
In einem auf dem Middle East Monitor erschienenen Beitrag schreibt der Potsdamer Soziologe Jürgen Mackert, Deutschland sei dabei, ein „kleines Israel“ zu werden. Deutschlands Mitschuld an der grenzenlosen Grausamkeit des Völkermords in Gaza, seine bedingungslose Unterstützung der andauernden Nakba im Westjordanland und im besetzten Ostjerusalem sowie seine Unterstützung zionistischer Angriffskriege gegen Libanon, Syrien, Irak, Jemen und Iran habe zu einem dramatischen Zusammenbruch der politischen Integrität der Führung des Landes geführt, schreibt Mackert. „Tatsächlich ist die deutsche Außenpolitik auf das Niveau zionistischer Verleumdungskampagnen gesunken, wobei Wadepuhl international die Antisemitismuskarte ausspielt, während ähnliche Anschuldigungen gegen diejenigen innerhalb Deutschlands gerichtet werden, die sich gegen den Zionismus aussprechen oder Berlins Unterstützung für Israel kritisieren.“ Der Middle East Monitor (MEM) erscheint in London, soll aber von Katar finanziert werden und enge Kontakte zur Muslimbruderschaft haben, deren Vertreter in Gaza die Terrororganisation Hamas ist. Glühende Israelkritik ist Standard beim MEM.
Jürgen Mackert, der an der Universität Potsdam lehrt, wurde im März vergangenen Jahres vom brandenburgischen Antisemitismusbeauftragten Andreas Büttner kritisiert. Nach einem Bericht des Tagesspiegels wurde ihm von einigen Studierenden vorgeworfen, „seine Lehrveranstaltungen für die Verbreitung antiisraelischer Propaganda zu nutzen.“
