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Öde2010: Wo ist das Ruhrgebiet am langweiligsten?

Die Besucherzahlen im Ruhrgebiet explodieren, die Kulturhauptstadt bringt Glamour in unser Leben und in New York überlegen sie sich wahrscheinlich schon, ob sie Zechentürme aufstellen sollen, um metropolitanen Glanz in ihre Hafenstadt am Hudson zu bringen.

Aber ist das Ruhrgebiet wirklich überall so mondän wie Fulda , so sexy wie Bad Vilbel und so verrucht wie Hildesheim? Nein, sicher nicht. Und nun meine Frage: Was sind die ödesten Orte im Ruhrgebiet? Wo wird schon ein funktionierende Dunstabzugshaube in einer Pommesbude als Steigerung der Lebensqualität empfunden? Wo freut man sich, wenn einmal im Monat der Bücherbus vorbei kommt und wo treffen sich die Quartiersintellektuellen am einzigen Kiosk, an dem es den Spiegel gibt? Für mich stehen die drei ödesten Orte fest: Wattenscheid, Herne und Marl. Gladbeck ist auch schlimm, aber da bin ich aufgewachsen. Und es zieht mich auch nichts nach Duisburg. Was sind Eure Favoriten? Welcher Stadt sollen wir eine Flasche Frühstückskorn schenken, weil das Leben in ihr nüchtern nicht zu ertragen ist?

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77 Kommentare zu “Öde2010: Wo ist das Ruhrgebiet am langweiligsten?

  • #1
    Thomas

    >Welcher Stadt sollen wir eine Flasche Frühstückskorn schenken, weil das Leben in ihr nüchtern nicht zu ertragen ist?

    Oberbilk. Düsseldorf-Oberbilk. Dahin geht der Frühstückskorn.

    Und Freiburg-Stühlinger geben wir die Bionade zurück.

  • #2
  • #3
    Marcus Schneider

    Wie wärs mit Marburg? Oder Mönchengladbach? Oder Gummersbach? Gibt sicherlich noch einige mehr? Wo wohnst Du denn, Stefan? Vielleicht ist das ja auch ein Ort für die Liste?

  • #4
  • #5
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Marcus: Marburg ist doch nett. Gummersbach? Kenne ich nur als Autobahnabfahrt. In Mönchengladbach hatte ich mal in einem Hotel ein korrektes Rührei – mit Paprikastreifen. Somit keine schlechte Stadt. Ich wohne in Bochum. Das ist ok. Aber so ganz nebenbei: Es geht um öde Orte im Revier.

  • #6
    Thorsten Leineweber

    Man könnte eine Klassifizierung danach vornehmen, wonach in welcher Stadt die SPD am längsten alleine das Sagen hatte. Das dürfte es wohl treffen. Ich komme aus Marl und wir haben noch eine Zeche. Man überlegt sich in der Politik gerade (jetzt!!!) was denn danach kommt…

  • #7
  • #8
  • #9
    Thomas

    >Aber so ganz nebenbei: Es geht um öde Orte im Revier.

    Ach so.

    Dann so:

    Zu Duisburg fällt mir nix mehr ein. Da kann ich wirklich nur pro domo berichten.

    Aber – dem Ringel ist jedenfalls früher was zu DU eingefallen:

    http://www.taz.de/1/wahrheit/artikel/1/christkindchen-backt-schon-lange-nicht-mehr/

    Wobei, der ist aus Moers:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Ringel

    Dazu fällt mir dann auch nix mehr ein. (-:

    Außer – hier die klasssische Nummer:

    http://www.buecher.de/shop/buecher/best-of-oede-orte/herausgegeben-von-roth-juergenwieland-rayk/products_products/detail/prod_id/13324052/

    Und, ich schwör, der Ringel hat auch mal seine Heimatstadt in einem dieser Öde-Orte-Bücher verrissen, da hat der ne Moerser Kneipe völlig ungerechtfertigt niedergemacht,

    die Röhre nämlich.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Burkhard_Hennen

    Nur so aus Anti-Hippie-Attitüde hat der verissen, aus reiner Verweigerung, aus schierem Protest, dagegen sein ist alles, nix Konstruktives, einfach nur mal auf die Kacke hauen, um zu testen was geht. Keine Spur von Realpolitik, keine Spur.

  • #10
    schuri

    waltrop und datteln, aber eigentlich sind olfen und dülmen und der ganze speckgürtel noch viel langweiliger, andererseits brauchen die keinen schnaps umsonst

  • #11
  • #12
  • #13
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @KIKBE: Kneipen. Das was es da um den Dellplatz gibt ist ein Witz. Und ein schlechter dazu. Dann ist Duisburg richtig runtergekommen. Bochum hat auch miese Ecken, aber Bruckhausen ist schon etwas Besonderes.
    Silke: Stimmt. Herten ist auch richtig tot. Die Hertener meinen ja auch Recklinghausen wenn sie sagen, dass sie in die Stadt gehen. Das sagt schon alles.

  • #14
    Dirk E. Haas

    Stefan, am langweiligsten sind Blogs, die aus Langeweile nach langweiligen Orten fragen. (-:

  • #15
    Dortmunder

    Gute Umfrage, das. Und rege Teilnahme.
    Morgen dann bitte „Wo isset am nettesten?“, Herr Laurin.

    Mein Tipp:
    1. Bermuda
    2. Rüttenscheid
    3. Kreuzviertel
    .
    .
    letzter Platz: Do-Nette

  • #16
    beatcounter

    Am langweiligsten ist es da, wo Internetseiten mit der Eitelkeit ihrer Verfasser gefüllt werden 😉

  • #17
    kikbde

    @Stefan:
    Der Dellplatz? Ernsthaft als Argument für ne öde Stadt?
    Was ist an Webster, Filmforum und Hundertmeister so (schlecht) witzig?
    Aber klar, Bruckhausen steht natürlich für ganz Duisburg. Schon mal den Duisburger Süden besucht? Die Wedau? Die Sechs Seen Platte? Den Landschaftspark? Alles öde?? Alles runter gekommen??

  • #18
    Thomas

    >aber Bruckhausen ist schon etwas besonderes.

    Jaja.

    Red‘ nicht schlecht über Bruckhausen, wenn Du’s nicht beweisen kannst, Stefan.
    (-:

    Bruckhausen hat Reportageschichte geschrieben, Bruckhausen ist klassische abgepfiffene Moderne:

    Für sein Buch ‚Ganz unten‘ wohnte Günter dort auf der Dieselstraße, und der hatte sogar ne Badewanne in seiner Bude. Natürlich keine Möbel. Aber, wer braucht schon Möbel?

    http://de.wikipedia.org/wiki/Ganz_unten

    Allein der Verdichtungsblick, wenn man von der Dieselstraße aus gesehen auf den Schornstein guckt. Der schlotet.

    Das rührt doch so romantisch an wie Äonen vor Wallraff Erika Runge ihre Bottroper Protokolle.

    http://www.gemeinsamlernen.de/laufend/geschlechterrollen/literatur70/erikarunge_bottrop/elke1.htm

    http://de.wikipedia.org/wiki/Erika_Runge

    Und lauf mal durch Bruckhausen, das sind eh nur zwei bis drei Straßen.

