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Von den Ungerechtigkeiten bei der Vergabe der Corona-Impftermine

3D-Grafik des SARS-CoV-2-Virions Bild: CDC/ Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAM – This media comes from the Centers for Disease Control and Prevention’s Public Health Image Library (PHIL), with identification number #23312 Lizenz: Gemeinfrei

Ok, es ist Samstag, und daher sind wir hier heute wieder einmal mit unseren Stammlesern weitestgehend unter uns. Ich nutze einmal die günstige Gelegenheit und erzähle euch hier und heute kurz von meinen persönlichen Erfahrungen, die ich bei der Beschaffung eines Corona-Impftermins machen musste. Vielleich ging es euch ja ähnlich, oder aber ihr habt gänzlich andere Erfahrungen gemacht. Ich bin gespannt.

Als chronisch Kranker, der in diesem Jahr noch 50 Jahre alt wird, habe ich laut der offiziellen Einstufung Anspruch auf eine priorisierte Impfung nach §3 etc.. Das heißt, ich dürfte/darf/soll zusammen mit der Altersgruppe der 70- bis 80-jährigen gegen das Corona-Virus geimpft werden. So weit, so gut. Ein entsprechendes Attest vom Hausarzt war schnell beschafft. Mit dem Impftermin beim Impfzentrum in Recklinghausen sah das jedoch schon ganz anders aus.

Ende März bemühte ich mich dort erstmalig aktiv um einen konkreten Impf-Termin. Ein Bekannter von mir, mit einer ähnlichen Vorerkrankung, informierte mich damals freundlicher Weise über den konkreten Ablauf.

Er hatte Glück, meldete sich, da die entsprechende Hotline am ersten Tag der Freischaltung völlig überlastet war, wie auf der Homepage des Kreises angeraten bei eine extra für die Prio-Impfungen angegebenen E-Mail-Adresse.

Das war am Freitag. Er bekam prompt Samstag, alsio rund 24 Stunden später, einen entsprechenden Rückruf vom Impf-Team aus Recklinghausen und durfte direkt am folgenden Montag ins ‚Impf-Zelt‘ unserer Kreisstadt zur Impfung mit dem Impfstoff von Biontech.

Ich mailte die entsprechende stelle erst am Samstag, also einen Tag später als er, an, da auch ich telefonisch trotz diverser Versuche einfach nicht durchkam. Ich bekam eine automatische Eingangsbestätigung, wie mein Kumpel, in der stand, dass man in jedem Falle eine Antwort bekommen würde, von weiteren Rückfragen aber unbedingt absehen sollte, da das Arbeitsaufkommen riesig sei. Soweit, so normal. Ich wartete also folgsam erst einmal ein paar Tage ab. Es passierte in meinem Falle jedoch leider rein gar nichts.

Die Lage änderte sich. Inzwischen wurde der Impfstoff von AstraZeneca, der am Anfang bekanntlich aufgrund der dünnen Datenlage bei den alten, nur für jüngere vorgesehen war, in Deutschland lediglich für alle über 60 freigegeben. Ein neuer Ansturm auf Impfzentrum und Hotline zeichnete sich dadurch ab. Ich wurde zunehmend ungeduldiger.

Unter großen Mühen kam ich im inzwischen eingerichteten Online-Buchungsportal des Kreises irgendwann ‘durch’. Ich konnte für mich dort einen Termin für Mitte Mai ergattern, die Zweitimpfung ist für Ende Juni avisiert. Ich war sehr glücklich über den Termin, habe mich aber gleichzeitig ziemlich geärgert auf dem Weg dorthin wichtige Tage in Erwartung des bis heute nicht erfolgten Rückrufs bzw. der Rückmeldung auf meine E-Mail ‚vergeudet‘ zu haben. Das Ganze hat mich rückblickend wohl über sechs Wochen Zeit auf dem Weg zur Erstimpfung gekostet, was den Impftermin angeht. Das ist an sich schon ärgerlich genug, doch die Geschichte geht noch weiter.

