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Linken-Kandidat setzt Klimawandel mit Holocaust gleich


Der 18jährige Schüler Tom Radtke kandidiert für die Linke auf Platz 20 der Landesliste bei der Hamburger Bürgerschaftswahl  am 23. Februar. Seine Chancen, in das Stadtparlament gewählt zu werden, sind also überschaubar. Trotzdem ist es dem jungen Zählkandidaten gelungen, mit ein paar Tweets und einem Beitrag auf seiner Homepage  bundesweit Aufmerksamkeit zu erregen:
 Fridays for Future hat sich sofort von Radtke distanziert.

Natürlich stimmt, was Fridays for Future geschrieben hat: Radtkes Verhalten ist schockierend und nicht zu entschuldigen. Aber zu erklären ist es. Wenn jungen Menschen seit nunmehr über einem Jahr permanent erklärt wird, der Weltuntergang stehe kurz bevor und die Industrie, unsere Lebensweise, der Kapitalismus und die „alten weißen Männer“ würden an ihrer Vernichtung arbeiten und der Planet sei dabei, sich in eine öde, durch das Weltall taumelnde Geröllkugel zu verwandeln, wenn Endzeitsekten wie Extinction Rebellion gehypt werden und eine Wochenzeitung wie „Die Zeit“ Auflage und Klickzahlen zunehmend mit Paniac-Berichterstattung und autoritären Verbotsphantasien macht, bleibt das nicht ohne Folgen. Der weitgehende Verlust einer differenzierten Berichterstattung, die Mutation von Journalisten zu Klimaaktivisten hat einen großen Anteil daran, dass jemand wie Radtke einen den Holocaust relativierenden Dreck schreibt. Und wo wir bei Verantwortung sind: Auch seine Eltern und  Lehrer haben versagt, denn ihre Aufgabe wäre es gewesen, dem Jungen zu erklären, was der Holocaust war – und dass er nicht mit dem Bienensterben zu vergleichen ist. Es ist die hysterische Atmosphäre die wir zur Zeit erleben, welche die Radtkes hervorbringt. Denn was er geschrieben hat, wird er wahrscheinlich vorher bereits ein paar Mal gesagt haben – und offenbar ist ihm niemand ins Wort gefallen.

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31 Kommentare zu “Linken-Kandidat setzt Klimawandel mit Holocaust gleich

  • #1
    Nina

    Nein, ich denke er hatte die Gelegenheit und die Möglichkeit, es öffentlich zu äußern. Das ist der Unterschied zu anderen, die es einfach nur denken oder der Unterschied zu einer Zeit, in der es kein Twitter gab.
    Seit Twitter fühlen sich viele Menschen super wichtig, als würde die Welt nur darauf warten zu hören, was sie zu sagen haben.
    Vielleicht kann man diesen Auswüchsen von Twitter nur mit Twitter selbst begegnen.

  • #2
    Helmut Junge

    Wenn ich an seiner Stelle wäre, und soviel Angst vor der Klimaveränderung hätte, würde ich mir mit Sicherheit die Mühe machen, herauszukriegen, was CO2 eigentlich ist. Das scheint er nämlich nicht zu wissen. Einfach ein aufgeschnapptes Wort.

  • #3
    discipulussenecae

    "Der Holocaust war eines der größten Verbrechen im 2. Weltkrieg."

    Mich würde mal interessieren, welche anderen "größten Verbrechen" dem Knaben denn noch so einfallen!

  • #4
  • #5
  • #6
    Peter Pan

    "schockierend und nicht zu entschuldigen"

    Unsinn. Tom Radtke gehört zu den wenigen Menschen, die sich in 50 Jahren nicht vorwerfen lassen brauchen, die Bedrohung ignoriert oder verklärt zu haben.