    Dann wirste feststellen, daß die soziale Kontrolle dorten mittlerweile sehr streng ist.

    Institutionell gesteuert:

    Die Polizeiwache residiert Tür an Tür eines Bürgerzentrums, sämtliche Wohlfahrtsverbände haben sich in die leer gezogenen Häuser eingezeckt, in ehemaligen Ladenlokalen sind Streetworker mit niedrigschwelligen Angeboten für jedwede multiethnische Klientel vor Ort.

    Oberflächlich könnte man den Eindruck gewinnen, daß Bruckhausen mittlerweile eine Spielwiese für Sozialexperimente jedweder Betroffenheitsprovienienz ist.

    Trotz Geschäftsfassaden wie dieser

    http://thomas-meiser.posterous.com/paradoxon-um-den-neuen-drucker

    und ähnlichem nostalgischen Trash.

  • #19
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Thomas: In Kabul wurde auch Reportagegeschichte geschrieben. Wohnen will ich da trotzdem nicht.
    @Kikbe: Das Websters ist ein Brauhause – davon gibt es tausende. Wenn das ein Gastro-Highlight ist sagt das schon alles. Duisburg ist eine große Stadt – und hat dafür nicht wirklich viel zu bieten.

  • #20
    Martin Böttger

    Ich bin vor einiger Zeit mal mit dem Fahrrad nordwestlich aus Bonn raus, Ziel Erftstadt, über Weilerswist. Wenn man diese Dörfer sieht, weiss man, das wir keine EinwanderInnen brauchen, um Parallelgesellschaften zu haben. Und: hat unsereiner nichts mit „deutscher Leitkultur“ zu tun? Oder die?
    Sehr sehenswert dazu auch:
    http://www.realfictionfilme.de/filme/durchfahrtsland/index.php
    Is nur alles nicht Ruhrgebiet. Aber auch öde.

  • #21
    kikbde

    Wer hat von Gastro-Highlight gesprochen? Du hast von schlechtem Witz gesprochen, aber vielleicht haben wir andere Vorstellungen von Ödnis.
    Eine gut besuchte Kneipe (ob Brauerei, Biergarten oder Szenebar) gehört für mich halt nicht dazu. Aber gut, wenn es in Bochum nur Innovative-Highlight-Gastronomie gibt, hab ich da wohl ne Zeitlang was verpasst….

  • #22
    Thomas

    #19 Webster, Brauhaus?

    Von diesen Kleinbrauereien gibt es selbst in Duisburg drei.

    Nämlich:

    Das Webster.
    http://www.webster-brauhaus.de/

    Das Walsumer Brauhaus.
    http://www.brauhaus-urfels.de/

    Und Schacht 4/8 – einen Laden, den es genauso am HBF GE gibt. Dort heißt der Brauhaus Hiberna.
    http://www.brauhaus-schacht-4-8.de/

    Webster macht das beste Marketing, Walsumer Dunkel ist das beste Bier der Stadt. Frau König in DU-Beek macht ja nur für den Massenmarkt.

    Der einzige relevante Fressladen am Dellplatz ist Nuhs, im Setting eines Imbisses ziemlich authentische Thaiküche, sehr klein, abends sehr voll, sehr gut, sehr günstig – und der beste Thai zwischen Maastricht und Düsseldorf. Der nächste, den ich empfehlen würde, läge übrigens am Amsterdamer Nieuwmarkt. In einer dieser Seitenstraßen, wo die Straßenschilder plötzlich chinesische Schriftzeichen tragen.

    http://www.qype.com/place/103265-Nuhs-Thai-Schnellrestaurant-Duisburg

    Nuhs Laden – übrigens auch oft meine Mittagskantine im Sommer draussen. Allein der Eistee ..

    Soweit unser qualifizierter Leserservice-Teil, der die Leser-Blogbindung ja nun auch stählt. (-;

  • #23
    Jens König

    Oberhausen Zentro. Das empfinde ich als wirklich schlimm, hab mich auch schon zweimal dort gelangweilt.
    Dann schon lieber nochmal 8 Jahre Wattenscheid. Da waren wenigstens die Leute klasse. Eigentlich war Wattenscheid gar nicht soo übel.

  • #24
    crusius

    Also in Bochum bin ich nur zum Lesen. Sauerländer seh‘ ich schon in Dortmund genug… Zum Musikhören aber fahre ich nach Duisburg. Rüttenscheid finde ich aus mittlerer Entfernung inzwischen eher fürchterlich – was damit zu tun haben kann, daß ich da aufgewachsen bin und mich mühelos an Zeiten erinnern kann, als die Straßenbahn noch oberirdisch fuhr. Und früher war eben alles besser…

    Um aber auf die eigentlich gestellte Frage zu antworten: Witten Marktplatz sonntagnachmittags ist schon mehr so langweilig. Und Hagen, abgesehen von wenigen Inseln, ist die ganze Woche über auch nicht viel besser.

  • #25
    Helmut Junge

    Stefan,
    wieso ist das ein Witz, was es an Kneipen rund um den Dellplatz gibt?
    Da bin ich aber erstaunt. Was könnte da verbessert werden?
    Ich bin zwar nicht begeistert, aber die Hälfte meiner selten gewordenen Kneipenbesuche geht in in diese Richtung, weil da da Filmforum ist, die andere Hälfte zum Finkenkrug.
    Es gibt ja nicht viele Alternativen.
    Die Vorortskneipen? Ich geh schon mal zum Muschelessen in eine Vorortskneipe, und wenn ich damit fertig bin, geh ich wieder nach Hause.
    Der Dellplatz ist der belebteste Platz in Duisburg. Wenn der schon ein Witz ist, dann gute Nacht.

  • #26
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Hemlut: Dann komm mal nach Bochum, Dortmund oder Essen – dagegen ist der Dellplatz ein Scherz. Selbst in Buer ist mehr los. Was nicht heißt, das man da keinen Spaß haben kann…den hatte ich auch dann und wann in Gladbeck. Zumindest ein wenig 🙂

  • #27
    Helmut Junge

    Stefan
    Und was muß anders sein? Ich bin da wirklich Laie, aber interessiert. Sind das die Leute, die Einrichtung, oder was? Am Bier kann es ja nicht liegen. Immerhin geht es von einer der Kneipen direkt die Treppe hoch ins Filmforum. Das ist doch was.

  • #28
    Helmut Junge

    Also, entweder sind wir hier nur nicht viel gewöhnt, oder Du verstehst unter viel los einfach was anderes als ich.

  • #29
    Ralf

    Bin kürzlich von Schloß Lembeck (bei Dorsten) mit dem Bus über Marl nach Recklinghausen zum dortigen Bahnhof.

    1) Dorsten: Klein, hübsch, öde. Bierbörse war der gesellschaftliche Höhepunkt.
    2) Marl: Mein erster Gedanke: „Die können froh sein, dass sie das Grimme-Institut haben. Sonst gäbs hier gar nix, was interessant ist“. Zweiter Gedanke: „Wieso ist das Grimme-Institut eigentlich an so einem verschnarchten Ort?“
    3) Recklinghausen: Bahnhof mit zwei Bahnsteigen und drei Gleisen, an denen Züge halten. Reicht aus, um schnell wegzukommen.