In dieser Woche steigerte sich der Ärger über den für mich ungünstigen Ablauf weiter. Diverse Leute in meinem Bekanntenkreis sind inzwischen terminlich an mir vorbeigezogen, teilweise sogar schon geimpft. Ein Bekannter, ebenfalls vorerkrankt und auch erst Anfang 50, kümmerte sich zum Beispiel bislang noch gar nicht weiter um einen Termin in Recklinghausen. Erst auf mein Anraten hin versuchte er in der hinter uns liegenden Woche dort auch einen Termin zu vereinbaren. Dies gelang ihm sogar, offenbar recht leicht, telefonisch.

Er wurde vor ein paar Tagen sogar noch an diesem Wochenende (!!!) nach Recklinghausen zur Prio-Impfung eingeladen. Das machte mich dann richtig stutzig. Er kümmerte sich erst rund zwei Wochen später um einen Termin als ich, wird aber vier Wochen früher geimpft?

Ich versuchte es also erneut, meldete mich telefonisch beim Kreis und wollte versuchen auch für mich möglichst einen früheren Termin zu bekommen. Wenn mein Bekannter innerhalb von fünf Tagen nach seiner Meldung dort geimpft werden kann, warum muss ich rund sechs Wochen auf die erstimpfung warten?

Das Ansinnen scheiterte. Telefonisch flog ich erneut x-Mal aus der Leitung. Auch eine zweite E-Mail blieb (bisher) erneut komplett unbeantwortet. Nach der üblichen Eingangsbestätigung kam auch diesmal (bisher) nichts mehr.

Es wird also wohl bei dem Mitte-Mai-Termin für mich bleiben. Grundsätzlich bin ich noch immer froh diesen überhaupt bekommen zu haben, ärgere mich aber, dass ich gefühlt gerade von sehr vielen Seiten in der Warteschlange überholt werde.

Es ist ja nicht nur so, dass mich meine beiden Bekannten mit ähnlicher Krankengeschichte um x-Wochen überholt haben, obwohl sich zumindest der eine deutlich weniger um eine Impfung bemüht hat, auch im weiter gefassten Kreis der Bekannten und Verwandten wurden inzwischen viele Leute geimpft, die entweder deutlich unter 70 sind, oder aber nicht unter einer entsprechenden Vorerkrankung leiden. Mein Hausarzt impft aktuell übrigens nur die ‚Alten‘, und das mit Astra.

Da wächst das Unverständnis!

Ich gönne wirklich jedem persönlich (s)eine möglichst frühe Impfung, muss jedoch zugeben, dass ich gerade etwas neidisch auf all diejenigen gucke, die als relativ gesunde, junge Menschen jetzt schon deutlich vor mir drankamen bzw. kommen, sich teilweise nicht einmal groß um eine möglichst schnelle Impfung bemühen mussten, während ich hier noch etliche Wochen lang warten muss, bis auch ich drankomme.

Meine Vermutung ist, dass es nicht nur mir so erging bzw. ergeht. Musste hier jemand ähnliche Erfahrungen in diesem Bereich machen? Empfindet ihr die aktuelle Situation auch als ungerecht? Dann erzählt doch mal kurz in den Kommentaren unter diesem Beitrag davon, bitte!

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20 Kommentare zu “Von den Ungerechtigkeiten bei der Vergabe der Corona-Impftermine

  • #1
    ke

    Das ganze Verfahren wirkt extrem intransparent.
    Der Umgang mit den Priorisierungen ist komplett undurchschaubar.
    Es ist Mangelwirtschaft. Glück, Vitamin B etc. helfen. Dann ist noch zu berücksichtigen, dass der Autor die Verwaltungswege kennt, die Sprache spricht und auch versch. moderne Medien nutzen kann.

    Wie viele Menschen mit extremen Risiken bleiben aktuell komplett zurück.
    In Thüringen haben wir bspw. extreme Werte bei der Ü80 Bevölkerung. Auch hier wurde nur wenig geimpft. Dagegen ist der junge Sportlehrer aus der Grundschule vermutlich schon geimpft. Warum auch immer.

