Im Umfeld der Enthüllungen des Magazins Sterns rund um das Blog „Wir in NRW“ und Auftragsvergaben der rot-grünen Landesregierung wurde der WAZ-Redakteur und Gründer dieses Blog, David Schraven, ebenso wie wir von „Wir in NRW“ scharf angegriffen.
David wurde unter anderem unterstellt, seine Rechercheergebnisse zu „Wir in NRW“ an den Stern weiter gegeben zu haben, sich auf einem Kreuzzug zu befinden und gegen Kollegen recherchiert zu haben – was in den Augen von „Wir in NRW“ wohl etwas unsittliches zu sein scheint. Auch gegen uns wurden verschiedene, in der zweifelhaften Tradition von Wir in NRW meist anonym vorgetragene, Vorwürfe laut. Es kam ebenfalls zu persönlichen Angriffen. David hat jetzt im WAZ-Rechercheblog reagiert.
Wir werden dass nicht tun. „Wir in NRW“ ist in unserer Ansicht nach nicht satisfaktionsfähig. Wir werden uns nicht zu Leuten äussern, die Vogelnamen haben.
Die Gedichte der Best- und Longsellerautorin Allert-Wybranietz als Ruinen alternativer Geschwätzigkeit
Wie soll man einer ‚Autorin‘ trauen, die schon auf ihrer Homepage ( http://www.allert-wybranietz.de/ ) einen Steuerbutton mit „Gallerie“ statt „Galerie“ etikettiert? Die Gal(l)e möchte einem hochkommen. Und doch ist es leider so: Die populärste und auflagenstärkste Dichterin aller Zeiten heißt hierzulande auch 2012: Kristiane Allert-Wybranietz. Weit weit mehr als eine Million Bücher, E-Books (vor allem Gedichtbände) müsste sie seit Ende der siebziger Jahre im deutschsprachigen Raum verkauft haben. Die treuesten Leserinnen ihrer „Trotz alledem“-Verschenktexte“ gehörten einst zur links-vulgärfeministisch-alternativen Szene. Die Texte, ihre Softi-Leser und lila-Latzhosen-Leserinnen wurden schon früh von Cartoonist Tetsche verspottet. Bei Elefanten Press brachte er seine Parodien heraus, unter dem schrägen Titel “’Trotz …dem. Texte, die man sich schenken kann’ von Kristiane Ballert-Pyrowitz“.
Wie das Dortmunder Antifa Bündnis (DAB) soeben meldet, steht der Ort an dem heute die Party zum 30jährigen Jubiläum der neonazistischen BvB-Fangruppe Borussenfront stattfinden soll fest. Nach DAB angaben ist es die „Dortmunds absoluter Club“ in der Balkenstraße 17-19 in der Dortmunder Innenstadt. DAB warnt vor einem hohen Nazi-Aufkommen in Dortmund Mitte.
Merkel und Röttgen - das Bild wird man nicht mehr oft sehen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat gerade Norbert Röttgen rausgeworfen. Das war konsequent und ein Befreiungsschlag.
Norbert Röttgen war als CDU-Spitzenkandidat in NRW eine Katastrophe: Er weigerte sich, als Oppositionsführer nach NRW zu kommen, versuchte sich als Obergrüner zu präsentieren und kritisierte die rot-grüne Schuldenpolitik, ohne Sparvorschläge zu nennen. Noch in vielen Jahren wird sein Wahlkampf als Beispiel dafür dienen, wie man eine Partei ruiniert. Dass er als CDU Chef in NRW zurücktrat war alternativlos. Das Merkel ihn heute als Umweltminister rauswarf für die Kanzlerin ein Befreiungsschlag. Er wäre nur noch eine Belastung im Amt gewesen. Seine Zeit war vorbei. Das Röttgen selbst nicht der Kraft für den Rücktritt aus dem Amt hatte, ist bezeichnend für ihn. Sein Nachfolger wird Peter Altmaier.
Röttgen hat die Basis für eine Phase der SPD-Dominanz in NRW gelegt, die ab jetzt gut zehn bis fünfzehn Jahre dauern könnte. Erst nach einem Generationenwechsel wird die Union wieder erfolgreich gegen die SPD antreten können. So gesehen hat Röttgens Versagen Konsequenzen für die Union, die historische Ausmaße haben.
