22 Kommentare zu “Sie müssen jetzt stark sein

  • #1
    Daniel

    Soll das lustig sein? Die Implikation, dass Männer ob dieser Studie Trost benötigen, kann ich nicht nachvollziehen. Zudem ist das Ergebnis nicht besonders überraschend. Ja, das Gehirn von Männern und Frauen ist weitgehend funktionsgleich. Nichtsdestotrotz gibt es auch Unterschiede. Die in der Studie postulierten Männer- oder Frauen-"typischen" Ausprägungen zeigen ja, dass auch hier diese typischen Unterschiede Gegenstand der Untersuchung war. Wenn man dann – und das ist auch für einen wissenschaftlichen Laien zumutbar – recherchiert, WER diese Ergebnisse in ihrem Sinne interpretiert, wird die Aussagekraft doch sehr in Zweifel gezogen. Zudem ist es nicht nur die Hirnstruktur, die Einfluss auf Leistungen und Fähigkeiten hat. Häufig nehmen hier endokrinologische Faktoren eine Moderatorfunktion ein.
    Aber hier geht es ja nicht um Erkenntnisgewinn, sondern ideologische Auseinandersetzungen. 🙂

  • #2
    teekay

    ‚Soll das lustig sein?‘ Das frage ich mich eigentlich jedesmal wenn ich die SZ-Cartoons sehe…

  • #3
    Stefan Laurin

    @all: Wir sind sehr froh, das Silke bei uns mitmacht und freuen uns über jeden Comic, den sie bei uns veröffentlicht.

  • #4
    Thomas Weigle

    "…sitzt halb Deutschland auf dem Sofa und nimmt übel." oder so ähnlich, meinte einst ein gewisser Tucholsky.

  • #5
    Silke Zeidler Beitragsautor

    Danke schön! Ich freu mich auch ganz ausgesprochen, bei den Ruhrbaronen sein zu dürfen.

  • #6
    Thorsten Stumm

    @Silke und Stefan
    Finde ich auch 🙂 und schön Silke, dass Du auf deine lesbare Handschrift gewechselt hast….

  • #7
    Daniel

    Die Freude ist offensichtlich auf einen engen Personenkreis begrenzt.

    Und die "Autorin" ist sich noch nicht mal dafür zu schade, sich für die (offensichtlich notwendige) Verteidigung zu bedanken. Das ist ihr offensichtlich wichtiger, als auf inhaltliche Schwächen einzugehen. Hier wird´s auch nicht besser. Schade, das Projekt hatte imO mehr Potential.

  • #8
  • #9
    Hapi

    Na wenn’s euch auf die Quote ankommt …

    Die Comics sind meist nicht lustig, basieren häufig auf kruden Gedankengängen und zu allem Überfluß lässt sich die Handschrift auch noch schwer zu lesen. Ohne sie würden mir die Ruhrbarone besser gefallen.

  • #10
    Helmut Junge

    @Daniel,
    "Die Implikation, dass Männer ob dieser Studie Trost benötigen, kann ich nicht nachvollziehen. "
    Genau das ist es. Denn könntest Du es nachvollziehen, fändest Du vielleicht auch den Comic spaßig.
    So aber so, wie Du eingestellt bist, hast Du keine Chance.
    Silke gehört offensichtlich zu den Frauen, die sich freuen, geistig so zu sein wie ein Mann, auch wenn diese Vorstellung etlichen Frauen nicht geheuer sein wird. Für Silke scheint das aber erstrebenswert zu sein.
    Sollte es auch, denn wir Männer sind einfach große Klasse. Und das bei gleichem Gehirn, wie Frauen es auch haben. Das führt doch sofort zu der Frage, wie wir Männer das, bei angeblich gleicher geistiger Ausrüstung, hinkriegen so großartig zu sein.

