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Ruhr: Stadtgründung am 5.11. um 16.30 Uhr

Gerade wurde ich zu einer Stadtgründung eingeladen.

"Fünf Millionen Menschen lassen sich nicht länger übersehen. Das Ruhrgebiet muss eine Einheit werden, demokratisch regiert. Nur so vollendet sich der Wandel von Europas kraftsvollstem Industriegebiet zu Deutschlands größter Stadtlandschaft. 
Es ist höchste Zeit, das Ruhrgebiet auf eigene Beine zu stellen und Stärken zu betonen. Geeint - aber auch nur dann - hat das Ruhrgebiet das Zeug, zu einer der ersten Adressen Europas zu werden. Davon profitieren alle Städte an der Ruhr und drumherum.

Gerade wurde ich zu einer Stadtgründung eingeladen.

"Fünf Millionen Menschen lassen sich nicht länger übersehen. Das Ruhrgebiet muss eine Einheit werden, demokratisch regiert. Nur so vollendet sich der Wandel von Europas kraftsvollstem Industriegebiet zu Deutschlands größter Stadtlandschaft. 
Es ist höchste Zeit, das Ruhrgebiet auf eigene Beine zu stellen und Stärken zu betonen. Geeint – aber auch nur dann – hat das Ruhrgebiet das Zeug, zu einer der ersten Adressen Europas zu werden. Davon profitieren alle Städte an der Ruhr und drumherum.

Wir warten nicht länger – Wir gründen Deutschlands grösste Stadt und laden Sie herzlich ein, an diesem historischen "Zusammenraffen" teilzunehmen. Im Musiktheater im Revier wollen wir uns gemeinsam mit Ihnen zu Bürgern der Stadt Ruhr erklären – wie auch immer diese Stadt der Städte eines Tages heißen mag. Seien Sie dabei!"

Die Initiatoren haben groß aufgefahren: Lammert wird eine Rede halten, was immer gut ist, ex-WAZ/onruhr-Chef Uwe Knüpfer Kurztstatements von Dietrich Grönemeyer, Elmar Weiler, Christoph Zöpel moderieren und ein Aufruf wird auch noch verlesen. Dazu gibt es die Uraufführung einer "Ode an die Ruhr". Und: Um 18.00 Uhr Imbiss. Ich geh hin 🙂

Mehr zu den Initiatoren unter stadtruhr
(Dank an Marc für den Hinweis)

RuhrBarone-Logo

11 Kommentare zu “Ruhr: Stadtgründung am 5.11. um 16.30 Uhr

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    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Claudia: Soooo klein ist das Musiktheater nicht. Ich glaube, sie lassen Dich rein 🙂

  • #7
    Nobby

    Wir gründen Deutschlands größte Stadt …

    und laden Sie herzlich ein, an diesem historischen ?Zusammenraffen? teilzunehmen. Im Musiktheater Gelsenkirchen wollen wir uns gemeinsam mit Ihnen zu Bürgern der Stadt Ruhr erklären ? wie auch immer diese Stadt der Städte eines Tages heißen mag.

    Stephan, an welchen Tag findet das ganze statt?

    Ich würde gerne mal dabei sein, wenn die Herren von Pro.Ruhrgebiet ernähren, warum das Gebiet nicht mehr zu Westfalen oder dem Rheinland gehört.

    Schließlich muss man ja seine Gegner auch mal Studieren!

    Mit freundlichen Grüßen
    Nobby

  • #8
  • Pingback: Pottblog

  • #10
    Martin Tönnes

    da können die Herren Lammert und Zöpel ja auch gleich die Große Koalition für die Stadt Ruhr verkünden – dass passt doch gerade so schön!

  • #11
    Dirk E. Haas

    Die Gründung einer Stadt ist üblicherweise nicht mit ?Forderungen?, sondern mit Versprechen verbunden (?In unserer Stadt ist dies und das besser, anders, völlig neu ??); daher sollten die ?stadtruhr?-Gründer nicht 10 Forderungen (an wen auch?) formulieren, sondern den künftigen Bürgern ihrer Stadt 10 Versprechen geben.

    Das wäre einem feierlichen Gründungsakt viel angemessener.

    Was traditionell gut funktioniert, sind Freiheitsversprechen (?Stadtluft macht frei? ? das kennt jeder); ob nun als ?Freiheit zu ?? oder ?frei sein von ?? ist erstmal zweitrangig. Ähnlich ist es mit der Demokratie: Neue Formen gesellschaftlicher Teilhabe (wie das die Böll-Stiftung nennen würde) sind immer ein guter Grund für Stadtgründungen, gerade unter den Bedingungen der ?Postdemokratie? (den Link schenke ich mir heute morgen). Die Frage ist also: Sind neue Freiheits- und Demokratieversprechen mit der Gründung dieser ?stadtruhr? verbunden? ? Falls nicht, reden wir wohl eher wieder über Verwaltungsreform, nicht über Stadtgründung.

    Egal, auch wenn dies der x-te Wiedergänger der Ruhrstadtdebatte zu sein scheint, muss es das ja nicht bleiben. Hier also ?meine? Versprechen; es sind nur 2 (was aber nichts mit Bescheidenheit zu tun hat):

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    Die Gründung der Stadt steht nicht nur auf dem Papier. Die Stadtgründer erwerben Land oder bringen Grundbesitz ein: die neue Stadt hat ein erklärtes und verfügbares Territorium (egal, wie zersplittert es sein mag).
    Und es bleibt nicht auf das beschränkt, was wir gewohnt sind als Ruhrgebiet zu sehen: In London, Perm, Rotterdam, Sarajevo, Bad Karlshafen usw. (überall auf der Welt, wo überzeugte Ruhrgebietler leben) können Grundstücke in diese neue Stadt eingebracht werden (= weltstadtruhr).
    Das so entstandene Territorium der ?weltstadtruhr? wird einem gemeinnützigen Trust übertragen. Es wird (und bleibt) common ground, kann also nicht verkauft und zurückgeleast werden, auch nicht mit Zweidrittelmehrheiten.
    Gleichwohl werden natürlich jederzeit Grundstücke, Häuser, Wohnungen, Werkstätten etc. an neue Bürger dieser Stadt verpachtet (sie sollen dort ja leben, lieben, arbeiten, sterben können). Mit dem Pachtzins finanziert die Stadt ihre Gemeinschaftsaufgaben und erwirbt neues Land (um zu wachsen ? ?Gestalt und Wachstum?, so heißt es im Biologiebuch meines Sohnes, sind Merkmale von Lebewesen. Das gilt auch für Weltstädte, die im Entstehen begriffen sind).

    2
    Die politischen und gesellschaftlichen Spielregeln orientieren sich an den Prinzipien der kollaborativen Demokratie, denn eine Weltstadt, die die politische Kultur und Entscheidungsroutinen der vorhandenen Ruhrgebietsstädte nur auf einem anderen Level repliziert, braucht es nicht.
    Die ?weltstadtruhr? ist also eine Stadt ohne Stellvertreter (hier werden niemandem die Entscheidungen abgenommen).

    Mehr Versprechen braucht es nicht, alles weitere ist Verhandeln.

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