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Waldorfschule: Vorsicht Steiner

Nach dem „PISA-Schock“ suchen immer mehr Eltern nach einer Alternative zur öffentlichen Schule. Oft fällt ihre Wahl auf eine der 213 anthroposophisch geprägten Waldorfschulen in Deutschland.


Die erste Waldorfschule wurde 1919 in Stuttgart als Betriebsschule der Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik gegründet. Die pädagogische Leitung lag bei Rudolf Steiner. Die von ihm entwickelte Weltanschauung „Anthroposophie“ ist bis heute verbindliche Grundlage des Unterrichts jeder Waldorfschule.

Nach anthroposophischem Selbstverständnis hatte Rudolf Steiner unmittelbaren Zugang zur „Geistigen Welt“, sprich: Steiner hatte hellseherische Fähigkeiten. Die Anthroposophie schöpft damit aus esoterischen und okkulten Quellen. Rudolf Steiner (1861–1925) promovierte 1891 in Philosophie; die 1894 versuchte Habilitation scheiterte. Um 1900 kam er in Kontakt mit Helena Petrovna Blavatskys esoterischer „Theosophie“. Von 1902 bis 1912 leitete Steiner die deutsche Sektion der „Theosophischen Gesellschaft“, die er 1912/13 abspaltete und unter dem Namen „Anthroposophie“ neu gründete. Bis heute ist Rudolf Steiner die unangefochtene Autorität der Anthroposophie und der Waldorfpädagogik. Wie weit die Verehrung geht, mag man am Umfang der Steiner-Gesamtausgabe ermessen: Sie hat zurzeit 354 Bände. Wir sprachen mit Andreas Lichte, einem ausgebildeten Waldorflehrer und heutigem Kritiker der Waldorfbewegung.


Ruhrbarone: Herr Lichte, Sie haben eine Fortbildung zum Waldorflehrer abgeschlossen aber trotz Job-Angebotes darauf verzichtet, in der wunderbaren Waldorfwelt zu arbeiten – warum?

Andreas Lichte: Als ich mich entschloss, Kunst- und Werklehrer in der Waldorfschule zu werden, wusste ich noch nicht, dass die wichtigste Qualifikation eines Waldorflehrers darin besteht, Rudolf Steiner (den Gründer der Waldorfschulen und der Anthroposophie) als absolute Autorität zu verehren, z.B. so etwas:

Nach dem „PISA-Schock“ suchen immer mehr Eltern nach einer Alternative zur öffentlichen Schule. Oft fällt ihre Wahl auf eine der 213 anthroposophisch geprägten Waldorfschulen in Deutschland.

Die erste Waldorfschule wurde 1919 in Stuttgart als Betriebsschule der Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik gegründet. Die pädagogische Leitung lag bei Rudolf Steiner. Die von ihm entwickelte Weltanschauung „Anthroposophie“ ist bis heute verbindliche Grundlage des Unterrichts jeder Waldorfschule.

Nach anthroposophischem Selbstverständnis hatte Rudolf Steiner unmittelbaren Zugang zur „Geistigen Welt“, sprich: Steiner hatte hellseherische Fähigkeiten. Die Anthroposophie schöpft damit aus esoterischen und okkulten Quellen. Rudolf Steiner (1861–1925) promovierte 1891 in Philosophie; die 1894 versuchte Habilitation scheiterte. Um 1900 kam er in Kontakt mit Helena Petrovna Blavatskys esoterischer „Theosophie“. Von 1902 bis 1912 leitete Steiner die deutsche Sektion der „Theosophischen Gesellschaft“, die er 1912/13 abspaltete und unter dem Namen „Anthroposophie“ neu gründete. Bis heute ist Rudolf Steiner die unangefochtene Autorität der Anthroposophie und der Waldorfpädagogik. Wie weit die Verehrung geht, mag man am Umfang der Steiner-Gesamtausgabe ermessen: Sie hat zurzeit 354 Bände. Wir sprachen mit Andreas Lichte, einem ausgebildeten Waldorflehrer und heutigem Kritiker der Waldorfbewegung.


Ruhrbarone: Herr Lichte, Sie haben eine Fortbildung zum Waldorflehrer abgeschlossen aber trotz Job-Angebotes darauf verzichtet, in der wunderbaren Waldorfwelt zu arbeiten – warum?

Andreas Lichte: Als ich mich entschloss, Kunst- und Werklehrer in der Waldorfschule zu werden, wusste ich noch nicht, dass die wichtigste Qualifikation eines Waldorflehrers darin besteht, Rudolf Steiner (den Gründer der Waldorfschulen und der Anthroposophie) als absolute Autorität zu verehren, z.B. so etwas:
„Der Mensch steht der Außenwelt gegenüber. Das Geistig-Seelische strebt danach, ihn fortwährend aufzusaugen. Daher blättern wir außen fortwährend ab, schuppen ab. Und wenn der Geist nicht stark genug ist, müssen wir uns Stücke, wie zum Beispiel die Fingernägel, abschneiden, weil der Geist sie, von außen kommend, saugend zerstören will.“

Was soll das sein? Der Heilige Rudolf, Schutzpatron der Maniküren?
Ich bitte schon um ein wenig mehr Respekt vor der Waldorfpädagogik! Das ist ein Zitat aus Steiners „Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik“ [GA 293, S. 93f]. Wie der Titel dieses in jedem Waldorfseminar gelesenen Standardwerkes schon sagt, ist das die Basis der Arbeit des Waldorflehrers …

Wir gehen mal davon aus, dass Sie das bewusst aus dem Zusammenhang gerissen zitieren …
Sind Sie bei Anthroposophen in die Schule gegangen? Anthroposophen mögen es gar nicht, wenn öffentlich wird, was Rudolf Steiner wirklich sagte, dann heisst es jedes mal: „Aus dem Zusammenhang gerissen!“. Ist es aber nicht. Es wird alles noch viel, viel überzeugender, wenn Sie auch den Kontext kennen, lesen Sie doch bitte selber nach. Hier

Solch einen Wahnsinn müssen Waldorflehrer als Wahrheit akzeptieren?
Falls Sie erwägen sollten, Waldorflehrer zu werden, sollten Sie schon ein wenig flexibel sein … wie sagte Michael Handtmann, Leiter des „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“ bei meinem Vorstellungsgespräch: „Niemand erwartet von Ihnen, dass Sie Anthroposoph werden … Sie sollten schon ein wenig Offenheit für weltanschauliche Fragen mitbringen, mehr nicht …“

Im Ernst: Worin besteht denn nun die Qualifikation des Waldorflehrers?
Vielleicht sollten wir die Waldorfschüler fragen? Deren Spruch zur Sache:
„Und reicht es nicht zum Strassenkehrer, dann werd’ ich eben Waldorflehrer!“

Es gibt Straßen die es in sich haben.
Kennen Sie Prof. Hermann Avenarius ? Er ist einer der renommiertesten Deutschen Schulrechtler. Er stellte kürzlich in „Frontal 21“, ZDF, fest, dass die Ausbildung der Waldorflehrer ein Verstoß gegen das Grundgesetz ist, da die im GG genannten Mindestanforderungen nicht erfüllt werden – GG, Artikel 7, Absatz 4, Satz 3: "Die Genehmigung ist zu erteilen, wenn die privaten Schulen (…) in der wissenschaftlichen Ausbildung ihrer Lehrkräfte nicht hinter den öffentlichen Schulen zurückstehen …"

Die Waldorflehrer sind also schlechter qualifiziert als Lehrer an öffentlichen Schulen?
Lehrer, die an öffentlichen Schulen unterrichten dürfen, könnten jederzeit an einer Waldorfschule arbeiten. Umgekehrt gilt dies nicht: Die Ausbildung an den anthroposophischen Waldorfseminaren wird nicht für den öffentlichen Schuldienst anerkannt. Deswegen sind Waldorflehrer auch vielfach völlig unkritisch: Wer sich in der Waldorfschule unbeliebt macht, dadurch seinen Arbeitsplatz verliert, steht vor dem Nichts, hat keine berufliche Alternative.

Wo sollten Waldorflehrer denn kritischer sein?

„Steiner“? Haben wir den Namen schon einmal gehört? Alles, was in der „pädagogischen Schicksalsgemeinschaft“ Waldorfschule passiert, basiert letztlich auf Steiner, auch wenn das von den Verantwortlichen routinemässig geleugnet wird – man möchte ja keine möglichen Kunden abschrecken …

Werden die Eltern über den weltanschaulichen Hintergrund der Waldorfschulen aufgeklärt?
Waren Sie schon einmal auf einem Eltern-Informationsabend einer Waldorfschule? Ich schon. Da heisst es: „Lernen mit Kopf, Herz und Hand“. Und: „Anthroposophie? Was soll das sein?“ Es wird abgestritten, dass die Anthroposophie auch nur die geringste Rolle im Unterricht spielen könnte.

Offiziell heisst es ja, dass nur die Pädagogik auf Rudolf Steiner beruhe, die Anthroposophie selber aber nicht unterrichtet werde.
Mir wurde nach dem Besuch einer Informations-Veranstaltung einer sich modern und liberal gebenden Waldorfschule ein Geschichts-Epochenheft zugespielt. Der Inhalt: Das anthroposophische Geschichtsverständnis nach Rudolf Steiner, kindgerecht aufbereitet. Inklusive Atlantis.

Sie meinen „Atlantis“?
 „Atlantis“ fällt natürlich sofort ins Auge, weil das Heft damit beginnt und der Stoff so exotisch ist.

Was haben Sie denn daran auszusetzen, dass griechische Mythologie – der Atlantismythos Platons – in der Schule unterrichtet wird?

