Rot-Grün: Streit um neue Kohlekraftwerke in NRW?

Der Landesentwicklungsplan NRW sieht 36 Standorte für Kraftwerksneubauten vor. Viel Konfliktpotential für die Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und Grünen.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat eine Stellungnahme zum Landesentwicklungsplan der Landesregierung abgegeben. Für die DUH steht fest: Neue Kohlekraftwerke in NRW sind nicht genehmigungsfähig. Sie widersprächen den Klimazielen Deutschlands. Allein zehn der neuen Kraftwerke würden dazu führen, dass Deutschland seine langfristigen Klimaziele nicht erreichen könne. „Das E.On Kraftwerk Datteln“,  so ein Grünen-Politiker zu den Ruhrbaronen, „darf so wenig fertiggestellt werden wie die anderen geplanten Kraftwerke.“

Die SPD sieht das anders. In einem Gastkommentar auf den Ruhrbaronen forderte Hannelore Kraft den Bau neuer Kohlekraftwerke, um mit modernerer Technik den CO2-Ausstoß zu senken. Sie warb um einen neuen Konsens in der Industriepolitik.

Den muss sie jetzt erst einmal mit ihrem Koalitionspartner herstellen.

Der Ruhrpilot

Jürgen Rüttgers (CDU) betont lässig
Jürgen Rüttgers (CDU) betont lässig

NRW: Der dritte Rücktritt in einer ratlosen CDU…Welt

NRW II: Hofft Rüttgers auf Comeback bei Neuwahlen…Der Westen

Ruhr2010: Zechen, Zaster, Zampanos…Handelsblatt

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Ruhrgebiet: Letzte Extraschicht ?…Dirk Schmidt

Ruhrgebiet II: Stellenanzeige für den gesuchten Regionaldirektor…Pottblog

Essen: Die Messe steckt in den roten Zahlen…Welt

Bochum: Opel Förderung auf Umwegen…RP Online

Präsi: vom linken Würgereiz…DL

Geschichte: Der Nationalismus der K-Gruppen…Jungle World

Verzockt – Rüttgers gibt auf

Rau-Groupie Rüttgers

Jürgen Rüttgers wird Mitte Juli nicht gegen Hannelore Kraft antreten. Auch Fraktionsvorsitzender will er nicht werden.

Am Wahlabend des 9. Mai war eigentlich fast allen klar, dass die Zeit von Jürgen Rüttgers zu Ende ist. Er hatte eine krachende Niederlage einstecken müssen und schickte Integrationsminister Armin Laschet in die abendlichen Polit-Shows. Rüttgers schien Vergangenheit, Laschet der Mann der Zukunft in der CDU-NRW.

Dann kam alles anders: Rüttgers begann zu zocken. Er klammerte sich an sein Amt und blockierte allein schon durch seine Person die Möglichkeit einer großen Koalition. Nun hat er aufgegeben. Über einen Monat zu spät. Und zu spät, um in NRW eine stabile Regierung zu ermöglichen. Ein Mann, der zu klein für sein Amt war, verlässt das Rampenlicht.

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Solanaceae Tau – Projekt sucht Sängerin

Andreas Kirchner ist ein alter Kumpel  von mir. Ich kenne ihn noch aus Frankfurt. Andreas war damals derjenige von meinen Freunden mit der größten Plattensammlung.

Er macht seit fast dieser Zeit auch selbst Musik. Sein Projekt seit 1986:  Solanaceae Tau. Eine Mischung aus Elektronik, Dark Wave und dadaistischen Elementen. Passend zur Musik finden sich online auch Dutzende von Videos. Sehr abgefahrenes Zeug. Man kann Stunden damit verbringen, sich durch das mittlerweile ziemlich umfassende Werk von  Solanaceae Tau durchzuhören und duchzugucken.

Nun ist es so: Andreas möchte wieder Stücke machen, aber ihm fehlt eine Sängerin. Für das Studio, denn Auftritte gibt es nicht. Ich fände es schön, wenn wir auf diesem Weg eine finden würden. Ideal wäre natürlich jemand aus dem Rhein-Main Gebiet. Schickt uns einfach eine Mail – sie wird an Andreas weiter geleitet: in**@********ne.de

Weitere Infos:

Interview auf   Darkheartmagazin…Klack

Videos von Solanaveau Tau…Klack

Der Ruhrpilot

Foto: Carabosse Boris Alain Jourde Loire

Ruhrgebiet: Hier kommt die Extraschicht…Der Westen

Ruhr2010: Interview mit Oliver Scheytt…Handelsblatt

NRW: Claudia Roth sieht Rot-Grün in NRW nicht als Übergangslösung…Welt

NRW II: NRW, Rüttgers und die unbequemen Fragen der CDU…Welt

NRW III: Hannelore Kraft soll Mitte Juli gewählt werden…FAZ

NRW IV: Rot-Grün bastelt schon am Kabinett…Der Westen

NRW V: Das Düsseldorfer Wackel-Modell…Spiegel

NRW VI: Hannelore Kraft macht alles richtig…Stern

Ruhrgebiet II: Magna Charta Ruhr.2010…Hometown Glory

Ruhrgebiet III: Metroradruhr gestartet…Dirk Schmidt

Bochum: Bochum Total rockt im Juli die Kulturhauptstadt…Der Westen

Bochum: Erinnerung an die jüdische Geschichte…Ruhr Nachrichten

Essen: Kraft wurde bei den Jusos bejubelt…Der Westen

Medien: Mexico gegen Frankreich 2:0 – Naumann gegen Hombach 3:0…Zoom

Medien II: Leistungsschutzrecht soll Sprache monopolisieren…Netzpolitik

WM: Jetzt schreiben die Pressefritzen die “junge deutsche Mannschaft” runter…Querblog

Internet: Verschlüsseltes Surfen…F!XMBR

Recht: Kein Konto für Abofallen-Anwalt…Law Blog

Technik: Oberleitungsdiebstahl…Frontmotor

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Rüttgers vor Rücktritt?

