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NPD, Die Rechte und Pro NRW – Brauner 1. Mai im Ruhrgebiet

nazis_affenDa waren es drei: Nachdem bereits vor Wochen NPD und Die Rechte erklärt haben, am 1. Mai in Duisburg (NPD) und Dortmund (Die Rechte) auf die Straße zu gehen hat sich nun auch Pro NRW dazugesellt: Pro NRW wird am 1. Mai in Essen eine Demonstration durchführen  und am Abend dann in Duisburg weiter gegen Migranten hetzen.

Während in Dortmund und Duisburg die Planungen zu Protesten auf vollen Touren laufen, wird man sich in Essen am  Montag zusammen setzen und überlegen, wie gegen Pro NRW vorgegangen werden soll.

Spannend wird zu sehen sein, wie sich die Parteien am 1. Mai zu den Protesten gegen NPD, Die Rechte und Pro NRW verhalten: Mitten im Kommunalwahlkampf ist der 1. Mai ein guter Tag, um auf Maifeiern für Stimmen zu werben. Es könnte sein das da so manchen Wahlkampfmanager der Proteste gegen die Rechten nicht ins Konzept passen. Ein Blick nach Dresden zeigt allerdings, das sich Protest lohnen kann: Nach Jahren der Auseinandersetzungen sagten die  Nazis ihre für gestern geplante Demonstration ab.

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13 Kommentare zu “NPD, Die Rechte und Pro NRW – Brauner 1. Mai im Ruhrgebiet

  • #1
    Gerd Gemming

    Pro NRW dürfte zur Kommunalwahl wohl die meisten Stimmen absaugen, deswegen wäre da eine Gegendemo am wichtigsten.

  • #2
    Max Adelmann

    Der in Essen von Pro NRW angekündigte Weg in Essen-Frintrop führt direkt an einer vollbelegten Flüchtlingsnotunterkunft vorbei.

    Letztes Jahr (5.10.) kam Pro NRW an der gleichen Unterkunft zu einer Kundgebung. Die Gegenkundgebung fand direkt vor der Unterkunft statt. Sie war zu diesem Zeitpunkt noch nicht bezogen.

    Am gleichen Tag fand eine Kundgebung in Essen-Kupferdreh statt. Die dortige Flüchtlingsunterkunft war bereits belegt. Dort hat die Polizei Essen keine Pro NRW-Kundgebung in direkter Nähe zugelassen. Pro NRW musste 2 km ausweichen.

    Es ist zu hoffen das die Essener Polizei bei ihrer Strategie bleibt.

    – – – – – –

    Zum letzten Satz im Artikel:
    Man sollte nicht verschweigen das die Kundgebung am 13. in Dresden nicht notwendig war weil fast 500 Nazis am Vortag nahezu unbehelligt durch Dresden demonstrieren konnten. Man nennt sowas wohl einen Phyrrussieg…

  • #3
    Matthes

    Pro NRW hat außerdem die perfideste Demonstration angekündigt: Die Abschlusskundgebung in Duisburg soll laut WAZ in Form einer “Lichterkette” (ich lese daraus: offenes Feuer) vor einem mehrheitlich von Roma bewohnten Haus in Rheinhausen stattfinden. Ekelhafter und menschenverachtender geht es nicht!

  • #4
    Dortmunder

    Also in Dortmund werden bestimmt 10.000de im Westfalenpark entschlossen gegen Rechts Brautwurst essen und wieder tolle Zeichen setzten…
    Diese Armut kotzt echt an!

  • #5
    Klaus Lohmann

    @#4 | Dortmunder: Ist so eine “Brautwurst” nicht verboten? Und außerdem wäre eine nähere Erläuterung Ihres letzten Satzes evt. hilfreich – oder hätten Sie lieber Kaviar-Schnittchen gegen Rechts?

  • #6
    CvM

    Es ist eine absolute Frechheit wenn hier PRO NRW als “braun” bezeichnet wird. Unsere Bürgerbewegung bekennt sich uneingeschränkt zum deutschen Grundgesetz und zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung unserer Republik. Dies in eine Linie mit der geheimdienstlich unterwanderten NS-NPD und der Nazikameraden-Parteiattrappe ‘Die Rechte’ zu stellen ist wirklich ziemlich unanständig.