Platon? Es ist Steiner für Kinder! Ich habe ein Geschichts-Epochenheft mit Steiner verglichen, es ist eine fast wörtliche Wiedergabe von Steiners Neo-Atlantis-Mythos. Danach leben wir  alle im „Fünften Nachatlantischen Zeitalter“.

Ist uns neu.
Atlantis spielt eine entscheidende Rolle im anthroposophischen Geschichtsverständnis: Atlantis ist für den Anthroposophen eine historische Tatsache. Im „Atlantischen Zeitalter“ werden die Voraussetzungen für die heutige Menschheit geschaffen: Die Rassen entstehen und es beginnt eine fiktive Völkerwanderung, angeführt von „Manu“, dem „Menschheitsführer“ …

Wohin geht denn die Reise?
Lichte: Kurz gesagt: „Vom Menschen zum Arier“ (siehe Abbildung oben).

Der Mensch steht am Anfang der Evolution?
Das ist Anthroposophie …

Das ist Humbug!
Sie sagen es! Und das ist für mich das eigentlich Erstaunliche: Wieso bemerken die Eltern nicht, womit ihre Kinder in der Waldorfschule Zeit verschwenden? Schaut denn niemand in die Hefte? Systematische Kindesvernachlässigung? Zu verstehen, dass Atlantis und die sich daran anschliessenden „Kulturepochen“ Original Steiner sind, ist ja eine Sache, aber dass das krudeste Esoterik ist, sollte jedem doch sofort klar sein.

Sie sagten vorhin, dass in Atlantis „die Rassen entstehen“ …
Und nach anthroposophischer Auffassung bis mindestens zum Jahre 3573 bestehen bleiben, dann endet die „Fünfte Nachatlantische Kulturepoche“. „Rassen“ wie „Rassismus“. Das ist nicht meine Privatmeinung, sondern wurde von einer Deutschen Bundesbehörde, der „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM) festgestellt, in ihrer Entscheidung zu zwei Büchern Steiners, Zitat: „Der Inhalt des Buches ist nach Ansicht des 12er-Gremiums in Teilen als zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen.”
Die BPjM nahm eine juristische Bewertung vor, sie konnte nur Textstellen beanstanden, die eindeutig ihren juristischen Kriterien entsprachen. Auch beurteilte sie nicht Steiners Gesamtwerk. Das tut der Historiker Helmut Zander in seinem preisgekrönten Monumental-Werk „Anthroposophie in Deutschland“, Zitat: „Steiner ordnete die Rassen einer Fortschrittsgeschichte zu, in der beispielsweise heutige Indianer als »degenerierte Menschenrasse« im »Hinsterben« (GA 105, 106, 107 [1908]) oder schwarze Afrikaner als defiziente Spezies der Menschen- und Bewusstseinsentwicklung, als »degenerierte«, »zurückgebliebene« Rasse (ebd., 106) erschienen. Umgekehrt habe die weisse Rasse »das Persönlichkeitsgefühl am stärksten ausgebildet« (GA 107, 288 [1909]). Dies sind nur Kernsätze einer Rassentheorie, die Steiner 1904 erstmals formulierte, um sie 1910 in einem komplexen System und in zunehmender Abgrenzung zu theosophischen Positionen auszufalten. Mit seinem Ausstieg aus der Theosophie hat er diese Vorstellungen keinesfalls über Bord geworfen, sondern sie 1923 nochmals in Vortragen vor Arbeitern des Goetheanum in vergröberter, »popularisierter« Form wiederholt, aber ohne Revision im inhaltlichen Bestand. Die weisse war nun »die zukünftige, die am Geiste schaffende Rasse« (GA 349, 67 [1923]). (…) Steiner formulierte mit seinem theosophischen Sozialdarwinismus eine Ethnologie, in der die Rede von »degenerierten«, »zurückgebliebenen« oder »zukünftigen« Rassen keine »Unfälle«, sondern das Ergebnis einer konsequent durchgedachten Evolutionslehre waren. Ich sehe im Gegensatz zu vielen Anthroposophen keine Möglichkeit, diese Konsequenz zu bestreiten.“

„Rassentheorie“ passt nicht zum Image der Waldörfler
Noch böser aber die Reaktion der Anthroposophie, die in ihrer Leugnung von Steiners Rassismus ihrem Ruf als „Sekte“ mehr als gerecht wird. Da setzt man sich auch ganz locker über Vereinbarungen mit einer Deutschen Bundesbehörde hinweg.

Wie akut ist denn der Rassismus in der Waldorfschule?
Akut kann er IN der Waldorfschule gar nicht werden, da Waldorfschulen weitgehend „ausländerfreie Zonen“ sind.

 Waldorfschulen betonen doch immer wieder ihr soziales Engagement.
In Deutschen Waldorfschulen gibt es kaum Kinder mit „Migrationshintergrund“, oder Kinder aus „sozial benachteiligtem“ Milieu. Das ist auch der INOFFIZIELLE Grund für ihren Erfolg: Bei der privilegierten Klientel überrascht es nicht, dass die Abiturquote nicht so schlecht ist. Auch können finanziell besser gestellte Eltern den umfangreichen Nachhilfeunterricht bezahlen, der nötig ist, um die Defizite der Schule auszugleichen.

Wenn die Waldorfschulen so schlecht sind, wie Sie sie darstellen – unqualifizierte Lehrer, krude Esoterik – warum entscheiden sich dann so viele Eltern für sie?
WEIL sie ausländerfreie Zonen sind. Das sagt Ihnen natürlich niemand sofort, da braucht es schon ein wenig Fingerspitzengefühl, um nach stundenlangem Diskutieren die Antwort zu bekommen: „Ich wohne in Kreuzberg. Da schicke ich mein Kind doch nicht in eine Schule mit hohem Ausländeranteil …“

Gibt es vielleicht auch noch andere Gründe?
Attraktiv könnte für Eltern auch sein, dass es an Waldorfschulen leichter ist, einen staatlich anerkannten Abschluss zu erlangen. So wie die Ausbildung der Waldorflehrer ein bisher ungeahndeter Verstoß gegen das Grundgesetz ist, so gibt es zahlreiche Sonderregelungen für die Abschlüsse an Waldorfschulen, die einer strengen juristischen Überprüfung wohl kaum standhalten dürften. Schauen Sie sich beispielsweise die „Verordnung über den Erwerb von Abschlüssen der Sekundarstufe I an Waldorfschulen“ des Landes Nordrhein-Westfalen vom 21. Juni 2008 an – ein „Lex Waldorf“.

Wie erklären Sie es sich, dass den Waldorfschulen von der Politik all diese Privilegien eingeräumt werden?
Das fragen Sie am besten selber NRW Kultusministerin Dr. Barbara Sommer. Ich kann Ihnen von der Berliner Schulaufsicht berichten, dass auf unzählige Anfragen und Beschwerden zur Waldorfpädagogik nur mit nichts sagenden Standard-Briefen „geantwortet“ wurde. Ich verabschiede mich mal mit einem Auszug aus dem Brief eines Vaters, der an Landesschulrat Hans-Jürgen Pokall ging – nicht an „Dr. Sommer“, wie man vielleicht zu Recht vermuten könnte …:

„(…) Es stellt sich heraus, dass Steiner auch noch Visionen zum Wesen der Sexualität hat. Ich möchte mir gar nicht erst vorstellen, was für gravierende Folgen es für Heranwachsende hätte, wenn sie auch nur in kleinsten Dosen mit Steiners »Sexualkunde« in Berührung kämen, Zitat Steiner:

»Ursprünglich war auch der Mensch ein ätherisches Wesen von pflanzlicher Substanz. Damals hatte der Mensch diejenige stoffliche Natur, welche heute die Pflanze noch besitzt. Hätte der Mensch nicht die pflanzliche Substanz zum Fleisch umgewandelt, so wäre er keusch und rein geblieben wie die Pflanze. (…)

Die Fortpflanzungsorgane haben am längsten ihren pflanzlichen Charakter bewahrt. Alte Sagen und Mythen berichten uns noch von Hermaphroditen (…).

Manche glauben, das Feigenblatt, das die ersten Menschen im Paradies gehabt haben, sei ein Ausdruck der Scham. Nein, in dieser Erzählung hat sich die Erinnerung daran bewahrt, daß die Menschen an Stelle der fleischlichen Fortpflanzungsorgane solche pflanzlicher Natur gehabt haben (…).

Der Mensch wird nicht auf seiner jetzigen Stufe stehenbleiben. Wie er von der reinen Keuschheit der Pflanze in die Sinnlichkeit der Begierdenwelt hinabgestiegen ist, so wird er aus dieser wieder heraufsteigen mit reiner geläuterter Substanz zum keuschen Zustande.(…)

Wieso wird eine Schule staatlich gefördert, die sich ausdrücklich auf Rudolf Steiner beruft – einen prima-facie an einer psychischen Störung leidenden Menschen?"

Zum Interviewpartner: Andreas Lichte ist ausgebildeter Waldorflehrer und Grafiker, lebt in Berlin. Er ist Autor kritischer Artikel zur Waldorfpädagogik und Anthroposophie. Er erstellte für die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) ein Gutachten zur Indizierung zweier Werke Rudolf Steiners, die fortan nur noch in kommentierter Form erscheinen dürfen.

