1

Städteranking: Das Ruhrgebiet wird dynamisch

Ehemaliges Opel-Werk in Bochum Foto: Landmarken AG Lizenz: CC BY-SA 4.0

Im Dynamikranking der Wirtschaftswoche sind mehrere Ruhrgebietsstädte aufgestiegen. Nur Oberhausen und Duisburg steigen weiter ab.

Es war schon zu einer Tradition geworden: Wenn ein Wirtschaftsmagazin ein Städteranking veröffentlichte, lagen  die Ruhrgebietsstädte auf den hinteren Plätzen und die Lokalpolitiker bemühten sich, die Bedeutung der Städtevergleiche klein zu reden. Das aktuelle Städteranking des Magazins Wirtschaftswoche gibt allerdings Anlass zur Hoffnung. Zwar schneiden die Ruhrgebietsstädte im Gesamtvergleich mit anderen Städte immer noch schlecht ab. Aber beim Dynamikranking, dass die Veränderungen und das Wachstum misst, sieht das anders aus: “Dortmund gewinnt elf Ränge und schafft es sogar auf Platz fünf. Essen (Platz 38, plus 12) und Herne (Platz 42, plus 17) rücken ins gesamtdeutsche Mittelfeld.”, fasst die Wirtschaftswoche den Erfolg zusammen. Herausgehoben wir die Bedeutung der Universitäten für die gute Entwicklung. Vor allem die Neuansiedlungen auf der ehemaligen Opel-Fläche in Bochum der dortige Cluster im Bereich SecurityIT werden als zukunftsträchtig anerkannt: “Das lockt Zukunftsbranchen an, so auch in Bochum auf der ehemaligen Opel-Fläche. VW will dort Software für seine Autos entwickeln, IT-Unternehmen werden neue Sicherheitslösungen entwickeln, und die Grundlagen dazu erforscht dann das neue Max-Planck-Institut für Sicherheit und Privatsphäre. Diese Mischung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft scheint anzukommen.”

Neben den Hochschulen seien, schreibt die Wirtschaftswoche, die günstigen Mieten im Ruhrgebiet ein Faktor, der Gründer und qualifizierte Mitarbeiter anziehen würde: “In Mülheim an der Ruhr etwa zahlen Mieter im Schnitt 7,90 Euro pro Quadratmeter.” Auch der Ausbau der Kita-Plätze wäre eine Standortvorteil.

 

RuhrBarone-Logo

Ein Kommentar zu “Städteranking: Das Ruhrgebiet wird dynamisch

  • #1
    ke

    Hoffen wir, dass wir unsere Hochschul-Absolventen halten können.
    Offene Stellen, geringe Mieten, eine ungewöhnliche Städtemischung mit viel Kultur sprechen dafür.

    Selbst unsere Industriekultur wurde von National Geographic im Bereich Tourismus als Top 25 gelistet.
    Jetzt gilt es, sich an den dynamischen Regionen zu orientieren und nicht nur zu schauen, dass man besser ist als der Nachbar.

    Es bleibt natürlich dabei, dass man Bewerber bei unseren Bahnhöfen besser nicht mit der Bahn anreisen lässt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.