    Wie man ihn missversteht und angeht ist nur Ausdruck der Bequemlichkeit und Rückständigkeit der menschlichen Zivilisation. Eben dies hindert an flexiblen Lösungen und befördert den Untergang unserer Zivilisation. Ja, der Holocaust steht für sich und lässt sich nicht vergleichen. Das heißt aber nicht, dass man ihn nicht übertragen kann auf ein deutlich größeres Verbrechen, der uneingeschränkten Zerstörung der Lebensräume auf unserem Planeten. Dieses Mal sind es nicht die Faschisten, die die Welt zerstören wollen. Dieses Mal ist es die Bequemlichkeit der Degenerierten.

  • #7
  • #8
    Bitz

    Da ist der FfF-Aktivist bei den Linken in bester Gesellschaft. Über die Umweltzerstörung gerade in links-sozialistischen Regimen und Zeiten ist ihm wohl nichts bekannt…

  • #9
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @dievo: Ist mir klar. Trotzdem werde ich es nicht täglich benutzen.

  • #10
    Yves Martin

    Ich habe mir kurz nach der Wende, im Frühling 1990, in Merseburg, Bitterfeld, Halle und Leuna angesehen, wie der real existierende Sozialismus mit der Natur und dem Leben seiner Mitglieder umgeht.

    Da war NICHTS, das man auch nur ansatzweise wiederholen müsste oder was "die Linke" heute als Saubermann-Partei ausweisen würde. Speziell Leuna und Bitterfeld waren ein einziges, riesiges, stinkendes Dreckloch!

  • #11
    André

    18 Jahre alt, und auf dem Wissensstand einer Amöbe. Dazu wird nun langsam aber sicher klar, was für Geister die Klimahysterie gebiert.

  • #12
    Peter Thurau

    Passt: "Klimakrise", "Klimanotstand", "Klimaflüchtlinge" und nun eben "Klima-Holocaust". Die hysterische Klimakirche erntet, was sie mit ihrer Dauerpropaganda gesät hat: Ökosozialistische "Lehren aus der Geschichte". Mit dem armen Tom muss man Mitleid haben: Der wurde wohl schon von den Eltern, in der Kita und in der Schule linksgrün gehirngewaschen. Und dann hört, sieht und liest er überall, wie Merkel vom "Klimaschutz" als "Überlebensfrage", der UN-Ozeanbeauftragte gar vom "Kriegszustand" schwadroniert und die "Leitmedien" den Irrsinn Tag für Tag bereitwillig verbreiten. Den unsäglichen Vergleich mit der Shoa hat übrigens schon der XR-Mitgründer Roger Hallam in die Welt gesetzt: https://justpaste.it/4m9ma
    Alles in allem: Ist es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode. Hat es auch Methode, so ist es doch Wahnsinn:
    https://tinyurl.com/yyv9cv4d

  • #13
    Arnold Voss

    @ Peter Pan #6
    Lassen sie mich versuchen, ihnen den wesentlichen Unterschied zwischen dem Holocaust und der Umweltzerstörung klar zu machen. Die Umwelt kann man nicht zuhause abholen, in einen Viehwaggon stecken, zu einem Vernichtungslager transportieren und dort in eine Gaskammet stecken. Dass Umweltzerstörung auch zu menschlichem Elend und Tot führen kann, ändert nichts daran.

  • #14
    thomas weigle

    Natürlich war der reale Sozialismus für Umweltdebakel ohnegleichen verantwortlich. Nur was hat ein heute 18jähriger damit zu tun? Selbst wenn er in der Link(s)partei ist?
    Dass es immer noch Klimawandelleugner gibt, die die Gefahren des Klimawandels ab- oder klein reden und einen 18jährigen Wirrkopf dafür als Beleg anführen, zeigt, dass das Klima ganz offenbar auch Scheuklappen generiert`(#12 u.a.), die ganz offenbar nicht nur den Blick seitwärts hemmen, sondern generell in Sachen Klima blind machen, sozusagen kleine Klimatrumps.

