„Muslime müssen sich ehrlich machen“

Serap Güler Foto: Foto-AG Melle Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE

Die Kölner CDU-Politikerin Serap Güler hat die Formulierungen über den Islam im Entwurf zum CDU-Grundsatzprogramm verteidigt. „Wir erkennen die verschiedenen Formen des Islams an und sprechen uns ganz klar nur gegen die aus, die nicht mit unseren Werten vereinbar sind“, sagte Güler der Kölnischen Rundschau (online und Dienstagausgabe). Die Kölner Bundestagsabgeordnete ist als stellvertretende Vorsitzende der Programmkommission maßgeblich an der Erarbeitung des Textes beteiligt.

In dem Entwurf heißt es: „Ein Islam, der unsere Werte nicht teilt und unsere freiheitliche Gesellschaft ablehnt, gehört nicht zu Deutschland.“ Dazu Güler: „Zuerst mal ist es mir wichtig zu betonen, dass der viel kritisierte Absatz jetzt mit dem Satz anfängt, dass Muslime ein Teil unserer Gesellschaft sind und viele von Ihnen eine neue Heimat in Deutschland gefunden haben.“ Dann erst komme der umstrittene Satz. Er mache deutlich, dass es verschiedene Formen des Islam gebe, etwa den politischen Islam oder den wahhabitischen Islam, „der mit meinem Selbstverständnis als muslimische Frau und mit dem Islam, in dem ich groß geworden bin, nichts zu tun hat“.

Güler räumte ein, dass es auch auf christlicher Seite „Problemfelder“ gebe. „Aber zur Wahrheit gehört auch, dass diese Gruppen einen sehr viel kleineren Anteil ausmachen als bei den Muslimen, wo sie viel deutlicher wahrnehmbar sind. Denken Sie an die Bilder aus Berlin-Neukölln nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober. Da müssen wir Muslime ehrlich sein.“

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