#1 | Arnold Voß sagt am 8. Dezember 2008 um 14:08 Uhr

Der Mensch ist kein Gemein-Wesen, sondern, wenn es ihm persönlich an den Kragen geht, eher ein gemeines Wesen. Er ist nicht im geringsten an fernen Zukünften interessiert, sondern an dem was ihm heute auf den Nägeln brennt. Er zeugt zwar weltweit immer noch massenhaft Nachwuchs, aber nicht damit es dem im Alter gut geht, sondern ihm. Was er selbst nicht erleben wird ist ihm komplett egal, weil es ihm, wenn er tot ist, auch komplett egal sein kann. So ist er von der Evolution gemacht worden. Programmiert auf sein eigenes Überleben und nicht auf das der anderen. Es sei denn, das geht partout nicht ohne sie.

Die Kultur des kooperativen und zukunftsorientierten Gemeinswesens ist ihm , wenn man die Gesamtzeit seiner Entwicklung sieht, erst in den letzten 10 Sekunden beigebogen worden, und dass keineswegs freiwillig. Erst wenn wirklich alles in Schutt und Asche lag, war er zur „Umkehr“ fähig. Und auch dass nur, bis er das Desaster wieder vergessen hatte.

Politiker können sich diesen Grundeigenschaften des Menschen nicht entziehen, denn sie brauchen zu ihrem eigenen Überleben die Stimmern der Mehrheit. Der Masse sozusagen. Und die hat zur Zeit Angst etwas zu verlieren, von dem jeder einzelne aus ihr meint, dass er/sie es verdient hat. Und zwar auf immer. Verzichten ist das letzte, was Menschen wirklich wollen. Erst recht nicht für eine Zukunft, die sie selbst wahrscheinlich nicht erleben werden.