RWI-Schmidt 2: Für Opel einmal NIX

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Ich habe wie gesagt mit dem Wirtschaftsweisen Christoph Schmidt gesprochen. Natürlich ging es auch um Opel. Und was Schmidt, als Präsident des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung RWI eigentlich von staatliche Hilfen für Opel hält. Nun, die Antwort kann man in einem Wort zusammenfassen: NIX. Bevor der Staat in die Wirtschaft eingreife, müsse genau überprüft werden, wie sich die Maßnahmen auf den Wettbewerb auswirken würden, sagte SChmidt. „Man zerstört vielleicht mehr, als man rettet.“ Sicher gebe es im Finanzbereich Argumente, einzelne Banken zu retten, um die allgemeine Stabilität zu sichern. „Aber im realwirtschaftlichen Bereich gibt es diese Argumente eigentlich nicht.“

Auch beim Autobauer Opel seien staatliche Hilfen schwer aus strukturpolitischen Gründen zu rechtfertigen. „Es lässt sich nicht begründen, wie man insgesamt Wohlstand erzeugt, wenn man ein Unternehmen, das sich nicht mehr selbst tragen kann, staatlich schützt“, sagte Schmidt. Natürlich würde sich die Politik freuen, wenn Firmen in ihrem Einflussbereich florieren. Aber bei den Entscheidungen dürfe man nicht vergessen, dass Opel in einem europäischen Zusammenhang agiere. Sollte die Bundesregierung Opel unter die Arme greifen, verschlechtere sie damit die Position eines Wettbewerbers. „Das kann kaum Sinn der Sache sein und ist langfristig nicht förderlich“, sagte Schmidt. Nach Ansicht des Wirtschaftsweisen ist es im Autosektor offensichtlich, dass es Überkapazitäten gebe. „Die Menschen wollen nicht mehr so viele Autos kaufen, wie produziert werden können.“ Aus diesem Grund müsse irgendein Anbieter seine Kapazitäten abbauen oder ganz verschwinden. „Wer dies sei, sollte eigentlich der Markt entscheiden und nicht die Bundesregierung“, sagte Schmidt.

Seiner Meinung nach stehe zu befürchten, dass die angeforderten Milliarden einfach verschwinden, ohne langfristigen Nutzen zu bringen. „Aufhalten lässt sich die Entwicklung nicht.“

Schmidt warnte gleichzeitig die Bundesregierung davor, vor möglichen Protesten einzuknicken. Natürlich sei es gerade vor Wahlen schwer, harte Entscheidungen zu treffen. Aber es müsse abgeschätzt werden, was langfristig passiert, wenn die Regierung Opel drei oder morgen fünf Mrd Euro zur Verfügung stellt. „Wie sieht es in einem Jahr aus? Haben wir dann nicht viel größere Probleme, wieder aus der Situation heraus zu kommen?“ Besonders mit Blick auf die Beschäftigten mahnt Schmidt zur Vorsicht. Die Regierung dürfe den Menschen nicht vorgaukeln, gerettet zu sein. „Die Frage ist, ob man Menschen in eine Sackgasse schickt.“

Staatliche Hilfen machten nach Ansicht von Schmidt nur Sinn, wenn ein an und für sich gesundes Unternehmen temporär in eine Krise gerutscht sei. „Was lange getragen hat, muss für die Zukunft nicht tragen.“

Dies zeige unter anderem der Blick auf den Niedergang der Textilindustrie im Münsterland. Dort hätte die Branche ohne Staatseingriffe eine Strukturkrise bewältigen müssen. Nach anfänglichen Härten gehe es dort nun positiv weiter. Mit vielen neuen Unternehmen stehe das Münsterland heute gut da.

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12 Kommentare

  1. #1 | schuri sagt am 21. März 2009 um 13:41 Uhr

    mir reichen die immer gleichen antworten des wirtschaftsweisen rwi nicht. vor allem nicht den dauerhinweis, der markt müsse entscheiden. möchte nicht dauernd mit diesem marktradikalen zeug gelangweilt werden, an das kaum noch ein ökonom glaubt. dafür scheinen es jetzt die journalisten, auch in diesem portal, gefressen zu haben. ich möchte auch keine hinweise auf schwache, zynische kommentare in der süddeutschen bekommen, die staatsbürgschaften bei opel mit der langzeitsubvention der steinkohlenzechen vergleichen und dazu unverantwortlichen unfug veröffentlichen, dem ruhrgebiet würde es ohne kohlesubventionen und stahlhilfen besser gehen. das wage ich zu beweifeln.