    Ich hoffe, dass endlich genügend Impfstoff da ist, oder dass die Prioritäten sauber abgearbeitet werden. Hier gibt es dann noch in den Bundesländern Unterschiede.

  • #2
    Dirk Müller

    Hallo, dass ist ja eigentlich noch ein früher Termin. Ich, 50 div. Vorerkrankungen deshalb in Prio 2 wohne im Rhein-Sieg-Kreis. Wir sind nicht nur das Schlusslicht beim Impfen in NRW, nein wir sind auch das Schlusslicht was die Termine für Vorerkrankte U60 angeht. Hier ist nämlich überhaupt keine Terminanmeldung möglich. Beim Hausarzt kommt man auf eine Warteliste, falls der überhaupt impft, oder es wird auf den Kreis verwiesen. Der Kreis wiederum verweist auf seiner Webseite und der Hotline auf die Hausärzte. Niemand fühlt sich zuständig oder ist bemüht das Chaos zu verhindern oder zu beseitigen. Der Landrat gibt sich vollkommen überzeugt von seinem Tun und sagt er habe alles richtig gemacht. Das frustriert ohne Ende, wenn man sieht wie gut es nebenan in Bonn läuft. Ich bin mütend!

  • #3
    ccarlton

    Werden verschiedene Impfstoffe verwendet?

    Eine Bekannte hat Sonntag Nachmittag per Telefon einen Termin für Biontech am Donnerstag gebucht. Der, den ich am schon 03.04 für AstraZeneca gemacht hab, wäre am Dienstag gewesen.

  • #4
    KarlderKleine

    Das hat weniger mit den jeweiligen Impfzentren zu tun als vor mehr mit der chaotischen Politik des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW.

    Dessen Idee war es nämlich, dass chronisch Kranke und pflegende Angehörige ab dem 6.4. bei den Hausärzten geimpft werden.

    Das Ministerium wurde von den Kommunen gewarnt, dass dieser Weg zu großen Problemen führen wird, da a) weder Ministerium noch kassenärztliche Vereinigungen einen Überblick darüber haben, welche Ärzte überhaupt impfen und b) viele Ärzte der Versuchung erliegen, jenseits der gültigen Priorisierung zu impfen. Ebenso impfen viele Gynäkologen nicht die Angehörigen von Schwangeren.

    So entsteht ein unseliges Pingpong-Spiel für die Betroffenen, Ministerium und Kassenärztliche Vereinigung sind fein raus und den schwarzen Peter haben die kommunalen Impfzentren.

    Wäre vielleicht mal ein interessanter Rechercheansatz für investigativen Journalismus, ob die impfenden Ärzte die Priorisierung gemäß Impfverordnung einhalten oder ob da auch Spritzen gegen Geld über den Praxistresen wandern.

    Im Übrigen darf nicht vergessen werden, dass immer noch ein Impfstoffmangel herrscht und das Land NRW bis einschließlich gestern noch keine Planungssicherheit für Impfstofflieferungen über den den 3. Mai hinaus hat.

  • #5
    DAVBUB

    Meine Mutter, 85, Rollstuhlfahrerin mit weiteren Einschränkungen, im betreuten Wohnen, wurde ein Impftermin im 23km entfernten Impfzentrum angeboten. Als sie auf Merkel/Spahn/Laschet verwies, die noch im Dezember/Januar von mobilen Impfteams schwafelten, wurde ihr lapidar erklärt, daß sie dann in ein Altersheim umziehen müsse.
    Jetzt hoffen wir auf ihren sehr bemühten Hausarzt, der seit Januar versucht, Impfstoffe auf allen mehr oder minder legalen Wegen für "seine" schweren Fälle zu erhalten.

