Umfrage: CDU gewinnt in der Corona-Krise 11 Prozentpunkte

Angela Merkel Foto: Pixelfehler Lizenz: CC BY-SA 3.0


Auch im verschärften Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ändert sich die politische Stimmung der Deutschen nicht. Im aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer kann die FDP einen Prozentpunkt hinzugewinnen, die Grünen verlieren einen Prozentpunkt. Die Werte der übrigen Parteien bleiben unverändert.

Wenn jetzt Bundestagswahl wäre, könnten die Parteien mit folgendem Ergebnis rechnen: CDU/CSU 37 Prozent (Bundestagswahl 32,9%), Grüne 19 Prozent (8,9%), SPD 15 Prozent (20,5%), Linke 8 Prozent (9,2%), AfD 8 Prozent (12,6%) und FDP 6 Prozent (10,7%). 7 Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2%). Die Zahl der Nichtwähler und Unentschlossenen entspricht mit 23 Prozent in etwa der Zahl der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2017 (23,8%).

„Corona-Gewinner“ CDU/CSU: Seit Beginn der Pandemie 11 Prozentpunkte plus

Am 11. März 2020 hat die Weltgesundheitsorganisation Corona zur Pandemie erklärt. In der Woche zuvor, vom 2. bis 6. März, zeigte das RTL/ntv-Trendbarometer folgende Werte: CDU/CSU 26, Grüne 24, SPD 15, Linke 10, FDP 6 und AfD 11 Prozent. 8 Prozent wollten damals eine der sonstigen Parteien wählen. Für die SPD und die FDP hat sich seitdem nichts verändert. Die Grünen haben in den bislang neun Monaten der Covid-19-Krise 5 Prozentpunkte verloren. Die Linke hat 2, die AfD 3 Prozentpunkte eingebüßt. Lediglich die Union konnte zulegen, mit einem Plus von 11 Prozentpunkten ist sie derzeit der einzige „Corona-Gewinner“.

Das zeigt sich auch bei der Einschätzung der politischen Kompetenz. Wie an jedem Wochentag hat forsa auch in der Woche vom 2. bis 6. März gefragt, welcher Partei die Bundesbürger am ehesten zutrauen, „mit den Problemen in Deutschland fertigzuwerden“. Die Antworten damals: CDU/CSU 16, SPD 6, Grüne 13, sonstige Parteien 8 Prozent. 57 Prozent haben keiner Partei politische Kompetenz zugetraut. Diese Einschätzung hat sich bis heute stark verändert: Im aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer erreicht die CDU/CSU 40 Prozent (plus 24 Prozentpunkte), SPD 6 Prozent (unverändert), Grüne 4 Prozent (minus 9) und sonstige Parteien 5 Prozent (minus 3). 45 Prozent würden momentan keiner Partei zutrauen, mit den Problemen in Land fertigzuwerden – das sind 12 Prozentpunkte weniger als vor der Corona-Krise.

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4 Kommentare

  1. #1 | Arnold Voss sagt am 19. Dezember 2020 um 16:34 Uhr

    In Krisenzeiten gewinnen die Konservativen, wenn sie Handlungsfähigkeit beweisen. Das war beim deutschen Kleinbürger immer so. Notfalls geht es dann für ihn/sie/divers dann auch ganz nach Rechtsaußen. Die Linke hatte bislang keine ernst zu nehmenden Alternativen und die AFD schießt sich bei Corona selbst ins Knie. Die Grünen sehnen sich nach Schwarz Grün, weil sie nur so wieder ans Regiern kommen. Die SPD hat nicht mehr zu bieten als Karl – Ich mahne also bin ich – Lauterbach. Die FDP ist gar nicht der Rede wert. Also nichts Neues in diesem unserem Land. es sei denn, der verschärfte Lockdown führt nicht zum (auch von mir) erhofften Erfolg. Dann werden die politischen Karten neu gemischt.

  2. #2 | Walter Stach sagt am 19. Dezember 2020 um 18:21 Uhr

    Arnold,
    damit der o .a. Kommentar -der zu einer Reihe vergleichbarer aus jüngster Zeit hier bei den Ruhrbaronen zählt- nicht bedenkenlos/kritiklos die m.E. vom Kommentartor beabsichtigte Euphorie für die Politik, die Politiker und ihre potentielle Anhängerschaft "der sog. rechten Mitte" ins uferlose treibet, zu deren Ernüchterung -hoffe ich jedenfalls- meinerseits -auch das wieder einmal- aktuelle Zahlen zur sog. Sonntags-Wahlumfrage:
    13. 12.
    Kantar (Emind)

    CDU/CSU 35 %
    FDP 7 %

    Insgesamt für "Rechts der Mitte" also 42 %

    Die Grünen 2o %
    SPD 16 %
    Linke 7 %

    Insgesamt " für Links der Mitte" also 43 %

    Wenn ich jedoch der "rechten Mitte" die 1o % der AFD hinzurechne, verfügt dieses Spektrum über insgesamt 52 % im Vergleich "mit den 43 % für Links der Mitte" also über einen Vorsprung von 1o % !
    Und da , vor allem in den sog. ostdeutschen Bundesländern, CDU und FDP mehr und mehr ihre Distanz zur AFD verringern, richtiger wohl eine solche Distanz um beinahe jeden Preis aufzugeben versuchen. kommt "man" Links der Mitte nicht darum herum, bei der Definition des politischen Gegners die Farbenmischung Schwarz-Braun-Gelb "ins Visier zu nehmen",

    Im übrigen wiederhole ich meine hier schon oftmals vorgetragene Meinung, nach der es mir derzeit weder an der Zeit scheint noch in der Sache gerechtfertigt, über Wahlentscheidungen Ende 2o21 zu spekulieren oder zu versuchen, mit solche Spekulationen "politische Stimmung" zu machen mit dem Ziel……..??. Das kann so nicht und das wird so nicht funktionieren.
    PS
    Und jetzt bin ich endgültig weg bis …..??

  3. #3 | Yilmaz sagt am 20. Dezember 2020 um 10:49 Uhr

    Habeck als Bundeskanzler mit GrünRotRot ?

  4. #4 | Robert Müser sagt am 20. Dezember 2020 um 12:26 Uhr

    Der deutsche Wähler als rätselhaftes Wesen …

    … die Werte für die CDU als führende Partei in einer Krise kann ich vielleicht noch nachvollziehen,
    während mich die steigenden Werte für die Lindner-FDP rätseln lässt.

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