„Suleimani war für die Islamisten und Terroristen unter den Schiiten sowas wie Osama Bin Laden“

Arye Sharuz Shalicar; Foto: Privat
Arye Sharuz Shalicar; Foto: Privat

Arye Sharuz Shalicar ist in Berlin aufgewachsen, deutsch-iranisch-israelischer Politologe, Publizist und Buchautor (Der neu-deutsche Antisemit, Ein nasser Hund).

Der ehemalige Sprecher der IDF (Israelische Verteidigungskräfte) berät den israelischen Außen- und Nachrichtendienstminister und kennt den Nahen Osten. Die Ruhrbarone haben Arye um eine Einschätzung zum heutigen Tod von Qassem Suleimani gebeten.

Ruhrbarone: Arye, Qassem Suleimani kam heute im Irak ums Leben. Der SPIEGEL hat den bisherigen Führer der Kuds-Einheiten, der Auslandsgruppe der iranischen Revolutionsgarden, vor Jahren als „Typ, der nicht gerne Zuhause bleibt“ bezeichnet. Was kannst Du uns, als Kenner der Sicherheitslage im Nahen Osten, zum vorzeitigen Ableben von  Qassem Suleimani sagen?

Arye: Er war der Bulldozer, der für die enorm erfolgreiche Expansion des Iran bis zum Mittelmeer und zum Golf von Aden verantwortlich ist. Qassem Suleimani war es, der die Islamische Republik Iran in eine regionale Macht verwandelt hat, in etwa wie Putin aus Russland wieder eine Weltmacht gemacht hat.

Qassem Suleimani war für die Islamisten und Terroristen unter den schiitischen Muslimen in etwa was Osama Bin Laden und danach Al Bagdadi für die sunnitischen Islamisten und Terroristen darstellten.

Suleimani wird in den Augen und Herzen der Befürworter der Islamischen Revolution im Iran vor 40 Jahren als Held in die Geschichte eingehen; für unzählige Millionen Menschen im Libanon, Irak, Syrien, Jemen, Afghanistan jedoch als der Teufel auf Erden, der Krieg, Armut, Ausbeutung, Misshandlung, und Tod über sie gebracht hat.

Im Iran selbst wird die eine Hälfte der Bevölkerung heute trauern; während die andere Hälfte, die westlich, demokratisch, anti-Islamistisch ist, feiern wird.

Wenn auch nur hinter geschlossenen Türen.

Noch.

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Gerd
Gerd
4 Jahre zuvor

Suleimani war m.A. weitaus gefährlicher. Osama war kein ranghoher Offizier, der im Auftrag und mit den Mitteln eines souveränen und anerkannten Staates gehandelt hat. Osama musste sich stets verstecken, Suleimani nie.

Wolfram Obermanns
Wolfram Obermanns
4 Jahre zuvor

Ich würde auch nicht ausschließen wollen, daß nicht auch bei Rohani und Chamene’i heimlich die Sektkorken knallen.
Suleimani politisierte durchaus auch auf eigene Rechnung. Für die Milizen gilt das aus dem 30-Jährigen Krieg bekannte Prinzip, der Krieg ernährt den Krieg. So kam es scheinbar vor, daß Suleimani zündelte, auch wenn der politischen Führung eher an Entspannung gelegen war, um die teuren Kriege runter zufahren und lieber die Wirtschaft wieder in die Gänge zu bekommen.
Der Iran wird reagieren. Man sollte aber nicht zu überrascht sein, wenn dies eher halbherzig geschieht.

Peter Mohr
Peter Mohr
4 Jahre zuvor

Die Formulierung "Suleimani kam ums Leben" beschreibt den Vorgang sehr beschönigend, korrekt sollte es doch eher beschrieben werden, dass Suleimani von einer amerikanischen Drohne getötet wurde und der Iran diese Tötung als Kriegserklärung der USA verstehen wird. Ich fühle mich bei der oben zitierten Wortwahl an George Orwell "1984" erinnert. Ruhrbarone ist als Blog über das Ruhrgebiet lesenswert, bei außenpolitischen Themen aber in seinen Aussagen nicht ernst zu nehmen.

Helmut Junge
4 Jahre zuvor

Das klingt merkwürdig, könnte aber sein, @Wolfram Obermanns.
Zumindest ist es sehr still. Nicht einmal der Ölpreis steigt.
Merkwürdig, merkwürdig.

Michael
Michael
4 Jahre zuvor

"Nicht einmal der Ölpreis steigt."

