
Die Industrie in Nordrhein-Westfalen hat im Oktober 2025 einen spürbaren Dämpfer erlitten. Nach vorläufigen, kalender- und saisonbereinigten Ergebnissen sank die Produktion gegenüber September um 2,2 Prozent.
Wie das Statistische Landesamt IT.NRW mitteilt, verzeichneten die energieintensiven Wirtschaftszweige ein Minus von 1,4 Prozent, während die übrige Industrie um 2,6 Prozent zurückging. Im Vergleich zum Vorjahresmonat fiel die Gesamtproduktion um 4,6 Prozent – die energieintensive
Industrie um 1,3 Prozent, die übrige Industrie sogar um 6,3 Prozent.
Innerhalb der energieintensiven Branchen zeigten sich unterschiedliche Entwicklungen: Die Metallerzeugung und -bearbeitung verzeichnete einen deutlichen Rückgang von 3,9 Prozent gegenüber September und 4,1 Prozent im Jahresvergleich. Die chemische Industrie blieb nahezu stabil mit einem Minus von 0,4 Prozent, während die Herstellung von Holz-, Flecht- und Korbwaren um 1,4 Prozent zulegte – ein Plus von 7 Prozent gegenüber Oktober 2024.
Auch in der übrigen Industrie war das Bild gemischt. Besonders stark betroffen war die Automobilbranche: Die Produktion von Kraftwagen und -teilen brach um 16,6 Prozent gegenüber dem Vormonat ein und liegt 37,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der Maschinenbau meldete ein Minus von 7,2 Prozent (−5,9 Prozent im Jahresvergleich). Positive Impulse kamen hingegen aus der Herstellung elektrischer Ausrüstungen mit einem Zuwachs von 3,8 Prozent (+2,6 Prozent ggü. Vorjahr) sowie aus dem sonstigen Fahrzeugbau, der leicht um 0,5 Prozent zulegte (+3,5 Prozent ggü. Vorjahr).
Langfristig bleibt die Lage angespannt: Seit Februar 2022, dem Beginn des Ukraine-Krieges, ist die Industrieproduktion in NRW insgesamt um 12,4 Prozent gesunken. Besonders betroffen sind die energieintensiven Branchen mit einem Minus von 14,1 Prozent, während die übrige Industrie um 11,5 Prozent zurückging.
