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Weltmeister Mario Götze verlässt den BVB ablösefrei – Eine kaufmännische Katastrophe!

Mario Götze. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Als Sportdirektor Michael Zorc in dieser Woche seinen Vertrag beim BVB vorzeitig um ein Jahr bis zum Sommer 2022 verlängert hat, wurde das allgemein als eine positive Nachricht für Borussia Dortmund aufgenommen. Kontinuität und Stabilität während der vielen Unwägbarkeiten der Corona-Pandemie, das kann sicherlich nicht schaden.

Allgemein gilt Zorc als ein sehr erfolgreicher Manager. Der ehemalige Spieler von Borussia half mit die Dortmunder Borussia von einem finanziellen Pflegefall zu einem der Aushängeschilder der internationalen Fußballszene zu machen. Sicherlich keine schlechte Leistung für einen, der ursprünglich mit dem Treten gegen Fußbälle sein Geld verdient hat.

Der Ur-Dortmunder hat sich nach einer schwierigen Anfangsphase in seiner zweiten Karriere im Laufe der Jahre etabliert. So sehr, dass er nun als Stabilitätsfaktor beim BVB noch etwas länger im Amt bleiben soll als zunächst angedacht. Sein potenzieller Nachfolger, Sebastian Kehl, läuft sich im Hintergrund zwar schon warm, muss nun noch aber noch etwas länger in der Lehrzeit bleiben. Sicherlich auch kein Nachteil für alle Beteiligten.

Doch der im Moment so hoch geschätzte Michael Zorc hat im Laufe der Jahre nicht nur glorreiche Transfercoups vom Schlage eine Ousmane Dembele, P.E. Aubameyang oder Christian Pulisic aufzuweisen, die der Klub allesamt für vergleichsweise kleines Geld kaufte um sie dann wenig später mit hohem Gewinn an andere Vereine weiterzureichen.

Manager Zorc zeichnete auch für gigantische Transferflops mitverantwortlich, die für sich genommen die Borussia auch hätten in die Pleite treiben können. Genannt seien hier nur stellvertretend die Reizfiguren Andre Schürrle und Mario Götze.

Beide kamen 2016 jeweils für kolportierte rund 30 Mio. Euro Ablösesumme nach Dortmund, setzten sich jedoch sportlich im Kader nie wirklich durch, so dass ihr ‚Wert’ inzwischen nur noch einen Bruchteil des seinerzeit gezahlten Geldes betragen dürfte. Eine kaufmännische Katastrophe! Auch diese hat Zorc maßgeblich mit zu verantworten. Das soll in diesen Tagen nicht unerwähnt bleiben.

Während Schürrle im beginnenden Sommer einmal mehr offiziell in den Kader des BVB zurückkehren wird (bei ihm endet die nächste fruchtlose Ausleihe, diesmal kehrt er aus Moskau nach Dortmund zurück), wohl nur um dann einmal mehr von den Schwarzgelben mit Verlust wegtransferiert zu werden, verlässt Götze die Borussen am morgigen Samstag endgültig.

Götze, der noch vor rund zehn Jahren als ein Jahrhunderttalent des deutschen Fußballs galt, bevor er einst vom BVB zum FC Bayern München wechselte, kehrte 2016 nach schwierigen Jahren im Süden ins Ruhrgebiet zurück. Doch konnte er auch zurück in Dortmund, wo er einst unter Trainer Jürgen klopp seine sportlich besten Tage hatte, die Erwartungshaltung nicht mehr erfüllen und verbrachte unter Coach Lucien Favre zuletzt die meiste Zeit nur auf der Ersatzbank.

Zum 1. Juli läuft sein Vertrag beim BVB offiziell aus. Die einst gezahlte Ablösesumme ist für Zorc & Co. damit vollständig verloren. Kaufmännisch war seine Rückkehr nach Dortmund also mindestens so desaströs wie sportlich. Auch das hat Michael Zorc mit auf seiner BVB- Bilanz stehen. Da sollte hier an dieser Stelle zumindest nicht ganz untergehen…

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