Das stimmt nicht: https://www.finanzen.net/rohstoffe/oelpreis

Gerd
Gerd
4 Jahre zuvor

#3:

Diese Tötung war lediglich die Reaktion der USA auf den vorangegangenen Angriff des Iran auf die US Botschaft. Und eine sehr deutliche. Man fragt sich, wie die USA auf weitere Eskalationen von Seiten des Iran reagieren würden. Geht es dann dem furchtlosen Führer Ali Chamenei persönlich an den Kragen? Ob die iranische Führung das wirklich herausfinden möchte?

Arnold Voss
4 Jahre zuvor

@ Peter Mohr # Ich fühle mich bei ihrer Wortwahl auch erinnert. Und zwar an Einseitigkeit. Suleimani war ein extremistischer Schlächter der, nachdem er für den Tod von Abertausenden gesorgt hat, selbst getötet wurde. Auf Befehl eines demokratisch gewählten Präsidenten eines Landes, das eben dieser Suleimani immer wieder als seinen Todfeind bezeichnet und bekämpft hat.

Helmut Junge
4 Jahre zuvor

@Michael (5) In Libyen ist wegen des geplanten türkischen Einmarsches der Ölhandel unterbrochen.
Daher ist einiges zu erwarten. Die Krisenherde vervielfachen sich. Aber zur Zeit sind das trotzdem noch normale Schwankungen.

E. Engel-Yamini
E. Engel-Yamini
4 Jahre zuvor

Die Meisten Menschen im Iran wollen in Frieden leben. Sie wollen dass es Schluß ist mit Tod dem und jenem. Die Pahlavis ahben 50 jahre regiert und mit einem Minimum an kriegen ausgekommen. eine demokratische Regierung des Irans wird diese Politik weiter führen.

Klaus Lohmann
Klaus Lohmann
4 Jahre zuvor

@#7 Arnold Voss: Deswegen taucht in der journalistischen Nachbetrachtung des US-Anschlags nun auch der Begriff "Blutrache" für den außenpolitischen Zustand zwischen den beiden Seiten auf. Disruptive Außen"politik" ala Trump statt Verhandlung und Interessenabwägung ist niemals ein guter Ratgeber für einen demokratischen Staat.

Arnold Voss
4 Jahre zuvor

Aus einem aktuellen Artikel (3. Januar 2020) in der Zeit von Michael Thumann:

"Der Kommandeur der Al-Kuds-Brigaden war der militärische Architekt der iranischen Expansion im Nahen Osten. Er dirigierte die schiitischen Milizen in der Region, die Land um Land eroberten. Soleimani beriet die libanesische Hisbollah im Kampf gegen die Rivalen im eigenen Land und Israel, Soleimani gab dem syrischen Diktator Baschar al-Assad Feuerunterstützung im Krieg gegen das syrische Volk, Soleimani rüstete die Huthis im Jemen gegen die Zentralregierung auf, Soleimani eroberte mit den schiitischen Milizen die faktische Macht im Irak. Der Mann ist direkt oder indirekt für Zehntausende tote Araber und noch mehr Flüchtlinge verantwortlich."

Haben die Herrschenden im Iran geglaubt, dass das auf Dauer gut geht? Obama hat noch gezögert, diesen Mann töten zu lassen. Trump war, bevor er es anordnete, was den Nahen Osten betraf, auf dem Rückzug und hatte dafür sogar enge Verbündete geopfert. Die iranische Führung und Erdogan haben ihm das nicht gelohnt, sondern weiter eskaliert. Und Putin hat ihnen nicht Einhalt geboten. Nun hat Trump gezeigt, was möglich ist, wenn er nur will. Das alles wird nicht gut enden. Aber in diesem Fall sind die, die die Eskalationspirale zu verantworten haben, nicht die USA.

Gerd
Gerd
4 Jahre zuvor

Worüber sollte mit dem Iran verhandelt werden?

Den Zeitpunkt der Vernichtung Israels?
Die Zahl der jährlich Terroranschläge durch das IRGC?

Der Iran ist ein revolutionäres Regime, dass die bestehende Ordnung zerstört will. Damit erübrigen sich Verhandlungen, ja sie wären schädlich, da der Iran so nur Zeit gewinnt sich Atomwaffen zu beschaffen. An den Trägerraketen arbeitet er mit Hochdruck.