    Vorher hatte ich das Vergnügen, mit dem Nahverkehrszug der Nordwestbahn von Dortmund nach Dorsten zu gondeln. Fuhr durch den Herne, Gelsenkirchen, Castrop-Rauxel,Gladbeck, Wanne-Eickel und wie die Örtchen noch heißen (Reihenfolge nach Erinnerung…)

    Das war eine Fahrt durch die verstaubten Wohlstandswüsten der 60er- und 70er-Jahre. Glasbausteinarchitektur und Betonklotzarrangements.

    Sehr schön: viel Grün. Weniger schön: trostlose Bahnhöfe der Sonderklasse (Herne!).

    Fazit: Das Land meiner Urgroßväter und Großonkels (ersterer Sprengmeister auf Zeche in Gelsenkirchen, der zweite Kicker bei Schalke 04) lockt mich nicht.

  • #30
    matthes

    Haha, als bekennender und bewusster (nach einer Auszeit freiwillig wieder zurück gezogen) Einwohner von „Deutschlands größter Kleinstadt“ muss ich zwar ein Wenig relativieren:
    – Bei gutem Wetter mit Außengastronomie IST es am Dellplatz schön!
    – Das Filmforum und das von Herrn Meiser schon erwähnte Nuhs sind echte Juwelen und machen auch indoors (sagt man so?) Spaß.
    – Ein paar tapfere Clubs wie der erwähnte Steinbruch und das Djäzz tröpfeln, weit ab von den Subventionstöpfen (aus denen z.B. das HundertMeister immer seltener etwas für mich interessantes zu brauen fähig ist) fleißig auf den heißen Stein der kulturellen Ödnis, und der Verein Mustermensch kämpft trotz der (für die Stadt) blamablen T5-Schließung weiter gegen Windmühlen für Kultur von unten.
    – und überhaupt, irgendwie isset hier schon schön, außerdem ist man mit der Bahn ruck-zuck in MH/OB/E/D und kommt auch spät abends noch nachhause.

    Aaaaaabär: Für eine knapp-Halbmillionenstadt ist es schon traurig, was hier kulturell läuft oder eben nicht läuft. Wein- und Matjes“feste“ oder eine Stadtfest genannte Ansammlung von Bierbuden und Coverbands als Highlights im städtischen Veranstaltungskalender sprechen eine deutliche Sprache. Der Beißreflex derer, die Duisburg krampfhaft als flotte Rheinschienen-Metropole darzustellen versuchen, sobald Auswärtige unsere Provinzialität ansprechen, ist bestenfalls unfreiwillig komisch, meistens aber mitleiderregend bis peinlich. Es ist vieles besser geworden, aber es muss noch deutlich mehr besser werden, bis wir uns glaubwürdig gegen den Status „Provinz“ wehren können.
    Trotzdem: Die richtig öden Orte im Revier sind woanders. (Der Speckgürtel zählt nicht: Da wohnt man freiwillig, und wer das tut, will es genau so – hoffentlich werde ich nie so alt im Herzen, dass ich es nachvollziehen kann. Damit fallen auch diverse, beim Jungfamilien-Häuslebauer-Mainstream durchaus begehrte Randstadtteile von Duisburg, in denen ICH nicht tot überm Zaun hängen wollte, durchs Raster. Der komplette Ennepe-Ruhr-Kreis dito.) Hm… Neben Wattenscheid und Herne, zu denen es scheinbar einen Konsens gibt, fand ich Hagen immer sehr abschreckend.

  • #31
    Thomas

    @Matthes, #30:

    Zu Duisburg, bei alledem und alledem:

    >in paar tapfere Clubs wie der erwähnte Steinbruch

    Genau. Darauf muß ich mal antriggern.

    Die Konzertprogramme des Steinbruchs sind sensationell. Und völlig unterschätzt.

    Allein die Krautrock-Reihe.

    Keine Ahnung, wer da das Booking macht, aber es müssen Wesen mit Herzblut sein, ich bin da nur Fan und wir zahlen selbst, aber wer Embryo, Cluster usf hintereinander auf eine Bühne bringt, der schreibt ja schon Kulturgeschichte. Mit geringeren Worten kann man das gar nicht sagen.

    Ich wäre gewiß bis nach A’dam gefahren, um diese Krautrockkonzis zu hören, insoweit ist DU echt ein Standortvorteil für mich.

    Ich fahr nämlich nur sechs km mit der Fiets dahin.

    Das ist echt ein Standortvorteil von DU, bei aller begründeten Verachtung, die ich für meinen Lebensmittelpunkt sonst so hab.

    http://www.youtube.com/watch?v=8GO5jAcLAZ0

    http://www.ruhrbarone.de/zwei-cluster-auf-der-lotharstrase/

    >und das Djäzz tröpfeln, weit ab von den Subventionstöpfen

    Genau.

    Djäzz. Auch völlig unterschätzt.

    Die semmeln manchmal Sachen in ihr Konzertprogramm, da kannste nur entdecken, staunen und lernen.

    Und das Beste: Die beiden Läden völlig unabhängig von Staatsknete.

  • #32
    Helmut Junge

    Stefan, siesse jezz, watte da mit Deine Bemerkungen angerichtet hass?
    Der Thomas, der Matthes, der(die) Kikbde und der ich ham die Reihe geschlossen. Der Dellplatz kommt für Dein Neggativpreis nich in Frage.
    Such Dich Deine Anhängers woanders. Such Dich also Dein Ort in Dortmund oder Ückendorf.

  • #33
    JK

    @@ Helmut

    Ückendorf ist cool, da gibs jetzt nen Cafe del sol und nen 24 St. Mr. Chicken, welches sich natürlich noch im Bau befindet. Und was zu rauchen findet man da meistens auch. Dazu wird dein Sperrmüll garantiert weg getragen…
    Ausserdem kann man mit der Ital. Mafia Karten Spielen…

  • #34
    matthes

    Ohgottohgott, jetzt steh ICH hier plötzlich als Verteidiger der Dellplatz-Gastroniomie da… Nee nee, so war das nicht gemeint! Filmforum gut, Nuhs gut, (ganz vergessen: Graefen auch gut, aber dass eine Kneipe, in der man wochentags nach 1 noch was zu trinken kriegt, erwähnenswert ist, spricht auch schon wieder Bände…) Der Rest bei gutem Wetter draußen annehmbar.
    Übrigens bin ich gerade mal auf die Seite gesurft, auf der ich zum ersten Mal von „Deutschlands größter Kleinstadt“ gelesen und mich voller Zustimmung sofort in diese Wortkreation verliebt habe:
    http://www.indiepedia.de/index.php?title=Duisburg
    Da hat scheinbar das Stadtmarketing dran rumeditiert, und schon haben wir wieder die unfreiwillig komische Selbstbeweihräucherung einer Möchtegern-Metropole: Was wollen eigentlich Hamburg, Berlin und Köln – wir haben schließlich zwei Botanische Gärten, ein leerstehendes Musicaltheater, das Steinhaus (WTF? Und ich _wohn’_ in dieser Stadt!), „vor allem im Bereich Duisburg-Wedau und Duisburg-Hochfeld ein aktives Bermudadreieck“ (aha?!) und die Rheinhausenhalle, in der „schon viele Alleinunterhalter Station gemacht“ haben.