  2. #2 | Stefan Laurin sagt am 21. März 2009 um 14:29 Uhr

    @Schuri: Mich würde interessieren wie Du Überkapazitäten im Automibilbereich abbauen willst ohne den Markt entscheiden zu lassen, welche Autos gekauft werden oder auch nicht und damit auch welche Marken überleben oder auch nicht.
    Den Kommentar der Süddeuschten fand ich nicht zynisch sondern wahr: Der Erhalt der Steinkohle hat nachweislich auch zur Bondesperre geführr, die dafür sorgte, dass sich in den 60er oder 70er Jahren Unternehmen die wollten nicht im Ruhrgebiet ansiedeln konnten, weil sie keinen Platz fanden. Dazu: https://www.zeit.de/1988/11/Revier-ohne-Raum

  3. #3 | Torti sagt am 21. März 2009 um 14:47 Uhr

    @schuri

    Also deine Zweifel sind wohl eher der mangelden Einsicht in Fakten geschuldet. Mal nur so zum Beispiel:

    Das Bundesländer wie Bayern, BaWü und Hamburg heute als Technologiestandorte gelten, liegt ganz wesentlich an der zukunftsorientierten Verwendung von Förderungen, Subventionen und Mitteln des Länderfinanzausgleiches.

    Bayern und BaWü waren in den 80 er Jahren zu grosssen Teilen Agrarstaaten. Hamburg fast genauso wie das Ruhrgebiet auf eine Branche im Industriebereich fixiert, hier der Schiffbau.

    Bayern hat mit dem erhaltenden Geld keinen Bauer des 21 Jahrhunderts geschaffen und BaWü nicht den Wein für die Welt. Das heute dort vorwiegend mittelständische Technolgieunternehmen sitzen ist kein Zufall. Oder warum muss der Airbus in Hamburg gebaut werden ?

    Anstatt auf jede Tonne Kohle noch Geld draufzuzahlen hätte man das hier auch tun können.

    Oder warum soll man nicht mit den geforderten Opel-Millarden in 5000 Arbeitsplätze in klein und mittelständischen Unternehmen von mir aus subventionieren.

    Daraus werden nach 10 Jahren dann bestimmt mehr als 50 000 selbsttragende Jobs die hier einiges verändern.
    Oder glaubst Du wirklich die Jobs bei Opel werden mehr ?

    Aber Veränderungen wollen so Leute wie du ja nicht.

    Sitz weiter in deinen Zechenhäuschen und sing der „Steiger kommt…“

    Ich will für meine Kinder Zukunft hier und kein bewohntes Industriemuseeum.

  4. #4 | schuri sagt am 21. März 2009 um 18:04 Uhr

    torti, du unterstellst mir sachen, die ich nicht geschrieben habe. das ist billige polemik. natürlich will ich veränderungen, aber deshalb nicht das regiment von marktfetischisten, die vom freien spiel der kräfte reden, und wirklich daran zu glauben scheinen, dass volkswagen, audi, bmw ihren etwaigen erfolg allein dem marktgeschehen verdanken. wer das glaubt, ist naiv.
    natürlich schleppt das ruhrgebiet altindustriellen balast mit sich herum. aber baden-württemberg ist nicht hochgepäppelt worden. der starke mittelständische maschinenbau im südwesten, der hatte bereits protoindustrielle wurzeln, als im ruhrgebiet noch wildpferde grasten. und die bayerische entwicklung ist mit brutaler flurpolitik der csu erkauft worden, z.b. mit schmierigen rüstungsaufträgen, freistaat-lobbyismus, amigos, kriegsgewinnler…
    ich meine halt, ohne zechensterben, stahlkrise, hätte das ruhrgebiet einen dreck bekommen. das subventionsgeld gab es für die populäre kohleförderung. für strukturveränderungen floss eu-geld, und das nicht nur in schrottprojekte. in den letzten zwanzig jahren hat sich das revier doch längst verändert, gibt es mehr forschungsinstitute, neue stadtviertel, technocluster, mehr lebensqualität.
    natürlich schrumpft opel, das ist nicht die zukunft, in bochum sind es noch 5.400 von einstmals 21.000 mitarbeitern. ich hänge da wirklich nicht dran, finde aber, wenn staat für windigste banken in die bresche springt, wenn der sich landesbanken leistet, die beispielsweise verrückte spekulationsableger in irland gründen durften, was ist an einer bürgschaft dann so verkehrt?
    @stefan: ich muss keine überkapizitäten abbauen, das schafft doch ein klassisches marktinstrument: die abwrackprämie.

