Netzwerk Jüdischer Hochschullehrender warnt vor Schaden für europäische Forschung

Bar-Ilan University in Israel Foto: Bar-Ilan University Lizenz: CC BY-SA 2.0

Das Netzwerk Jüdischer Hochschullehrender hat sich mit einer Stellungnahme zu den aktuellen Debatten um Förderentscheidungen des European Research Council (ERC) bei europäisch-israelischen Forschungsvorhaben zu Wort gemeldet. In der  Erklärung betont das Netzwerk die zentrale Bedeutung von ERC-Mitteln für die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit Europas.

ERC-Förderungen seien kein bloßes Projektgeld, sondern ein strategisches Instrument, um exzellente Forschung, Talentbindung und internationale Vernetzung im europäischen Forschungsraum zu sichern, heißt es. Gerade die Zusammenarbeit mit Israel bringe der EU erhebliche Vorteile, da das Land zu den weltweit forschungsintensivsten Standorten zähle – insbesondere in Bereichen wie digitalen Technologien, Biomedizin sowie Energie- und Materialforschung.

Das Netzwerk verweist zudem auf statistische Auffälligkeiten bei den jüngsten ERC-Starting-Grants. Während Israel in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich hohe Erfolgsquoten erzielt habe, liege die Quote 2025 deutlich darunter. Unabhängig von der Bewertung einzelner Förderentscheidungen warnt das Netzwerk vor strukturellen Effekten: Würden exzellente Partner seltener in europäische Spitzenförderung eingebunden, verliere die EU Zugang zu Know-how, Talenten und Innovationsnetzwerken.

ERC-Mittel seien daher zentral, um israelische Spitzenkompetenz in den europäischen Forschungsraum zu integrieren und damit Europas eigene wissenschaftliche und technologische Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, so das Fazit der Stellungnahme.

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