    Da war es wieder, dieses Fremdschämen.

    Es ist nicht immer leicht, diese Stadt zu lieben.

    Krieg‘ ich den Frühstückskorn?

  • #35
    Helmut Junge

    Stefan,
    Ückendorf fällt raus aus der Liste, muß laut JK(33) spannend sein dort.
    Nimm Dortmund.

  • #36
    Perik Hillenbach

    Thomas, was ist eigentlich aus dem Graefen geworden? Das war „damals“ der Grund, sich von Bochum aus auf den Weg zum Dellplatz zu machen, weil es eine solche Künstler-Absturzkneipe im bornierten Bochum nie gab. Viel später vielleicht das Rauschen.
    Meine ödesten Lebensjahre habe ich zwischen 30 und 40 in Wuppertal-Barmen verbringen müssen (ist aber kein Ruhrgebiet), dagegen waren meine späten Teenie- und kompletten Twen (versteht das noch jemand?)-Jahre in Herne geradezu erleuchtet. Auf Herne lass ich nix kommen. Kennt einer noch das Podium von ganz früher?
    Über die kleinen Städte herzuziehen ist müßig und unfair. Natürlich sind Castrop, Hagen, Gladbeck, Unna usw. öde. Na wenn schon, irgendeine Kneipe gibt sich immer Mühe, dann trinkt man halt dort, und wenn’s mal krachen soll, fährt man eben nach … Bochum?! Nee! Bermuda lockt mich nicht mehr. Wer allerdings spannende Tipps für gutes Bochumer Nachtleben haben will, kann ab und zu mal beim Ralf Odermann im Kochplattenteller-Blog nachlesen.
    Gehen wir die Großen an: Die Essener Innenstadt ist Öde pur. Da will man nicht mal drüberFLIEGEN. Essen ist seehr langweilig. Daran ändert auch das urbane Rüttenscheid unterm Strich nicht viel. Essen-City kriegt von mir douze points.
    Und Dortmund? Ist ne gute Stadt, vor allem tagsüber in der City sehr lebendig und gar nicht unsympathisch. Kreuzviertel gut und schön, aber will man ernsthaft abends in Wellinghofen oder Kirchhörde ausgesetzt werden? Brrr! Mein zweitödester Großstadtort ist die Wittbräucker Straße auf dem Dortmunder Höchsten.

  • #37
    Thomas

    #Matthes:

    >Ohgottohgott, jetzt steh ICH hier plötzlich als Verteidiger der Dellplatz-Gastroniomie da… Nee nee, so war das nicht gemeint!

    Da war der @Helmut Junge vielleicht zu voreilig.

    Auch ich möchte mich nicht als Promoter des Dellplatzes bezeichnen lassen.

    Im Gegenteil – ich bin schwer enttäuscht, ich weiß noch, welche Erwartungen etwa an den Hundertmeisterladen bei seinem Beginn gestellt wurden, ich habe das ja publizistisch begleitet.

    Er sollte eine avantgardistische Ausformung des Meta Luna-Ladens werden, von Klöters bis Zappo, letzterer wurde ja extra als Booker eingestellt, und dann war da die Galerie, die heute die Raucherlounge des Hundertmeisterladen ist. Damals von Zappo gefüllt. Mit Kunst.

    Jetzt ist der Hundertmeisterladen eine Kleinstadt-Kneipe, die ich mir auch in Viersen-Dülken neben der Narrenmühle vorstellen kann, mit einem Programm ohne Ambition, das nur auf die sichere Seite zieht und in der viel zu kleinen Halle oben
    werden fünftklassige Klone von Mario Barth, also pissige Comedy veranstaltet.

    Und trotzdem soll das Management des Ladens nicht mal die Kosten eingespielt kriegen, wie man hört.

    >Krieg’ ich den Frühstückskorn?

    Wenn ich mal wieder im Gräefen um vier morgens auf den Samstag rumlunger, geb ich Dir nen dreifachen Wild Turkey zum Absacken aus, sofern die junge Frau am Tresen diesen Erwachsenendrink überhaupt noch kennt.

    Und die klassische Ironie, die sich damit verbindet.

    Also etwa die mit Hunter und dem Vegastrip.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Wild_Turkey

    Du erkennst mich an meinem Deckel mit den vielen Wasserstrichen. Nein.

  • #38
    Helmut Junge

    @Matthes(34und30)
    Was du da geschrieben hast, war eine wunderbare Kritik, vielleicht die schönste, die ich je gelesen habe. Einige direkte Hinweise darauf, wo das Hauptproblem dieser Stadt liegt. Ich finde, mehr kann man nicht tun. Das ist beinahe so etwas wie eine Liebeserklärung.
    Aber die Frage lautet ja: „Welcher Stadt sollen wir eine Flasche Frühstückskorn schenken, weil das Leben in ihr nüchtern nicht zu ertragen ist?“
    Da gehst Du leer aus. Stefan müßte der Stadt, also dem Duisburger Oberbürgermeister die Flasche geben. Ob er die dann doch nicht lieber selber trinkt?

  • #39
    matthes

    Nachtrag zu #30 „Steinhaus“ war schlampig zitiert, gemeint war der „Steinhof“. Da das erstmal nichts am WTF? änderte, musste ich mich bei Google schlau machen. Ergebnis: Für Huckingen schon okay. Damit der Indiepedia-Zielgruppe Duisburg als hippe Metropole zu verkaufen, bleibt aber bizarr.

  • #40
    Thomas

    @Perik Hillenbach:

    >Das war “damals” der Grund, sich von Bochum aus auf den Weg zum Dellplatz zu machen, weil es eine solche Künstler-Absturzkneipe im bornierten Bochum nie gab.

    Natürlich. Nach den Premieren vom Schauspielhaus und so fuhr ja auch etwa der Stamm des Ensemble zum Eckhard Gräefen, um Druck abzulassen und Party zu machen.

    Aus meiner Sicht ist gezz trübe.

    Da sind Leute hängengeblieben, ganz klar – ich selbst bin nur noch alle paar Monde da, dann aber mit Risiko. Der Laden ist halt der, der am längsten aufhat am Dellplatz, keine Frage, bis der letzte rausgekrochen ist.

    Aber wie war das denn mit dem Meta Luna am Bahnhof, einst unter Jochen Klöters, dann unter Zappo – der Laden hatte 24/7 auf.

    In der Nacht, bis zum Morgengrauen sind da Dinge gelaufen.

    Also, als ich mit meinen Geschichten für das Dir bekannte Regionalmagazin um drei morgens fertig war, hab ich mich für 20 Taximark dahin fahren lassen.

    Um abzuschalten. Was man so nennt.

    Und:

    Da war sogar nachmittags eine Friseuse auf der kleinen Bühne am Start, wo ich mich hab scheren lassen, um dann bis zum Abend dazubleiben – und dann die Zitronen zu sehen.

    „Damals“.

