NATO, Russland und Ukraine: Wo steht der Bochumer SPD-Chef?

Serdar Yüksel, SPD Foto: Gerd Seidel (Rob Irgendwer) Lizenz: CC BY-SA 3.0


Der Bochumer SPD-Vorsitzende Serdar Yüksel geht mit seiner Unterschrift großzügig um.

Zum Angriff Russlands auf die Ukraine findet der Bochumer SPD-Chef Serdar Yüksel starke Worte: „Die Nachrichten, die uns aus der Ukraine erreichen, sind erschreckend. Wir verurteilen den völkerrechtswidrigen, russischen Angriff auf das Nachbarland aufs Schärfste“
Die russische Aggression, zitiert eine Pressemitteilung der Bochumer SPD Yüksel, sei ein Angriff auf den Frieden in ganz Europa. „„Wir brauchen die Geschlossenheit aller, die sich an Recht und Gesetz halten, die Werte von Menschenwürde, Demokratie, Respekt und Verlässlichkeit achten und alles tun, gemeinsam in
der EU und der NATO diese zu verteidigen.“

Yüksels Name findet sich allerdings auch unter dem Aufruf zum Ostermarsch 2022, den er wie Linkspartei-Politiker Sevim Dagdelen und Jules El-Khatib unterschrieben hat. Dort ist, wie immer bei der selbsternannte Friedensbewegung der Westen der Hort des Bösen:

„Die Eskalation der Spannungen zwischen der NATO – vor allem den USA – sowie der EU und den zu Feinden erklärten Staaten Russland und China führt zu neuen Konflikten und weltweiter Aufrüstung. Hier in Europa sorgen der Ukraine-Konflikt und die Pläne zur Aufnahme der Ukraine in die NATO für Kriegsgefahr. Während die NATO Russland Aggressivität vorwirft, bricht sie das Versprechen, sich nicht nach Osteuropa auszudehnen. Die NATO rüstet die Ukraine auf, führt Großmanöver durch und verlagert Truppen bis an die russische Grenze.“

Schöner hätte es Putin auch nicht sagen können. Nebenbei wird in dem Aufruf auch das Aus der NATO-Cyberagentur gefordert, um deren Ansiedlung sich Bochum bewirbt.

Yüksel sollte sich entscheiden, auf welcher Seite er steht: Auf der von Putin und Dagdelen oder auf der von NATO und Ukraine.

 

Dir gefällt vielleicht auch:

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
1 Kommentar
Oldest
Newest
Inline Feedbacks
View all comments
Thomas Baader
Thomas Baader
2 Jahre zuvor

Große Teile der Friedensbewegung (ich will fair sein – es betrifft nicht alle) übernehmen völlig unkritisch die Putin-Propaganda. Diese Leute machen mich echt wütend – während in der Ukraine Menschen sterben, weil ein großrussischer Nationalist auf Eroberungszug gehen will, nutzen bei uns selbstgerechte "Friedensbewegte" diese Katastrophe schamlos aus, um ihre antiwestlichen Ressentiments zu Schau stellen zu können.
An die entsprechende Organisationen: Schämen Sie sich!

Werbung