Klaus Lohmann
Klaus Lohmann
4 Jahre zuvor

Es ist garantiert nicht ratsam, in der bekannten Gemengelage Suleimani als völlig losgelöst von den herrschenden Regimes und Diktatoren, als alleinigen Initiator allen Übels in der Region zu beurteilen. Natürlich hat er sich mordend und folternd an diejenigen verdingt, die ihn mit Macht und vor allem Geld ausgestattet haben. Und Trump hat ihn garantiert nicht ermorden lassen, um die Region zu befrieden. Es geht um Wählerstimmen und nicht zuletzt auch um den einen oder anderen Feind Suleimanis, der sich nun gegenüber den USA wohlwollend zeigen wird.

ke
ke
4 Jahre zuvor

In Saudi Arabien explodierte eine Raffinerie, im Golf gab es gekaperte Schiffe, andere wurden sabotiert, dann gab es die Angriffe auf die Botschaft.

Dass irgendwann eine Reaktion erfolgen würde, musste klar sein.
Europa hat wieder kein Konzept. Deutschland hat die Ausbildung im Irak, wobei ich mich frage, warum man Soldaten/Polizisten nicht auch in Deutschland oder auf NATO-Gebiet ausbilden kann.

Ist Maas eigentlich noch Außenminister? Was für eine Fehlbesetzung.

ke
ke
4 Jahre zuvor

Wer nicht so alles in Deutschland vor dem Brandenburger Tor für Terror-Regime demonstriert:
https://www.bild.de/news/inland/news-inland/iran-terror-general-ghassem-soleimani-tot-demonstration-in-berlin-67086700.bild.html

Es bleibt zu hoffen, dass die Regierung endlich aktiv wird:
https://www.tagesschau.de/inland/bundestag-hisbollah-101.html

Bert Führmann
Bert Führmann
4 Jahre zuvor

Stimmt,
@Peter Assman, – das wäre ja auch nicht das erste mal von einem "hohen" deutschen vertreter und Verräter. – Ich weiß nur nicht mehr, welcher führende Volksverdummengs-Profi es bei letzten deutsch-isranischen Gratulationstreffen war, . . .- auch war das noch einfach ( abzuschieben), als der dt. Außenminister noch Arafat-Umarmer MÖLLEMANN hieß !

Es wäre jedoch ehrlicher, wenn Sie den "SPD-D r e h" BETRUG an den deutschen und Iranern auf der antiamerikanisch-antizionistischen Generallinie nennen könnten, – wie sie selbstverpflichtend im "Euro-Arabischer Dialog"-VERTRAG festgelegt ist, – auch wenn das damals noch ein Vertrag mit den Sunniten war. – Aber schon die pan-islamische sunnitische MOSLEMBRUDERSCHAFT arbeitete mit an der totalitären Islam-Revolutionierung" des Iran, – wodurch dieser, auch zusammen mit Groß-RUSSLAND zum eifrigsten antisemit. Djihad-TERROR-EXPORTEUR der Welt wurde, – bevor das sunnitische MB-Netzwerk zur international operierenden Terror-Reife kam

Helmut Junge
4 Jahre zuvor

Dieser General hat Schlachten gewonnen, die eigentlich nicht gewonnen werden konnten. Er war das, was man ein militärisches Genie nennen könnte, wenn man es wollte. Solange seine Truppen gegen die sunnitischen Jihadisten wie IS und Al Khaida in Syrien gekämpft haben, hat er viel geleistet. Sehr viel sogar. Darauf beziehen sich Assad und Putin, wenn sie ihn im Nachruf würdigen. Aber obwohl weder der IS noch Al Khaida (Tahir al sham) endgültig besiegt sind, hat er seine Aufgabe erledigt. Für den Iran aber ist er nicht zu ersetzen und der Iran ist vielleicht nur noch halb so stark wie vor seinem Tod. Und weil es sein Ziel war, Israel zu besiegen, obwohl das für manch einen kaum vorstellbar war, ist es jetzt gar nicht mehr vorstellbar. Sein Nachfolger wird kürzer treten müssen.

Gerd
Gerd
4 Jahre zuvor

"Und Trump hat ihn garantiert nicht ermorden lassen, um die Region zu befrieden."

Peter hat das indirekt angesprochen. Tatsächlich würde Trump da lieber heute als morgen raus, wären da nicht Länder wie der Iran, die die Lücke füllen würden. Und was spricht dagegen, Abschreckung, Vergeltung, Unterstützung von Verbündeten und Innenpolitik in einem Abwasch zu erledigen? 🙂

Klaus Lohmann
Klaus Lohmann
4 Jahre zuvor

Auch für einen Abwasch braucht man Leute, die das können und nicht eine sprechende Perücke, der erstmal in den Abwasch reinpinkelt, dann Beleidigungen über alle Beteiligte twittert und danach seine Melania herbeischreit, damit die den Dreck wegmacht. Klein-Donald hat den hassgetränkten Boden, auf dem der Konflikt langsam der Explosion entgegentaumelt, selbst ohne Plan vorbereitet.