  5. #5 | Torti sagt am 21. März 2009 um 21:02 Uhr

    @schuri

    Tur mir leid, aber alle deine Schlussfolgerungen halte ich für grundfalsch und abstrus unlogisch.

  6. #6 | Burkard Schulte-Vogelheim sagt am 22. März 2009 um 05:40 Uhr

    Wo Herr Schmidt Recht hat, da hat er Recht: Selbstverständlich ist es Unfug Milliardenbeträge in Unternehmen zu pumpen, bzw. mit zweifelhaften „Abwrackprämien“ den Versuch zu starten, zu retten, was nicht zu retten ist. Milliarden, die genau dann fehlen, wenn der große Zusammenbruch kommt – und der kommt, man erinnere sich an die Verheißung „Blühender Landschaften“.

    Warum aber, so sei zu fragen erlaubt, schweigt und schwieg Herr Schmidt, ebenso wie alle anderen „Weisen“ zu dem Phänomen Massenarbeitslosigkeit, welches bekanntermaßen kein Neuzustand ist sondern seit über 3 Jahrzehnten dieses Land im Griff hat? Warum wird geschwiegen, daß die Agenda-Fetischisten nichts erreichten, nichts, außer der Zunahme prekärer Verhältnisse und einer geschönten Statistik, einer Statistik, der kein halbwegs normaler Mensch mehr Glauben schenkt. Nichts erreicht, als daß dieses Land weiter entsolidarisiert wurde und gegen die Arbeitslosen ein Klima der Niedertracht und Denunziation erzeugt wurde.

    Genau da liegt das Problem: Was sie erwartet, das wissen die betroffenen Arbeitnehmer ganz genau. Genau deshalb klammern sie sich an Betriebe, deren Zukunft mehr als ungewiß ist. Genau deshalb wird ein Aktionismus sondergleichen entfaltet, ein Aktionismus, der nach „Blühende Landschaften“ stinkt und ein Aktionismus, der Milliarden verschleudert die dann wiederum fehlen werden um den Betroffenen ein Leben halbwegs in Anstand und Würde zu ermöglichen.

  7. #7 | Mit-Leser sagt am 22. März 2009 um 12:27 Uhr

    Die Diskussionen zur Opel-Rettung, die hier und allerorts geführt werden, sind mir viel zu theoretisch, zu Lehrbuch-lastig. Sie stützen sich auf Annahmen, auf Wahrscheinlichkeiten. Das aber ist nicht pragmatisch, sondern Idealismus. Und Idealismus funktioniert nur in einem Reinraum. Genau wie große strategische Winkelzüge und Businesspläne auch nur auf dem Papier funktionieren.

    Wenn wir sagen: Opel muss sterben, weil dies dem Prinzip eines Freien Marktes entspricht – dann ist das Idealismus. Wenn wir sagen: Opel muss gerettet werden, weil wir in einer Sozialen Marktwirtschaft leben – dann ist das genauso wenig pragmatisch.

    Prinzipien-Reiterei geht immer in die falsche Richtung. Es sei denn man möchte ein paar unterhaltsame Stunden am Stammtisch oder in einer VWL-Vorlesung verbringen.

    Grundsätzlich kann man – nach einigen Jahrhunderten Erfahrung – doch folgendes feststellen: Die Wirtschaftswelt ist ein People-Business – kein theoretisches Gesellschaftsmodell. Es sind die Menschen „in charge“ die darüber entscheiden, ob eine Sache erfolgreich läuft – oder den Bach runtergeht.

    Kurzum: Aus Opel könnte nach der Rettung ein florierendes Muster-Unternehmen werden – es könnte aber genauso gut auf alle Zeiten ein halbbankrotter Staatsbetrieb bleiben. Wissen wir nicht. Nicht jetzt.