  • #11
    Silke Zeidler Beitragsautor

    Na, das mit dem "stark sein" hat hier bei eingen aber nicht so recht geklappt, huh?
    Zu den giftigen Kommentaren: so lang Sie niemand zwingt, sich Sachen im Internet anzuschauen, die Sie nicht mögen, lassen Sie’s doch einfach. Falls doch, wäre die Kommentarfunktion der falsche Ort für Hilfe. Wenden Sie sich dann bitte an eine für Sie zuständige Polizeidienststelle.
    Ideologie vs. Hormone:
    Es wäre so umwerfend gut, wenn mir da nicht von vorneherein unterstellt würde, ich (oder Judith Butler) hätten die Existenz von Hormonen in Abrede gestellt. Wenn Sie eine Schilddrüsenfehlfunktion haben, lassen Sie die bitte behandeln!
    Die für mich so viel spannendere Frage ist unter anderem, welche albernen geschlechtsspezifischen Klischees bitte über Bord geworfen werden können.
    Zum Beispiel, das Männer generell rationaler seien als Frauen – achnaja, soso lala.
    In dem Moment, in dem Judith Butler in’s Spiel kommt, verlieren doch einige Männer komplett die Nerven und drehen durch als sei der Leibhaftige hinter ihnen her. Einige bringen es tatsächlich fertig, durch ihre 100% irrational-emotionale komplette Ablehnung aus Versehen damit Judith Butler zu belegen, obwohl sie eigentlich… bloß fällt’s denen halt dabei nicht so unbedingt auf.
    Meine Handschrift: das hör ich jetzt wirklich zum ersten Mal, das… ernsthaft, die sieht normalerweise noch viel schlimmer aus. Ich bemühe mich wirklich, aber treten Sie mir bitte jedes Mal auf die Zehen, wenn ich wieder nachlässig werde. Da muß ich mich zusammenreißen.
    Das ist gute, wichtige Kritik.
    Zu "Beistand nötig haben und sich dann auch noch obendrein dafür zu bendanken!":
    Pfff. Herrn Weiermann bin ich hier mal in einer Diskussion beigesprungen, ohne auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken, ob er denn ohne mich nicht klar käme. Das ist doch nun Quatsch. Und ja hat er sich bei mir dafür auch bedankt.
    Oder Die Kassierer. Meinen Beistand haben sie nun wirklich nicht nötig. Gefreut haben sie sich trotzdem, denke ich.
    Da ist ja sehr schräg, da jetzt…ts.

  • #12
    Daniel

    Die Gehirne von Menschen und Schimpansen ähneln sich auch mehr, als sie sich unterscheiden – trotzdem sind es die Unterschiede, auf die es ankommt.

  • #13
  • #14
  • #15
    Daniel

    Die Rückmeldungen interessieren sie ja eigentlich nicht, aber dennoch fühlen sie sich genötigt, einen längeren Text dazu zu verfassen? Dann will ich ihre Mühe mal wertschätzen und darauf eingehen:

    "Na, das mit dem "stark sein" hat hier bei eingen aber nicht so recht geklappt, huh?"

    Habe ich irgendwo erklärt, dass "Männer stark sind/sein müssen" oder entspringt das nicht eher ihrer Vorstellung, die sie auf Männer projizieren?

    "Zu den giftigen Kommentaren: so lang Sie niemand zwingt, sich Sachen im Internet anzuschauen, die Sie nicht mögen, lassen Sie’s doch einfach. Falls doch, wäre die Kommentarfunktion der falsche Ort für Hilfe. Wenden Sie sich dann bitte an eine für Sie zuständige Polizeidienststelle."

    Ob die Kommentare "giftig" oder "kritisch" sind, ist imO diskutabel. Sie haben ihr Urteil offensichtlich schon gefällt. "giftige" Inhalte zu ignorieren fällt ja auch leichter, als sich mit Kritik auseinanderzusetzen. Und herzlichen Dank für die Lektion bzgl. der Nutzung des Internets! Ich entscheide allerdings gerne noch selbst, was ich rezipiere und zu was ich mich äußere. Frech, wa?!