Arnold Voss
4 Jahre zuvor

@ Helmut # 19
Der Mann ist ein politischer und religiöser Extremist wie er im Buche steht. Ein treuer General eines aggressiven Irans, der, wie alle solche Typen, unverzichtbar für seine Auftraggeber ist. Erst recht wenn er seinen Job bestens beherrscht, denn Im Ernstfall schrecken solche Leute vor keiner Greueltat und vor keinem Massaker zurück. Auch nicht gegen das eigene Volk. Deswegen ist es auch kein Wunder, dass Leute wie Assad, Putin oder Rohani solche Top-Schergen brauchen, bewundern und ihnen bei ihrem Tod im "Dienste der guten Sache" die allerhöchsten Ehren erweisen.

Aber solche Menschen werden deswegen nicht besser als das was sie sind: Topterroristen. Und deswegen sollten sie auch so genannt werden. Genaus das geschieht aber nicht, wie ich heute Abend wieder in der Tagesschau zu hören bekommen habe. Auch seine unzähligen Opfer kommen nicht zu Wort, noch finden sie überhaupt Erwähnung. Auch nicht die Demonstrationen derer, die sich im Irak über seinen Tod aus gutem Grunde freuen. Stattdessen wird die USA als Aggressor dargestellt.

Klaus Lohmann
Klaus Lohmann
4 Jahre zuvor

@#22 Arnold Voss: Jeder Staat, der sich bei seinen vermeintlichen Verbündeten autoritaristisch, laut und beleidigt darüber beschwert, dass sie ihm beim gezielten Töten von Menschen – egal aus welchem Grund auch immer – nicht "geholfen" haben, ist ein Aggressor. Das pubertäre "Meine Waffen sind größer als Deine und ich baller Dir mehr Ziele weg als Du mir!!"-Spielchen, welches Trump wie immer als Belohnungsdroge für seine waffengeilen Stammwähler aufführt, ist ein klassischer Beweis dafür, dass es ihm *nicht* um irgendwelche Friedensbemühungen geht, sondern um "Blutrache" eines Teils der amerikanischen Gesellschaft, der ebenso im "Ernstfall" vor keinem Massaker und keiner Greueltat zurückschrecken wird, um sich selbst zu überhöhen.

Helmut Junge
4 Jahre zuvor

@Arnold (22), bitte vermute nicht, daß ich in militärischen Dingen Formen von Sentimentalitäten empfinde. Das tue ich schon lange nicht mehr. Dort ist Krieg und viele Menschen werden in jedem Krieg verstümmelt oder getötet. Wenn einmal Krieg ist, bleibt das unvermeidlich. Und ob ein kleiner Bauer oder ein General getötet wird ist für mich moralisch dasselbe. Darum beschränke ich mich auf die beschreibung, was dieser General rein militärisch geleistet hat und was er er unter diesem Aspekt für einen Wert hatte. 84 DM waren für mich als junger Mann sehr viel Geld. Trotdem hatte ich das Geld für das Buch von Clausewitz ausgegeben und dann gründlich gelesen.
Zu Suleimani zurück. Als er vor einigen Jahren in Syrien lebensgefährlich verletzt wurde und knapp überlebt hat, sagte er, daß er gehofft hat ins Paradies zu kommen. Er hat es verdient.
Ob Trump moralisch gehandelt hat? Als wenn sich diese Frage bei Kriegen von Supermächten überhaupt sinnvoll stellen ließe. Die Bombardierungen vieler Städte in Nordyrien haben allein in Rakka mehrere tausend Tote gekostet. Da ging es gegen den IS, und niemand hat dagegen protetiert. Ich auch nicht. Aber da wäre Kritik noch am ehesten angesagt gewesen. Kurze Formel @Arnold: ist erst einmal Krieg, sterben viele Menschen, und niemand kann einen Krieg stoppen, der nicht militärisch noch stärker ist. Bin ich aber nicht. Beim Vietnamkrieg waren weltweit viele Millionen empört. aber abgezogen sind die amerikaner deswegen nicht. Der Abzug ging überstürzt vonstatten. Wegen Waffengewalt natürlich.
Und welche Folgen wird die Politik von Trump im mittleren Osten haben? Kann ich nicht sagen. Aber eine Schwäche der US-Position kann ich schon sehen. Die sind mit einigen Tausend Soldaten mitten in einem Land, deren Bevölkerung ihnen teilweise nicht wohl gesonnen ist, und haben Feuer gelegt. Das könnte Probleme geben. Im vorigen Kommentar habe ich mich nur zur Sicherheit Israels geäußert. Aber jede Geschichte hat mehrere Seiten.
Ach, und unser Fernsehen? Du hast Kritik an dessen Berichterstattung? Diemal du, andersmal andere. Alles Nazis oder Linksradikale!!! Damit habe ich ja dem -zeitgeist entsprechend auch diese Frage beantwortet. haha.

