Preisgeld des Bochumer Peter-Weiss-Preises geht an Initiative für den Dialog zum Thema Nahost-Konflikt an Schulen

Peter Weiss während der Verleihung des Bremer Literaturpreises 1982 Foto: Dietbert Keßler Lizenz: Gemeinfrei

Der Peter-Weiss-Preis 2023 wird ausgesetzt und das Preisgeld an eine gemeinnützige Organisation gespendet. Damit folgt die Jury der nach dem Künstler Peter Weiss benannten Auszeichnung dem Vorschlag der ursprünglich ausgewählten Preisträgerin Sharon Dodua Otoo. Die Autorin war wegen eines vor acht Jahren von ihr unterschriebenen Aufrufs der Organisation „Artists for Palestine UK“ in die Kritik geraten und hatte in der Folge entschieden, den Preis nicht anzunehmen.

Die Jury bedauerte ihren Rücktritt und gab bekannt: „Zugleich respektieren wir Sharon Dodua Otoos Anliegen, der drohenden gesellschaftlichen Spaltung einen versöhnlichen Vorschlag entgegenzubringen, dem die Jury folgt: Die Verleihung des Peter-Weiss-Preises wird in diesem Jahr ausgesetzt und das Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro an die gemeinnützige Initiative ‚Gesellschaft im Wandel‘ gespendet, die sich für den Dialog zum Thema Nahostkonflikt an deutschen Schulen stark macht.“

Die Auszeichnung, benannt nach dem Autor, Dramatiker, Maler und Filmemacher Peter Weiss, wird seit 1990 alle zwei Jahre an eine Persönlichkeit aus einer der Sparten Literatur, Theater, bildende Kunst und Film vergeben.

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