  • #15
    Gerd

    Nur so nebenbei. Nicht der Klimawandel zerstört die Natur, sondern Überbevölkerung. Wenn die Bevölkerung eines Landes ein paar Jahrzehnte lang deutlich stärker wächst, als die dessen Wirtschaftskraft wird schon aus reiner Not Raubbau an der Natur betrieben. Nur eignet sich das nicht als Argument, um die freiheitliche und kapitalistische Ordnung in unsren Breiten zu ‚transformieren‘ wie es so schön aus allerhöchstem Munde gesagt wurde.

  • #16
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Gerd: Manglende Wirtschaftskraft, nicht Überbevölkerung zerstört die Natur. Industrialisierte und technisierte Staaten haben Platz für Naturschutz, arme Staaten nicht.

  • #17
    nussknacker56

    Während man bei Tom Radtke, der erst 18 Jahre alt ist, nicht ausschließen kann, dass er sich später einmal für seinen Vergleich zutiefst schämt, ist das bei den Peter Pans (#6) dieser Welt nicht der Fall.

    Wer Sätze formuliert wie „Das heißt aber nicht, dass man ihn [den Holocaust] nicht übertragen kann auf ein deutlich[!] größeres Verbrechen, der uneingeschränkten Zerstörung der Lebensräume auf unserem Planeten. Dieses Mal sind es nicht die Faschisten, die die Welt zerstören wollen. Dieses Mal ist es die Bequemlichkeit der Degenerierten[!].“, dem ist auch mit einer Erklärung nicht mehr zu helfen.

    Diese Wahnvorstellungen, gepaart mit einer abgrundtiefen Geschichtslosigkeit bilden den Grundstock für totalitäre Gesellschaften und legitimieren vorab jegliche denkbaren Taten zur Erreichung derselben.

  • #18
    Robert Müser

    Gönnt ihm seinen zweifelhaften Ruhm frei nach Andy Warhol:

    “In the future, everyone will be world-famous for 15 minutes.”

    … und vergesst ihn dann, eine weitere Beschäftigung mit ihm lohnt nicht weiter.

  • #19
    Thomas Weigle

    Leider verhindert Naturschutz keine "extreme Wetterlagen", die immer zahlreicher werden.
    Vor Jahren habe ich mich hier mal über Äußerungen, die zum Wasser sparen aufriefen, lustig gemacht. Heute würde ich nicht mehr so leichtfertig daherschwätzen. Wer hätte gedacht, dass bei uns Versteppung größerer Gebiete droht, wenn das nach nur zwei Sommern so weiter geht. Niemals hätte ich gedacht, dass ich nicht nur nach größeren Kyrills zeitweise den Wald hinter unserem Haus nicht betreten kann, sondern nun auch wochenlang im letzten Sommer nicht, weil erst massenhaft Bäume gefällt werden mussten, die "Einsturz gefährdet" waren und somit zur Gefahr für Spaziergänger wurden.
    Generell ist es natürlich so, dass wir längst nicht so vom Klimawandel betroffen sind, wie Menschen in der sog. Dritten Welt, die am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben. Deswegen ist man hierzulande halt schnell bei der Hand, die Folgen klein zureden oder gar abzustreiten. Deshalb ist es einfach dummes Zeug, die Naturzerstörung den Ländern mit mangelnder Wirtschaftskraft anzulasten. Die Edelhölzer des Amazonas werden bei uns "konsumiert", wir sind die Abnehmer von Fleisch, das auf gerodeten Waldflächen gehalten wird, uswusf.

