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RWE Konzernumbau wird konkret

Foto: RWE-Turm / flickr.com / schicki

RWE-Chef Jürgen Großmann kommt mit seinen Umbauplänen beim zweitgrößten Energieversorger Deutschlands voran. Wie ich erfahren habe, wird derzeit die Gründung einer so genannten RWE Deutschland AG unter dem Dach der RWE Holding intensiv vorbereitet. Entsprechende Rahmenbeschlüsse sollen bereits bei einer Aufsichtsratssitzung der Holding am Rosenmontag sowie bei einer Sitzung des Aufsichtsrates der Vertriebstochter RWE Energy am Aschermittwoch gefasst werden.

Im Kern geht es den Informationen zufolge bei der neuen RWE Deutschland AG darum, die Aktivitäten in Erzeugung und Vertrieb Deutschlandweit in einer Firma zusammenzufassen. Bislang hieß es immer, es sei nur geplant, die Regionalgesellschaften des RWE enger zu verzahnen und unter dem Dach der Führungsgesellschaft RWE Energy zu bündeln. Die genauen Details der Neuordnung des Konzerns sind noch nicht bekannt. Eine RWE-Sprecherin wollte die Informationen nicht kommentieren.

Neben der RWE Deutschland AG soll darüber hinaus eine weitere Aktiengesellschaft gegründet werden, in der das Netzgeschäft

Foto: RWE-Turm / flickr.com / schicki

RWE-Chef Jürgen Großmann kommt mit seinen Umbauplänen beim zweitgrößten Energieversorger Deutschlands voran. Wie ich erfahren habe, wird derzeit die Gründung einer so genannten RWE Deutschland AG unter dem Dach der RWE Holding intensiv vorbereitet. Entsprechende Rahmenbeschlüsse sollen bereits bei einer Aufsichtsratssitzung der Holding am Rosenmontag sowie bei einer Sitzung des Aufsichtsrates der Vertriebstochter RWE Energy am Aschermittwoch gefasst werden.

Im Kern geht es den Informationen zufolge bei der neuen RWE Deutschland AG darum, die Aktivitäten in Erzeugung und Vertrieb Deutschlandweit in einer Firma zusammenzufassen. Bislang hieß es immer, es sei nur geplant, die Regionalgesellschaften des RWE enger zu verzahnen und unter dem Dach der Führungsgesellschaft RWE Energy zu bündeln. Die genauen Details der Neuordnung des Konzerns sind noch nicht bekannt. Eine RWE-Sprecherin wollte die Informationen nicht kommentieren.

Neben der RWE Deutschland AG soll darüber hinaus eine weitere Aktiengesellschaft gegründet werden, in der das Netzgeschäft im Mittel- und Niedrigspannungsbereich konzentriert werden soll. Die bisherigen deutschen Regionalgesellschaften sollen dabei auf die neuen Aktiengesellschaften verteilt werden.

Damit kommt RWE dem Ziel näher, für das Geschäft in Europa Ländergesellschaften für verschiedene Regionen zu etablieren. Bislang laufen die Planungen in den einzelnen Ländern vor allem über die strategische Abteilung des Konzerns, die Umsetzung der Strategien wird dann von den einzelnen RWE-Führungsgesellschaften in den jeweiligen Regionen eigenständig umgesetzt.

Bereits jetzt  hat RWE Ländergesellschaften in Polen und der Tschechei aufgebaut. Zudem tritt RWE in Großbritannien unter der Markt "npower" an. Nach der Übernahme des niederländischen Versorger Essent will der Konzern unter Großmann in den Benelux-Staaten die Marke "RWE" aufgeben und nur noch unter dem Namen Essent antreten. Weitere ähniche Schritte sind geplant.

Damit verfolgt RWE europaweit eine Dreimarken-Strategie: In Deutschland und im Osten RWE, in Holland und den Kleinstaaten daneben, Essent und auf den Inseln der Angelsachsen npower.

Mitarbeiter des RWE sollen auf einer Art Betriebsversammlung Anfang März in den Dortmunder Westfalenhallen auf die Neuordnung eingestimmt werden. Im Augenblick wird die Veranstaltung unter dem Begriff „Großmann kommt“ organisiert. Die Gewerkschaften haben bereits ihre Zustimmung zu den Umbauplänen signalisiert. Ihnen wir die Mitbestimmung in den Aufsichtsräten der neuen Aktiengesellschaften garantiert. Die am RWE beteiligten Kommunen wären ebenfalls mit ihren Interessen in der RWE Deutschland AG konzentriert. Die Hoffnung hier: Der Streit um die Neuausrichtung des RWE mit den Städten im Revier soll beendet werden. Die ersten Gemeinden im Ruhrgebiet haben bereits damit gedroht, Versorgungsverträge mit dem RWE zu kündigen und eigene Stadtwerke in Konkurrenz zum Konzern zu gründen, wenn ihre Interessen nicht berücksichtigt werden.

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