Die digitale Enthemmung – Wie Social Media den gesellschaftlichen Umgang verrohen lässt

Kann der Bundestag in Berlin helfen? Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Was einst als Plattform für Austausch, Kreativität und globale Vernetzung gedacht war, hat sich in weiten Teilen zu einem Raum entwickelt, in dem Anstand, Respekt und Empathie zunehmend auf der Strecke bleiben.

Social Media – einst gefeiert als Demokratisierung der Kommunikation – hat eine Schattenseite hervorgebracht, die unsere gesellschaftlichen Umgangsformen tiefgreifend verändert. Und nicht zum Besseren, wie viele von uns inzwischen feststellen mussten.

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Nicht immer kann man im Leben so schön fröhlich bleiben. Foto: Robin Patzwaldt

Manchmal wundert man sich ja über die Sensibilität von Leuten, die eigentlich schon länger in der Öffentlichkeit stehen, und daher Widerspruch (auch in einem manchmal sehr rauen Ton) eigentlich gewohnt sein müssten. Als ich zwischen 2010 und 2012 noch in der Lokalpolitik unterwegs war, da stand unser damaliger Ortsverbandschef bei den Grünen häufig im Kreuzfeuer der Kritik. Sowohl lokal, als auch auf Landesebene. Als ich ihn einmal darauf ansprach, wie er das aushalten könne, da meinte er zu mir nur lapidar ‚Wer seinen Kopf aus dem Fenster hält, der muss mit Wind rechnen“.

Warum ich das heute hier erwähne? Weil ich seit dieser Aussage von vor gut zehn Jahren schon häufig daran zurückdenken musste. Erst heute wieder wurde ich mit einer aus meiner Sicht erstaunlichen Sensibilität von Medienschaffenden konfrontiert, die mich doch sehr verwundert.

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