Mallinckrodtstraße heißt jetzt Mehmet-Kubaşık-Straße

Nur wenige Meter von der Ecke Mallinckrodtstraße/Leibnizstraße wurde Mehmet Kubaşık 2006 in seinem Kiosk erschossen. Foto: Felix Huesmann

Gestern jährte sich die Selbstenttarnung des NSU zum dritten Mal. Initiativen und Gruppen in mindestens zehn deutschen Städten nutzten diesen Anlass um durch die Umbenennung von Straßen an die Opfer des NSU zu Gedenken. Auch in Dortmund haben Unbekannte scheinbar in der vergangenen Nacht mehrere Straßenschilder entlang der Mallinckrodtstraße überklebt und die Straße in Mehmet-Kubaşık-Straße umbenannt. An der Mallinckrodtstraße befindet sich auch der ehemalige Kiosk, in dem Mehmet Kubaşık 2006 vom NSU ermordet wurde.

Die bundesweiten Aktionen gingen auf eine Initiative des Kölner Bündnisses “Keupstraße ist überall” zurück. “Uns war es wichtig am heutigen Jahrestag den Blick auf die NSU-Opfer zu lenken und die Angehörigen in ihrer Forderung nach einem würdigen Gedenken zu stärken” erklärte deren Sprecher Manuel Friedrich.

Neben Dortmund fanden Aktionen unter anderem auch in Köln, Berlin, Bremen, Göttingen, Kassel und Wuppertal statt.

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Norbert
Norbert
9 Jahre zuvor

Was haben die großen Mahner eigentlich zu den Morden gesagt, bevor der Hintergrund bekannt war? Und müsste man nicht das eigene Schweigen davor erst einmal reflektieren, bevor man sich die Erinnerung der Morde auf die Farne schreibt?

Nobi
Nobi
9 Jahre zuvor

recht haste!
Gabs sogar was zu, debatte läuft musste mal dich infomieren! So Seiten und Blogs lesen, vllt sogar Zeitschriften kaufen.

bsp. aus Do. http://antifaunion.blogsport.de/2012/11/11/ein-kommentar-zum-umgang-der-radikalen-linken-mit-den-nsu-morden/

gab sogar redebeiträge auf mehreren Demos in Dortmund o.O

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