    Ideologie vs. Hormone:

    "Es wäre so umwerfend gut, wenn mir da nicht von vorneherein unterstellt würde, ich (oder Judith Butler) hätten die Existenz von Hormonen in Abrede gestellt. Wenn Sie eine Schilddrüsenfehlfunktion haben, lassen Sie die bitte behandeln!"

    Sie ignorieren diese Faktoren nun mal in ihrer Betrachtung. Sonst würde der implizite Schluss, dass Männer und Frauen "gleich" sind (und Männer sich dadurch angegriffen fühlen) keinen Sinn machen. Was die Schilddrüse mit meiner Aussage zu tun hat, kann ich nur begrenzt nachvollziehen. Interessante Neuigkeit für sie: Es gibt noch weitere Hormone! Bildung hilft!

    "Die für mich so viel spannendere Frage ist unter anderem, welche albernen geschlechtsspezifischen Klischees bitte über Bord geworfen werden können.
    Zum Beispiel, das Männer generell rationaler seien als Frauen – achnaja, soso lala"

    Sie können aufgrund dieser Studie also "alberne geschlechtsspezifische Klischees über Bord werfen". Hatte sie vorher welche? Wie wurden die widerlegt? ist "achnaja, soso lala" ein Argument in dieser Hinsicht?

    "In dem Moment, in dem Judith Butler in’s Spiel kommt, verlieren doch einige Männer komplett die Nerven und drehen durch als sei der Leibhaftige hinter ihnen her. Einige bringen es tatsächlich fertig, durch ihre 100% irrational-emotionale komplette Ablehnung aus Versehen damit Judith Butler zu belegen, obwohl sie eigentlich… bloß fällt’s denen halt dabei nicht so unbedingt auf."

    J.B. polarisiert eben. Ob das an der "100% irrational-emotionale komplette Ablehnung" durch Männer (war das ein "albernes geschlechtsspezifisches Klischee"?) liegt oder an ihren ideologisch geprägten Interpretations- und Wahrnehmungsbesonderheiten sehen wir beide wohl unterschiedlich.

    "Meine Handschrift: das hör ich jetzt wirklich zum ersten Mal, das… ernsthaft, die sieht normalerweise noch viel schlimmer aus. Ich bemühe mich wirklich, aber treten Sie mir bitte jedes Mal auf die Zehen, wenn ich wieder nachlässig werde. Da muß ich mich zusammenreißen.
    Das ist gute, wichtige Kritik."

    Kritik an der Form ist wichtig, der Inhalt ist in ihrer Wahrnehmung offensichtlich nicht zu kritisieren. Auch ein Weg der Immunisierung.

    Zu "Beistand nötig haben und sich dann auch noch obendrein dafür zu bendanken!":

    "Pfff. Herrn Weiermann bin ich hier mal in einer Diskussion beigesprungen, ohne auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken, ob er denn ohne mich nicht klar käme. Das ist doch nun Quatsch. Und ja hat er sich bei mir dafür auch bedankt.
    Oder Die Kassierer. Meinen Beistand haben sie nun wirklich nicht nötig. Gefreut haben sie sich trotzdem, denke ich."

    Denken sie. Haben sie auch gemacht.
    Na dann ist für sie ja alles in Ordnung. Aus meiner Perspektive verstärkt es allerdings den Eindruck, dass sie die Hilfe Dritter benötigen, da sie argumentativ schwach agieren. Meine Wahrnehmung.

    "Da ist ja sehr schräg, da jetzt…ts."

    Grandioses Finale. Der Inhalt erschließt sich nur schwer, aber ich arbeite daran. Männer haben mit Sprache ja immer so ihre Probleme, oder?!

  • #16
    Deutschlandkritiker

    Ich finde die Zeichnung super – ein netter Denkantoß für alle Maskulinist_innen. @ Daniel: Warum sind Sie so verbiestert?