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256 Kommentare zu “Waldorfschule: Vorsicht Steiner

  • #201
    Sommerlachen: Rudolf Steiner, Detmold und die Mission einzelner Volksseelen | Ruhrbarone

    „Sommerlachen: Rudolf Steiner, Detmold und die Mission einzelner Volksseelen | Ruhrbarone

    (…) Man kann Steiner kritisieren. Man kann sich über die Buchstabentänzer lustig machen. Man kann argumentieren, analysieren und diskutieren. Haben wir alles gemacht. Aber heute greifen wir zu einem ganz üblen Mittel: Dem Zitat. Nach der Lektüre des Steiner-Textes “Die Mission einzelner Volkseelen” bin ich mir unsicher: Entweder hätte der arme Kerl damals einen Arzt gebraucht oder wir haben es bei ihm mit einem Zyniker zu tun, der rausbekommen wollte, welchen Unfug man denn den Menschen so erzählen kann, ohne das ihr Gehirn platzt (…)“

    zu den Zitaten Rudolf Steiners:

    http://www.ruhrbarone.de/sommerlachen-rudolf-steiner-detmold-und-die-mission-einzelner-volksseelen/

  • #202
    Andreas Lichte

    Kommentar mit weiteren grossartigen Steiner-Zitaten zu „Sommerlachen: Rudolf Steiner, Detmold und die Mission einzelner Volksseelen“:

    http://www.ruhrbarone.de/sommerlachen-rudolf-steiner-detmold-und-die-mission-einzelner-volksseelen/comment-page-1/#comment-95285

    „Das ist ja wohl eine ziemlich einseitige Auswahl von Steiner-Zitaten, die Steiner in einem ganz falschen Licht dastehen lässt. Hier mal ein paar weitere Zitate aus Rudolf Steiners Werken, um einen etwas objektiveren Einblick in sein großartiges Werk zu gewähren:

    —> “Was ist die Hirnmasse? Die Hirnmasse ist einfach zu Ende geführte Darmmasse. Verfrühte Gehirnabscheidung geht durch den Darm. Der Darminhalt ist seinen Prozessen nach durchaus verwandt dem Hirninhalt. Wenn ich grotesk rede, würde ich sagen, ein fortgeschrittener Dunghaufen ist das im Gehirn sich Ausbreitende; aber es ist sachlich durchaus richtig. Der Dung ist es, der durch den eigenen organischen Prozess in die Edelmasse des Gehirns umgesetzt wird und da zur Grundlage für die Ich-Entwickelung wird” (Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft , GA 327, S.201)

    —> “Der Mensch steht der Außenwelt gegenüber. Das Geistig-Seelische strebt danach, ihn fortwährend aufzusaugen. Daher blättern wir außen fortwährend ab, schuppen ab. Und wenn der Geist nicht stark genug ist, müssen wir uns Stücke, wie zum Beispiel die Fingernägel, abschneiden, weil der Geist sie, von außen kommend, saugend zerstören will […]” (Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik, GA 293)

    —> “Aber mit der Zeit verliert sich die Blondheit, weil das Menschengeschlecht schwächer wird. Und die Erdenmenschheit würde vor der Gefahr stehen, daß die ganze Erdenmenschheit eigentlich dumm würde, wenn nicht das kommen würde, daß man eine Geisteswissenschaft haben wird, eine Anthroposophie, die nicht mehr auf den Körper Rücksicht nimmt, sondern aus der geistigen Untersuchung selbst heraus die Gescheitheit wieder holt, wenn ich so sagen darf […] Die blonden Haare geben eigentlich Gescheitheit. Geradeso wie sie wenig in das Auge hineinschicken, so bleiben sie im Gehirn mit ihren Nahrungssäften, geben sie ihrem Gehirn die Gescheitheit. Die Braunhaarigen und Braunäugigen, und die Schwarzhaarigen und Schwarzäugigen, die treiben das, was die Blonden ins Gehirn treiben, in die Haare und Augen hinein.” (Über Gesundheit und Krankheit. Grundlagen einer geisteswissenschaftlichen Sinneslehre” GA 348, S. 102)

    —> “Der tierische Organismus lebt im ganzen Haushalt der Natur darin. Von vorne nach hinten im Tier: Von der Schnauze gegen das Herz zu hat es die Saturn-, Jupiter-, Marswirkungen, in dem Herz die Sonnenwirkung, dahinter gegen den Schwanz zu die Venus-, Merkur- und Mondwirkung […] Das vom Mond zurückgestrahlte Sonnenlicht ist ganz unwirksam, wenn es auf den Kopf eines Tieres scheint. Aber diese Dinge gelten namentlich für das Embryonalleben. Das Mondlicht entfaltet seine größte Wirkung, wenn es auf den Hinterteil eines Tieres scheint.” (Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft, GA 327, S. 60)

    —> “Beim Menschen wird möglichst viel umgesetzt von Bauchdünger in Gehirndünger, weil der Mensch ja sein Ich auf der Erde trägt; beim Tier weniger, daher bleibt mehr drinnen in dem Bauchdünger, der dann zum wirklichen Dünger verwendet wird. Da bleibt mehr Ich in der Anlage drinnen. Weil es das Tier nicht zum Ich bringt, bleibt da mehr Ich in der Anlage drinnen. Daher sind tierischer Mist und menschlicher Mist zwei ganz verschiedene Dinge. Tierischer Mist enthält noch die Ich-Anlage. Und wir finden, wenn wir misten, wenn wir Dünger von außen her an die Wurzel, das Ich an die Wurzel, an die Pflanzen herangebracht haben, daß wir, wenn wir vollständig die Pflanze zeichnen (Zeichnung), hier unten die Wurzel haben, oben die sich entwickelnden Blätter und Blüten haben, daß sich hier das Astralische hinzuentwickelt durch den Verkehr mit der Luft, hier sich entwickelt durch den Verkehr mit dem Dünger die Ich-Anlage der Pflanze.” (Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft, GA 327, S.202)

    —> “Die Wurzel der Pflanze ist mit dem Kopf verwandt. Wenn wir das bedenken, wird uns gewissermaßen ein Licht aufgehen über die Bedeutung der Wurzel. Denn die Kartoffel, die hat Knollen; das ist etwas, was nicht ganz Wurzel geworden ist. Man ißt also, wenn man viel Kartoffel ißt, vorzugsweise Pflanzen, die nicht ganz Wurzel geworden sind. Wenn man sich also beschränkt auf das Kartoffelessen und zuviel Kartoffeln ißt, kriegt man nicht genug in den Kopf hinein. Es bleibt unten im Verdauungstrakt. So daß es also so ist, daß mit dem Kartoffelessen die Menschen in Europa ihren Kopf, ihr Gehirn vernachlässigt haben. Diesen Zusammenhang sieht man erst, wenn man Geisteswissenschaft treibt. Da sagt man sich: Seit Europa diese Kartoffelnahrung immer mehr und mehr überhand genommen hat, seit der Zeit ist der Kopf des Menschen unfähiger geworden.” (Rhythmen im Kosmos und im Menschenwesen. Wie kommt man zum Schauen der geistigen Welt?, GA 350, S.210)

    —> “Wer diese [übersinnlichen] Welten leugnet, der sagt nichts anders, als daß er seine höheren Organe noch nicht entwickelt hat.” (Theosophie. Einführung in übersinnliche Welterkenntnis und Menschenbestimmung” GA 9, S.61)

    Genug gelacht? Dann nochmal kurz das hier:

    —> “Das Judentum als solches hat sich aber längst ausgelebt, hat keine Berechtigung des modernen Völkerlebens, und daß es sich dennoch erhalten hat, ist ein Fehler der Weltgeschichte, dessen Folgen nicht ausbleiben konnten. Wir meinen hier nicht die Formen der jüdischen Religion alleine, wir meinen vorzüglich den Geist des Judentums, die jüdische Denkweise.” (Gesammelte Aufsätze zur Literatur,GA 32, S.152f.)

    (P.S.: Und jetzt mal wirklich ganz im Ernst: Bitte nicht immer gleich den Leuten irgendwelche Krankheiten unterstellen oder sie zum Arzt schicken, nur weil sie völligen Unsinn von sich geben oder schlimme Sachen tun. Klar, die Psychiater würden schon was diagnostizieren, die haben schließlich auch ihren Stolz. Aber Pathologisierung taugt weder als Pointe noch ist sie in der politischen Auseinandersetzung mit so einem gefährlichen Unsinn hilfreich.)“

  • #203
    Andreas Lichte

    Bildungswissenschaftler Prof. Stefan Hopmann über Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie. Das Interview führte Andreas Lichte für die Ruhrbarone:

    „(…) Hopmann: Wir leben in einer freien Gesellschaft. Also hat jede/r das Recht, jeden Unfug zu glauben. Nur sollten sich Eltern, die ihr Kind einer Waldorfschule anvertrauen, darüber im klaren sein, dass sie dann einer Pädagogik vertrauen, die ein heilloses Gebräu esoterischer Glaubenssätze über Drüsen, Zahnentwicklung, astrologischen Einflüsse und ähnliches ist, das von der modernen Kinderpsychologie und der aktuellen Lehr-Lern-Forschung durchweg als durch nichts begründbarer Unsinn abgelehnt wird. Entschiedene Waldorfianer wird das nicht anfechten: Wie alle Sekten sind sie gegen widersprechende Wissenschaft immun (…)“

    zum vollständigen Interview:

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/

  • #204
    Andreas Lichte

    „Waldorfschule: Prof. Peter Loebell verkauft Rudolf Steiners Jahrsiebte

    Prof. Dr. Peter Loebell, Dozent an der anthroposophischen Freien Hochschule Stuttgart, behauptet, dass die für die Waldorfpädagogik zentrale „Jahrsiebte-Lehre“ Rudolf Steiners mit der empirischen Forschung vereinbar sei (…)

    (…) Aha. Das sieht der „geschulte Hellseher“ Rudolf Steiner. Aber warum meint Loebell, sich auf Steiner berufen zu können? Ist Loebell selber „geschulter Hellseher“? Oder plappert er einfach nur nach, was ihm Rudolf Steiner vorgesagt hat? Das möchten wir bei einem „Prof. Dr.“ doch nicht hoffen! (…)“

    zum Artikel: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-prof-peter-loebell-verkauft-rudolf-steiners-jahrsiebte/

  • #205
    Andreas Lichte

    “Waldorfschule: Dr. Detlef Hardorp verkauft Rudolf Steiners Rassismus als Multikulti

    Dr. Detlef Hardorp, bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg, behauptet, dass sich Rudolf Steiner für eine multikulturelle Gesellschaft engagiert habe (…)

    (…) Es ist also besser, niemals ungeprüft einem Funktionär der Waldorfschulen zu glauben, und schon gar nicht Detlef Hardorp, denn was ist von einem Anthroposophen zu halten, der wie Hardorp auch noch Rudolf Steiner zum eigentlichen Entdecker der Quantenphysik verklärt?