Die Wahl in NRW war, wie die meisten Wahlen der letzen Zeit, inhaltlich lau. Aber sie hatte es trotzdem in sich, und das ganz unabhängig von den Spitzenkandidaten. Die spielten eine weitaus geringere Rolle als uns die Presse und die Umfragen jetzt glauben machen wollen. Es geht nämlich bei Wahlen nicht nur um Programme und/oder Personen sondern auch und vor allem um allgemeine Stimmungen. Diese wiederum sind keineswegs nur vom Gefühl sondern auch vom Verstand geprägt. Genauergesagt sind sie ein Quintessenz aus der Unmenge an Information die die Menschen die noch wählen, d.h. die noch an Gesellschaft und Politik Interesse haben, diesbezüglich im Rahmen ihrer begrenzten Möglichkeiten aufzunehmen und zu verarbeiten bereit und in der Lage sind.
Der Durchschnittswähler ist weder Experte noch Informationsspezialist. Er nimmt das an Daten und Fakten auf, was ihm in der allgemeinen Presse-, Fernseh- und Internetlandschaft geboten wird. Er lernt also weitaus langsamer als die professionellen Gesellschaftsbeobachter. Aber er/sie lernt und sie/er ändert entsprechend auch seine politische Meinung und Einstellung. Grundsätzliche politische Mehrheitsänderungen, sprich ernstzunehmende politische Richtungswechsel, brauchen deswegen entsprechend lange, bis sie gesellschaftlich durchschlagen.
Das heißt: das große politische Pendel schwingt langsam, ja manchmal unmerklich, aber es bewegt sich ständig. Die beiden Grundrichtungen haben sich dabei trotz größerer sachlicher und parteilicher Differenzierung und zunehmender Problemkomplexität nicht geändert: Es geht entweder nach links oder nach rechts. Die letzte Dekade eindeutig nach rechts und
Plünderung Roms durch die Vandalen Bild: Heinrich Leutemann Lizenz: Gemeinfrei
Ich habe die Aussagen dieses katholischen Bischofs Henri-Baptiste Grégoire, der 1894 die Jakobiner beschuldigte“ Vandalismus“ zu betreiben, und damit diesen Begriff prägte, eigentlich nie hinterfragt, bis drei Ereignisse über mehrere Jahre hinweg mich neugierig gemacht haben. Von unserem Gastautor Helmut Junge.
Während eines Urlaubs auf Mallorca entdeckte ich voller Staunen, im Museum von Palma eine Münze der Vandalen. In der Gegend, in der heute der Ballermann berühmt und berüchtigt ist, eine Münze der Vandalen zu finden, nährte in mir den Verdacht, dass die Vandalen offensichtlich, genau wie wir heute bezahlt haben.
Bis vor wenigen Jahren galt noch die Auffassung, dass die Vandalen keinerlei bleibende kulturellen Spuren hinterlassen hätten. Das hat sich mittlerweile aber dramatisch geändert, und seit den Grabungen in Tunis als vollkommen falsch erwiesen. Archäologen entdeckten, dass die Vandalen sogar rege Bauherren waren und Paläste und Kirchen gebaut hatten. In einer Fernsehsendung über diese Ausgrabungen sagte eine tunesische Archäologin, dass die Vandalen sogar eine wichtige Rolle in dieser Region gespielt hätten, und dass sie die Vandalen nicht ohne Stolz als ihre Vorfahren ansähe.
Das dritte Erlebnis hatte ich erst kürzlich, und zwar in der WDR-Reihe „Wunderschön“. In dieser Sendung äußerte sich ein marokkanischer Reiseführer positiv über die Vandalen, die auch er, ebenso wie die tunesische Archäologin, als Teil seiner Vorfahren benannte. Ich verstand es so, dass Nordafrikaner mit berberischen Wurzeln die Vandalen durchaus als Teil ihrer Vorfahren ansehen.
Drei Hinweise also, genug um mich neugierig zu machen, und ich begann mich für die Vandalen und ihre Geschichte zu interessieren. Einige Medien, darunter „Die Welt“, und „Die Zeit“ hatten schon 2009 über die Ausgrabungen in Tunis berichtet, und sind zu dem Schluss gekommen, dass die Vandalen besser gewesen sein als ihr Ruf.
Was aber konnte den guten Herrn Henri-Baptiste Grégoire, seines Zeichens Bischof von Blois, bewogen haben, den Begriff