Polen sollte die Führung übernehmen und Leopard 2 an die Ukraine liefern

Leopard 2A4 Foto: böhringer friedrich Lizenz: CC BY-SA 2.5

Deutschland wird erst einmal keine Leopard 2 an die Ukraine liefern. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) will es nicht und versagt vor der Geschichte.  Der neue  Verteidigungsminister Boris Pistorius soll nun seine erste Tage im Amt damit verbringen, Panzer zu zählen. Im Kreml wird man ein paar Flaschen Krimsekt geöffnet haben. Es ist alles wie immer: Deutschland kann man nicht trauen. Es ist nur ein Teil des Westens, wenn es nichts kostet. Freiheit ist hier kein Wert, für den man einstehen mag. In Polen weiß man das seit Jahrhunderten. Es wäre gut, wenn unser östlicher Nachbar daraus jetzt die Konsequenzen zieht und seine Leoparden an die Ukraine auch ohne eine Genehmigung aus Berlin liefert. Neue Panzer bestellen die Polen in Korea und den USA. Auf Lieferungen aus Deutschland sind sie künftig nicht mehr angewiesen. In ihrem  Interesse liegt es auch, dass die Ukraine die russischen Besatzer schlägt, sonst gerät das Land erneut in eine Lage die sich immer wieder als fatal erwiesen hat: Die Deutschen an der Grenze im Westen, die Russen im Osten – das führte für Polen mehr als einmal in die Katastrophe.

Polen weiß, welchen Wert Freiheit hat: Es wurde 1939 von den Deutschen und den Russen besetzt. Polnische Piloten trugen entscheidend zum Sieg der Briten in der Luftschacht von England bei. Die polnische Armee kämpfte unter britischen Kommando in Afrika, Italien, Frankreich und den Niederlanden gegen Deutschland.  Die Russen schauten zu, wie Wehrmacht und SS den Warschauer Aufstand niederschlugen. Polen weiß, wer seine Freunde und wer seine Feinde sind. Es sollte entsprechend handeln. Jeder, der die Freiheit liebt wird an Polens Seite stehen.

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nussknacker56
nussknacker56
10 Tage zuvor

Der neue Verteidigungsminister will also erst mal nachzählen, wie viel Panzer wir noch haben. Nach sozialdemokratischer Zählweise könnte es ein Weilchen dauern, bis das Ergebnis zweifelsfrei feststeht. Und wer weiß, ob die nervige Ukraine bis dahin immer noch die Panzer braucht.

So sieht sozialdemokratische Solidarität aus, und so wird sie nicht zum ersten Mal praktiziert.

trebireh
trebireh
10 Tage zuvor

Scholz hat die relative Mehrheit in Deutschland hinter seiner Blockadestrategie (versammelt). Die rechtslastige polnische Regierung dazu aufzufordern, die NATO-Spielregeln zu brechen, finde ich nicht eben klug. Da den Fanatikern in Warschau es sogar zuzutrauen ist, diesen Wahnsinn zu tun, werden wir sogar vielleicht sehen warum. Kein Militärbündnis ohne verlässliche Spielregeln.
Polens Ruf in Deutschland ist ramponiert. Die 1,3 Billionen-Wiedergutmachungsforderung der antideutschen Regierung in Warschau ist nicht gerade solidarisch mit der Ukraine.
Auch mich kotzt Scholz an, aber er ist nur Symptom, nicht Ursache des Problems.

rudi
rudi
9 Tage zuvor

Das ging ja flott, dass aus den Sowjets wieder „die Russen“, die 1939 Polen besetzten und 1944 nicht den Warschauer Aufstand unterstützten geworden sind. Kleine Erinnerung: In der Roten Armee kämpften auch Ukrainer, Georgier etc.

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