    Die Einordnung von Rudolf Steiners Rassimus überlasse ich Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, den ich für die Ruhrbarone interviewte, Zitat Hopmann:

    „Tatsächlich sind der Rassismus, die Entwicklungslehre, die Geschichtsphilosophie und die übrigen Bausteine des Zeitgeists des späten 19. Jahrhunderts, die Steiner zu einer eigenen Weltanschauung amalgamiert hat, so eng verbunden, dass man da nicht nur ein »bisschen« Waldorf sein kann. Allerdings machen die Waldorfschulen das schon geschickt: Sie fallen nicht mit der Tür ins Haus, sie unterrichten nicht direkt aus Steiners Werken, sondern sie lassen ihre Weltanschauung eher still und heimlich in ihre Arbeit einfließen, in ihre Kinderwahrnehmung, in ihre Auswahl der Unterrichtsinhalte usw. Ähnlich wie auch bei anderen Sekten ist das ein schleichendes Gift, dessen Wirkung man oft erst merkt, wenn es fast zu spät ist.“

    zum Artikel: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-dr-detlef-hardorp-verkauft-rudolf-steiners-rassismus-als-multikulti/

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  • #210
    Religionsschule Waldorfschule

    Religionsschule Waldorfschule: ein „Umkreisen Gottes“

    http://www.ruhrbarone.de/religionsschule-waldorfschule-ein-umkreisen-gottes/

  • Pingback: Antroposophische Vergangenheitsbewältigung. | Reflexion

  • #212
    Andreas Lichte

    “Die Sekte und die Schule – Bildungswissenschaftler Prof. Hopmann im Interview über die Waldorfschule

    Ende Dezember 2011 gibt es in Deutschland 227 Waldorfschulen. Betrieben werden sie von der „Anthroposophie als Ersatzreligion des Bildungsbürgertums“, so „Die Zeit“. Bis heute ist Rudolf Steiner (1861–1925), Begründer der Religion Anthroposophie, unangefochtener Guru der Waldorfschulen. Das erstaunt doch sehr:

    – Rudolf Steiner ist selbsternannter Hellseher, behauptete, in der „Akasha-Chronik“, einem „Geistigen Weltengedächtnis“ im „Äther“ lesen zu können.

    – Rudolf Steiner ist Rassist, sein Programm in Kürze, Zitat Steiner: „Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse.“

    – Rudolf Steiner hatte keinerlei pädagogische Ausbildung, Kurt Tucholsky schreibt: „Man sagt, Herr Steiner sei Autodidakt. Als man dem sehr witzigen Professor Bonhoeffer in Berlin das einmal von einem Kollegen berichtete, sagte er: »Dann hat er einen sehr schlechten Lehrer gehabt –!«“

    Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, im Interview über Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie: (…)”

    zum Interview: http://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2012/01/18/150-jahre-rudolf-steiner-prof-hopmann-im-interview-uber-die-waldorf-sekten-schule/

  • #213
    Andreas Lichte

    „Hitler, Steiner, Mussolini – Anthroposophie und Faschismus, gestern und heute

    Waldorfschulen und Anthroposophie versuchten, mit den Nationalsozialisten zusammenzuarbeiten, wie es in einem Memorandum der Vereinigung der Waldorfschulen an Rudolf Hess offenbar wird (…)“

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/hitler-steiner-mussolini-anthroposophie-und-faschismus-gestern-und-heute/

  • #214
    Andreas Lichte

    “Hitler, Steiner, Mussolini

    (hpd) Andreas Lichte beschreibt eine in Deutschland weitestgehend unbekannte historische und aktuelle Situation in Italien und kommt in seinem Artikel „Zur Anthroposophie im italienischen Faschismus und ihrer anthroposophischen Rezeption heute“ zu belegten Darstellungen und Schlussfolgerungen, die ein helles Licht auf die Implikationen der Anthroposophie werfen.

    Waldorfschulen und Anthroposophie versuchten, mit den Nationalsozialisten zusammenzuarbeiten, wie es in einem Memorandum der Vereinigung der Waldorfschulen an Rudolf Hess offenbar wird: Man erklärte, dass Waldorfschulen „in kleinem Maßstab das verwirklichten, was die Volksgemeinschaft im nationalsozialistischen Staat im Großen anstrebt“.(1) Wurde die Anthroposophie von den Machthabern in Deutschland letztlich als weltanschauliche Konkurrenz wahrgenommen, so war sie in Italien eine willkommene „spirituelle“ Ergänzung des Faschismus. Hier konnten Anthroposophen ihren Traum von der „überlegenen arischen Rasse“ (2) ausleben, und daran arbeiten, Rudolf Steiners programmatische Aussage „Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse“ (3) zu verwirklichen.

    „Rudolf Steiner war ein wahrhaft idealer Vorläufer des neuen Europa von Mussolini und Hitler. Ziel dieser Schrift war es, den Geist und die Figur dieses großen, modernen, deutschen Mystikers für die Bewegung zu beanspruchen – eine Bewegung, die nicht nur politisch, sondern auch spirituell ist – eingeführt in die Welt von den zwei parallelen Revolutionen, der Faschistischen und der Nationalsozialistischen Revolution, denen Rudolf Steiner als echter Vorläufer und spiritueller Pionier in idealer Weise angehört.“ (4) (…)“

    weiter: http://hpd.de/node/12972

  • Pingback: Brandenburg: Waldorfschule für alle? – „Sekte“ für alle? | Ruhrbarone

  • #216
    Andreas Lichte

    Anthroposophie und Nationalsozialismus: ‘Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft’

    (…) „Das Motto der Waldorfbewegung im »Dritten Reich« lautete: »Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft.«1

    Ihrer Selbstdarstellung zufolge lieferte die anthroposophische Pädagogik einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau des neuen Deutschlands durch »die Pflege des völkischen Gedankens und die Betonung des Wesens und der Aufgaben des deutschen Geistes« und stand damit »im Einklang mit der Grundgesinnung des nationalsozialistischen Staates«.2“3 (…)

    Kontinuität bis in die Gegenwart: Atlantis und die Rassen

    „Mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus, schrieb Karutz 1934, »gewinnt man auch die positive Einstellung zur Rasse wieder, die unter dem wissenschaftlichen Materialismus verlorengegangen war«31: »Die nationalsozialistische Völker- und Rassenpolitik ist in der geistigen Wirklichkeit verankert.«32

    Um die Zusammengehörigkeit von anthroposophischer und nationalsozialistischer Rassenlehre zu dokumentieren, zitierte er Steiner und Hitler nebeneinander als Beweis, »dass sich hierin die auf Blut, Boden, Vererbung aufgebaute Weltanschauung des Dritten Deutschen Reiches und die Geisteswissenschaft nicht widersprechen«.33

    Karutz erklärte: »Der Nationalsozialismus ist, vielen unbewusst, tatsächlich eine geistige Bewegung, Rassenbildung und Rassenschichtung in Europa gehen tatsächlich bis in jene atlantischen Zeiten zurück, von denen Rudolf Steiner spricht.«34“35

    „Rassenbildung und Rassenschichtung in Europa gehen tatsächlich bis in jene atlantischen Zeiten zurück, von denen Rudolf Steiner spricht“ – und von denen auch noch in der Gegenwart „gesprochen“ wird, in Waldorfschulen, wenn „Atlantis“ und die darauf folgenden anthroposophischen „Kulturepochen“36 unterrichtet werden. Die Kultusministerien und Schulaufsichten scheinen sich nicht dafür zu interessieren, wenn damit in Waldorfschulen Rassismus in „kindgerechter Form“ vermittelt wird – und die Eltern?

    O-Ton aus dem 45-minütigen TV-Feature des SWR, „Betrifft: Wie gut sind Waldorfschulen?“:

    „Mutter: »Also ich bin noch nie über irgendwelche Inhalte gestolpert, die mich irritiert hätten, ist mir nicht passiert.«

    SWR: »Aber uns. Als wir in Julias alten Epochenheften graben, finden wir ein Geschichtsheft, das doch tatsächlich mit der Beschreibung von Atlantis beginnt …«“ (…)“

    zum vollständigen Artikel mit Quellenangaben und links: http://www.ruhrbarone.de/anthroposophie-und-nationalsozialismus-die-waldorfschulen-erziehen-zur-volksgemeinschaft/

  • #217
    Lukas Böhnlein

    Wer mal einen Blick in ein Heft eines Waldorfschülers werfen möchte, kann dies hier tun: http://blog.lukas-boehnlein.de/2012/08/sehen-lassen-gilt-was-wird.html

  • #218
    Andreas Lichte

    „Waldorfschule in staatlicher Trägerschaft – offener Brief an Senator Ties Rabe, Hamburg

    von Andreas Lichte, Berlin, 3. September 2012 (…)

    Anthroposophische Geschichtsschreibung:

    In der Waldorfschule wird anthroposophische Geschichte unterrichtet. Ausgehend vom „Platonischen Weltenjahr“ mit einer Länge von 25 920 Jahren unterscheidet die Anthroposophie „Kulturepochen“ von 2160 Jahren Dauer. Unterrichtet wird in der Fünften Klasse der Waldorfschule:

    • Atlantis

    • Urindische Kulturepoche: 7227 – 5067 v. Chr.