  • #6
    Resterampe

    Sieht mir nach System und Inkompetenz aus, tödliche Mischung. Sind selber Prio 2, pflegende Angehörige eines pflegebedürftigen 86Jährigen im gleichen Haushalt. Passen natürlich extrem auf, nicht auszufallen und uns sicher zu verhalten. Er war zuerst dran, das hatte einen Tag online gekostet und dann zweimal zum Impfzentrum als Begleiter den Rollstuhl schieben, Dann wurden ja erstmal die Lehrer , Kita, Polizisten hochpriorisiert, mit Prio 2 Turbo. Dann wurde zuletzt wahlweise empfohlen sich an Impfzentrum „kann“ oder Hausarzt zu wenden, aber ohne echtes Impfangebot. Hausarzt des Gepflegten impft nur eigene Patienten, ich habe keinen Hausarzt , der Hausarzt meiner Frau, die zusätzlich noch chronisch krank ist (Asthma), alle Termine vergeben, keine Warteliste, im Mai nochmal versuchen, Ihr Lungenfacharzt hat keinen Impfstoff. Nichts gegen die Hausärzte, aber es drängt sich der Eindruck auf, dort haben die besten „Kunden“ , die auch brav pro Quartal Ihrem Schein abliefern oder Igel Leistungen abnehmen Vorrang. Die Ärzte verdienen ja nicht viel an den Impfungen, aber zur Kundenbindung taugt es allemal. Wenn da einer mit Prio Schein kommt interessiert das nicht. Die Hausärzte sind wichtig und wir benötigen ihre Unterstützung zum schnellen Impfen, als ausschließliches Impfangebot für einen Prio Berechtigten taugt das aber nicht. Letzter Stand jetzt in einer Liste am Impfzentrum (nach 3 ablehnten Anläufen) ,aber keine Info, wann man erstmal würdig ist eine Terminanfrage zu buchen. Ich befürchte als Nächstes macht sich das MAGS es leicht, die Resterampe soll beim Hausarzt betteln und warten, die wollen weiter öffnen und werden bald die wartenden Beamtenkollegen aus Prio 3 vorziehen. Jeder will schnell dran sein, keine Frage, aber dieses inkompetente Mikro Management kostet soviel Energie und Nerven und in anderen Bundesländern funktioniert es ja auch. Einmal melden, warten und je nach Prio die Termine verteilen. Aber da nimmt man ja in Kauf das ein Obdachloser oder chronisch Kranker oder pflegender Angeböriger, alle mit der gleichen Prio vor den Lobbygruppen dran war. Es hatten ja auch etliche aus dem Kreis sich AstraZenca verweigert, aber sind prompt wieder vorne gelandet. Fortsetzung folgt.

  • #7
    Yilmaz

    Das ist alles nur noch ein richtig schlechter Witz, was da gerade passiert. Für meine Mutter konnte ich lange keinen Termin online buchen, da noch nicht Ü80. Dann bekam sie plötzlich ein Impfangebot ihres Hausarztes und des Impfzentrums. Vom Impfzentrum sagte man, meine Schwester (39, keine Vorerkrankungen) könne direkt mit geimpft werden. Meine Nachfrage wurde mit einem müden lächeln quittiert, mit 42 könne ich mich irgendwann im Herbst nochmal melden.

    Gleichzeitig wird ein Bekannter nebst Frau (38 und 40) beim Hausarzt geimpft, weil man sich jahrelang kennt. Und wir bekommen bald Ausgangssperren, obwohl wir uns ohnehin schon seit Monaten wenn überhaupt nur noch mit der Familie draußen sehen. Während die Großfamilie zwei Wohnungen unter mir Tag und Nacht Highlife hat. Kinder, Enkelkinder, Freunde, alle gehen ständig ein und aus…

    Mich kotzt das derzeit alles nur noch an.

  • #8
    Peter Mohr

    @Yilmaz, wenn man sich ihre bisherigen Querdenkerlike Beiträge in Erinnerung ruft, liegt der Verdacht nahe, dass ihre angeführten Beispiele, die nicht nachprüfbar sind, nur das Ziel haben Unruhe zu stiften.