  • #20
    Thomas Weigle

    @ nussknacker 56 Wir können noch(!!!!) theoretische Diskussionen über Lösungen führen. Anderswo eher nicht, weil bereits Millionen durch den Klimawandel ins Elend gestürzt worden sind. Am Tschadsee bspw, der seit 1963 rund 90% seiner Wasserfläche verloren hat. Oder in Indonesien, wo bereits unzählige Dörfer am Meeresufer immer wieder und länger unter Wasser stehen und viele Häuser gar nicht mehr trocken werden. Der Leiter des indonesischen Katastrophenschutzes erklärte heute Nacht in einer Artesendung, dass wohl 40 Millionen Klimaflüchtlinge bis 2050 in seinem Land erwartet werden. Ein Klimahysteriker?
    Dort haben bereits mehr als die Hälfte der Kaffeefarmer aufgegeben, weil die Trockenzeit keine Trockenzeit mehr ist und deshalb die Ernte ausfällt oder zu gering ist, um das Überleben zu sichern.
    Aber das Klima ist gerecht, deshalb dauert in Teilen Afrikas die Regenzeit nicht mehr von Anfang April bis in den Oktober, sondern tw. nur noch von Juni bis August.
    In der Sahelzone ist die Wüste seit 1970 bis zu 100km südwärts gewandert. Von all dem merkt man natürlich bei uns kaum was.
    Wann hat es das früher gegeben, dass die Bahn Strecken tw Tage stilllegt, um Sturmschäden zu beseitigen? Das gab es in der alten Bundesrepublik nicht, Ausnahme der Jahreswechsel 78/79 als der Norden im Schnee versank. Und wenn demnächst mal ein Sturm nicht nur eine Stromtrasse beschädigt, lahmlegt? Am meisten aber beunruhigen mich die Hitzewellen und die Folgen der Trockenheit.
    Wer angesichts dieser und vieler anderer Fakten noch den Klimawandel leugnet, gar hysterisch von von "Klimahysterie" redet, kann die Schrift an der Wand nicht lesen oder will sie nicht lesen.

  • #21
    Nansy

    Wen wundert es? Vom Klimaleugner zum Klima-Holocaust ist es kein weiter Weg. Der Begriff "Klimaleugner" oder "Klimawandelleugner" ist schon vom Sinn her völliger Unfug – das Klima kann man nicht leugnen und Klimawandel gibt es seit Jahrmillionen. Ich kenne auch niemanden der den Klimawandel leugnet. Man kann durchaus vermuten, dass der Begriff "Klimaleugner" schon deshalb so beliebt ist, weil er eine Verbindung zu Holocaustleugnern herstellt.
    Zum Unwort des Jahres wäre also besser das Wort "Klimaleugner" gewählt worden. Der junge Tom Radtke passt sich hier nur in schockierender Weise an.

  • #22
    Daniel

    @#20: bei Kindern mag es dem geistigen Entwicklungsstand geschuldet sein, wenn aber etwachsene Menschen in den alarmistischen Hysteriechor einstimmen, löst das bei mir schon fast fremdscham aus "(!!!!!!)" 😉

    Das klima ändert sich und das wetter ist schwer vorherzusagen. Da sind wir uns einig. Dass auswirkungen heute stärker spürbar werden, hängt imO aber eher mit Komplexität und irritierbarkeit der systeme, intensiverer (alarmistischer) journalistischer darstellung und erinnerungseffekten zusammen. Auch wahllos zusammengestellte einzelbeispiele sind keine seriöse Grundlage fur eine Diskussion der Ursachen. Noch weniger rechtfertigt sie aber die Forderung den eigenen Lösungsansätzen. Und eine Entschuldigung fur die hier beschriebenen entgleisungen sind sie erst Recht nicht. (!!!!!) 🙂
    Insofern ist dein Beitrag schon nicht so gut. Der letzte Satz ist dann allerdings nur noch Projektion…😀

  • #23
    Valkyrie

    #20
    OMG, Faktensresistenz und linke Echokammer treffen aufeinander und gebären so einen Stuss. Wenn Sie die echten Ursachen für die Reduzierung des Tschad-Sees wissen wollen, kann Ihnen geholgfen werden: https://www.achgut.com/artikel/phoenix_und_das_raetsel_vom_tschadsee

  • #24
    nussknacker56

    Lieber Thomas Weigle,
    wir sind vermutlich in einem ähnlichen Alter und ich bin mir sicher, dass zwischen uns in entscheidenden Fragen keine unüberwindbaren Gräben klaffen. Im Folgenden versuche ich darzulegen, was ich als meinen oder vielleicht auch als unseren „Job“ ansehe – ohne dabei den Stein der Weisen mitliefern zu können.

