RTG Reloaded – Der Umzug nach Oberhausen

 

Heute habe ich mal wieder eine Tour durch den Regionalverband Ruhr (RVR) hinter mir. Und dabei sagte mir einer, der sich gut auskennt, dass die Ruhrtouristik GmbH /RTG) in Oberhausen für die Miete des neuen Büros bis zu 70.000 Euro zahlen muss. Das ist viel Geld. Auch wenn dafür bis zu 500 Quadratmeter angemietet werden sollen.

In der Vorlage zum Umzug für das Ruhrparlament am Montag , die mir mittlerweile auch vorliegt, steht von diesen Kosten nichts drin. Muss es aber auch nicht wirklich. Denn die Kosten betreffen ja nur mittelbar den RVR. Unmittelbar muss die RTG das Geld berappen. Das bedeutet: Die RTG hat das Mietgeld nicht mehr  zur Verfügung für andere Projekte. Sie muss also bei ihrer aktiven Arbeit sparen, oder den RVR wieder um eine Erhöhung der Zuwendungen anschnorren.

Bislang hat die RTG bei ihrer Mutter, dem RVR als Untermieterin gehaust. Beengt an zwei Standorten. OK. Aber billig. Nebenan waren auch günstige Räume frei, in dem umgebauten RWE-Gebäude etwa an der Gutenbergstraße in Essen.

Aber Ok, wenn die RTG schon umziehen muss, hätte man erwarten können, dass sie an einen touristisch interessanten Ort umzieht. Meinetwegen auch etwas Repräsentatives. Etwa nach Dortmund ins U oder nach Essen in den Zollverein. Wahrscheinlich wäre auch das billiger gewesen. Aber da war dann ja noch der SPD-OB von Oberhausen, der Herr Wehling, der ein Bonbon brauchte, wie man mir mittlerweile von mehreren Seiten anvertraute. Also muss die Nähe zur Pommes-und-Cola-Oase im Centro als Definition von repräsentativen Standort herhalten. Und: wie es in der Vorlage heißt, ist in Oberhausen auch kaum mit Stau zu rechnen. Liegt ja auch weit vom Schuss, die Neue Mitte. 🙂

Wo aber kann, muss die RTG sparen? Da ist zum Beispiel das neue Touristik-Portal. Nach den ursprünglichen Planungen sollte die Internetseite bis zu 300.000 Euro kosten. Doch die Bezirksregierung hat diese Ausgabe nicht genehmigt. Denn die öffentliche geförderte Internet-Seite hätte den vielen privaten Internet-Diensten ungehörig Konkurrenz gemacht. Das geht nicht, fand die Bezirksregierung, wäre ja Wettbewerbsverzerrung – womit sie sicher recht hat.

Nun soll eigentlich die neue Touristik-Seite für rund 150.000 Euro (plus minus 20.000 Euro) realisiert werden. Doch wenn wegen der Miete in Oberhausen sowieso Geld gespart werden muss. Da könnte man doch bei der RTG auf die Idee kommen, die Internet-Seite komplett einzusparen?

Wie ich höre, denken darüber schon einge Leute nach. Ich bin gespannt, ob und wenn wie die Touristiker-Seite realisiert wird.

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