  • #17
    Klaus Lohmann

    @Daniel: Durch Deine permanente Beleidigungs- und Abwertungstirade hast Du den Comic noch viel realistischer erscheinen lassen, als er evt. vorher gedacht war. Danke!

    Wann tagt Deine Männertherapierunde das nächste Mal?

  • #18
    Daniel

    Warum unterstellen sie mir "verbiestert" zu sein?
    Ich kritisiere die vereinfachte, aus meiner Sicht vorrangig ideologisch geprägte, Interpretation einer wissenschaftlichen Studie. Maskulinisten werden ihre Position sicher nicht aufgrund mehr oder weniger lustiger Bilder verändern. Besonders, wenn hier Erkenntnisse unzulässig verallgemeinert und interpretiert werden.
    Zunächst wollte ich nur meine Ansicht zu Witz und Inhalt dieser Bilder Ausdruck verleihen.
    Ich ärgere mich mittlerweile aber wirklich darüber, dass Kritik durch die Autorin lediglich als Ausdruck "100%(er) irrational-emotionale(r) komplette(r) Ablehnung" (die sie Männern zuschreibt) disqualifiziert wird und sie in keiner Weise auf Inhalte eingeht. Stattdessen nutzt sie Kampfbegriffe und Unterstellungen – dies zeigt imO ihre intellektuelle Überforderung hinsichtlich des behandelten Themas.
    Männer und Frauen, Alte und Junge, Große und Kleine, Menschen mit unterschiedlichen ethnischen Herkünften sind in jedem Fall gleich viel "wert" – dennoch gibt es Unterschiede. Diese mit einem platten "Aber das Gehirn ist doch sehr ähnlich, es gibt keine perfekten, prototypischen Unterschiede" wegzuwischen ist einfach platt und unwissenschaftlich. Allein die Darstellung, dass es durchaus "typische" männliche und weibliche Strukturen und Verknüpfungsunterschiede gibt, bringt dies deutlich zum Ausdruck. Auch bei anderen Merkmalen gibt es Mischformen, kleinere und größere Abweichungen. Dennoch ist ein Penis ein relativ sicheres Zeichen für "Männlichkeit", egal ob er 1cm oder 25 cm groß ist. Damit die Unterteilung in zwei dichotome Kategorien oder eine sinnvolle Unterscheidung zwischen "Mann" und "Frau" in Frage zu stellen, ist für mich nicht nachvollziehbar.
    Aber wie ich schon sagte: Hier geht es wohl vorrangig um Ideologie.

  • #19
    Daniel

    @Klaus: Über Beleidigungs- und Abwertungstiraden schreiben und dann nach der Therapierunde fragen?!

    😉

  • #20
    Klaus Lohmann

    @Daniel: "Dennoch ist ein Penis ein relativ sicheres Zeichen für "Männlichkeit", egal ob er 1cm oder 25 cm groß ist"

    Von Intersexuellen mit Brüsten und 30cm-Riesenschwänzen scheinst Du noch nichts gehört oder gesehen zu haben:) Mach Dich mal locker, diese Verbiestertheit geht so langsam mit Dir durch.

  • #21
    Daniel

    Die Bezeichnung einer "Zwischenform" ist nur dann sinnvoll, wenn es dichotome (oder polytome) Eigenschaften gibt. Insofern ist der Verweis auf Intersexualität hier obsolet. Es gibt auch hinsichtlich der Geschlechtszuordnung immer wieder uneindeutige Fälle. Diese sind allerdings extrem selten. Daher schrieb ich auch von "relativ" sicheren Zeichen.
    Aber sprachliche Genauigkeit und eine inhaltliche Auseinandersetzung ist für dich wohl nicht das Ziel, es geht eher um Polemik. Wenn du das mit "locker" umschreibst, bleibe ich lieber unlocker….

  • #22
    Klaus Lohmann

    @Daniel: Für Jemanden, der selbst Comics mit der Verbissenheit eines JackRussel "diskutieren" will (und Keinen zum Mitdiskutieren findet), bist Du doch voll cool eyh.

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