  • #41
  • Pingback: zoom » Umleitung: Bibliotheksverband schlägt Alarm, Steinbrück vom Versager zum Retter, ödes Ruhrgebiet, Zeitungssterben und die Causa Sarrazin zum X-ten. «

  • #43
    Perik Hillenbach

    Übrigens, dieses „Damals“ ist natürlich schrecklich altmännerhaft. Ist doch Quatsch, dass heute nix mehr läuft, wir sind nur zu oll. Dass es z. B. ein Domicil in DO gibt, ist ein Glücksfall, und ebenso gibt es etliche weitere anspruchsvolle Clubs und Kneipen im Ruhrgebiet. Liegt ja an uns, diese zu frequentieren.
    Zurück also zur Ausgangsfrage und zum Frühstückskorn: Da schließt sich der Kreis zu Stefans häufig geäußerter These, die „Kleinen“ doch sich selbst zu überlassen und lieber in die knappe handvoll Lichterstädte im Revier zu investieren. In Ordnungsamt-unterstützte Außengastronomie, in lebendige Märkte, einen gesunden inhabergeführten Einzelhandel, mehr Live-Möglichkeiten für Bands, Humus für Galerien usw.
    Da sich keine unserer Städte damit lobenswert hervortut, kriegt jede morgen früh ein Pinnchen.

  • #44
    Thomas

    #43 Übrigens, dieses “Damals” ist natürlich schrecklich altmännerhaft.

    Oberleherhaft, gar. Aber das muß die Jugend aushalten. Die jungen Menschen können sich ja daran abarbeiten. Der erwünschte Effekt. Har.

    >und ebenso gibt es etliche weitere anspruchsvolle Clubs und Kneipen im Ruhrgebiet.

    Sach ich ja weiter oben:

    In DU also Steinbruch und Djäzz.

    >Da sich keine unserer Städte damit lobenswert hervortut, kriegt jede morgen früh ein Pinnchen.

    Du kriegst auch ein Pinneken. Dafür daß das jetzt so moderat, so ausgesteuert und altersweise klingt.

  • #45
    Dortmunder

    ät Per Wer:
    In Ihrem Gastroführer besprechen Sie die Buden auf dem Höchsten aber immer a la bonheure.
    Und wir beide wohnen ja bewußt nicht in Kirchhörde, sondern Sie im guten Klinikviertel, ich im sehr guten Kreuzviertel.

    Und an den Kollegen Helmut Junge: Neid?

  • #46
    Perik Hillenbach

    „Dafür daß das jetzt so moderat, so ausgesteuert und altersweise klingt.“

    Bäh, hast ja recht. Das muss ich mir dringend abgewöhnen. Jerry Lee Lewis sagte einst: „Sei heiß oder sei kalt. Wenn du lauwarm bist, wird dich der HErr ausspucken.“

    Ich geh jetzt noch mit 1,2 vor die Tür. Is aber nix mehr offen, ha! Doatmund, Doaaatmuund! (Swabedoo in 500 m Entfernung geht aber noch. Und El Mundo.)

  • #47
    Perik Hillenbach

    @45 Dortmunder: ja klar, das ist die Gastronomie (= Restaurants) dort, die man punktuell ansteuert. Und die auch weitgehend okay ist. Wenn man mal genau hinschaut, sind das aber alles Kirchhörder, die sich dorthin begeben, weil man dort freundlich ein bisschen Geld ausgeben kann, ohne in der Siedlung unangenehm aufzufallen. Will sagen: Das Schlimmste, woran der Dortmunder (und das ist ein westfälischer Provinzler) krankt, ist, dass er sich nicht beim Geldausgeben für Hedonismus ertappen lassen will. Seine teuren Maßschuhe kauft man in Düsseldorf, und beim Mischeleng-Koch will man auch nicht gesehen werden, das macht man hier nicht (ist Essen-Style, also rheinisch-verdorben), deshalb parkt man seinen großen Audi bei Overkamp und bestellt die solide bürgerliche Nummer. Ganz entre-nous.
    Treffen wir uns gleich mal aufn Pilsbier? Um mal zu prüfen, wer den Korn kriegt?

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  • #49
    Dortmunder

    Ach menno Perik, Sie scheinen ja ein durch und durch sympathischer Typ zu sein.
    Ich hab nur normale Lloyds, keine massangefertigten Budapester, wohn auch nicht in Kirchhörde, sondern nur fünfhuntert Meter entfernt von Ihnen.

    Trotzdem isses geil hier. Morgen nen Pils im Lokales vor Borussia? Sieben Uhr am Tresen?

    Und Audi? Och ne, keine SPD-Autos. Ich fahr Stern.

  • #50
    Arnold Voss

    Diskussionen über Ödnis müssen offensichtlich nicht öde sein.Aber irgendwie hat das Ganze was von Selbstkasteiung.

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  • #52
    duisburgerin

    Der ödeste Platz im Ruhrgebiet ist zweifelsfrei HIER.

    Auf einer Seite, die nichts Besseres zu tun hat, als das halbe Ruhrgebiet schlecht zu machen, obwohl sie sich „RUHRbarone“ nennt und eigentlich viel für das Image des Reviers bewirken könnte und sollte.

    Und dieses Duisburg-Gebashe geht mir so was von auf den Geist. Letztens dieser YouTube-Film, der natürlich (!) eine „Omma aus Duisburg“ zeigte (weil es der YouTube-Nutzer unter dieser Überschrift hochgeladen hatte, nicht wahr?!!), und jetzt die „ödesten“ Orte, zu denen natürlich auch der Dellplatz und sowieso alles andere zählt, wo Herr Laurin nicht regelmäßig posiert.

    Der ödeste Platz im Ruhrgebiet ist HIER. Zweifelsfrei. Nicht erst seit gestern.

  • #53
    mimi müller

    #52

    Da frag ich mich doch, was Sie dann treibt, diesen oeden Ort immer wieder aufzusuchen. Nicht erst seit gestern, wie Sie sagen. So oede ist er dann wohl doch nicht, zumal er Sie ja ordentlich zu „stressen“ scheint…

  • #54
    Dirk E. Haas

    Das Ergebnis ist so banal wie vorhersehbar: Lässt man biografische Zufälligkeiten mal beiseite, sind es die stinknormalen „lebendigen Stadtviertel“, die hier goutiert werden – klassische Urbanität also, mit ein klein bisschen Gentrifidingsbums: http://www.edition-nautilus.de/programm/politik/buch-978-3-89401-726-2.html
    Wer so etwas sucht, ist im Ruhrgebiet fast überall falsch (auch das nichts Neues).

    Und die anderen, z.B. die mit „lebendigen Stadtvierteln“ bestens versorgten Berliner? Die wünschen sich bereits das, was wir hier draußen im Übermaß besitzen:
    http://www.berlin-buehnen.de/-/show/7843551

    Mit anderen Worten: Einige (wenige) klassisch-urbane Stadtpartikel und jede Menge räudiges Brachland – viel besser als das Ruhrgebiet kann man grad gar nicht aufgestellt sein.