    1. Es gibt einen Klimawandel, keine Frage. Das wird auch von niemandem bestritten. Was die Ursachen dafür anbelangt, sind die Schlüsse nicht mehr so eindeutig. Auf jeden Fall ist der Mensch an dieser Veränderung beteiligt. Was ist zu tun? Auf keinen Fall scheint es mir hilfreich, den hysterischen Vertretern Recht zu geben, die glauben, der Weltuntergang stehe unmittelbar vor der Tür. Im Gegenteil ist diesen zu widersprechen, ganz besonders dann, wenn sich in diesem Fahrwasser extremistische Bewegungen und Positionen daran machen, die Führung zu übernehmen. Und das fängt bei deren menschenverachtenden Sprache an und hört bei ideologischen Gerüsten nicht auf, die einen Freibrief für alle denkbaren Handlungen ausstellen, sofern sie nur dem „richtigen“ Ziel dienen.

    2. Das Problem heißt keineswegs Greta oder Gleichaltrige – die sind noch jung und dürfen auch ihre Fehler machen – sondern es sind die gefühlt 80 Prozent der Erwachsenen, die feige und opportunistisch die Kritik von FFF und anderen Gruppen nicht bloß teilen sondern hochputschen und dabei gleich noch ihren Verstand in der Biotonne entsorgen. Das gilt übrigens auch für viele andere Bereiche, wie z.B. ausufernde rassistische Zuschreibungen à la „alte weiße Männer“, denen kaum jemals in gebotener Schärfe widersprochen wird.

    3. Die Klimaveränderung ist eine globale und nicht eine lokale Erscheinung. Wenn Deutschland von heute auf morgen kein CO2 mehr produzierte, würde sich an der globalen Bilanz absolut nichts(!) ändern. Von den dann katastrophalen Zuständen hierzulande abgesehen, über die sich manche ziemlich wenig Gedanken machen. Also: Hier fortan in Sack und Asche zu leben bringt nichts ohne dabei die Hauptverschmutzer China*, USA, Indien*, Russland und Japan zu nennen und zu einer Änderung zu bringen. Das soll kein Plädoyer für Nichtstun sein, aber eines für einen nüchterneren Blick auf das Ganze.
    (*diese haben zugleich die höchsten Steigerungsraten)

    4. Wer sich jemals mit Erdgeschichte beschäftigt hat – weiß(!), dass die Vernichtung allen Lebens schon mehrmals auf der Tagesordnung stand und es nur Zufälle waren, die den Fortbestand von Leben jenseits der Amöbe erlaubt haben. Wenn nur ein großer (>1km) oder größerer (>10km) Meteorit auf die Erde zurast, erwartet uns eine Katastrophe, die alles in den Schatten stellt, was die heutigen Weltuntergangsapostel sich ausmalen. Und von Klimaerwärmung wird dann definitiv nicht mehr die Rede sein.

    Die fraglos einzige Instanz, die diese kommende globale Katastrophe verhindern kann ist: der Mensch mit seinen fortschreitenden technischen Möglichkeiten.

  • #25
    Edgar

    Oh man was für Vögel hier schreiben.
    Der Meerespiegel steigt seit tausenden von Jahren gleichmäßig.

    Es gibt weniger Stürme wie vor paar Jahrzehnten 90% weniger Tote wie vor 100 Jahren durch Umwetlereignisse obwohl es damals viel weniger Menschen gab.

    80-90% der Erdgeschichte war es nicht nur wärmer sondern HEISSER!Was heisst das logischerweise?Richtig,das es unnatürlich kalt ist.

