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Wo bleibt der Impfstoff, Herr Spahn?

Es ist an der Zeit endlich mit der Selbstbeweihräucherung aufzuhören und schadenfroh ins Ausland zu blicken, sondern die Verantwortlichen zu fragen: Wo bleibt der Impfstoff?

Im Jahr 2018 starben in Deutschland mehr Menschen als in jedem anderen Jahr zwischen 1990 und 2019. 2018 starben im Schnitt 2600 Menschen am Tag, alle Todesursachen zusammen genommen. Also Krebs, Verkehrsunfälle, Herzkreislauferkrankungen, alles. Gestern starben zwischen 1100 (RKI) und 1250 (Worldometers-Statistik) Menschen in Deutschland am Corona-Virus.

Weil in den letzten Monaten doch eine ziemliche Geringschätzung ob des amerikanischen Missmanagements der Pandemie und der damit verbundenen hohen Todeszahlen herrschte, verbunden mit nicht unerheblicher Selbstbeweihräucherung hier in der Bundesrepublik, wie viel besser man doch alles gemacht habe, möchte ich noch auf einen Fakt hinweisen: Deutschland liegt gerade bei den täglichen Todeszahlen auf dem zweiten Platz, direkt hinter den USA. In den USA sterben pro Tag immer noch dreimal so viele Menschen, wie in Deutschland (Worldometers-Statistik). Die USA haben aber viermal so viele Einwohner wie Deutschland und rund 20 mal so viele aktive Fälle (Worldometers-Statistik), obwohl sie nur doppelt so viele Tests pro 1 Millionen Einwohner wie in Deutschland vorgenommen haben (Worldometers-Statistik). Dieses schiefe Verhältnis wird sich ausweiten, wenn man miteinberechnet, dass in den USA derzeit rund zwanzig mal so viele Menschen geimpft werden, wie in Deutschland (Our World in Data).

Es wäre vielleicht also Zeit damit aufzuhören, sich über amerikanische Versäumnisse das Maul zu zerreißen. Aufzuhören sich selbst für das bisher Erreichte zu loben und zu begreifen, dass wir im bisherigen Verlauf des Jahres vor allem viel Glück hatten.
Und vor allem wäre es an der Zeit mal kurz damit aufzuhören, auch wenn es doch so gut tut, sich über Hildmann, Wendler und Konsorten lustig zu machen und stattdessen Jens Spahn, Ursula von der Leyen und ja, auch Angela Merkel mal zu fragen, wo zur Hölle der verdammte Impfstoff bleibt.

Ich wohne in Mainz. Der Biontech-Impfstoff wurde keine paar Kilometer von mir erfunden. Er wird von Biontech keine paar Kilometer von hier produziert. Die Firma Schott, Mainzer Weltmarktführer für derlei Sachen, füllt den Impfstoff hier in Mainz in spezielle Gläschen, die hier in Mainz erfunden wurden. Transportiert werden die in Kühlsystemen, die von einer knapp 150km entfernten bayrischen Firma gebaut werden.

Ich stehe gewissermaßen in der Wüste und kriege von Jens Spahn erzählt, dass uns der Sand ausgegangen ist.

17:52 Korrektur: Würzburg liegt natürlich in Bayern und nicht in Baden-Württemberg, ist aber tatsächlich 154 km von Mainz entfernt.

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39 Kommentare zu “Wo bleibt der Impfstoff, Herr Spahn?

  • #1
    Psychologe

    Danke für diesen Kommentar! Auf den Punkt getroffen. Wo bleibt der Impfstoff?
    GB hat gerade den zweiten Impfstoff zugelassen, während wir von der Leyen die deplatzierte Symbolik eines gemeinsamen Impfstarts propagiert.
    Das Haus brennt. Lasst uns warten und alle vereint das Haus verlassen. Übermorgen.

  • #2
    Stefan Laurin

    @Peter Mohr: Die EU und von der Leyen haben versagt, Spahn und Merkel haben zugeschaut: Die EU hat die Angebote für mehr Impfstoffe von Biontech und Moderna abgelehnt. Daran gibt es nichts zu deuteln.