    • Urpersische Kulturepoche: 5067 – 2907 v. Chr.

    • Ägyptisch-Chaldäische Kulturepoche: 2907 – 747 v. Chr.

    • Griechisch-Lateinische Kulturepoche: 747 v. Chr. – 1413 n. Chr.

    • Germanisch-Angelsächsische Kulturepoche: 1413 – 3573 n. Chr.

    Nach anthroposophischer Geschichtsschreibung leben wir heute in der „Fünften nachatlantischen Kulturepoche“ (1413 – 3573 n. Chr.). An der Verwendung des Begriffs „nachatlantisch“ lässt sich die zentrale Bedeutung des anthroposophischen Atlantis-Mythos erkennen:

    Ohne Atlantis könnte es nach anthroposophischer Auffassung die Menschheit in ihrer heutigen Form gar nicht geben – Atlantis ist für die Anthroposophie eine historische Tatsache (…)“

    zum vollständigen offenen Brief an Senator Ties Rabe, Hamburg: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-in-staatlicher-traegerschaft-offener-brief-an-senator-ties-rabe-hamburg/

  • #219
    Andreas Lichte

    „Esoterik an Waldorfschulen – Bildung dank ‘Bildekräften’: Lest Rudolf Steiner!

    Die aktuelle Debatte um die Gründung einer „staatlichen Waldorfschule“ in Hamburg wirft die Fragen auf: Soll Anthroposophie zum staatlichen Schulprogramm zählen? Wie esoterisch ist die Waldorfschule? Von unserer Gastautorin Jana Husmann (…)

    (…) Die Begleitliteratur für Waldorflehrer jedenfalls liest sich als Wegweiser der Steinerschen Esoterik. Darin spielt auch der oben erwähnte Begriff der „Bildekräfte“ immer wieder eine Rolle. Laut Anthro-Wiki sind Bildekräfte „ätherische Universalkräfte, in denen und durch die die höheren Hierarchien bis hinauf zu den erhabenen Tierkreiswesen gestaltend wirken.” Der Buchtitel „Bildekräfte der Dichtung. Zum Literaturunterricht der Oberstufe“ (1992) von Heinrich Schirmer lässt also auf tiefe bzw. hohe Einsichten hoffen. Ähnlich wegweisende Inhalte verspricht der Titel des Sammelbandes „Spirituelle Aufgaben des Unterrichts in den Entwicklungskrisen der Gegenwart” (1999). Und auch der von Christoph Göpfert 1999 herausgegebene Band „Das lebendige Wesen der Erde. Zum Geographieunterricht der Oberstufe“ setzt einen Schwerpunkt auf die Vermittlung der geistigen Welten, wenn es in der Einführung des Buches heißt:

    “Zu einer wirklichkeitsgemäßen Anschauung vom Wesen der Erde als eines lebendigen Organismus gelangt man erst, wenn man die Erkenntnisse Rudolf Steiners über die ätherischen Bildekräfte berücksichtigt. Sie wirken nicht nur als Träger von Leben, Formbildung und Wachstum in Pflanze, Tier und Mensch, sondern man kann auch von einem ‘Ätherleib der Erde’ sprechen.”[ii]

    Sicherlich „kann“ man von derartigen anthroposophischen Weisheiten sprechen und auch daran glauben, die Frage ist nur, ob der Geographieunterricht der Oberstufe hierfür der geeignete Ort ist und wenn ja, inwiefern die Steinerschen Thesen transparent zutage treten oder – wie auch immer – „subtil“ vermittelt werden. Die Krux der Waldorfpädagogik liegt in eben dieser Form der Intransparenz und einer strukturell beförderten Willkür, die es letztlich den einzelnen Lehrkräften aufbürdet und überlässt, wie und wie viel anthroposophische Inhalte die Klassenzimmer erreichen. (…)“

    zum vollständigen Artikel von Dr. Jana Husmann mit Quellenangaben: http://www.ruhrbarone.de/esoterik-an-waldorfschulen-bildung-dank-bildekraeften-lest-rudolf-steiner/

  • #220
    Andreas Lichte

    „Geschichte in der Waldorfschule: ‘Atlantis’ und die ‘Rassen’

    Bei Diskussionen mit Befürwortern der Waldorfschule bekommt man immer wieder Standard-Antworten zu hören, wie sie der ehemalige Waldorfschüler Lukas Böhnlein in seinem „Waldorfschulen Bullshit-Bingo“ festgehalten hat. Sehr beliebt dabei: „Du hast noch nie eine Waldorfschule von innen gesehen!“ Kritik VON AUSSEN wird damit jegliche Berechtigung abgesprochen. Aber daraus ergibt sich auch die Frage: „Was können Eltern und Schüler IN DER WALDORFSCHULE eigentlich sehen, wenn sie nichts über Rudolf Steiners ‘Anthroposophie’ wissen, auf der die gesamte Waldorfpädagogik basiert?“ (…)“

    weiterlesen: http://www.ruhrbarone.de/geschichte-in-der-waldorfschule-atlantis-und-die-rassen/

  • #221
    Andreas Lichte

    Waldorfschule: Versteinerte Erziehung

    Im Dezember 2012 gibt es in Deutschland 234 Waldorfschulen, die nach der von Rudolf Steiner entwickelten Waldorfpädagogik unterrichten. Sie versprechen freieres und ganzheitliches Lernen mit „Kopf, Herz und Hand“ als Alternative zur öffentlichen Schule. Doch ist die Waldorfschule wirklich frei? Von unserem Gastautor André Sebastiani (…)“

    weiter zum Artikel von André Sebastiani: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-versteinerte-erziehung/

  • #222
    Andreas Lichte

    Erste deutsche staatliche Waldorfschule: Wirbt Christian Füller, taz, für die ‘Sekte’ Anthroposophie?

    Regelmässig erfreut die taz ihre anthroposophischen Leser mit der Beilage „taz THEMA Anthroposophie“. Nun wirbt Christian Füller in der taz-Rubrik „Zukunft – Bildung“ für ein höchst umstrittenes Schulprojekt, die erste „staatliche Waldorfschule“ Deutschlands, als „Zukunftsmodell für das Bildungswesen“. Wirbt Christian Füller damit für die, Zitat Prof. Hopmann, „Sekte“ Anthroposophie? (…)“

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/erste-deutsche-staatliche-waldorfschule-wirbt-christian-fueller-taz-fuer-die-sekte-anthroposophie/

  • #223
    Andreas Lichte

    Henning Kullak-Ublick, der ‘Bund der Freien Waldorfschulen’, und die Glaubwürdigkeit

    Die von André Sebastiani, Gastautor der Ruhrbarone, initiierte Petition „Gegen die geplante staatliche Waldorfschule in Hamburg“ macht weiter Schlagzeilen. Nun berichtete auch der Deutschlandfunk. Und Henning Kullak-Ublick, Vorstand des „Bundes der Freien Waldorfschulen“, hält urplötzlich eine „Waldorf-Schule light“ für möglich, nachdem diese zuvor von Waldorf-Seite entschieden abgelehnt worden war: ist Kullak-Ublick glaubwürdig? (…)“

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/henning-kullak-ublick-der-bund-der-freien-waldorfschulen-und-die-glaubwuerdigkeit/

  • #224
    Andreas Lichte

    ‘Waldorfpädagogik ist gefährliche Esoterik’ – André Sebastiani im Interview mit der taz über die geplante ‘staatliche Waldorfschule’  

    Noch im Januar 2013 warb Christian Füller in der taz für die umstrittene erste „staatliche Waldorfschule“ Deutschlands und diffamierte dabei André Sebastiani, Gastautor der Ruhrbarone, tollpatschig als „Rudolf-Steiner-Hasser“. Nun bietet die taz Sebastiani die Chance, in einem Interview die Gründe für die von ihm initiierte Petition „Gegen die geplante staatliche Waldorfschule in Hamburg“ darzustellen (…)“

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/waldorfpaedagogik-ist-gefaehrliche-esoterik-andre-sebastiani-im-interview-mit-der-taz-ueber-die-geplante-staatliche-waldorfschule/

  • #225
    Andreas Lichte

    Ansgar Martins, waldorfblog, behauptet, dass 99% der Waldorflehrer den Scharlatan und Rassisten Rudolf Steiner unterstützen:

    „(…) Hier zeigt sich dann auch, wie weit Ullrichs Behauptung zutrifft, ‘dass 90 Prozent der Waldorf-Pädagogen … fest in der Anthroposophie Rudolf Steiners verhaftet’ seien. Auch wenn ‘nur’ ein Drittel der Waldorflehrer zu den ‘praktizierenden’ Anthroposophen gehört, scheint nicht nur für 90, sondern eher 99% eine “Waldorfschule ohne Steiner” kein anstrebenswertes Ziel zu sein. (…)“

  • #226
    Andreas Lichte

    Helmut Zander über die – „desaströse“ – kommentierte Neuauflage von Rudolf Steiner, „Geisteswissenschaftliche Menschenkunde“:

    „(…) Den politischen Höhepunkt dieser Auseinandersetzung markiert eine Stellungnahme der deutschen Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien. Sie kam 2007 zu dem Ergebnis, dass es Vorstellungen Steiners gebe, die «als zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen» seien. Eine Indizierung entsprechender Bände der Steinerschen Schriften konnten Anthroposophen nur mit der Zusage abwenden, dass spätestens innerhalb eines Jahres eine Überarbeitung dieser Bände vorliegen werde. Damit nahmen sie es aber nicht so genau, es dauerte vier Jahre, bis ein erster Band, die «Geisteswissenschaftliche Menschenkunde» von 1908/09, neu erschien.