  • #55
    Helmut Junge

    @duisburgerin (52),
    ich dachte immer, Kritik sei die Voraussetzung aller Verbesserungen.
    Aber ich habe auch für Ihre Ansicht was passendes gefunden.
    Vielleicht wäre diese, etwas ältere Denkweise in Ihrem Sinne?
    Passt ja irgendwie für Duisburg. Gerade jetzt, in dieser schwierigen Zeit.

    „Der König hat eine Bataille verloren. Jetzt ist Ruhe die erste Bürgerpflicht. Ich fordere die Einwohner Berlins dazu auf. Der König und seine Brüder leben! Berlin, den 17. October 1806. Graf v. d. Schulenburg.“

  • #56
    kikbde (der...)

    Also von Kritik kann ich im Ausgangsposting nicht viel erkennen.
    Die Aufforderung, öde Orte zu benennen, enthält noch nicht viel substanzielles, eher Ruhrgebietsbashing vom Allerfeinsten.
    Gerade das hat wohl die „Duisburgerin“ hier nicht erwartet…

  • #57
  • #58
    Helmut Junge

    @kikbde ,
    Eine der Fragen ist ja „wo treffen sich die Quartiersintellektuellen am einzigen Kiosk, an dem es den Spiegel gibt?“
    Als ich mal zu Fuß in meiner Gegend, die an der Grenze von zwei größeren Ruhrgebietsstädten liegt, einen Spiegel kaufen wollte, sah mich die Kioskfrau verlegen an. Sie hatte wirklich geglaubt, daß ich nach einem richtigen Spiegel
    gefragt hätte. Die Zeitschrift gab es dort nicht. Offenbar war ich auch der erste, der danach gefragt hat.
    Wenn ich jetzt verrate, wo das war, fiel das unter bashing? Der Bücherbus kommt dort auch regelmäßig, aber nennen würde ich den Stadtteil nicht, weil der als reines Wohngebiet besser ist, an der angrenzende Stadtteil der Nachbarstadt, wo es sogar eine Zweigstelle der Stadtbücherei gibt. Aber dort gibt es Ecken, wo Sperrmüll mehrfach überwintert.
    Wenn ich das hier mit dem Namen der jeweiligen Stadt nennen würde, gäbs sicher einige Leser, die das als bashing einstufen. Ich nenne das Kritik.
    Bashing ist aus meiner Sicht eine Form von Verleumdung, eine Beschimpfung eben.
    Eine Zustandsbeschreibung ist also m.E. kein bashing.

  • #59
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Helmut: Das mit dem Spiegel ist mir auch schon einmal passiert – in Gladbeck Ost. Die Frau im Kiosk sagte mir damals, sie hätten mal so Spiegel mit Playboy-Hasen gehabt, aber das sei schon länger her.

  • #60
    Thomas

    @ Helmut, # 58:

    >Als ich mal zu Fuß in meiner Gegend, die an der Grenze von zwei größeren Ruhrgebietsstädten liegt, einen Spiegel kaufen wollte, sah mich die Kioskfrau verlegen an. Sie hatte wirklich geglaubt, daß ich nach einem richtigen Spiegel
    gefragt hätte.

    >Wenn ich jetzt verrate, wo das war, fiel das unter bashing?

    Dat is doch alles Duisbuarch. Und zwar in Duisburgs Norden. Wetten? (-:

    Ich persönlich bin ja praktisch von einem gut sortierten Zeitschriftenhandel physisch abhängig,

    ich kauf mir *jedes* Heft und blätters dann zumindest durch.

    Vom Hustler bis zu Fisch und Fang. Ich muß das haben. Ich steh auf Mags.

    Seit The Face.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Neville_Brody

    Aber, tatsächlich, es hat sich gezeigt: Die Kioske sind nicht mehr so gut sortiert, sie wurden zu Trinkhallen. Zu Buden.

    Ach wie gut, daß ich am Bahnhofskiosk in einer überschätzten Landeshauptstadt vorbeikomme, da deck‘ ich mich dann ein. Da happ ich auch keine Skrupel, etwa skurile japanische Lifestylemags, von denen ich nur die Bilder lesen kann, nachzuordern. Wenn die da ausverkauft sind.

  • #61
    kikbde (der...)

    @Helmut
    Und was hat das mit Öde & Langweilig zu tun? Wenn dort bildungsfernere Schichten leben, so daß im Kiosk eben keinen Spiegel (wobei ausgerechnet den als Beispiel zu nehmen auch schon putzig ist) nachgefragt wird, ist es öde & langweilig?

    Ich versteh die Definitionen für Öde (z.B. der Dellplatz als schlechter Witz…) oder überhaupt die Intention der Frage mit dem Frühstückskorn schon gar nicht. Was sind die Kriterien? Gibt es da überhaupt objektive?
    So dermaßen unbegründete Sätze wie „die ödesten Orte sind für mich Wattenscheid, Herne… auch zieht mich nichts nach Duisburg“ sind für mich Bashing und keine Kritik.

  • #62
    Helmut Junge

    @Thomas (60),
    bevor Du das Risiko einer Wette eingehst, lies den Satz noch mal genau.
    Danach brauchst Du eine Karte mit den Stadtgrenzen.
    Tipp: Duisburg hat im Norden zwei angrenzende Nachbarstädte.
    Wenn Du jetzt noch wetten willst, mach ich sofort mit.

    Also ich wohne in einem Vorort, der eine Gesamtschule hat.
    Diese Gesamtschule verfügt aber vor Ort nicht über eine Oberstufe, sondern die ist 4km entfernt, in Hamborn.
    Die Schulleitung drückt das so aus:
    „In den Jahren 1995 und 1996 fällt der Schulträger die Entscheidung, die gymnasiale Oberstufe unserer Schule an der Walther-Rathenau-Str. einzurichten. Die Schulgemeinde bedauert diese Entscheidung und hätte gern eine Unterbringung in der Albert-Einstein-Str. gehabt.“
    Später entwickelte sich so eine Art Oberstufenzentrum in Form einer Kooperation der in Hamborn eingerichteten Gesamtschule meines Vorortes mit dem Clauberggymnasium, ebenfalls in Hamborn.
    Dazu sagte die Leitung der Gesamtschule:
    „Im folgenden Schuljahr wird die Kooperation mit dem Clauberg-Gymnasium erweitert. Inzwischen wird in allen Oberstufen-Jahrgängen kooperiert. Dennoch gelingt es noch nicht, die Schülerinnen und Schüler von der Kooperation voll zu überzeugen. Erst langsam gewöhnen sie sich an Kurse in einer „anderen Schule“.

    Vielleicht erinnerst Du Dich daran, daß ich damals mit dem „Schulpolitischen Sprecher“ unserer beider damaligen Ratsfraktion ziemlich im Clinch lag, weil der ein Propagandist für „Oberstufenzentren“ war, ich aber der Meinung war, daß sich dann für die Schule innerhalb meines Stadtteils seit meiner Kindheit nichts geändert hätte. Außer dem Namen natürlich. Ich wollte damals sogar, für eine Demo einen symbolischen halbierten Schneemann, ohne Oberteil, aus Pappmaschee basteln, hab aber keinerlei Rückendeckung aus der MV dafür gekriegt. Eine eigene Oberstufe hätte übrigens sicher auch eine gelegentlich Nachfrage nach einem „Spiegel“ in der Gegend zur Folge gehabt.

