Tom Liwa, Mittwoch, 21. März, 20.00 Uhr, Bahnhof Langendreer, Bochum
Der Ruhrpilot

NRW: Kraft bereit zu Minderheitsregierung…Ruhr Nachrichten
NRW II: Grüne wollen keine Neuauflage der Minderheitsregierung…RP Online
NRW III: Die NRW-Linke setzt auf Katharina Schwabedissen…Der Westen
NRW IV: Um die Finanzpolitik macht Kraft einen Bogen…Welt
NRW V: Friedrich Merz hilft Röttgen im Wahlkampf…FTD
NRW VI: Der Druck auf Norbert Röttgen wächst…Welt
NRW VII: Laumann nimmt Röttgen in Schutz…RP Online
NRW VIII: Grüne verderben den Wahlkampf-Start…Post von Horn
Ruhrgebiet: Revier will Osten Solidarität aufkündigen…Süddeutsche
Dortmund: Reaktionen auf homophobe Plakate auf der Dortmunder Südtribüne…Pottblog
Dortmund II: Gegend um Opern- und Schauspielhaus verkommt zur Schmuddelecke…Ruhr Nachrichten
Dortmund III: Nazis im Knast: Wegsperren – und gut is?!…Freie Radios
Duisburg: OB-Wahl – Jetzt hat die CDU das Problem…Der Westen
Duisburg II: Das Totenschiff – “3rd Floor – Mercator”…Xtranews
Duisburg III: Das Frühjahr der Entscheidungen…Xtranews
Debatte: PPP-Leuchtturm-Projekte – eine Spur des Scheiterns…Zoom
Medien: Kein Po und Busen, dafür tote Juden…Publikative
Gauck: Not my President

Klar, es ist Gauck geworden. Nach einem Schlecht- und einem Flachredner bekommen wir nun einen hoch begabten und zugleich gnadenlosen Vielredner zum Präsidenten. Andauernd oszillierend zwischen bildungsversierter Altersweisheit und oberlehrerhafter Geschwätzigkeit. Das kann noch heiter werden. Aber er lässt einen wenigstens, und das hoffentlich bald, den Mann vergessen, der den Begriff des Ehrensoldes endgültig ad absurdum geführt hat. (Wofür man wiederum Wulff in gewisser Weise auch dankbar sein muss.)
Nein Leute, mein Präsident muss keineswegs meiner politischen Meinung sein, geschweige denn meinen kulturellen und sozialen Wertekanon vertreten. Er muss mir, mit einem Wort, nicht in mein Weltbild passen. Aber er sollte doch in der Lage sein, auch das meinige zu akzeptieren. Er sollte mir die gleiche Toleranz erweisen wie ich ihm gegenüber.
Joachim Gauck, wird das aber nicht können. Nicht aus Dummheit oder Unwillen sondern aus Prinzip. Er ist nämlich Pastor der evangelischen Kirche. Dazu einer, der sich für eben diese in extremer und durchaus achtenswerter Art politisch engagiert hat, d.h. ihr in besonderer Weise auch persönlich verbunden ist.
Dieses Engagement, das sich gegen eine Diktatur wandte, verdient meine Hochachtung. Es ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Kirche, in deren Rahmen das geschah, ein Wesen in den Mittelpunkt stellt, an das ich, und mit mir gut ein Drittel der deutschen Bevölkerung, keine Veranlassung sehen, zu glauben: an einen allmächtigen und ewigen Gott.
Boots Electric
Boots Electric, Dienstag, 20. März, 20.00 Uhr, Riff, Bochum
eye candy #3

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Datteln: Schlapper Protest gegen Kraftwerksneubau

