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Precht über Corona-Virus: „Eine sehr kleine Bedrohung“ und „Gefährlich wie eine Grippe“

Richard David Precht Foto: Ji-Elle Lizenz: CC BY-SA 4.0

In einem Interview sinniert der promovierte Germanist, Talkshow-Moderator und ehemalige Teilnehmer von „Wer wird Millionär“ darüber, warum die Menschen das Coronavirus ernster nehmen, als den Klimawandel.

„Jetzt kommt etwas vergleichsweise harmloses, etwas was so gefährlich ist wie ’ne Grippe, mit ’ner Mortalitätsrate von 0,3% der Betroffenen und auf einmal ist alles anders. […] Plötzlich ist alles möglich, obwohl es sich um eine sehr kleine Bedrohung handelt. Aber angesichts der ganz großen Menschheits-Bedrohung scheint das alles nicht möglich zu sein. Das weckt den Sinn für das Nachdenken.“ So äußert sich Richard David Precht, der Moderator der ZDF-Talkshow „Precht“ im Interview mit der Branchenplattform turi2tv. Den Bürgerinnen und Bürgern im Land wirft er weiterhin vor, mehr Angst um ihr Leben zu haben als um das Überleben der Menschheit. „Wir leben in einer Erregungsgesellschaft“, stellt Precht mit betroffener Miene fest.

Aber sehen Sie selbst:

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16 Kommentare zu “Precht über Corona-Virus: „Eine sehr kleine Bedrohung“ und „Gefährlich wie eine Grippe“

  • #1
    abraxasrgb

    Der Richard Clayderman der Fernseh-Gefühlosophie.
    Intellektuell absolut nicht satisfaktionsfähig.

  • #2
    Thomas Weigle

    Spult vor zum Lesch, der wie immer gut die Welt erklärt, diesmal die Corona-Welt. Der Mann ist einfach gut.

  • #3
    Helmut Junge

    zwar intellektuell nicht satifaktionsfähig, aber wieder mal im TV.
    Nach Karl Valentin ist zwar schon alles gesagt worden, aber längst nicht von Jedem.

  • #4
  • #5
  • #6
    Berthold Grabe

    Es ist nicht überraschend, das die Fraktion derjenigen, die schon vor der Corona Krise ihre Risikogefühle nicht in der Realität verorten konnten, dies in der Corona Krise erst recht nicht können.
    Die Herausforderung der wir jetzt gegenüberstehen ist viel fundamentaler als Precht begreifen kann.
    wir haben in den letzten Jahrzehnten die "Resilienz" der Gesellschaft gegenüber existentiellen Bedrohungen deutlich geschwächt.
    Wir können von glück reden, das die Notfallpläne aus der Zeit des Kalten Krieges, die niemand mehr ernst nahm, vielerorts noch existieren und darauf zurückgegriffen werden kann.
    Trotzdem sind unsere gesellschaftlichen Systeme sowenig wie nie, auf Katastrophen dieser Art vorbereitet, so das eine vergleichsweise harmlose Epedemie die Gesellschaft an den Rand des Zusammenbruchs bringe könnte.
    Hoffen wir, das der Shut down schnell die erhoffte Wirkung bringt. Ansonsten werden wir eine große Zahl Menschen dem Tod ausliefern müssen, mangels Ressourcen und der existentiellen Notwendigkeit, die Produktion wieder hochzufahren.
    Das Kollekitv kann möglicherweise 1 % Sterblichkeit eher verkraften als einen ökonomischen Zusammenbruch, der ab einer gewissen Dauer des "Shut downs" schlicht droht.
    Egal wie tragisch das individuell auch sein mag.
    Noch ist die Preisgabe von Menschen keine Alternative, die Fehler der Vergangenheit aus dem Luxus fehlender Krisen heraus, könnten uns jedoch sehr schnell an Grenzen bringen, bei der die ökologischen Fragen schlicht eine Witz sind.