  • #63
    Arnold Voss

    @ kikbde
    Öde wird hier, wenn ich die Mehrzahl der Kommentare richtig verstehe, frei übersetzt mit: keine Auswahl und nix los. Es gibt nichts Subjektiveres und Oberflächlicheres.

    Im Übrigen ist das Ruhrgebiet insgesamt groß und unterschiedlich genug, dass jeder eine Gegend finden kann die zu ihm passt. Es sei denn er will direkt am Meer und/oder in einer Metropole leben.

    Mehr Wasser würde mir persönlich allerdings gut gefallen.

  • #64
    Helmut Junge

    @ kikbde (61),
    was den Dellplatz betrifft, gebe, ich Dir ja recht, aber für mich gibt es eben schon eine Vorstellung von einer „geistigen Wüste“.
    Für den folgenden Satz krieg ich sicher Prügel, aber ich sag ihn trotzdem.
    Diese geistige Wüste beginnt schon dort, wo mehr als 70% der Einwohner WDR4-Musik hören wollen. Das ist jetzt mal wirklich bashing, aber gegen die Mehrheit.
    Außerdem habe ich gestern dem @Perik Hillenbach zu dem Artikel „Gute Nachbarschaft“
    noch eine Antwort gegeben, die vielleicht auch zu diesem Thema paßt.
    Ich zitier mich mal selber:
    „ich denke manchmal, aber hoffentlich nicht oft, tatsächlich Dünkelhaft!
    Das scheint zu den schlechten Eigenschaften meines Persönlichkeitsprofils zu gehören. ………
    Zu meiner eigenen Rechtfertigung habe ich dann aber eine Theorie entwickelt,
    nach der ich deswegen kein schlechtes Gewissen haben muß:
    Ich glaube jetzt, daß die Sprache nur erfunden wurde, weil das Leben in der Gruppe für frühe Menschen nur erträglich war, wenn man über andere Gruppenmitglieder tratschen konnte. Das half Frust abzubauen. Und Tratsch ohne Dünkelhaftigkeit geht gar nicht.“
    Und jetzt lege ich mich noch mit dem Rest der Welt an, indem ich behaupte, daß die Bloggerei eine moderne Form von Tratsch ist.
    Stefan, und Ihr alle, ich hab schon die Arme schützend über den Kopf gehoben.

  • #65
    Arnold Voss

    @ Dirk # 54

    Die Wiederkehr der klassischen Urbanität ist offensichtlich. Sie ist anscheinend nicht tot zu kriegen und gerade die, die sie vor Jahren noch für überholt hielten, feiern sie enthusiastisch. Dabei ist die Zwischenstadt der unbestrittene weltweite Sieger.Das Ruhrgebiet ist aber weder das eine noch das andere. Das ist das wirklich Interessante an dieser Stadtlandschaft.

  • #66
    Dortmunder

    Komm gerade aus dem Stadion, finde das Herten und Oer-Erkenschwick Bashing auch nicht besonders toll.

    Immerhin unterhält mich eine 99.000 Einwohner Stadt besser als Dreszig oder Leipden.

  • #67
    Sinnloses Bashing

    Konstruktive (!) Kritik: Ja, bitte.

    Städte-Bashing in einem Ruhrgebiets-Blog: Nein, danke.

    ***

    Ich bin insofern ganz bei Kikbe und der Duisburgerin.

    ***

    Den „ödesten Ort des Reviers“ zu küren, ist Polemik pur. Zumal so ein Beitrag uns Ruhries mal wieder weiter auseinanderbringt. Eigentlich sollten wir uns auf gemeinsame Stärken konzentrieren anstatt die Schwächen des Anderen zu suchen. Ich wiederhole deswegen: Polemik pur. Und nichts, was ich persönlich von „Journalisten, die das Ruhrgebiet bloggen“ (oder so ähnlich) erwarte.

    ***

    Interessieren würde mich, was Frau Müller denn wirklich von dem hier in der Tat stattfindenden Duisburg-Bashing denkt. Schließlich wollten Sie doch, wenn ich mich recht erinnere, OB dieser Stadt werden? Da kann Ihnen das Image Duisburgs ja nicht ganz egal sein? Aber leichter ist es sicher, nach dem Motto „Wenn’s Ihnen nicht gefällt, dann lesen Sie doch weg!“ zu verfahren…

  • #68
    Michael Kolb

    Ist es polemisch, Orte, an denen man noch nicht einmal tot über dem sprichwörtlichen Zaun hängen möchte, auch als solche zu bezeichen? Natürlich ist es das. Ist es deshalb für einen blog wie diesen falsch oder nicht angemessen, es zu tun? Ebenso natürlich ist es das nicht. Ich hab‘ den größten Teil meines Lebens in Dortmund verbracht, ich „liebe“ diese Stadt, würde sie als Heimat bezeichnen und trotzdem gibt es hier Ecken und Ortsteile, da würde ich bei der Durchfahrt mit dem Leichenwagen von innen an den Deckel kloppen, damit der Fahrer schneller fährt, weil ich keine Lust hätte, auf dem Weg zu meiner Bestattung an Langeweile zu sterben. Brechten würde mir da z.B. einfallen, oder Menglinghausen, Eichlinghofen. Alles Ortsteile, Dörfer, bei denen man sich fragt, warum die Einwohner sich das Nummernschild einer Großstadt an ihren Bulldog schrauben dürfen. „Leben“ kann man in solchen Stadtteilen sicherlich, jedenfalls dann, wenn das Auto funktionsfähig ist und der Postbote zuverlässig die Zeitungs- und Zeitschriftenabbos in den Briefkasten stopft.

    So, nun ist also Gleichberechtigung eingekehrt, nicht nur Duisburg wird „gebashed“ (btw. gruseliges Wort, welches für mich schon fast den Rang eines Gesetzes im Godwinschen Sinne hat), nun hat auch Dortmung seit Fett bekommen, und es waren nicht die üblichen Verdächtigen, wie die Nordstadt z.B., neeee, diesmal traf es sogar den südlichen Speckgürtel (und das nördliche Randgebiet… keine Ahnung, warum man dort leben will).

  • #69
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Sinnloses Bashing: Es ist kein „Bashing“. Wenn ich in den vergangenen Monaten in anderen Städten war das Gefühl gehabt: Da passiert mehr. Der Abstand wird größer, nicht kleiner. Nehmen wir mal Gladbeck: In den 80er gab es dort mit dem Stage und später mit dem Move zwei ganz okaye Clubs. Nix besonderes, aber man konnte hingehen. Es gab drei ganz gute Kneipen, drei Kinos. Ein paar Buchhandlungen. Es gab Plattenläden. Was sie nicht hatten wurde bestellt – und in Bottrop und Gelsenkirchen gab es Importläden: Plop-Record Shop zum Beispiel. Von alledem ist kaum etwas übrig geblieben – und was noch schlimmer ist: Es ist nicht durch Neues ersetzt worden. Es gibt in diesen Orten nur einen Niedergang. Und der zeichnet sich mittlerweile auch in den großen Städten ab – zumindest teilweise. Will ma etwas verändern braucht es dafür eine ehrliche Bestandsaufnahme.
    @Michael: Brechten ist ok wenn man billig bauen will und Familie hat. Das sind Wohnvororte. Bitter ist Scharnhorst. Als Kind war ich oft da, weil wir Verwandte hatten (Unvergessen: Onkel Alwiss). Als ich in den 90ern da war, fand ich es schon heftig – und es soll schlimmer geworden sein.