    Wir können jedoch unsere Hausaufgaben machen und uns den Menschen hinter Opel zuwenden – uns die Frage stellen: Haben diese Leute das Zeug dazu diese am Boden liegende OldSchool-Economy-Enklave in eine bessere Zukunft zu führen? Was sind ihre strukturellen Neuüberlegungen? Was ist ihre Vision? Wie schaut ihre Modellpolitik aus? Wird Opel künftig andere Autos bauen – solche, die besser auf dem Markt ankommen? Werden sie den veränderten ökologischen Rahmenbedingungen gerecht werden können? Und: Welche Zukunft hat das Automobil gegenwärtiger Bauart überhaupt?

    Ich denke, es ist Zeit für einen Perspektivenwechel in der Opel-Frage: Weg von System-Diskussionen hin zu den Menschen als Mittelpunkt aller Überlegungen. Es war zum Beispiel auch nur ein einziger Entscheider (mitsamt seinem Team), der aus der am Boden liegenden Ladenkette „Real“ wieder ein florierendes Unternehmen gemacht hat. Weil er ein exzellenter Manager war.

    Die „Feuilletonisierung“ der Opel-Frage bringt uns kein Stück weiter.

  8. #8 | Torti sagt am 22. März 2009 um 14:13 Uhr

    @ Mit-Leser
    Deine Argumentation ist sehr scheinheilig, denn allen Menschen die in kleinen Unternehmen einfach sang- und klanglos arbeitslos werden, finden diese Diskussion keineswegs idealistisch.

    Ganz konkret gefragt:

    Was soll ich dem Kundenbetreuer in der Agentur wo ich arbeite sagen, der zum 1. April dort entlassen wird ?

    Wie soll ich dem begründen,das sein Arbeitsplatz nicht durch Subventionen oder Bürgschaften gestützt wird ?

    Wie soll ich ihn als Mensch in den Mitelpunkt stellen ?

    Ich bin nicht aus „idealistischen“ Gründen gegen Geld für Opel. Ich bin dagegen weil ich jeden Tag erleben, sowohl an meinem Arbeitsplatz als auch im Bekanntenkreis welche Verbitterung es auslöst, das die Arbeitsplätze dort vom Staat finanziert werden sollen, wäre andere einfach nach hause geschickt werden, ohne der Politik aufzufallen.

    Bin gespannt auf diene Antworten…

  9. #9 | Mit-Leser sagt am 22. März 2009 um 15:33 Uhr

    @Torti: Ich verstehe deine Argumente. Es geht dir um Gerechtigkeit: Darum, dass die einen gerettet werden sollen – die anderen aber nicht.

    Und du hast Recht: Auf der Umsetzungsebene ist kein Arbeitsplatz mehr wert als der andere. Ob Autobauer oder Agenturarbeiter – jeder hat das gleiche Recht auf einen Arbeitsplatz.

    In der Praxis sieht es aber nun einmal so aus: Opel ist eine große Industriemarke. Opel betreibt Wertschöpfung. Wenn Opel gerettet wird, blüht ein ganzer Wirtschaftskreislauf auf: Zulieferer, Agenturen (Werbung, Internet, Berater) Medien (TV, Print, Web) und auch die Banken profitieren davon. Heißt: Würde Opel wieder laufen, würde auch dein Kollege, der Kundenberater, schneller wieder Arbeit finden.

    Man muss die Wirtschaft – und ihre einzelnen Zweige – als ganzheitliche Struktur begreifen. Vor kurzem habe ich in Berlin mit vielen unterschiedlichen Agenturen gesprochen, mit Online-Leuten, Marktforschern, Kreativen… Die meisten von ihnen hatten ebay als Kunden. Weil ebay in Berlin ein großer Spieler ist, der viele andere Spieler mit an den Tisch geholt hat. Opel ist noch größer als ebay?

    Doch ich bin hier ja gar nicht angetreten, um die Opel-Rettung zu propagieren. Mir geht es nur darum:

    Gibt es kompetente Macher auf der Seite von Opel die den Laden wieder ins Rollen bringen könnten? Gibt es überzeugende Ideen, neue Konzepte? Denn es lohnt sich nur Opel zu retten, wenn dort Konzepte für eine bessere Marktdurchdringung existieren. Wenn der Marktanteil gesteigert werden kann – und das Unternehmen nachhaltig zurück in die Gewinnzone findet. Deswegen mein Wunsch nach einem Perspektivwechsel: weg von der System-Brille hin zu den Menschen hinter Opel. Die müssen wir uns genau anschauen. Da muss die Politik konsequent Konzepte einfordern und Ideen. Auch wir als Steuerzahler sind in die Pflicht genommen. Wenn der Staat rettet, brauchen wir mehr Transparenz. Wie in einer AG. Ich will wissen: Wer kriegt das Steuergeld und was ist sein Plan?