  • #7
  • #8
    Helmut Junge

    Wer Krisen als "harmlos" einstuft, hat doch wohl das sichere Wissen darüber, wie solchen "Harmlosigkeiten" beizukommen ist, sonst wäre er ja nur ein Schwätzer. Alle Welt wartet: "Was sagt Precht, was wir tun sollen? Was sagt der Meister?
    Aber ok., ist nicht sein Job.

  • #9
    Gerhard Otto

    Hat die Flachpfeife Richard David Precht nun auch noch den unsäglichen Dieter Nuhr als "Spindoctor" engagiert?

  • #10
    erdinger

    Im Vergleich zur Klimakrise hat er natürlich recht. Die wird langfristig schlimmer. Und es ist ein gutes Beispiel dafür, wie irrational wir Risiken unterschiedlich wahrnehmen. "Harmlos" ist dennoch eine mehr als unglückliche Wortwahl. Er hätte von einer anderen und objektiv kleineren wenn auch akuteren Bedrohung sprechen sollen.

  • #11
    Wewel

    Intellekt, Eloquenz, gepaart mit grenzenloser Selbstüberschätzung macht nicht immun gegen Verblödung. Si tacuisses. Philosophus mansisses. , Nun ist er wieder das, was er vorher schon war. Ein vergleichsweise harmloser , eitler Schwätzer, Nuhr peinlich

  • #12
    Ulrich Beckmann

    OMG – In dieser Hinsicht ist Precht wohl einfach masslos überfordert, eine totale Fehleinschätzung. Unglaublich, hat hier wohl ähnlich wie Dieter Nuhr in Mathematik nicht aufgepasst und verwechselt %Rechnung mit Exponentialrechnung. Er solle sich mal ein Schachbrett & eine Tüte Reis aus einem Supermarkt (falls es Letzteres da noch welchen gibt) kaufen und die Anzahl der Reiskörner auf jedem Feld des Schachbrettes verdoppeln, mal sehen, wie weit er damit kommt. Kein Hexenwerk, sondern Grundschulwissen …

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  • #14
    Büren-Fonteyne, Anne, Sonsbeck

    Ich stimme Herrn Precht in viele Punkten zu! Über die teilweise unsachliche Kritik bin ich überrascht und irritiert!?

  • #15
    Volkhard Ehlert

    Das die Krise nicht harmlos ist, zeigt sich in vielem, nicht nur in Italien, Frankreich und USA. Es bringt uns auf den Boden der Realitäten zurück und zeigt, wie überlebenswichtig die operativen Tätigkeiten an der Basis für unsere Gesellschaft sind. Egal ob Krankenschwestern, Pfleger, Polizisten, kleine Angestellte und Beschäftigte im Handel, in der Landwirtschaft oder im Produktionsbetrieb, ohne sie wird eine Gesellschaft schnell desolat und funktionsunfähig. Gerade die , die jetzt an der Front stehen, sind unentbehrlich, sie sind die Frontsoldaten gegen diesen Feind und riskieren ihre eigene Gesundheit, ganz im Gegensatz zu Schreibtischtätern, Managern, Politikern, Unternehmern und hohen Beamten, die noch dazu um ein Vielfaches besser angesehen und bezahlt werden.
    Die Krise ist eben nicht unbedeutend und harmlos, nicht nur weil sie uns die Fehler in unserem Gesundheitssystem aufzeigt, sondern auch die in unserem leistungsungerechten Wertschätzungs- und Entlohnungssystem, besonders in Deutschland aber auch global. Allein deshalb ist sie genau so bedeutend wie die heraufziehende Klimakrise. Das hat Herr Precht offenbar nicht erkannt.
    aufzeigt.

  • #16
    Nija Genewi

    Im Gegenteil zur früheren Zeiten,kann ich inzwischen sein selbstgerechtes und unnötiges Gerede nicht mehr hören..Das Interview fand wohl vor einem Monat statt,was er wohl heute so denkt ??? Würde mich echt interessieren

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