Neue „Drehscheibe“ für Geflüchtete ab Montag


drehscheibe_201512_age1In Dortmund kommen ab Montag wieder Züge mit Geflüchteten an. Anders als im September rechnet die Stadt mit einem Zug alle vier Tage. Auch anders als im September ist die hochprofessionelle Organisation. Die Vereine „Projekt Ankommen“, „trainofhope“ und die Freiwilligenagentur werden die Arbeit in der sogenannten Drehscheibe unterstützen. Von Sebastian Weiermann und Alexandra Gehrhardt

Am Westfalenstadion hat die Stadt zwei Leichtbauhallen für etwa 700 Menschen aufgestellt. Zusätzlich gibt es Sanitärstationen und auch an die medizinische Betreuung wurde gedacht. Die Geflüchteten werden jeweils in den Abendstunden am Bahnhof „Signal Iduna Park“ ankommen und von freiwilligen Helfern und Bundeswehrsoldaten in die etwa 400 Meter entfernten Hallen begleitet. Dort haben Sie kurz Zeit sich auszuruhen, bekommen ein Lunchpaket und schon geht es weiter. „Es ist alles straffer und schlanker als im Dietrich-Keuning-Haus“, sagte Rechtsdezernentin Diane Jägers bei einer Begehung am Freitag.

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Bis zum Start am Montag sollen die Zelte eingerichtet sein. Bilder: Gehrhardt

Der Plan ist, dass alle in Dortmund ankommenden Menschen nach maximal einer Stunde Aufenthalt mit Bussen nach Selm-Bork gebracht werden. Dort können Sie die Nacht verbringen, anschließend in Münster-Greven registriert und später auf Unterkünfte in ganz NRW verteilt. Dennoch: Es sind Container für eine medizinische Erstversorgung vorhanden, ein abgetrennter Wickel- und Stillbereich und auch eine Spielecke für Kinder wird eingerichtet. Dortmund wird sich tageweise mit Düsseldorf ,Köln und in einigen Monaten auch Essen abwechseln.

Wer an der neuen „Drehscheibe“ für Geflüchtete helfen möchte, soll sich beim „Projekt Ankommen“, dem „trainofhope e.V.“ oder der „Freiwilligenagentur“ melden. Besonders gesucht werden Menschen, die Fremdsprachen wie Arabisch oder Kurdisch sprechen und bereit sind, zwischen 17 Uhr und 1 Uhr nachts vor Ort zu sein. Spontan vorbeikommen wird nicht möglich sein. Spenden könnten in den kommunalen Einrichtungen vorbeigebracht werden, sagten die Verantwortlichen. Für jeden Einsatztag wünschen sich die Organisatoren etwa 30 Helfer.

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