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Wahlkreisprognose Landtagswahl NRW: AfD schlägt SPD in zwei Wahlkreisen


Wäre jetzt eine Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, würde die AfD der SPD zwei Wahlkreise abnehmen. Doch das ist nicht das einzige Problem der Sozialdemokraten.

Die SPD ist der große Verlierer der Wahlkreisprognose zur Landtagswahl NRW des Berliner Meinungsforschungsinstitutes Wahlkreisprognose.de. Wahlkreisprognose.de erforscht, wie die Ergebnisse in einzelnen Wahlkreisen aussehen könnten und welche Partei Chancen hat,  ihren Kandidaten direkt in ein Parlament zu schicken.

Würde jetzt der Landtag in NRW gewählt werden, wären die Sozialdemokraten die großen Verlierer: Von den 128 Wahlkreisen in Nordrhein-Westfalen  würde die SPD  nur noch 23 direkt gewinnen. Bei der letzten Landtagswahl 2017 waren es noch 56. Katastrophal ist die Entwicklung in den Wahlkreisen Gelsenkirchen II und Duisburg IV – Wesel V: In beiden würden zum jetzigen Zeitpunkt Kandidaten der AfD gegen sozialdemokratische Bewerber gewinnen und direkt in den Düsseldorfer Landtag einziehen.

Die großen Gewinner wären zur Zeit CDU und Grüne. Die Union würde 97 Wahlkreise direkt gewinnen (2017: 72), die Grünen 6 (2017: 0)

Valentin Blumert, der Chef von Wahlkreisprognose.de, sieht Ende der SPD-Dominanz im Revier gekommen: „Die „sichere SPD-Bastion Ruhrgebiet“ kommt wie eine Erkenntnis aus vergangenen Zeiten daher. In keiner anderen Region würde die SPD zur Zeit NRW-weit stärker verlieren (rund 13% ggü Mai 2017), wie zwischen Dortmund und Duisburg. In keiner anderen Region ist die AfD der SPD beim Kampf um Direktmandate so dicht auf den Fersen.“

 

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9 Kommentare zu “Wahlkreisprognose Landtagswahl NRW: AfD schlägt SPD in zwei Wahlkreisen

  • #1
    Robert Müser

    Na ja,
    so wirklich überraschend kommt diese Erkenntnis nun wirklich nicht – ich beobachte speziell im Ruhrgebiet seit Jahrer nun eine schleichende Entfremdung zwischen der Revier-SPD und ihrer (ehemaligen) Wählerschaft.

    Die Performance der letzten SPD-Landesregierung war ja nun auch nicht wirklich durchschlagend erfolgreich, auch das GroKo-Gewürge unter maßgeblicher SPD-Beteiligung tut nicht als Wahlempfehlung für die SPD. Als Sahnehaube dazu noch diese komplette Selbstzerlegung der Bundes-SPD auf personeller und inhaltlicher Ebene, kein Wunder dass da der letzte Wähler das Weite sucht.

  • #2
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @obert Müser: Dass die SPD verliert war mir auch klar, aber zwei Direktwahlkreise im Ruhrgebiet hätte ich der AfD nicht zugetraut.

  • #3
  • #4
    Gerd

    @2:

    Da ist die AfD nicht gut, dort ist die SPD nur besonders besch… Jede Wette, dass das die Brennpunkte sind, wo das Ergrünen der ex Arbeiterpartei den kleinen Leuten an heftigsten auf die Füße fällt.