    Das Ergebnis ist desaströs. In einem knappen Hinweis distanziert man sich von Interpretationen der Aussagen Steiners, «insofern sie heute in irgendeiner diskriminierenden Art verstanden [. . .] werden sollten», während Steiner mit wenigen Aussagen, die die rassistischen Formulierungen relativieren, freigekauft wird. Aber kein Wort über Steiners Fortschrittsdenken, das seine Rassentheorien bedingt, kein Wort über die «Weissen», die er lebenslang zur kulturellen Avantgarde überhöhte, keines zu den «passiven Negerseelen» in dem Band. (…)“

    Quelle: Helmut Zander, „Rudolf Steiners Rassentheorien – Was tun mit einem unannehmbaren Erbe?“, Neue Zürcher Zeitung, 18. April 2013, http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/literatur/was-tun-mit-einem-unannehmbaren-erbe-1.18066165

    Siehe zum Indizierungsverfahren der „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM) gegen Rudolf Steiner:

    „3 Jahre Rudolf Steiner ist ‘zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen’“

    http://www.ruhrbarone.de/3-jahre-rudolf-steiner-ist-zum-rassenhass-anreizend-bzw-als-rassen-diskriminierend-anzusehen/

  • #227
    Evgeniya

    „…Wie akut ist denn der Rassismus in der Waldorfschule?
    Akut kann er IN der Waldorfschule gar nicht werden, da Waldorfschulen weitgehend „ausländerfreie Zonen“ sind.“

    Das stimmt einfach nicht. Meine Tochter geht in die Waldorfkita, mein Sohn geht in die Waldorfschule, wobei die beiden Deutsch erst im Kindergarten gelernt haben (bzw. sind im Prozess). Ich kenne noch mindestens zwei Mitschüler meines Sohnes und im Kindergarten noch mehr Kinder, deren Eltern Ausländer sind. Und es gab KEINEN einzigen Fall, wo wir uns als Fremdelementen in der „ausländerfreie Zone“ fühlen könnten.
    Das, was Sie schreiben, scheint genauso ein Klischee, wie die fanatisch anthroposophische Äußerungen, zu sein. Jedes Wort und jeder historische Fakt kann 100 Mal anders interpretiert werden. Manche von Steiners gedanklichen Konstrukten sind aus der heutigen Perspektive tatsächlich nicht korrekt, das ändert aber nichts daran, dass das Kernprinzip sehr produktiv für Kinderpädagogik entwickelt werden kann und es wird de facto auch so gemacht, zumindest in unserer Waldorfeinrichtungen (Kindergarten Rosenhof, Johannes-Schule Berlin). Da bin ich mir sicher, dass meine Kinder mit hoher Aufmerksamkeit auf die individuelle Besonderheiten und liebevoll betreut werden. Da weiß ich, dass auf die Kreativität und freies Denken, aber auch auf innere und äußere Disziplin ein großes Wert gelegt wird. Und in dem Sinne ist es absolut unwichtig, welche falsche Schriften Steiner am Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst hatte – ich kann praktisch sehen, wie produktiv seine richtige Schriften angewendet werden können.

  • #228
  • #229
    Wissenschaftsrat der GWUP an Senator Ties Rabe

    Gegen die geplante staatliche Waldorfschule in Hamburg

    Offener Brief an den Hamburger Schulsenator Ties Rabe

    Sehr geehrter Herr Senator Rabe,

    mit Unverständnis und großer Sorge haben wir Ihre Entscheidung zur Kenntnis genommen, im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg ein Waldorfkonzept in die bestehende Schule an der Fährstraße zu integrieren. Wir halten diese Entscheidung für ein völlig falsches Signal für den Wissenschafts- und Bildungsstandort Hamburg, die für Deutschland ein Präzedenzfall wäre, und fordern Sie dringend auf, diese Entscheidung zurückzunehmen.

    Die Waldorfpädagogik wurde durch den Esoteriker und Okkultisten Rudolf Steiner begründet und ist Teil seiner esoterischen, anthroposophischen Lehre. Sie enthält ein Sammelsurium von anti-aufklärerischen, pseudowissenschaftlichen und rassistischen Ideen. Dazu zählen beispielsweise eine esoterische Entwicklungslehre („Jahrsiebte“) und eine willkürliche Einteilung der Charaktere der Schüler und Schülerinnen in vier Grundtypen („Temperamente“). Der Waldorf-Klassenlehrer soll nach Steiner Künstler, Priester und höchste Autorität sein. Er soll das Temperament und das angebliche „Karma“ seiner Schüler, das von ihren „früheren Leben“ geprägt ist, durch „Hellsicht“ erkennen und sein pädagogisches Handeln danach ausrichten. Diese esoterischen Konzepte durchdringen alle Fächer, auch den musisch-künstlerischen Bereich. Sie sind ein zentraler Teil der Waldorflehrerausbildung und kommen bis heute im Unterricht zur Anwendung.

    Unsere Gesellschaft benötigt zur Bewältigung der zukünftigen Herausforderungen hervorragend ausgebildeten Nachwuchs. Dafür brauchen wir einen Unterricht, der sich an den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Fachdidaktiken orientiert, nicht an den hellsichtigen Schauungen Rudolf Steiners. Einen Unterricht, in dem die Vielfalt der geistes- und naturwissenschaftlichen Erkenntnismethoden vermittelt wird. Einen Unterricht, der Kinder Freude und Staunen über eine Welt lehrt, die man untersuchen, erforschen und verstehen kann. Einen Unterricht, in dem die Kinder aber auch ermutigt werden, sich selbst, ihre Lehrer und das bisher Erforschte zu hinterfragen, zu testen und ihre Weltsicht gegebenenfalls zu korrigieren und zu erweitern. Das gilt auch für den musisch-künstlerischen Bereich. Mit der Waldorfpädagogik, die mit der Anthroposophie Rudolf Steiners untrennbar verbunden ist, sind diese Erfordernisse einer modernen Gesellschaft in keiner Weise vereinbar. Die Waldorfpädagogik versteht sich als geschlossenes Konstrukt, daher ist es nach unserer Ansicht nicht möglich, einzelne „positiv“ erscheinende Komponenten davon herauszupicken, ohne die schädlichen Komponenten zwangsläufig mit einzukaufen. Lapidar ausgedrückt: Ein bisschen Waldorf geht ebenso wenig wie ein bisschen schwanger.

    Wir fordern daher nachdrücklich, vom geplanten Schulversuch, der auf Kosten der Kinder geht, Abstand zu nehmen und statt esoterischer Lehren ohne Wenn und Aber eine aufgeklärte, moderne und wissenschaftliche Weltsicht ins Zentrum der Schulbildung zu stellen.

    Erläuterungen finden Sie im Anhang dieses Schreibens.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. habil. Rainer Wolf

    Vertreter des Wissenschaftsrats im Vorstand der GWUP

    Unterzeichner:

    Prof. Dr. Michael Bach
    Dr. Mark Benecke
    Prof. Dr. Dr. Ulrich Berger
    Prof. Dr. Peter Brugger
    Prof. Dr. Christoph Daxelmüller
    Prof. Dr. Edzard Ernst
    Dr. Krista Federspiel
    Prof. Dr. Dittmar Graf
    Prof. Dr. Wolfgang Hell
    Prof. Dr. Martin Hermann
    Prof. Dr. Dieter Herrmann
    Wolfgang Hund
    Prof. Dr. Bernulf Kanitscheider
    Prof. Dr. Johannes Köbberling
    Prof. Dr. Walter Krämer
    Prof. Dr. Peter Kröling
    Prof. Dr. Martin Lambeck
    Prof. Dr. Heinz Oberhummer
    Dr. Rainer Rosenzweig
    Prof. Dr. Dr. Gerhard Vollmer
    Dr. habil. Rainer Wolf
    Prof. Dr. Hartmut Zinser.

    Die Unterzeichner sind Mitglieder des Wissenschaftsrates der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V.

  • #230
    Andreas Lichte

    Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, kritisiert die Waldorfschule – hier ein kurzer Auszug aus dem Interview mit den Ruhrbaronen:

    “(…)

    Lichte: Ein Werbeslogan der Waldorfschulen lautet: „Im Mittelpunkt der Mensch“. Im Standard sagen Sie über die anthroposophische Pädagogik: „Denen geht es um das Kind so wie es der Bank ums Geld geht.“

    Hopmann: Im Mittelpunkt steht bei denen der Mensch, wie Rudolf Steiner ihn sieht, also als Reinkarnation, als Mitglied einer Rasse, als Charaktertyp usw. Ziel ist es, den jeweiligen Menschen entsprechend den Steinerschen Lehren zu formen bzw. sein „Wesen“ zu entfalten. So wie bei anderen Sekten verbindet sich damit ein Totalitätsanspruch: Wir wollen dich mit Haut und Haaren, mit deiner ganzen Persönlichkeit vereinnahmen – nicht anders als eine Bank dein Geld will: Nicht um nett zu dir zu sein, sondern um an dir Geld zu verdienen. Bloß blöd, wenn man zu jenen Wesen zählt, denen laut Steiner Dahinsiechen oder Verkümmern vorausbestimmt ist. Denen geht es dann wie bei der Bank, wenn die Kreditwürdigkeit dahin ist.

