NRW: CDU bricht ein – SPD, Grüne, AfD und FDP profitieren

Auch daran kommt der NRW-Landesvater nicht vorbei: Ohne Steigerlied läßt man in Bochum keinen von dannen ziehen (Foto: Roland W. Waniek)
Hat zurzeit nichts zu lachen: Armin Laschet (Foto: Roland W. Waniek)

In der neuen NRW-Prognose des Berliner Instituts Wahlkreisprognose büßt die CDU ihre Top-Werte von Mitte April ein. Zulegen können SPD und Grüne. Auch die FDP manövriert sich wieder auf zweistellige Werte. Die AfD setzt sich deutlich von der 5-Prozent-Hürde ab und gewinnt.

Laschet kann mit seinem Lockerungskurs nicht punkten: Weder im Fernduell um die

Kanzlerkandidatenschaft gegen Bayerns Ministerpräsident Markus Söder noch im eigenen Land. Die Union stürzt in NRW ab, alle anderen profitieren:

Valentin Blumert, Leiter von Wahlkreisprognose sagte diesem Blog: „Die NRW-CDU befindet sich nach ihren April-Spitzenwerten im Sinkflug und sogar leicht unter dem Niveau der letzten Landtagswahl. Das könnte mit der viel diskutierten Performance von Armin Laschet in den letzten Tagen zusammenhängen. Bei einer Landtagswahl sind Abwanderungen von der CDU zu den Grünen, der SPD, der AfD und zum Juniorpartner – den Liberalen – erkennbar. Auch im Ruhrgebiet büßt die CDU ihre im letzten Monat erworbene Stellung als stärkste Kraft wieder ein. Auffällig bleibt: bei einer Bundestagswahl bleibt die NRW-CDU stabil.“

Von den 128 zu verteilenden Direktmandaten gehen die meisten weiterhin an die CDU. Derzeit könnten 85 CDU-Politiker direkt in den Landtag einziehen. Das ist ein massiver Rückgang verglichen mit der letzten Erhebung. Mitte April kam die CDU auf insgesamt 112 Direktmandate. Die SPD folgt mit 40 Direktmandaten, ein Plus von 25. Die Grünen verbessern sich von ein auf jetzt drei Direktmandate.

Während die CDU bei einer Bundestagswahl in Nordrhein-Westfalen stabil bei 35 Prozent steht, fällt sie bei einer Landtagswahl deutlich zurück. Ihr Anteil in der NRW-weiten Trendprognose, die sich aus aktuellen Vor-Ort-Befragungsergebnissen und den einzelnen Wahlkreistrends ergibt, kommt die Landes-CDU auf nur noch 31 Prozent. Das sind zehn Punkte weniger als in der Erhebung vom 20. April. Je 3,5 Punkte zulegen können SPD und Grüne. Die SPD steht damit bei 24 Prozent. Die Grünen bei 17,5 Prozent. Die FDP verbessert sich von 9 auf 11 Prozent. Verbesserung auch bei der AfD: ihr Anteil steigt von 5 auf 8 Prozent. Unverändert 4 Prozent verbucht die Linke.

 

 

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2 Kommentare

  1. #1 | ke sagt am 4. Mai 2020 um 20:15 Uhr

    Herr Laschet hat Öffnungen angestoßen, aber nicht geliefert.
    Dann noch das Chaos im Bereich Schule. Aber dort ist die FDP verantwortlich. Deshalb wundern mich ihre Gewinne. Die FDP sorgt sich weder um sinnlose Verbote, noch liefert sie im Bereich Schule Performance.

    Bei der CDU deutet sich an, dass sich wieder alles um Mutti scharrt. Womöglich garantiert nur sie warme Plätze in den Parlamenten.
    Fehlt Herrn Laschet auch der Rückhalt in der Partei?
    Schade, dass durch diese Machtspiele in NRW das Potenzial für weitere Öffnungen und damit weiger Insolvenzen/Arbeitslosigkeit verschenkt wird.

    Aktuell sind alle SPD Regierungen im Corona Bereich mit einer besseren Performance und mit mehr Freiheiten in den Ländern als unsere CDU/FDP Regierung.

  2. #2 | Angelika sagt am 4. Mai 2020 um 21:55 Uhr

    #1 Sie verweisen auf Frau Gebauer, aber da ist ja noch Herr Stamp – sehen Sie mal hin, wie er agiert (doch etwas geschickter als Frau G., finde ich).
    Wurden da wirklich "…Öffnungen angestoßen…" oder nicht eher vorpreschend gefordert, im Tonfall trotzig? Und diese Story Machine Story … naja …

    Und ich wünschte in diesem Land der Küchenbauer würde den armen Städten im Ruhrgebiet gezielt finanziell geholfen, denn arme Städte treffen solche Krisen besonders. Und vor allem müssten es langfristige finanzielle Hilfen sein, mit hier und da Projektförderung ist es nicht mehr getan.

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