Gerücht in Düsseldorf: An diesem Wochenende könnte Rüttgers zurücktreten.

Wirft Rüttgers hin? In Düsseldorf kocht die Gerüchteküche. Rüttgers, so heisst es, steht kurz davor das Amt des Ministerpräsidenten zur Verfügung zu stellen. Nicht nur dass er keine Mehrheit mehr hat. Auch die FDP hat die Zusammenarbeit beendet. Unklar ist noch, ob er auch das Amt des CDU-Parteivorsitzenden aufgibt. Die Pressestelle der CDU NRW mag die Gerüchte weder bestätigen noch dementieren. Dort, so sagte man uns auf Nachfrage, habe man keinerlei Informationen zum Thema Rücktritt.

Heimatdesign 7 – das neue Magazin ist da

Während des Deutschlandspiels über Heimatdesign Nr. 7 zu schreiben: das passt. Draußen fahren Autos mit gleich vier Schlandfahnen am Dach, die Außenspiegel patriotisch kondomiert, Fangrüppchen kreuzen ihre Wege vor meiner Haustür im Dortmunder Klinikviertel, die einen Richtung Friedensplatz unterwegs, die anderen wollen zum Westpark, zum Café Erdmann. Zwei kleine Jungs spielen sich auf dem Bürgersteig ne alte Pocke zu, gönnen sich vor dem Anpfiff noch ne Kugel Zitroneneis für 70 Cent bei Panciera. Heimat!
Anpfiff: Der Heimatdesign-Titel. Komischer Typ mit Retroschnäuzer und Serbenfrisur pellt sich aus einem weißen Hemd; er trägt weiße Strumpfhosen oder enge Leggins, dazu weiche braune Schuhe. Gay-Vogue, warum nicht. Titelthemen: Henze, New York, Schlaglöcher, die Zukunft, 4x Mode. Gute Mischung. Mal ein Printding ohne plakative politische Ansichten, hehe.

(Mist, dann kommt dieses Spiel dazwischen. Zwei Stunden setze ich mal aus mit der Lektüre bzw. Rezension. Mein Heimatgefühl wird ziemlich angekratzt. Viel Bier. Schwamm drüber)
Weiter mit dem neuen Hundertseiter. Ich mach’s jetzt kurz: klasse Teil! Gar nicht so szenig-kuschelig-inzüchtig, wie man diesen Design-Nerds manchmal vorwerfen könnte. Optisch ein Genuss, klar layoutet, verschwommene Modefotos von Philipp Wente. Auffällig die erstklassigen Illustrationsideen von Katrin Rodegast und Anne Deppe. Oder wie Designer „Heimat“ illustrieren: als verlassenen Parkstreifen mit Mülltonne und Lärmschutzwand wie Reza Nadji. Und als Sehnsuchtschiffre mit Surfer-Attitude wie Cape Arcona. Tolle Anzeige von Jan Kath (wenn Teppiche und genug Geld: dann da). Dazu kurz beleuchtete Themen wie Unprojekte (von der Kulturhauptstadt abgelehnt), Bohème Précaire (Kultur in leer stehenden Räumen), Concrete Playground (Streetart-Festival) oder Ruhrgestalten (Lifestylemagazin aus Herne). Macht, käme man von außerhalb, durchaus den Eindruck einer recht agilen Szene.
Drei längeren Heimatstücken hätte der neue Chefredakteur Volker K. Belghaus ruhig mehr Platz einräumen können: Johannes Wiek berichtet von Schlaglöchern auf unseren Straßen und wie sie ein intelligenter Schlagloch-Flashmob mit geradezu hippiesken Aktionen stopfen könnte. Der Grandseigneur des Hochrads und neue Prophet der Entschleunigung, Ekamina-Veranstalter Martini, beschreibt eine easy Paddelfahrt auf der Ruhr, die zwei Seiten mehr Fotos vertragen hätte; und über den Ruhrgebiets-Tellerrand hinaus blickt die Reportage von Jan Wilms, der mit seinem „Auge“ Philipp Wente bei Hans Werner Henze in der Nähe von Rom war und mit dem greisen Komponisten im Jaguar durchs Latium cruiste.

Dass Belghaus seiner Vorgängerin Petra Engelke Gelegenheit gab, ihren Umzug nach New York mit Heimatgefühlen zu erläutern (plus der Abdruck ihres live ungeheuer emphatisch vorgetragenen Gedichts „Wir sind eine Armee“), ist eine schöne Geste und sorgt für heimatliche Kontinuität. Heimatbilder auch, als das Magazin letztens in Dortmund vorgestellt wurde: Auf dem Bürgersteig vor der grandiosen „Ständigen Vertretung“ und dem Heimatdesign-Laden am Hohen Wall, knallgelbe Sitzsäcke, süßer Cava (Praktikantinnen darf man nicht einkaufen schicken!), Schalker Bier und in Sichtweite die Tauben vom Winkelmann auf dem U. Nee, is dat schön hier.

Weitere Infos: Die U4 hat Bionade gebucht, das nächste Heimatdesign erscheint im Oktober, die Website heißt http://www.heimatdesign.de/magazin