    (…)”

    zum vollständigen Interview mit Prof. Hopmann:

    Waldorfschule: „Man kann nicht nur ein bisschen Waldorf sein“

  • Pingback: Anthroposophische Vergangenheitsbewältigung | Eiskaltland

  • #232
    Andreas Lichte

    “Eliten an die Waldorfschule – Strickzeug statt Smartphone

    FAZ, 6.8.2014, von Jan Grossarth

    (…)

    Hopmann ist ein erklärter Gegner der Steinerschen Pädagogik. Er hält Anthroposophen für eine esoterische Sekte, spricht von „totalitärer Pädagogik“ und findet den Unterricht an manchen Waldorfschulen so subtil indoktrinär, dass es selbst die meisten Eltern nicht bemerkten.

    (…)”

    zum Artikel der FAZ:

    http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/arbeitswelt/waldorfschulen-unter-die-lupe-genommen-13075296.html

    Prof. Hopmann bei den Ruhrbaronen:

    “Man kann nicht nur ein ‘bisschen’ Waldorf sein”

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/30117

  • #233
    Andreas Lichte

    „Gegenteil-Tag, 365 Tage im Jahr – Rudolf Steiner, ‘Denker’ der Waldorfschule

    Wer ihn kennt, kennt Rudolf Steiner (1861 – 1925) meist als Begründer der Waldorfschulen. [1]

    1919 finanzierte Emil Molt, Besitzer der „Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik“ in Stuttgart, Rudolf Steiners erste „Waldorf“-Schule. Zuvor hatte Steiner mit mäßigem Erfolg versucht, seine eigene, esoterische Weltanschauung – die „Anthroposophie“ – zu verbreiten, die er aus der Theosophie der Okkultistin Helena Petrovna Blavatsky abgeleitet hatte. Nun sah Steiner mit der Waldorfschule eine neue Chance und sagte in einer Ansprache am 20. August 1919 an seine zukünftigen Lehrer gerichtet:

    „Die Waldorfschule wird ein praktischer Beweis sein für die Durchschlagskraft der anthroposophischen Weltorientierung.“ [2]

    Steiner übernahm persönlich die Ausbildung der Lehrer. Alles was in der Waldorfschule passieren sollte, wurde von ihm vorgegeben. Das ist bis heute so. Steiners Buch „Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik“, in dem seine Vorträge für die Lehrer aus dem Jahr 1919 festgehalten sind, gehört noch heute „zur Grundausstattung all jener Lehrer, die an einer Rudolf Steiner- oder Waldorfschule unterrichten“ [3], so das Vorwort, und wird in den anthroposophischen Ausbildungsstätten, „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“, gelesen.

    Das Wort Rudolf Steiners ist dem Anthroposophen heilig, nur so ist zu erklären, dass fast jede Äußerung Steiners festgehalten, und als Buch veröffentlicht wurde: der letzte Band der „Rudolf Steiner Gesamtausgabe“ – „GA“ – trägt die fortlaufende Nummer „GA 354“.

    Vor diesem Hintergrund erstaunt es, dass der „Bund der Freien Waldorfschulen“ der Öffentlichkeit erklärt, Anthroposophie spiele in den Waldorfschulen keine Rolle. Und auch öffentliche Schulträger, wie die Hamburger „Behörde für Schule und Berufsbildung“ im Rahmen des Schulversuches „Staatliche Waldorfschule“, betonen, „es gehe lediglich um die Integration allgemein akzeptierter Elemente der Waldorfpädagogik“ [4] in eine staatliche Regelschule, nicht aber um die Übernahme ihrer anthroposophischen Grundlagen.

    Tabu ist, Rudolf Steiners Original-Texte als Grundlage der Waldorfpädagogik zu diskutieren, es hat den Anschein, Waldorfschulen hätten den inoffiziellen Bildungsauftrag: „Verlernt Lesen!“

    Wer überlegt, sein Kind in eine Waldorfschule zu schicken, sollte vielleicht aber doch einmal zu einem Buch Steiners greifen. Nur so kann der Unterschied von, Zitat Prof. Klaus Prange, „allgemeiner öffentlicher Präsentation der Waldorfschule, die sich der üblichen Vokabeln und Formeln bedient, und dem, was eigentlich damit gemeint ist“, erkannt werden und man vermeidet, mit der anthroposophischen Pädagogik eine „Mogelpackung“ zu kaufen, „die ein sehr eigenwilliges Produkt in einer geläufigen und höchst normalen Verpackung an den Mann zu bringen versucht.“ [5]

    Als ausgebildeter Waldorflehrer habe ich natürlich Steiner gelesen, bei der „Steiner-Exegese“ im „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“. Und mir ist etwas aufgefallen. Nein, heute möchte ich nicht über „Rudolf Steiners Rassismus“, „Anthroposophie und Nationalsozialismus“, oder „Atlantis in der Waldorfschule“ sprechen. Etwas anderes:

    Bei Rudolf Steiner ist Gegenteil-Tag, 365 Tage im Jahr

    Rudolf Steiner erklärt am besten selber, was damit gemeint ist, Zitat Steiner:

    „Nun glaubt die Wissenschaft, daß das Herz eine Art von Pumpe ist. Das ist eine groteske phantastische Vorstellung. Niemals hat der Okkultismus eine solch phantastische Behauptung aufgestellt wie der heutige Materialismus. Das, was die bewegende Kraft des Blutes ist, sind die Gefühle der Seele. Die Seele treibt das Blut, und das Herz bewegt sich, weil es vom Blute getrieben wird. Also genau das Umgekehrte ist wahr von dem, was die materialistische Wissenschaft sagt.“ [6]

    (…)“

    weiter [mit Quellenangaben]: http://www.schiebener.net/wordpress/?p=29762

  • #234
  • #235
  • #236
  • #237
    Marie

    Lieber Herr Lichte,

    es ist wirklich unglaublich mit welcher Überzeugung Sie Ihre Texte schreiben. Scheinbar haben Sie ein paar schlimme Erlebnisse bezgl. Waldorfpädagogik gehabt.
    Ich bekomme immer wieder schlimme G

  • #238
    Andreas Lichte

    @ Marie #237

    was schreiben Sie da? Soll das vielleicht „Psychologie“ sein?

    Falls ja, sind Sie dazu berufen, über Rudolf Steiner, den Begründer der Waldorfschulen, zu diskutieren:

    Ein Kommentator stellt die Hypothese auf, Steiners Buch “Aus der Akasha-Chronik” lasse auf eine psychische Erkrankung Rudolf Steiners schliessen – ist das plausibel? Hier finden Sie den Kommentar:

    https://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2014/12/18/rudolf-steiners-rassistischer-science-fiction-trash-aus-der-akasha-chronik/#comment-5828

  • #239
    Michael

    Ist das Ihre Methode, einen nicht ausgebildeten Schreiberling Ferndiagnosen oder “ Hypothesen“ *lol* stellen zu lassen und das hier auch noch verkaufen zu wollen??

    Ach wärst du doch in Zählendorf ( oder wo auch immer in Berlin)

    Ich stelle jetzt mal die Hypothese, dass sie durch die Kündgung der Anthroposophen eine Kränkung erfahren haben, die sie nicht verarbeiten konnten und dann kommt da noch ’ne Portion Geltungsbedürfnis und ein Hang zur dogmatischen Verbissenheit dazu … ich nehme aber an, dass sie und Laurin sich aus diesem Grund auch gut verstehen und diesen Kommentar nicht veröffenlichen.

    Aber an anderer Ecke laut schreien: je suis charlie
    das passt doch * grins*

  • #240
    Andreas Lichte

    @ Michael #239

    na, geht doch, netter HATE-Kommentar !

    Schreiben Sie das doch bitte auch noch mal zum folgenden Artikel, in dem es darum geht, ob Rudolf Steiner geisteskrank war, oder doch ein Hochstapler, der Leute wie Sie verarscht hat:

    „Ansgar Martins, Christian Clement, und die ‘richtige’ Kritik an Rudolf Steiner

    Hochstapler, Überzeugungstäter, Geisteskranker – was war Rudolf Steiner?

    (…)

    Ansgar Martins:

    Oder Steiner ist kein Hochstapler. Das ist ja das Scheitern aller Anthroposophiekritik: Steiner wird zum “Hochstapler” und “Scharlatan” stilisiert, was verschleiert, das er ein Überzeugungstäter war und seine Anhänger keineswegs “reingefallen”, sondern hoch reflektiert mit alledem umgehen. Sie sind keine “Mitläufer”, sondern haben ein Credo. Das wiederum mag sich ändern, wenn ein Anthroposoph Antisemitismus, Steiner hin oder her, blöd findet: Und wenn derlei passiert, kommen Weltanschauungs-Hybride wie die von Heisterkamp, Hau und Gronbach vor.

