Derweil, in irgend einem Büro, irgendwo hier so…

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Himynameis
Himynameis
3 Jahre zuvor

Und wie alltagsrassistisch ist es, anzunehmen, diese Namen könnten nicht zu BPoC gehören? 😉

Peter
Peter
3 Jahre zuvor

gemeint von "Himynameis" ist – vermute ich –, dass auch Person of Color "Müller" heißen können, Beispiel:

https://de.wikipedia.org/wiki/Nelson_Müller

Berthold Grabe
Berthold Grabe
3 Jahre zuvor

Was hat das bloß mit Rassismus zu tun?
Erst mal schlicht nichts!
Aber Rassismus hat durchaus etwas mit diesem Mechanismus zu tun.
Hier wird aus einer bedingten kausalen Folge eine Äquivalenz geschlossen, was eine grundsätzlicher logischer Fehler ist und eine der Ursachen,warum der Kampf gegen Rassismus nicht nur erfolglos ist sondern diesen sogar verstärkt.
Solange unsere ethischen Ansprüche weiter von falschen Voraussetzungen ausgehen, wird sich weder etwas verbessern noch ändern.
Diese falschen Voraussetzungen sind ein wesentlicher Grund für das Anwachsen von Radikalitäten in unserer Gesellschaft, von der der Rassismus nur eine von Vielen ist.

Berthold Grabe
Berthold Grabe
3 Jahre zuvor

Wer die öffentliche Gemengelage verfolgt hat und Chef in einem Unternehmen ist, der wird instinktiv zurückhaltender bei einer Einstellung von Zugewanderten, deren Namen auf bestimmte Ethnien deuten oder wird sich bewusst progressiv entscheiden, nur neutral, das ist bei der öffentlichen Diskussion mittlerweile nahezu ausgeschlossen.
Warum sollte sich jemand die Mühe machen unter mindestens hunderten von Bewerbungen mit genügend Auswahl sich für einen Kandidaten entscheiden der einer Gruppe mit erhöhtem sichtbaren Problemrisiko angehört? Selbst dann, wenn die Mehrheit keines darstellt?
Selbst wenn es unter unauffälligen Namen Problemgruppen gibt, diese aber nicht erkennbar sind, würde jeder vernünftige Mensch so handeln.
Diesen Mechanismus zu durchbrechen ist nicht mit moralischen Parolen und Bekenntnissen gegen Rassismus beizukommen, sondern nur mit der Ausmerzung dieses statistischen Risiikos
Überall werden Statistiken angewandt, die letztlich immer genauso ungerecht sind, nicht selten sogar noch ungerechter. Es fängt schon bei radikalen Geschwindigkeitsbegrenzungen an, wo nahezu 95 % der Autofahrer für 5 Prozent Versager gemaßregelt werden, statt Konsequenzen bei diesen 5 % zu ziehen.
Die Masse ist nicht verantwortlich für das Versagen einiger Minderheiten oder teilen von Minderheiten, aber sie zieht ihre Konsequenzen in dem sie dies Risikoabwälzung durch Ausschluss neutralisiert, zum massiven Schaden der Gesellschaft oder der Mehrheit der betroffenen Klientel.
die Dümmeren knüpfen das dann an die äußeren Unterscheidungsmerkmale, entweder aktiv als Rassisten oder aktiv als Antirassisten, in dem sie Rassismus pauschal bei diesem Verhalten unterstellen.
Überlaute mediale Dummheit und Opportunität ist unser Problem, die beständig beiden Gruppen eine Plattform gibt und somit Bedeutung verleiht..
Gemeinsam heizen sie so das Problem nur an.

Peter
Peter
3 Jahre zuvor

@ Silke Zeidler

Silke Zeidler über Berthold Grabe: "Das ist schon derb, was Sie da schreiben. Und natürlich falsch."

Sehr zurückhaltend ausgedrückt. Ich würde sagen: Berthold Grabe äussert sich in seinem Kommentar rassistisch.