  • #5
    Helmut Junge

    Die Wahlkreisgrenzen sind von Rot-Grün derart verschoben worden, daß sie nicht mehr wiedererkannt werden. Ich wohne z.B. im Wahlkreis 63.
    lt.Wikipedia "Der Wahlkreis 63 Duisburg IV wird um die Ortsteile Orsoy und Budberg der Gemeinde Rheinberg erweitert. Auch diese Änderung wurde kritisiert, das Gebiet der Gemeinde Rheinberg liegt nämlich auf der anderen Rheinseite und ist auf direktem Weg von Hamborn oder Walsum aus nur per Fähre zu erreichen. Rheinberg und Borth verbleiben im Wahlkreis Wesel II."
    Wir machen manchmal einen Sonntagsausflug mit der Fähre nach Orsoy. Daß die jetzt und das mir unbekannte Budberg zu meinem Wahlkreis gehören, macht es für einen gestandenen SPD-Kandidaten mit fester Verwurzelung in seinem Milieu, vermutlich schwer. Die sprechen dort drüben auf der anderen Rheinseite sogar einen anderen Dialekt. Aber es ist ja von Rot-Grün beschlossen worden, und nicht von Gegnern der SPD, wie man leicht denken könnte.
    Trotzdem: Ich halte diese Wahlprognose für ein reines Phantasieprodukt und warte auf andere Analysen.

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  • #7
    Niklas Amadé Endler

    Einzig die Wähler folge der FDP stören das harmonische Gesamtbild. Die 🚦- und die 🇦🇿-Koalition haben eine Mehrheit, entsprechend sind die Kräfteverhältnisse:

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    Anhand des Wahlverhalten erkennt man also folgendes: die 🇰🇪-Koalition ist am allerstärksten, dahinter folgen 🇩🇪, 🇯🇲, Schwarz-Rot-Blau und Schwarz-Grün-Blau. Nordrhein-Westfalen wählt also so konservativ, wie man das in den 50er-Jahren kannte. An NRW erkennt man, in welcher Verfasstheit sich die BRD befindet, und wenn offensichtlich nur noch konservativ gewählt wird, dann stimmt etwas gewaltig nicht. Vor allem bemerkenswert: in NRW scheinen keine Mehrheiten mehr gegen CDU und Grüne möglich zu sein. Dazu ziehen wir uns mal das Diagramm von oben zurate und trennen mal CDU und Grüne VOM Rest ab:

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    ❤️❤️❤️💙💙—💚💚💚
    🖤🖤🖤🖤—❤️❤️❤️💜
    🖤🖤🖤🖤💚💚💚—💜
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    Schwarz-Grün ist also in einem Bundesland stark, das normalerweise als sehr progressiv gilt. Mein Wunsch wäre ja, dass wenigstens ❤️💜💚, ❤️💜💛 und ❤️💜💙 auf Mehrheiten kommen, damit Schwarz-Grün nicht mehr diese Oberhand hat, die sowieso keiner braucht!!!

    🌈❤️❤️❤️💜💜💚💚🌈
    ❤️❤️❤️💚💚🖤🖤 (🇰🇪)
    ❤️❤️❤️💜💜🖤🖤
    🌈❤️❤️❤️💜💜💛🌈
    ❤️❤️❤️💚💚💛 (🚦)
    ❤️❤️❤️🖤🖤💛 (🇩🇪)
    ❤️❤️❤️💚💚💙 (🇦🇿)
    🌈❤️❤️❤️💜💜💙🌈
    💜💜💚💚🖤🖤 (Ost-🇰🇪)
    ❤️❤️❤️🖤🖤💙

    Zusammengefasst: ICH WÜNSCHE MIR, DASS IN NORDRHEIN-WESTFALEN GEGEN DIE ❤️SPD❤️ NUR NOCH EINE OST-🇰🇪-KOALITION MÖGLICH IST, DIE ❤️SPD❤️ MUSS WIEDER STARK WERDEN

  • #8
    Michael

    "DIE SPD MUSS WIEDER STARK WERDEN"

    Die SPD wird nie wieder "stark" werden.

    – weil die Wähler wegsterben, die noch so dumm waren sie zu wählen (siehe Bayern)
    – weil sie als Partei des Kapitals uninteressant für Arbeiter & Co. ist (die wählen AfD)
    – weil sie anderen Parteien versucht programmatisch hinterherhecheln (CDU, Grüne)

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