  • #9
    Antonia

    Ich habe am letzten Freitag 15.04. , mein Attest für Priorisierung Gruppe 2 wegen Vorerkrankung beim Hautarzt abgeholt. Im Glauben, ich könnte mich nun beim Impfzentrum anmelden habe ich telefonisch über die 116117 und die Telefonnummer der Stadt Bochum für Impftermine versucht einen solchen zu erhalten. Nach 4 Telefonaten konnte ich mir dann halbwegs zusammen reimen was die ungehaltenen Mitarbeiter mir eigentlich nicht sagen wollten…. Daß nämlich seit 3 Tagen die Vorkrankten kein Anrecht mehr auf Termine im Impfzentrum haben, sondern nur noch über die Ärzte geimpft werden. Impfzentrum nur noch für Berechtigte der dementsprechenden Altersstufen. Also auf zum Hausarzt, das Attest vorgelegt und gebeten mich in die Impfliste einzutragen…. in dieser Woche hat mein Hausarzt genau 6 (!) Menschen impfen können, für mehr reichte die Lieferung nicht. Ich befürchte, ein Anruf mit Einladung zum Impfen wird mich trotz Priorisierung in Gruppe 2 erst in 1 bis 2 Monaten erreichen….

  • #10
    Chris Schibulsky

    Leider ist das, was Yilmaz erzählt nicht einfach nur eine Geschichte. Diverse meiner Arbeitskollegen unter 40 Jahren haben plötzlich Impftermine bei irgendsoeinem HNO in Waltrop. Wie kann das sein? Mein lungenkranker „Prio2-Onkel“ wartet mit seinen 72 Jahren auf seinen Impftermin Mitte Mai.

  • #11
    Ali Mente

    Meine Mutter hat kürzlich so eine unerwünschte Einladung bekommen und diese sofort weggeworfen.

  • #12
    Bochumer

    Eine Arbeitskollegin von mir ist 55 Jahre alt und ebenfalls in der Situation,dass sie eigentlich in Gruppe 2 fallen müsste. Sie hat verschiedene Stellen kontaktiert (KVWL, MAGS, Impfzentrum Dortmund und Stadtverwaltung Dortmund), keiner scheint sich zuständig zu fühlen. Sie hat aufgegeben, sich um einen Impftermin zu bemühen.

    Ich wäre in der Proiorisierungsgruppe 3, aber nach den Erfahrungen meiner Kollegin mit dem Impfmanagement in NRW denke ich darüber nach, eine Impfreise nach Russland zu buchen und mich mit Sputnik V impfen zu lassen.

  • #13
    Karl

    Es gibt eine rechtliche Lage, vorgegeben durch den jeweiligen Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW. Die Impfzentren müssen diese umsetzen, ob sie wollen oder nicht.

    Die Beschäftigten in den Impfzentren weisen übrigens niemanden gerne ab. Es sind zumeist Freiwillige, die sich gemeldet haben, um die Impfkampagne zu unterstützen. Die meisten sind inzwischen selbst frustriert über die oftmals unklaren Formulierungen und unglücklichen Entscheidungen des Düsseldorfer Ministeriums.

    Dass es da, insbesondere aufgrund des hohen Drucks, zu Fehlentscheidungen kommt, ist zu erwarten.

    Die Anzahl der Impfungen richten sich immer noch nach der Verfügugbarkeit des Impfstoffes. Es gibt davon immer noch zu wenig, um zeitnah jede Impfberechtigung zu verwirklichen. Das medial gezeichnete Bild, das unbegrenzt Impfstoff vorhanden ist, ist nicht korrekt.

  • #14
    DAVBUB

    @13, Karl: "Das medial gezeichnete Bild, das unbegrenzt Impfstoff vorhanden ist, ist nicht korrekt."
    Also ich höre und lese nirgendwo, daß es unbegrenzt Impfstoff gibt, eher das Gegenteil.
    In der Tat wird aber in verschiedenen Medien glaubhaft berichtet, daß a) Millionen Dosen zurückgehalten werden für die zweite Impfung und b) nicht wenige Dosen vernichtet werden, weil Impftermine nicht eingehalten werden, oder zuviel geliefert wurde. Und bevor der Untertan dann von der heiligen Prioritätenreihenfolge abweicht und spontan jeden, der willig und in der Nähe ist, impft, wird das Zeug dann weggeschüttet. Auch Haftungsfragen sollen bei Apothekern dazu geführt haben… Die VORSCHRIFT ist doch bei uns noch immer wichtiger als Menschenleben.