Berthold Grabe
Berthold Grabe
3 Jahre zuvor

@Zeidler
hier geht es um Ressentiments und Faktoren die auf eine Gruppe hinweisen, eben auch Namen (Zuwanderer) weisen auf Problemklientels hin. und ja,das ist in der Kriminalitätsstatisitk nachweisbar. auch wenn die übergroße Mehrheit unauffällig bleibt. Ist rein statistisch das Risiko erhöht und somit auch im Unbehagen.
und es ist ohne Belang ob man selbstgewählt oder der Umstände halber zu einer als problematisch wahrnehmbaren Minderheit gehört, werden der Minderheit problematische Eigenschaften zugeschrieben, egal wie wenige es sind, dann hat das ausortierende Folgen.
Gab es bei uns ja früher auch mit Menschen die früher aus problematischen Vierteln kamen. Das Problem hat sich Bildung und Auflösung dieser viertel erst relativiert.
Brillen träger sind heute auch in keiner weise auffälliger als Andere, allerdings gab es zu Angang sehr wohl Ausgrenzungen gegen Brillenträger, als Brillen noch unüblich waren.
Solche Ressentiments verlieren sich wieder, weil sie keine Grundlage haben, bei Anderen gibt es sehr wohl eine Grundlage dafür auch wenn es immer nur eine Minderheit der Minderheit ist, die diese Grundlage liefert.
Und tatsächlich verschärfen Menschen, die auf dem Problem "nur"herumreiten, das Problem, weil sie es nicht lösen sondern sich nur empören.
Bezogen auf erhöhte Kriminalität bei einigen Zuwanderergruppen wird das Problem bis heute offiziell geleugnet trotz eindeutiger Polizreistastistiken. weshalb es Ressentiments beständig neu Nahrung gibt.
Und nach dem Ursache Wirkung Prinzip ist es extrem auffällig das die verschärfte Problematisierung von rechten Strömungen oder Ressentiments vor dem Wachstum derselben anzusiedeln ist.
Was darauf hinweist, dass da Probleme sind, die ignoriert werden.

Und ja, deshalb sind die die darauf herumreiten zur Zeit das größere Problem!
Nur wenn Ursachen auch beseitigt werden, lässt sich mit Appellen alleine etwas bewegen.

Berthold Grabe
Berthold Grabe
3 Jahre zuvor

#10
sie beziehen sich auf die Anfrage der AfD die Vornamen in Relation zu Straftaten bringen wollte und bezogen darauf haben sie völlig Recht.
Aber Namen signalisieren bei Gruppenzugehörigkeit zu Zuwanderergruppen ähnlich wie Hautfarbe und das gewisse Teilklientels gewisser Zuwanderergruppen problematisch sind, lässt sich nachweisen.
Es geht mir nicht darum beweisbare Zusammenhänge darzustellen sondern gesellschaftliche Mechanismen aufgrund von beweisbaren Zusammenhängen, wobei die Mechanismen eben nicht immer rational oder vernünftig sind wohl aber begründet.
Was die NSU angeht oder die Republikaner oder andere Strömungen so muss man hier ein wenig Differenzieren. In Westdeutschland entstehen seit Anfang der 80ziger immer wieder rechtskonservative politische Strömungen, die in Zusammenhang stehen mit Kriminalitätsstrukturen und Ghettobildungen bie Zuwanderergruppen.
Diese politische Gruppierungen sind bis hin zur AfD mit jeder Welle größer geworden, analog zum Vertrauenverlust in die etablierten Parteien seit den 80zigern.
Auf der anderen Seite gab es die NSU und einen Innenminister Schlily, dessen reche Paranoia zur vollständigen Unterwanderung der NPD führte faktisch aber damit deren finanzielle und personelle Basis stärkte. Nicht umsonst gibt es merkwürdige Verbindungen zu Verfassungschutz und echter rechtsradikaler Bewegung wie der NSU.
Hinzu kommt das im Osten das völkisch nationale Bewusstsein unter dem Kommunismus konserviert wurde und keine 60 Jahre Zeit hatte sich umzugewöhnen.
Die Hintergründe und differenzierten historischen Entwicklungen lassen mich eine anderes bild sehen als Sie.
Aber um es klar zu sagen Rassismus ist inakzeptabel, dumm und unentschuldbar.
Nur werden sie dumme Menschen nicht zur Vernunft bringen oder die Nahrung für ihre Dummheit entziehen, in dem sie sie nur anklagen.
Das ist kurz gesagt, meine Position. Und ich verlange einfach mehr als Anklage, ich verlange dem Phänomen die Grundlage zu entziehen und da ist öffentlich zu wenig zu hören und zu sehen.

Berthold Grabe
Berthold Grabe
3 Jahre zuvor

#10
Ich gebe zu, das es mir nicht vollständig gelingt im sprachlich verminten Gelände unmissverständlich die richtigen Differenzierungen deutlich zu machen.
Aber vielleicht hilft es, das ich Rassismus weder dulde, noch für entschuldbar halte und mich immer gegen Rassisten stellen werde und diese mit allen mitteln bekämpfen würde, die Abhilfe versprächen.

Das Phänomen ist aber keines das mit reiner Rationalität bekämpft werden kann, ansonsten gäbe es keine Rassisten, denn rational ist bestenfalls die emotionale Reaktion erklärbar, aber nicht der Rassismus als solcher.
Also ziehen rationale Argumente auch nur zum Teil, es muss die emotionale Grundlage eliminiert werden.
Und der zwar nicht falsche aber vom medialen Eindruck her selbstverliebte rechtschaffende Protest lässt da nichts erkennen, was Abhilfe schaffen könnte.
Er macht auf mich den Eindruck politisch gesehen eher ein Alibi ignorantes Nichtstun und weiter so. zu sein.
Wenn es uns gelingt eine gemeinsam unmissverständliche Sprache zu finden,denke ich,das wir der Problemlösung mit entsprechenden politischem Druck deutlich näher kämen.

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