Papier zu sparen).

  • #26
    Frost, Nagy

    #14
    #18
    Wie einfach das alles in China mit der Technik geht, die der Staat zur Verfügung stellt.

    Buchen, bezahlen, mieten, parken, Lieferservice, Sicherheitskontrolle an Flughäfen, Bahn- und U-Bahnstationen usw.usf.alles nur mit dem Blick in eine Kamera per Gesichtsscannen, dann fertig.

    China gibt pro Kopf mehr aus als DE und hat mittlerweile eine Bahninfrastruktur mit Hochgeschwindigkeitsstrecken (inzwischen ca, 38000 km, also mehr als zweimal so lang wie der Rest der Welt zusammen), von der wir nur träumen können.

    Die Schnellzüge sind dort sehr pünktlich und stabil, da fällt nichtmal eine kleine Münze runter (bei Youtube können Sie das Video sehen, ich habe auch selbst erlebt, 5-10 Minuten Zugverspätung zählt dort zum “großen Unfall”)

    In China ist 5G in vielen Bereichen schon implementiert (ich war dort in einer Klinik, die bereits mit zahlreichen anderen medizinischen Einrichtungen per 5G Operationen live begleitet ist) und bei uns steckt es noch nicht einmal in den Kinderschuhen.

    In China kann man praktisch mit einem Smartpone die meisten Probleme im Alltagsleben wie Reservierung (Restaurant, Friseur, Fitnessstudio usw.), Tickkets kaufen, Zahlungen (auch am meisten ohne Bargeld sondern per Smartphone), Warenversand, Taxi anrufen, Lieferservice (24 Stunden und Lieferzeit am meisten weniger als 25 Minuten, selbst Mitternacht), Überweisung, Warenbestellungen etc. lösen. 

    In China kann man ab diesem Jahr in nicht wenigen Kinos schon den Geruch-Film gucken, ich glaube Sie haben wohl gar keine Ahnung, was Geruch-Film bedeutet, das bedeutet:
    Man kann nicht nur den Film gucken sondern auch Geruch im Film riechen. Unglaublich, oder? Das ist aber bereits in China die Realität geworden.

    Auch ein Gebärdensprachen-Handschuh, der Handschuh wird mit Smartphones oder Tabletten eng verbunden. Die Gebärdensprachen werden ohne Sekunden Verzögerung sofort in Stimmen-Sprachen übersetzt und per Smartphones oder Tabletten ausgesprochen.

    Und es ist kein Witz: viele chinesischen Touristen kommen mittlerweile zu uns, weil Deutschland für sie ein großes Freilicht-Geschichtsmuseum darstellt.

    Jahrzehnte lang hat man China alles machen lassen, weil man dort so schön billig produzieren lassen konnte. Keine Menschenrechte, keine Umweltstandards. Dafür hat man sogar Technologien geteilt, weil man der Meinung war die Chinesen können damit eh nichts anfangen. Jetzt rächt sich das.

    China war viel lüger als der Westen glaubte und nun rollen sie das Feld von hinten auf und überholen den Westen auf der linken Spur.

  • #27
    Helmut Junge

    Heute hat die EU gegen China Sanktionen verhängt und China im Gegenzug Sanktionen gegen die EU ebenso Sanktionen gegen die EU.
    Das paßt ja gut zum Thema. Wenn es nicht nur Wortgefechte sind, könnte es ja spannend werden. Aber Wortgefechte sind vermutlich alles, was dabei herauskommen wird. Und die Einreisesperre für den Grünen EU-Parlamentarierier Bütikofer wird der wohl achselzuckend hinnehmen. Denn für Grüne empfehlen sich schon wegen der Klimakrise sowieso keine Langzeitflüge. Auch wenn manch einer von ihnen sehr gerne noch weiter fliegen möchte.

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