Ellahe Engel-Yamini
Ellahe Engel-Yamini
4 Jahre zuvor

Seit 2500 Jahren leben Juden in Iran, sie waren mit dem Land, der Sprache, der Musik aufs engste verwoben. loyale Bürger. ca. 80.000 sind 1979 geflüchtet. Iran, ein Land reich an kultur und Bodenschätze. Statt Freiheit, Vielfalt, Multikulturalität und Wohlstand, Armut, Attentate, Fanatismus, Hinrichtungen, Kriege, Umwelt-Zerstörung, massive Menschenrechtsverletzungen, Morde, Steinigungen nach der Scharia, Verhaftungen. Seit 40 jahren Haßparolen gegen USA, Israel und Saudi Arabien. Tod dem und Jenen. israel ist seit seiner Gründung immer ein wohlwollender Freund gewesen und kein Feind des Landes. Aufhänger ist das Schiitentum. Der Oberste obskure Führer, Stellvertreter des Messias. Schon aus diesen wenigen Zeilen lässt sich der Wahnsinn gut erkennen. Mit keiner Logik der Welt, außer Expasionismus lässt sich das erklären. Säkulare und wirklich religiöse Moslems müssen die Gefährlichkeit, Destruktivität und Maßlosigkeit dieses Regimes erkennen und sich zusammenschließen. Noch haben die Mullahs und ihre Unterstützer die Möglichkeit das Land zu verlassen, sie können in Syrien, oder in Moskau ihre Zelte aufschlagen. Dieses mal dürfen keine Demagogen sich an die Spitze setzen. Dieses mal geht es um Alles. Eine entschiedene Absage an allen Gruppen wie Fedaiane Chalgh oder Mojaheddins. Absage an Terroristen wie Frau Radjawi. Ein demokratisches Iran wird kein Interesse an Antisemitismus, Holocaustleugnung, Haß und kriege haben. Es wird ausschließelich den Interessen des Volkes verpflichtet sein. Jeder Bürger wird das Recht eingeräumt seine Religion friedlich auszuüben. Freie Wahlen, Gewaltenteilung, Presse und Meinungsfreiheit, Rechtsicherheit. Iran braucht eine neue Verfassung, die niemanden ausschließt, Armenier, Azerbajanis, Juden, Belutschen, Bachiaris, Kurden, die arabische Minderheit im Süden, alle gehören dazu. An diese Perspektive müssen alle Demokraten, säkular oder religiös arbeiten und festhalten. Alle Länder, besonders im Westen täten gut daran Iran darin zu unterstützen. Auch in ihrem eigenen Interesse. Frieden im Nahen Osten, bedeutet, auch etwas mehr Frieden für die Welt.

Gerd
Gerd
4 Jahre zuvor

#25:

Was in den deutschen Medien sagen wir mal zu kurz kommt, ist die Freude über den Tod von Suleimani, die nicht wenige im Irak und in der Region zum Ausdruck bringen.

https://www.theatlantic.com/international/archive/2020/01/qassem-soleimani-death-missed/604396/

Klaus Lohmann
Klaus Lohmann
4 Jahre zuvor

@#26: Mit "nicht wenige" meinen Sie diese hier: https://www.spiegel.de/politik/ausland/qasem-soleimani-tausende-bei-trauerzug-in-bagdad-a-1303627.html ?

Letztlich wird es weiterhin die ideologisch tonangebende Minderheit der Schiiten sein, die über Gewaltexplosionen, Kriege oder trügerische Ruhe in der Region entscheidet. Und die Schiiten trauern dort allerorten um Soleimani und andere Militärführer, die beim Anschlag der US-Truppen ermordet wurden.

Gerd
Gerd
4 Jahre zuvor

"Schiitisch = proiranisch" ist eine Gleichung, die im Irak mittlerweile immer weniger aufgeht.

https://www.sueddeutsche.de/politik/irak-gezielter-angriff-auf-demonstranten-1.4714665

Die Demonstranten waren oft genug Schiiten und die unbekannten Schützen waren das Werk von Suleimani.

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