  10. #10 | Torti sagt am 22. März 2009 um 18:08 Uhr

    @ Mit-Leser

    Wenn ich darüber nachdenke, hast Du natürlich recht, und die Anforderungen die Du an eine „unternehmerische“ Entscheidung knüpfst sind natürlich richtig.

    Was mich eben erzürnt, und nicht nur mich, ist die Gerechtigkeitslücke. Ich behaupte auch nicht nach dem nachdenken über Deine Argumente das man sie nicht hinnehmen muss um noch grösseren Schaden zu verhindern.

    Aber, das selbst die glühendsten Verfechter von Staatshilfe diese Gerechtigkeitslücke behaarlich ignorieren ist für mich unerträglich. Das Gewerkschafter es wagen ohne einen Funken Demut Solidarität einzufordern macht mich einfach wütend.

    Vielleicht gibt es Manager die mit Staatsgeld Opel retten können. Dann will ich aber das die Gründe für eine solche Entscheidung transparent erklärt werden.

    Ich befürchte allerdings, dass ich eher erleben werde das ein Herr Steinmeier und ein Herr Franz, „Kollegen wir haben es geschafft“, mit bräsigem Grinsen vor die Kameras treten und die soziale Marktwirtschaft preisen.

    Und allen anderen wird als nicht systemrelevant ein Arschtritt verpasst…

  11. #11 | schuri sagt am 22. März 2009 um 18:55 Uhr

    @torti: diskutier mal, statt mit adjektiven herumzuschmeißen, das ist nämlich einfach. ich beweis es dir: du behauptest u.a. baden-württemberg ist seit den 1980ern zum technologiestandort ausgebaut geworden, und ich halte das für – vorsicht, zitat: „grundfalsch und abstrus“. damit hinkt übrigens deine ganz argumentation, die ohnehin etwas herausgebrüllt wirkt, und wie wir später erfahren haben, auch wütend aufgeschrieben wurde, weil an deinem arbeitsplatz ja gerade jemand seinen job verliert – und deshalb mache es auch keinen sinn firmen wie opel zu retten zu versuchen. bei allem verständis, das ist, und ich zitiere dich ungern ein zweites mal: „grundfalsch und abstrus unlogisch!“ bitte, torti, gib dir beim lesen dieser und anderer posts und beim kommentieren etwas mehr mühe! ja?

  12. #12 | Torti sagt am 22. März 2009 um 21:18 Uhr

    @ Schuri
    Also ich finde Du hast in deinem Ausgangskommentar jede Grundlage für eine Diskussion über Deine Argumente zerstört.

    Zitat:“ich möchte nicht dauernd mit diesem marktradikalen zeug gelangweilt werden, an das kaum noch ein ökonom glaubt. dafür scheinen es jetzt die journalisten, auch in diesem portal, gefressen zu haben.“

    Auf die von Stefan eingeführte Tatsache der Bonde-Sperre gehst Du gar nicht ein, da es Deiner These vom Segen der Montanindustrie widerspricht.

    Auf die Frage nach dem Abbau der, auch vom Opelmanagement festgestellten, Überkapazitäten im Automobilbau ist deine Antwort, Zitat:“ich muss keine überkapizitäten abbauen, das schafft doch ein klassisches marktinstrument: die abwrackprämie.“

    Die von mir postive technologische Entwicklung von Standorten in Bayern wird von Dir wie folgt beurteilt: Zitat „die bayerische entwicklung ist mit brutaler flurpolitik der csu erkauft worden, z.b. mit schmierigen rüstungsaufträgen, freistaat-lobbyismus, amigos, kriegsgewinnler?“

    Dein Vorwurf einer Betroffenheitsrhetorik gegen mich stimmt sogar. Mich macht die Betrachtung der Opelrettung wütend. Ich habe die klugen Kommentare von Mit-Leser durchaus angenommen.

    Bleibt, dass ich Deine Position weiterhin für grundfalsch und unlogisch halte. Soviel Betroffenheit muss erlaubt sein.

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