    Wie wäre es, wenn man sich mal mit den Inhalten beschäftigt, die in eigentlich allen anderen europäischen Ländern von gesellschaftlich anerkannten Parteien getragen werden, die große Teile der jeweiligen Bevölkerungen unterstützen?

    Wenn dies aber nur ein Blogbeitrag sein soll um für mögliche Gegenaktionen zu mobilisieren, so sei an dieser Stelle eines gesagt:

    Wenn man sich als engagierter Demokrat die hässliche und hasserfüllten Fratzen der sogenannten “toleranten” Gegendemonstranten betrachtet und deren menschenverachtenden Parolen lauschen darf, so festigt dies die persönliche Einstellung eher als das ein Überdenken der eigenen Position einsetzt.

    MfG
    CvM

  • #7
    Ulrike Märkel

    Nicht alle in Dortmund essen Bratwurst. Es gab in den letzten Jahren erfolgreiche Blockaden gegn Nazi-Aufmärsche vom “Bündnis Dortmund Nazifrei” – das auch jetzt mitten in der Planung für den 1.Mai steckt! http://dortmund-nazifrei.de/

  • #8
  • #9
    Klaus Lohmann

    @#6 | CvM: “Unsere Bürgerbewegung bekennt sich uneingeschränkt zum deutschen Grundgesetz und zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung unserer Republik”

    pro NRW Website (http://pro-nrw.net/programm/innere-sicherheit/):
    “Die Bürgerbewegung pro NRW fordert daher mit allem Nachdruck eine grundlegende Änderung der politischen Vorgaben beim Thema öffentliche Sicherheit”

    Sie erkennen den Fehler selbst? Oder macht Fremdenhass blind?

  • #10
    OWL-Baron

    #5 Eigentlich wären Kaviarschnittchen gegen Rechts schon recht- eingedenk der Tatsache, dass die Nazis zwar auf den Straßen der Weimarer Republik viel Krawall veranstalteten. Letztlich aber nicht von der Masse der “Brautwurstesser” an die Macht gebracht wurden, sondern von jenen, die es eher mit Sekt und bewussten Schnittchen haben. Zur Erinnerung: Selbst bei der Terrorwahl am 5.März erzielten die Nazis nur 43,9%. In den großen Städten- Berlin, Köln, Dortmund usw nur um die 30%. Der wirklich guten Ergebnisse erzielten sie in ländlichen Gebieten, weg von den Zentren der Arbeiterbewegung. Aber auch diese Ergebnisse wären so nicht zu Stande gekommen, hätte es nicht die Machtübergabe am 30. Jänner gegeben. Von der Wahl im ländlichen Lippe, der scheinbar den im November 32 sichtbaren Rückgang der Nazipopularität stoppte, nicht zu reden.
    Die Nazis muss man auf dem Land und in den “Eliten” aufhalten, dort, wo sie gefährlich sind. Das scheint mir ein wenig aus dem Blick zu geraten. Wobei es bei den “Eliten” heute nicht um Nazis, sondern eher um die AfD geht.

  • #11
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @CvM: Wir stehen da ganz auf der Linie des Verfassungsschutzes, der Pro NRW, NPD und Die Rechte auch in einem Kapitel zusammen fasst. Im Gegensatz zu Ihnen scheinen wir mit der Rechtslage da kein Problem zu haben. Aber Probleme mit dem Rechtsstaat gehören ja bei vielen Pro NRW Anhängern zum Alltag.

  • #12
    M. Adelmann

    Hetze ist bei Pro NRW an der Tagesordnung. So schrieb der “Chef” von CvM (=Christoph von Mengersen, stellv. Vors. des RFJ) wieder einmal menschenverachtende Bemerkungen in sein Facebook-Profil.

    Tony-Xaver Fiedler (Vors. des RFJ) am Freitag:
    Heimatliebe statt Zigeunerdiebe!

    Wer sich über die Machenschaften und Pöbeleien von Pro NRW informieren möchte, sollte hier mal schauen:

    http://www.mbr-koeln.de/2014/01/23/neue-veroeffentlichung-33-fragen-und-antworten-zu-pro-koelnpro-nrw/

  • Pingback: LabourNet Germany: Treffpunkt für Ungehorsame, mit und ohne Job, basisnah, gesellschaftskritisch » Brauner 1. Mai 2014 (im Ruhrgebiet)

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