Ruhrgebiet: Corona explodiert in Gladbeck und die Stadt darf nicht handeln

Rathaus Gladbeck Foto: Ziko Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die zum Kreis Recklinghausen gehörende Stadt Gladbeck ist seit Beginn der Pandemie von Corona besonders schwer betroffen. Das Virus zog im Frühjahr durch die Altenheime und sorgte dafür, dass die 80.000-Einwohnerstadt höhere Todeszahlen hatte etliche Großstädte. Und auch im Moment ist die Lage in Gladbeck dramatisch: Vor wenigen Tagen lag die 7-Tage-Inzidenz bei 76,6. Gestern lag sie dann immerhin noch bei 59,5. Auch wenn die Stadt, der Kreis und der Regierungsbezirk nun Maßnahmen ergreifen wollen, dürfen sie es nach einem Bericht der WAZ nicht. Denn im Kreis liegt der Inzidenzwert bei 23,9 und somit kann nicht auf die Lage in der Stadt reagiert werden. Erst ab einem kreisweiten Inzidenzwert von 35 können erste Maßnahmen ergriffen werden, ab 50 muss gehandelt werden. Das Land beharrt darauf, dass der Inzidenzwert des Kreises gilt, nicht der einer kreisangehörigen Stadt.

Das ist Unsinn. Es braucht im Kampf gegen das Virus ein Feintunig. Besondere Maßnahmen für kreisangehörige Städte oder auch für Bezirke in Großstädten müssen möglich sein. Das Land sollte schnell handeln und die dafür notwendige Rechtsgrundlage schaffen.

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5 Kommentare

  1. #1 | Ke sagt am 2. Oktober 2020 um 09:18 Uhr

    Und dann kommt das Verwaltungsgericht und will das Massnahmen kleinteilig sind.

  2. #2 | Arnold Voss sagt am 2. Oktober 2020 um 10:14 Uhr

    Was genau explodiert da jetzt, Stefan. Die Infektionszahlen oder die Erkrankungen? Wieviele werden zu Zeit in Krankenhäusern behandelt? Wieviele sind auf der Intensivstation? Wie ist da die Tendenz der letzten Wochen?

  3. #3 | Robin Patzwaldt sagt am 2. Oktober 2020 um 13:28 Uhr

    Da vermisst man leider an vielen Stellen die Logik und die Konsequenz. Ist hier am Ort auch so. Ein Infizierter an einer Grundschule vor drei Wochen und die ganze Schule schliesst für zwei Wochen. Jetzt gibt es jeweils einen an der Gesamtschule und am Gymnasium und der Schulbetrieb läuft weiter. Dass betroffene Eltern da sauer werden, verwundert nicht wirklich.

  4. #4 | Walter Stach sagt am 2. Oktober 2020 um 15:07 Uhr

    "Das Land weigert sich……."…

    Und das heißt der Gesundheitsminister des Landes und letztendlich heißt das der Ministerpräsident weigern sich……

    Für mich unfaßbar, daß nicht unverzüglich (!!) diese irre bürokratische Regelung gänzlich oder "per Sonderregelung für Gladbeck" außer Kraft gesetzt wird. Das könnte der MP im Benehmen mit dem Gesundheitsminister sofort so entscheiden und verfügen.
    Es gibt aus meiner Sicht nicht einmal ansatzweise einen erkennbaren Grund, das nicht zu tun.

    Laschet und…….??????
    -L. als Kanzler in einer Ausnahmesituation…………..; unvorstellbar für mich, aber nicht unrealistisch.

  5. #5 | abraxasrgb sagt am 2. Oktober 2020 um 21:04 Uhr

    Ich glaube das wirkungsvollste Heilmittel gegen Corona ist Cannabis 😉
    Das beruhigt und entspannt … anscheinend sind die Coronoia-Infektionen nicht "symptomlos", sondern das Virus befällt Synapsen.

    Einer verunglückt mit dem Auto, weil die Bremsleitungen durchgerostet waren und alle anderen müssen deshalb ihre Autos in der Garage lassen? Okay, kann man so denken. Muss man sich nur nicht wundern, wenn einem der Vogel / Mittelfinger gezeigt wird …

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