    Andreas Lichte:

    Kann ja sein, dass Steiner ein “Überzeugungstäter” war …

    also die Phantasmagorien, die er der Welt hinterlassen hat, selber für wahr hielt: dann haben Sie aber das Problem, dass der “psychiatrische Befund” wieder ins Bild rückt … siehe zum Beispiel, Kommentar beim Ratgeber-News-Blog

    Fest steht aber doch auf jeden Fall: Rudolf Steiner hat der Welt nicht eine einzige “bedeutende Erkenntnis” hinterlassen. Auch Christian Clement – “Rudolf Steiner Kritische Ausgabe” (“SKA”) – weiß auf mehrfache Nachfrage von keiner zu berichten, sondern versteckt sich hinter vielen leeren Worten – siehe Kommentar beim Waldorfblog

    Natürlich geht Christian Clement “hoch reflektiert” mit Steiner um: damit verdient er seinen Lebensunterhalt. Wo ein Hochstapler ist, ist der andere nicht weit.”

    zum vollständigen Artikel: http://www.schiebener.net/wordpress/ansgar-martins-christian-clement-und-die-richtige-kritik-an-rudolf-steiner/

  • #241
    Michael

    Ob ich nun jemanden als Hass Kommentator bezeichnen sollte, der seit Jahr und Tag nichts anderes versucht als,
    Rudolf Steiner als Geisteskranken darzustellen , weil er nach seiner Ausbildung bei den Anthrposophen rausgeflogen ist ( so meine „Hypothese“, das überlasse ich doch den mündigen Leser.

    Bei allen Dingen, die einen durchaus kritisch stimmen sollen und müssen in Steiners Gesamtwerk, ist doch sein positiver Einfluss auf viele Bereiche des gesellschaftlichen Lebens so groß, dass er viele Neider auf den Plan ruft.
    Nennen Sie mir nur einen Reformpädagfogen, Philosophen oder sonst jemanden, dessen Auswirkungen auf das heutige Leben so groß sind und dessen Weiterentwicklungen auch dann noch national wie international ausgezeichnet werden – ich kenne keinen – das ist in der Regel Theorie und Schnee von gestern ( siehe Kant, Marx, Fröbel usw) und längst überholt oder upgedatet.

    Nein mein lieber Lichte: die Hasskommentare sind ihre Spezialität und wahrscheinlich verdienen sie auch noch ein paar Kröten damit. Tun Sie was Gutes: Legen Sie es bei der GLS- Bank an!

    Ansonsten schaun Sie sich doch malauf ein Teilen “ der Jugend dieser Welt“ an – können Sie gern auch an Stefan Laurin zum Üben weitergeben. *grins*

    http://vimeo.com/114086173

    Ach ja, „Leute wie ich“ bestimmen die internationale Politik unserer Zeit:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Jens_Stoltenberg

    oder

    http://www.zeit.de/2011/08/C-Waldorfschule-Lehrlinge

    und bitte, bitte lieber Lichte: kommen sie mir bitte nicht wieder mit solchen drittklassigen Totschlag – Argumenten, wie: aber auch unter den Anthroposophen hat es Nazis gegeben….. Ja, das wissen wir alle!
    Es hat auch unter den Kommunisten und Sozialisten, den Mitgliedern der evangelischen und der katholischen Kirche Menschenverachter gegeben …. sogar bei den Verfassern von Kommentaren soll so was vorkommen. *lol*

    Wenn man für sich selbst das Recht in Anspruch nimmt, sich den Menschenrechten und der Demokratie verpflichtet zu fühlen, dann sollte man es aber auch anderen nicht abschreiben wollen.

    Zugegeben: bei ihnen fält mir das schon schwer, etwas anderes ausser Demagogie und Verachtung zu sehn. Belehren Sie mich gern eines Besseren,

    Schönen Sonntag!

  • #242
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Michael: Steiner war ein Geisteskranker – einer der vielen Spinner, die zur Wende vom 19. zum 20.Jahrhundert ihr Unwesen trieben. Wenn es die Waldorfschulen nicht gäbe, würde kein Mensch mehr über diesen Schwachkopf sprechen.

  • #243
    Andreas Lichte

    @ Michael #241

    Sie scheinen Ihrem Idol Rudolf Steiner nacheifern zu wollen, mit Ihren eigenen „Phantasmagorien“, denn Sie schreiben: „… Rudolf Steiner als Geisteskranken darzustellen , weil er [„er“ = Andreas Lichte] nach seiner Ausbildung bei den Anthroposophen rausgeflogen ist …“

    Ich bin nicht „rausgeflogen“, ich habe einen Job in Rudolf Steiners Sektenwelt abgelehnt:

    „Waldorflehrer werden! – am ‘Seminar für Waldorfpädagogik Berlin’

    (…)

    Im Seminar hört man das Wort „Gehirnwäsche”, aber nicht von L. [„L.“ = Lichte], und das wird belohnt: Aus heiterem Himmel bekommt er ein Stellenangebot. Unter der Hand. Normalerweise werden Stellenangebote für alle sichtbar am Aushang platziert, aber dieses wird ihm exklusiv vom Dozenten überreicht. „Danke! Ich lass’ es mir durch den Kopf gehen”, sagt L. artig, aber er weiß, dass seine Antwort „Nein” ist. Wieso ist sich L. da plötzlich so sicher? Wollte er denn nicht Lehrer werden? Doch, aber jetzt weiß er: nicht bei den Anthroposophen.

    (…)“

    zum vollständigen Artikel: http://www.ruhrbarone.de/waldorflehrer-werden-–-am-„seminar-fur-waldorfpadagogik-berlin“/23428

  • #244
    Andreas Lichte

    @ Stefan Laurin #243

    Du schreibst: „… Wenn es die Waldorfschulen nicht gäbe, würde kein Mensch mehr über diesen Schwachkopf sprechen.“

    Von den Anthroposophen wird riesiger Propaganda Aufwand betrieben, um den Mythos einer „Bedeutung“ Rudolf Steiners am Leben zu erhalten. Habe ich heute noch mal angesprochen:

    http://www.schiebener.net/wordpress/ansgar-martins-christian-clement-und-die-richtige-kritik-an-rudolf-steiner/comment-page-1/#comment-64688

  • #245
  • #246
    Aimée

    Ähnlich wie bei Schreber und den Schrebergärten, wurde zwar nur ihm zu Ehren so genannt, aber gleiche geisteskranke, unwissenschaftliche Perversion. Nur heute gilt dies als „schwarze Pädagogik“ und kein verantwortungsvolles Elternteil würde Kinder heute so erziehen. Die „Schrebergärten“ richten keinen Schaden an, sollte man auch mit Waldorf machen! 😀

  • #247
    Waldorfschule & Reichsbürger

    „In der Waldorfschule wird nicht nur Ken Jebsens Name getanzt

    von Stefan Lauer, Aus der Kolumne ‚Wirres Deutschland‘, Januar 26, 2015

    Heute meldete Spiegel Online, dass sich Waldorfschulen in Zukunft klar gegen Reichsbürger aussprechen wollen. Im Sommer war herausgekommen, dass der Direktor einer Waldorfschule in Rendsburg der Reichsbürgerszene zumindest nahe steht.

    Waldorfschulen werden jetzt zum Hort des Widerstands gegen Antisemitismus und rechte Ideologien? Hmmmm, …. Nein. Zumindest gibt es da noch eine Menge merkwürdiger Geschichten aufzuarbeiten …“

    weiterlesen: http://www.vice.com/de/read/in-der-waldorfschule-wird-nicht-nur-ken-jebsens-name-getanzt-reichsbuerger-551

  • #248
    Michael

    Zunächste einmal ist doch wohl Aufklärungsbedarf bei den Mitgliedern der Reichsbürger und das sind aller Wahrscheinlichkeit nach keine Anthroposophen oder ehemalige Waldorfschüler sondern “ Normalos“ mit Abschluss auf ganz normalen staatlichen Schulen. Warum wird hier nicht von denen gesprochen?

    Was ist schlecht daran, wenn man sich als Verband gegen die Reichsbürger ausspricht?
    Merkt Ihr es nicht?: es ist so oder so falsch, was gemacht wird und wie man sich positioniert und so etwas nennt man schlichtweg Vorverurteilung, Polemisierung und Populismus. Das zeigt aber auch wessen Geistes Kinder dort schreiben, gell? M.E. sind das die fehlerlosen Moralapostel mit ihrer Bigotterie. Ich finde das einfach nur ekelhaft und unwürdig, borniert und von oben herab …. allerdings letztendlich leicht durchschaubar und wirkungslos.

  • #249
    Waldorfschule & Reichsbürger

    @ Michael

    versuchs mal mit der Titanic:

    http://www.titanic-magazin.de/news/reichsbuerger-waldorfschulen-warnen-sich-selbst-7043/

    „Reichsbürger“: Waldorfschulen warnen sich selbst

    Der Bund der Freien Waldorfschulen hat seine Mitglieder vor einer Unterwanderung durch rechtsradikale „Reichsbürger“ gewarnt. Diese vertreten die Meinung, daß das Deutsche Reich bis heute fortbestehe; die „BRD“ (Xavier Naidoo) erkennen sie nicht an. Nun gehen die Waldorfschulen auf Distanz hoch 23: „Esoterische Thesen und wirre Rassenlehren haben an der Waldorfschule keinen Platz. Wir stehen felsenfest auf dem Meeresboden des Atlantischen Grundgesetzes“, so ein Sprecher im Eurythmiekleid.

  • #250
    Michael

    @ Reichsbürger

    oh jeh, wie fantasievoll. 😉

    Die Titanic lese ich seit Jahrzehenten nicht mehr: seit mein Dealer im Knast saß und auch der Jägermeister schamlos rationiert wurde – spätestens da war für mich der fruchtbare Boder für eine konstruktive Zusammenarbeit verdorrt. * grins *

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