400 Menschen protestierten am Samstag in Datteln gegen das Eon-Kraftwerk. Machtvoller Protest sieht anders aus.
Ob das Eon-Kraftwerk in Datteln, in dass das Unternehmen bereist über eine Milliarde Euro investiert hat, jemals Strom produzieren wird, ist immer noch offen. Am Ende, das ist allen Beteiligten klar, werden die Gerichte darüber entscheiden. Auch für den Fall dass die Landesregierung dem Zielabweichungsverfahrens des Regionalverbandes Ruhr zustimmen wird, der eine planungsrechtliche Genehmigung zum Ziel hat, hat den BUND mit Klage gedroht.
Was aber spätestens seit dem vergangenem Freitag klar ist: Die meisten Menschen in Datteln und Waltrop scheinen im Gegensatz zu den Grünen und dem BUND nicht das Gefühl zu haben, das dieses Kraftwerk ein Problem ist. Anders lässt es sich nicht erklären dass nur 400 Demonstranten am Wochenende gegen das Kraftwerk protestiert haben. In beiden Städten leben immerhin mehr als 60.000 Menschen. Die Aufregung ist also virtuell. Die Aktion „Heimleuchten“, so leid mir das persönlich für unseren Gastautoren Robin Patzwaldt tut, der ein engagierter Kraftwerksgegner ist, war eine Blamage für die Kraftwerksgegner.
Ich halte den schlappen Protest allerdings für ein gutes Zeichen: Im Ruhrgebiet scheinen industrielle Großprojekte noch immer akzeptiert zu sein. Den Menschen ist klar, dass Strom nicht aus der Steckdose kommt, sondern produziert werden muss. Auch in Kohlekraftwerken. Und auch in der Nähe zum eigenen Wohnort. Für das Ruhrgebiet als Investitionsstandort ist das eine gute Nachricht.
Pro NRW: Landesparteitag in Gelsenkirchen Horst

Morgen soll nach Angaben von NRW rechtsaußen die extrem rechte Partei Pro NRW ab 19.30 Uhr im Schloss Horst in Gelsenkirchen einen Landesparteitag veranstalten. Gewählt werden soll die Landesliste, was egal ist, weil am 13. Mai eher ein Komet die Erde verwüstet als das Pro NRW in den Landtag kommt. Das wird die Mitglieder der Kleinstpartei allerdings nicht davon abhalten, die Backen ganz doll aufzublasen und sich wichtig zu machen.
Im Wahlkampf will sich die Partei offenbar nicht mit Inhalten beschäftigen. Parteichef Beisicht: „Im Schlafwagen mit ein paar Hinterzimmerveranstaltungen und ein paar Plakaten werden wir sicher nichts reißen können. Wir brauchen daher einen provokanten und öffentlichkeitswirksamen Wahlkampf.“
Das klingt so, als ob noch nicht einmal Geld für Plakate da ist.
Tommy Finke
Tommy Finke, Dienstag, 20. März, 20.00 Uhr, Sissikingkong
Der Ruhrpilot
NRW: Streit über schwarz-grüne Option…FAZ
NRW II: Warum Norbert Röttgen (CDU) befürchtet, sein Ministerium in Berlin aufzugeben…Pottblog
NRW III: Röttgen wechselt angeblich nicht in die Landespolitik…Welt
NRW IV: War die Landtags-Neuwahl in NRW gar nicht nötig?…Der Westen
NRW V: Deserteur als Hoffnungsträger…Post von Horn
NRW VI: Die drei Säulen des Rechtsextremismus in NRW…Der Westen
Ruhrgebiet: Die alten neuen Schwierigkeiten im Revier…FAZ
Bochum: Exorzismus im Vollrausch…Der Westen
Dortmund: „Der Meister und Margarita“…Ruhr Nachrichten
Duisburg: Keine Eintagsfliege…Der Westen
Essen: Vorwürfe gegen Polizei-Hundertschaft nach RWE-Spiel…Der Westen
Umland: Piraten im Hochsauerlandkreis wählen Direktkandidaten…Zoom
Umland II: Bald Nachtflugverbot in Köln?…RP Online
Jeffrey Lee Pierce Session Project bringt zweites Album heraus
Es ist vollkommen unverständlich, dass eine Band wie Jeffrey Lee Pierce´s Gun Club heute in der Generation der unter 40 Jährigen nahezu vollständig vergessen sein kann.
Nun erscheint mit „The Journey is long“ das zweite mit wesentlich eindrucksvolleren zeitgemäßen Interpretationen versehene Album bislang unveröffentlichter Songs Jeffrey Lee Pierce´.