    Und das man still und heimlich die angebliche beste Mitteltemperatur die in alle Ewigkeit so bleiben soll von 15 Grad auf 14 Grad gesenkt hat fällt anscheinend auch keinem auf.
    Und warum senkte man sie?Da man nnoch gar nicht über 15 Grad gekommen ist in dne letzten Jahren(aber schon das hat keiner bemerkt).

    Vor 2000 Jahren war es 2-3 Grad wärmer und Ägypten war eine Hochkultur ebenso Griechenland,Rom etc. Hatten wohl trotz Hitze einen kühlen Kopf zun denken.

    Wie jeder auf Satelliten Fotos sehen kann ist Afrika in den letzen 30 Jahrne GRÜNER geworden und das trotz verdopplung der Einwohner.

  • #26
    Thomas Weigle

    @ Nussknacker Dass zwischen uns keine großen Gräben klaffen, sehe ich auch so. Das ist ja auch bei anderen Themen so. Aber was soll man Leuten antworten, die trotz Millionen Menschen, die von Trockenheit vertrieben werden, uns erzählen, dass Afrika grüner geworden ist?

    Dass der Klimawandel global ist, habe ich ja an meinen Beispielen aufzuzeigen versucht. Wir sind noch am wenigsten betroffen, dennoch spürbar. Aus Brandenburg war gestern zu hören, dass sich der Vorfrühlingsanfang, der von 1950 bis 80 konstant beim Wechsel von Februar zum März lag, heuer am25.Januar lag, dokumentiert durch das Blühen des Haselnussstrauches. Für die Heizkostenrechnung ist das gut, dass die Winter immer kürzer werden, aber für die Natur?

    Ob Weltuntergangsapostel oder nicht, die Klimaveränderung ist Fakt. Da seit der industriellen Revolution die Temperatur spürbar gestiegen ist, liegt es nahe, dass wir etwas damit zu tun haben.
    Aber selbst wenn nicht, werden wir alle mit den Folgen leben müssen. Warten wir den nächsten Sommer ab. Ist der wieder so wie die beiden letzten, werden auch wir weiße ältere Männer hierzulande die Folgen kräftig spüren.

  • #27
    Klaus Lohmann

    @Edgar #25: Danke für diese aktuelle Phrasen-Liste mit Dummheit, Lügen und Ignoranz der Klimawandel-Leugner. Immer wieder ein großer Lacher, wenn sowas im Erdkunde-Unterricht der 8. Klasse vorgeführt wird:-)

  • #28
    Thomas Weigle

    Nehmen wir mal Galveston als Beispiel für "früher war alles schlimmer." Da gab es um1908 tausende Tote, die Stadt wurde weitgehend flachgelegt. Das lag einmal an der Holzbauweise und dass die Menschen nicht hinreichend gewarnt wurden. Man baute einen hohen Damm, der aber in den 0er Jahren überspült wurde und die Stadt unter Wasser setzte. Dass es heute in den USA weniger Tote durch Hurrikane gibt, liegt schlicht daran, dass die Warnsysteme funktionieren. Die materiellen Schäden durch Überflutungen sind dagegen gestiegen, wie bspw Galveston oder New Orleans in 2006, wenn ich das Jahr recht erinnere.