  • #70
    hans jungerius

    Von üblichen Blickwinkel aus seht das Ruhrgebiet vielleicht langweilig aus. Aber…..als Holländer habe ich mir seit ein Jahr in Oberhausen (!) niedergelassen weil ich das Ruhrgebiet einfach spannend finde. Was es war ist klar, aber was draus werden soll noch nicht. Also gibt es eine Menge möglichkeiten für derjenige der sich Raum und Ideen suchen. Un darum bin ich hier!

  • #71
    Michael Kolb

    @ Stefan:

    Ne, Brechten ist nicht OK, auch wenn man billig bauen will, wobei „billig bauen“ eh ein Thema für sich ist, ich habe nu keine Lust den link zu suchen, aber die „Familie Semmeling“ sollte Warnung genug sein. Vermalledeiter Wunsch nach den eigenen vier Wänden, am besten noch mit Grund und Boden, um einmal herumlaufen zu können… ich sach nur „alter Eistreff“, da mangelt es sogar an der Möglichkeit, um die Hütte herumzulaufen, wahrscheinlich haben die alle deshalb ein Schuppen im „Garten“… Das einzig gute an Brechten ist die Nähe zu Waltrop und damit zu Manufactum, aber selbst dort kann man seit Jahr und Tag per mail-order bestellen. Womit wir auch beim Niedergang der Buch- und Plattenläden wären. In Zeiten des Internet (…) meine nachfolgende Tirade kann jeder selbst gerne einfügen.

    Ach so, fast vergessen… Scharnhorst… das hätte ich fast vergessen, ich hatte bewusst Orte ausgelassen, von den allgemein bekannt ist, daß es nicht sonderlich spaßig ist, dort zu wohnen. Wobei man auch dort fein zu trennen hat, denn es gibt „Alt-Scharnhorst“ und es gibt „Scharnhorst“. Im ersteren wohnen und leben die Eingesessenen gerne… in letzterem… nun ja, die Geschichte ist bekannt.

  • #72
    Arnold Voss

    Leute, in keiner Stadt der Welt brummt überall der Bär. Nicht mal hier in New York. Hier gilt Queens und Staten Island und der größte Teil der Bronx als öde. Selbst in Manhattan gibt es Neighbourhoods die als langweilig gelten.

    Kommt, wie Hans Jungerius (#70) richtig geschrieben hat, ganz auf den Blickwinkel an. Die Frage ist doch, was meine Bedürfnisse an eine Stadt sind, und die sind in den verschiedenen Lebensmilieus und – zeiten zunehmend unterschiedlich.

    Kommt auch obendrein drauf an, wie mobil ich bin. Die einen wollen unbedingt mitten in der Musik leben, die andere wollen nur ab und zu dahin wo die Post abgeht, und ansonsten ihre Ruhe haben. In der Stadt, und nicht irgendwo auf dem Dorf.

    In der Zukunft werden die Städte und Agglomeration am attraktivsten sein, die sehr unterschiedlichen Milieus und ihren Bedürfnissen gleichzeitig Raum geben und von ihrem Verkehrsmöglichkeiten so gestaltet sind, dass alle alles bequem, schnell und ökologisch erreichen können.

    Ansonsten ändern sich Städte über die Zeit. Mal schneller und mal langsamer. Aus öden Ort können sehr wohl wieder quirlige werden und umgekehrt. Auch im Ruhrgebiet.

  • #73
    Michael Kolb

    Schöner als Arnold hätte ich das kaum sagen können, er bringt es, wie so oft, wie so immer, auf den Punkt.

  • #74
    Dortmunder

    @ Laurin und Kolb:
    Euer filosofieren über Dortmunder Stadtteile zeigt, dass Ihr nicht in Doooortmuand wohnt.

    Nicht Scharnhorst ist ein Problem. Klar, Hochhäuser aus den späten 60er und frühen 70er, aber immerhin Wohnungsbaugesellschaften, die sich drum kümmern. Kaum Leerstände, relativ funktionierende Nachbarschaften.

    Schlimmer, viel schlimmer ist es in Westerfilde, in Lanstrop, in Wickede. Die Heuschrecken-Siedlungen halt. Null Sanierung, Leerstandsquote teilweise über 20%. Da gehören ganze Straßenzüge eigentlich abgerissen. Siehe Bruckhausen.

    Aber eins muss ich dem Herrn Kolb lassen: Vororte wie Menglinghausen oder Eichlinghofen……NeNeNe, dat is albern. Da will man nicht wohnen. Die meinen ja, sie würden im „reichen“ Süden wohnen. Die sagen ja auch, wenn sie in die City wollen: „Wir fahren jetzt mal nach Dortmund“.

  • #75
    Dirk E. Haas

    „Kommt drauf an“ ist demnach die richtige Antwort auf die Frage, wo das Ruhrgebiet am langweiligsten ist. (-:

    Arnold (#72), Hans (#70): Wenn es die Schule der Zuversicht nicht schon in Hamburg gäbe, wir müssten sie hier gründen, irgendwo zwischen Bruckhausen und Killwinkel.
    http://www.intro.de/platten/kritiken/23058293/school-of-zuversicht-randnotizen-from-idiottown

  • #76
    Silke

    @Michael Kolb

    Also für mich ist Brechten der einzige Ort in Dortmund,der für mich noch lebenswert ist;allerdings wird hier leider ebenfalls alles zugebaut,was auch nur im Entferntesten grün aussieht.Wenn ich etwas erleben will kann ich jederzeit in die Bahn steigen,allerdings geschieht dies höchst selten,da ich froh bin,wenn ich so wenig Menschen wie möglich sehe.Zudem verfüge ich über die anscheinend seltene Gabe mich auch ohne Geld auszugeben amüsieren zu können!!!!

  • #77
    Mike S.

    Waltrop.
    Das langweiligste Spießerkaff im ganzen Ruhrgebiet. Das einzig erwähnenswerte ist die Pommesbude in der Stadtmitte. Sonst gibt es da nichts. Gar nichts. Es sei denn man will für 250 Euro einen Regenschirm aus „der guten alten Zeit“ kaufen. Diesen, und ähnlichen Fimmel, gibt es bei Manufactum. Wenn man dann kein Auto hat und aus dem Ort weg will, kann man den sog. „Schnellbus“ nehmen, der alle 40 Meter hält. Dann landet man in Mengede. Das ist zwar jetzt auch nicht das Schönste auf der Welt, aber schonmal eine minimale Verbesserung zu Waltrop. Immerhin gibt es dort einen Bahnhof!

    Wer in Waltrop mal was erleben will, sollte mal im Bereich Hafenstraße auf den Parkplätzen parken. Die sind zwar fast alle vermietet, aber das wird nicht beschildert. Tüte Popcorn dazu, Camcorder bereithalten. Großes Kino!

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