  • #15
    WALTER sTACH

    Gauland hat sich impfen lassen!
    Droht ihm deshalb seitens der AFD der Parteiausschluß?

    PS
    Ich wünsche Gauland wie jedem Menschen, daß das Virus auch ihn dank der Impfung "verschont"!

  • #16
    thomas weigle

    Wir haben heute Termine bekommen für nächsten Donnerstag und die Zweitimpfung im Mai. Ich bin bei der Registrierung gescheitert, ließ sich nicht absenden, telefonisch war dito nix zu machen. Bei meiner Frau klappte es mit der Registrierung, zwei Stunden später waren die Termine für die Partnerimpfung da. Ist ein gutes Gefühl.

  • #17
    DAVBUB

    Bertelsmann hat ein Festzelt aufstellen lassen (und so nebenbei wahrscheinlich den Zeltbauer gerettet) und will alle MA und deren Familien impfen lassen. Von Nobilia, Miele u.A. gibt es ähnliche Überlegungen, evtl. werden die da auch zusammenarbeiten. Wenn der Druck auf Berlin und die Länder weiter so steigt, heißt es: Ade, du schöne Priorisierungsliste.
    Vielleicht nehmen die ja die Subunternehmer auch mit, dann werde ich wahrscheinlich nicht bis zum Wahltag warten müssen, daß der Staat mir ein "Impfangebot" -wahrscheinlich noch vor Weihnachten!- macht.

  • #18
    WALTER sTACH

    Gut so, Ihr Bertels -männer und -Frauen.
    Hoffentlich ein Anreiz für weitere Unternehmen.

    Wenn ich dazu etwas Kritisches zu sagen bzw. zu fragen, dann nur dieses : Warum erst jetzt?

  • #19
    DAVBUB

    @18, Walter Stach: Weil Merkel/Spahn/Laschet auf die EU gesetzt und verloren haben. Und weil in diesem Land private Initiative dem Staat grundsätzlich verdächtig ist.

  • #20
    Stefan

    Die Regierung um Merkel & Co. haben versagt und Blut an ihren Händen.
    Beispiel : 81jähriger Mann (Freund) hat KEIN Impfangebot bekommen. Nun ist er innerhalb von 12 Tagen nach Covid-19 Infektion verstorben.
    Oder: 61 jährige Freundin, seid 8 Jahren an Krebs erkrankt, hat bis heute kein Impfangebot.
    Ich selber, 52 Jahre alt und seid 5 Jahren Erwebsminderungsrentner, bedingt durch div. Vorerkrankungen, habe überhaupt keine Chance irgendwo (Hausarzt, Impfzentrum) kurzfristig oder mittelfristig ein Impfangebot zu bekommen.
    Die Politik ist sooo Weltfremd, kein Bezug zur Realität. Sie sind schon längst mit sich und der Wahl im September beschäftigt.
    Es gab div. Gute Vorschläge im Kampf gegen Corona in Talksendungen (z.B. Markus Lanz), von Experten etc.
    Es wird gelabert, aber am Ende passiert nichts.
    Unsere Politiker machen lieber ihr eigenes Ding.
    Manche machen sich die Taschen voll mit Geld (Maskenskandal)
    Und die (Arbeitgeber) die Geld erwarten vom Staat, warten zum Teil noch immer.
    Es gibt so viele Facetten der Corona Pandemie, die durch gute, kluge Entscheidungen der Politik hätte verhindert werden können.
    ABER, unsere Regierung bekommt es nicht hin. Und feiert sich auch noch dafür.
    Ich schäme mich für das Industrieland Deutschland.
    Hier geht es ehr zu wie in einer "Bananenrepublik".

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