
Mit einer Resolution hat sich das Ruhrparlament gegen die Bau dreier Outlet-Center im Umfeld des Ruhrgebiets gewandt. Das Einkaufscenter-Wettrüsten im Ruhrgebiet wird hingegen nicht erwähnt.
Das Ruhrparlament hat sich in einer Resolution gegen den Bau von Outlet-Centern und einem Möbelmarkt in der Nachbarschaft des Ruhrgebiets ausgesprochen:
Mit größter Besorgnis verfolgen die Mitgliedskommunen im Regionalverband Ruhr die Pläne für die Errichtung zweier Factory-Outlet-Center sowie eines Einrichtungshauses mit Fachmärkten im Umfeld des Verbandsgebietes. Die unmittelbare Lage der Standorte an den Autobahnen ermöglicht eine schnelle und direkte Anbindung der Kommunen in der Metropole Ruhr. Die günstige Verkehrsanbindung läßt damit erhebliche negative Auswirkungen durch Umsatzeinbußen in den Innenstädten nahezu aller Kommunen des Regionalverbandes Ruhr erwarten. Der hohe Umsatzanteil zentrenrelevanter Sortimente der projektierten Vorhaben stellt eine unmittelbare Konkurrenz für die zentralen Versorgungsbereiche der Innenstädte und der Ortszentren in der Metropole Ruhr dar.
Alles richtig. Große Zentren auf der grünen Wiese sind eine Bedrohung der Innenstädte. Aber sie sind nicht mehr das größte Problem: Die Gefahr für die Innenstädte liegt mittlerweile in ihrer Mitte: Es sind die Einkaufszentren, die Citykiller und im Ruhrgebiet findet gerade ein Wettrüsten statt: Nach Oberhausen, Duisburg, Essen und Dortmund sind nun Bochum und Recklinghausen dran. Auch in zahlreichen kleineren Städten wurden und werden neue Center genehmigt und gebaut – auch wenn die verheerenden Folgen für die Innenstädte, die Stadtteile und die Nachbarkommunen mittlerweile klar sind.
Es hätte dem Ruhrparlament gut zu Gesicht gestanden, sich auch zu diesem Problem zu äussern und nach einer Lösung zu suchen, dem Citykiller-Wettrüsten Einhalt zu gebieten.






