Pro NRW: Kevin braucht Kohle

Pro NRW will im kommenden Jahr eine Großdemonstration gegen Minarette organisieren. Der stellvertretende Landesvorsitzende Kevin Gareth Hauer hat allerdings andere Probleme: Er braucht Geld.

Anfang des Jahres sah sich Kevin Gareth Hauer, Berufsstudent und  Pro NRW Vertreter im Gelsenkirchener Rat, wieder einmal als Opfer: Das Wahlamt der Stadt Gelsenkirchen, so sein Vorwurf, hätte dem Gelsenkirchener Ableger der rechtspopultistischen Partei Pro NRW, Formulare für die Reserveliste mit falschem Datum gegeben, um so die Kandidatur von Hauers Partei bei der Kommunalwahl zu sabotieren. Hauer warf der Stadt SED-Methode vor, fabulierte etwas von Sabotageangriffen und sah in die düstern Vorgänge auch Gelsenkirchens Oberbürgemeister Frank Baranowski verwickelt.

Baranowski und die Stadt Gelsenkirchen wehrten sich gegen die Vorwürfe und gewannen nun vor dem Hamburger Langericht. Wiederholt Hauer seine Vorwürfe, drohen ihm Haft oder eine Geldstrafe von bis zu 250.000 Euro. Schon die Kosten der Verfahren dürften Hauers finanzielle Möglichkeiten übersteigen: Gut 9200 Euro muss Hauer berappen – bezahlt hat er davon bislang gerade einmal knapp 2.000 Euro. Viel Geld für jemanden, der vor Gericht angegeben hat, im Hauptberuf Student zu sein und über ein Einkommen von gerade einmal 800-900 Euro im Monat zu  verfügen.

Im kommenden Jahr dürfte der Berufsstudent, eingeschrieben seit 2001, allrdings gut 18.000 Euro für seine ehrenamtliche Tätigkeit im Rat und der  Bezirksvertretung erhalten. Traditionellerweise wird davon allerdings ein Teil an die Partei abgeführt. Und nun kommen noch die Kosten für seine juristischen Abenteuer dazu. Kann gut sein dass Hauer künftig, wie viele andere Studenten, eine Job braucht.

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6 Kommentare

  1. #1 | Burkard Schulte-Vogelheim sagt am 16. Dezember 2009 um 12:47 Uhr

    Schlechte Zeiten, für den PRO-XXX. Immer wenn er und seinesgleichen konform mit „Den Sorgen und Ängsten Kleiner Leute“ schwingt, kommt ihm ein Sarrazin, ein Arbeiterführer oder Bosbach in die Quere und redet der sozialen Paranoia das Wort, nichts anderes sind ja die „Sorgen und Ängste“. Und so wird ihm und seinesgleichen wohl bald nichts anderes übrig bleiben, als sich im Niedriglohnbereich zu verdingen, er hat ja nichts gelernt, und, evtl. gar einen muslimischen Vorgesetzten ertragen müssen. Das wäre wiederum ein ganz neuer Aspekt die Hartz-Gesetze zu sehen, zu sehen als Schock-Therapie.

  2. #2 | Burkard Schulte-Vogelheim sagt am 16. Dezember 2009 um 13:56 Uhr

    Gemeint war, werter Stefan Laurin, nicht der klagewütige PRO-Idiot, sondern der von mir und anderen Demokraten so benannte PRO-diot. Was nun der PRO-diot da herausliest, was ihn evtl. zur Klage veranlaßt, das ist sein und evtl.mein Problem. Die Ruhrbarone haben damit selbstverständlich nichts zu tun. Interessant in jedem Falle aber wäre es, jenen PRO-totypen Deutscher Leitkultur öffentlich vor Gericht zu erleben. Das wiederum mit dem schalen Beigeschmack, daß jenes Bürschchen – hoffentlich ist das nicht auch wieder beleidigend – nur stellvertretend für die eigentlichen Täter der Mitte, sich als staatsbürgerliche Analphabet outet.

  3. #3 | Twitter Trackbacks for Pro NRW: Kevin braucht Kohle » ruhrbarone [ruhrbarone.de] on Topsy.com sagt am 16. Dezember 2009 um 15:37 Uhr

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  4. #4 | Malte sagt am 16. Dezember 2009 um 16:56 Uhr

    Er könnte ja wieder bei der Post… ich meine, zur Weihnachtszeit brauchen die doch immer „Aushilfskräfte“!

  5. #5 | Beischt, König, Stadtkewitzs: Der Traum der rechten Versager | Ruhrbarone sagt am 6. November 2010 um 12:42 Uhr

    […] vergangenen Jahr die wenigen hundert Euro die er als Ratsherr in Gelsenkirchen bekam, die einzige Einnahmequelle. Nicht viel Geld, aber für Versager, die auf dem Arbeitsmarkt keine Chance haben, die nichts sind […]

  6. #6 | ProNRW: Rechte Schnorrer? | Ruhrbarone sagt am 6. Mai 2011 um 09:05 Uhr

    […] Erwerbsarbeit nachgeht, beantwortet Hauer nicht. Noch im Dezember 2009 sah sein Einkommen eher mau aus.  Von nichts kommt nun mal nichts, die Regel gilt auch bei Hauer. Haupteinnahmequelle bei ihm […]

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