  • #29
    Helmut Junge

    @Nußknacker56 (24), ein sehr sachlicher Kommentar, den ich voll teile, aber insofern ergänzen möchte, daß wir auch hier bei uns und sehr wohl, bereits Auswirkungen des Weltweiten Klimawandels spüren. Es gibt z.B. deutlich häufiger extreme Hochwasser und dann wieder extreme Regenarmut mit Ernteverlusten.
    Nur denke ich nicht, daß das durch politische Überspitzungen beseitigt wird. Keine Demo zum Weltklima wird daran jemals etwas ändern können. Keine! Auch keine Hundert, keine Tausend, keine Million.
    Es wird notwendig sein KONKRET zu handeln.
    Und daran hapert es in Deutschland. Für etliche notwendigen Maßnahmen haben wir noch keinen Blick, unsere Politiker noch keinen Willen, und vermutlich haben wir nicht einmal mehr die notwendigen Fachkräfte. Ich mache mir Sorgen um den Zustand unserer Deiche, weil fast alle nicht den zu erwartenden Hochwassern gewachsen sein werden und sowieso reparaturbedürftig sind.
    Wir hatten Trockenperioden, während der alle Pflanzen mit höherem Wasserbedürfnis extrem gelitten haben. Wälder und Nutzpflanzen. Was tun? wir müssen Wasservorratswirtschaft betreiben lernen. Das war bisher nie nötig. Und wir müssen SCHNELL handeln. Welche Politiker reden über diese Themen? Noch nicht viele. Das kommt immer erst, wenn es richtig weh getan hat, nach Katastrophen. Es werden dann trotzdem immer Gründe gefunden, nichts zu tun. Ich kann mich noch gut an die Jahrhunderthochwasser in den Achtzigern erinnern. Das ist selten und das kriegen wir alle 100 Jahre einmal, hieß es. Dann kam es in Jahresabständen wieder und von Jahrhunderthochwassern spricht mittlerweise auch niemand mehr. Zu abgedroschen, das Wort. Aber das was gemacht werden müßte, wurde nicht, oder nur halbherzig gemacht, weil es Geld kostet, und wahrscheinlich auch, weil die breite öffentliche Diskussion sich mit den globalen Horrorszenarien beschäftigt, die aber auch noch von ganz anderen Kräften als von deutschen Medien oder Demonstranten zu bewältigen sein werden. Der Blick auf die eigene kleine Welt ist vielen nicht wichtig. Denn da muß es viele konkrete Maßnahmen geben. Da reicht es nicht, 180 Euro pro Tonne CO2statt 25 zu verlangen. Man könnte die 180 Euro noch toppen auf 2000 Euro, ohne daß das am Weltklima etwas ändern würden. Ja, man könnte sogar den CO2-Ausstoß auf Null herunterfahren, und die Temperaturen auf dem Planeten würden trotzdem steigen, obwohl es dann im Winter in Deutschland ziemlich kalt wäre. Kurz und gut, mir ist die Klimadebatte nicht konkret genug, mir erscheint sie sogar komplett unkonkret. Hysterisch, um das wort mal zu nennen, könnte ich werden, wenn ich daran denke, was alles nicht diskutiert wird.

  • #30
    nussknacker56

    Helmut Junge #29

    „… wenn ich daran denke, was alles nicht diskutiert wird.“ Da bin ich ganz bei Ihnen. Es gibt einige fatale Entwicklungen, deren Ursachen überhaupt nicht reflektiert werden und bei denen nur an Symptomen herumgedoktert wird. Es werden Unsummen von Geldern ausgegeben, die lediglich bewirken, dass Konflikte am Leben erhalten oder sogar verschlimmern. Zum Beispiel UNO, UNRWA oder Entwicklungshilfe. Bei Letzterem gibt es etliche Stimmen, die sagen, diese würde letztlich nur eng begrenzten lokalen Oberschichten zugutekommen – viel sinnvoller wären hier Mikrokredite. Mir erscheint das plausibel, doch schon eine Diskussion darüber, diese Ausgaben einzustellen oder radikal umzuschichten, gilt gemeinhin als Frevel.

  • #31
    Michael Kohlhaas

    Ich denke es ist angebracht strafrechtlich überprüfen zu lassen ob das relevant ist. Diese Aussage ist doch eine Relativierung der NS-Verbrechen und demnach eine Straftat, mit dieser widerlichen Aussage sollte Herr Radtke nicht einfach davon kommen daher werde ich prüfen lassen welche rechtlichen Schritte eingeleitet werden können. Die Tatsache das am Jahrestag zur Befreiung on Auschwitz zu sagen, ist eine wirkliche Entwürdigung eines jeden Juden auf dieser Welt. Diese Aussage zu diesem Zeitpunkt ist etwas absolut widerwärtiges…

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