  • #3
    dfgfg

    Wir haben früher Scherze über die AOK-Rückenschule gemacht.

    Im Hinblick auf die Verspannungen meiner Muskulatur bin ich etwas irritiert, warum der studierte Arzt und heutige Kanzleramtsminister Helge Braun die Schwimmbäder ausschließlich der Unterhaltung zurechnen lässt.

  • #4
    Pottmensch

    Nehmen wir an wir hätten jetzt direkt 160 Millionen Impfdosen von Biontech zur Verfügung. Wie soll man die verteilen?
    Der Impfstoff muss bei -70° Grad gelagert werden. Wenn er diese Temperatur nicht mehr hat muss er innerhalb einiger Tage genutzt werden. Logistisch eine Herausforderung die nicht zu packen wäre.
    Das Impfzentrum im Kreis Recklinghausen kann theoretisch 2000 Bürger am Tag versorgen. Was schon eine ziemliche Leistung ist. Denke für so einen Impfvorgang sollte man pro Person 45 Minuten veranschlagen um bei einer Allergischen Reaktion sofort reagieren zu können.
    Wenn man jetzt tatsächlich alle Einwohner des Kreises dort impfen wollen würde wäre man gut 2 Jahre beschäftigt da ja jeder 2 mal geimpft werden müsste.
    In den nächsten Monaten werden aber noch weitere Impfstoffe auf den Markt kommen. Diese sind leichter zu lagern und vielleicht auch verträglicher für starke Allergiker.
    Es macht also sind nur so viel Impfstoff zu kaufen wie man ihn auch tatsächlich impfen kann.
    Und Deutschland hat momentan nicht die Möglichkeit über 80 Millionen Menschen innerhalb von einigen Monaten zu impfen.

  • #5
    Enno

    Ein Treppenwitz. Wir haben aus unseren Spendierhosen 375 Mio. Euro an die deutsche Fa. Biontec gezahlt, dafür dass die USA unseren Impfstoff zuerst in ausreichenden Mengen gekommen. Unsere Firmen sind doch noch konkurrenzfähig. Unsere Politik ist es nicht! Nach dem Maskendrama folgt das Impfstoffdrama. Kann mir jemand erklären, was den Jens Spahn so beliebt gemacht hat, dass er Rang 3 nach Merkel und Söder belegt?

  • #6
    ke

    @3 Enno
    Nicht nur Spahns Bilanz ist schlecht. Auch die Nummer 2 des Rankings Söder wird jeden Monat vom hirnlosen Virus besiegt und legt Inzidenzen hin, mit denen er noch nicht einmal Berlin schlagen kann.

    Show ist alles, Bilanzen zählen kaum.

    Merkel glänzt auch eher, weil sie einfach nur extrem schwache Minister hat. Die Hälfte des Kabinetts hätte doch zu vergangenen Zeiten schon lange einen anderen Job bekommen.

  • #7
    Bochumer

    Entspannt euch doch einfach alle: Der Impfstoff wird weltweit gebraucht und es ist klar, dass auch für die Deutschen am Anfang nicht genug da ist. Es wird auch noch etwas dauern.
    Diese Herrenmenschen-Amazon-Attitüde von euch ist doch einfach eckelhaft. Glaubt ihr ernsthaft, dass jemand absichtlich verzögert? Oder einfach nicht genug bestellt hat? Selbst wenn die EU mehr bestellt hätte, wäre keine einzige Dose mehr da.

  • #8
    Helmut Junge

    Zitat aus dem Standard
    "Prompt hat Deutschland reagiert und sich – so wie Österreich – in der Zwischenzeit noch einige Millionen Extradosen vom Biontech/Pfizer-Präparat nachgeordert. Das Problem dabei: Diese Nachbestellungen können wohl erst in der zweiten Jahreshälfte 2021 geliefert werden, da die Pharmafirmen zuerst zahlreiche andere Verträge erfüllen müssen."
    https://www.derstandard.at/story/2000122860891/impfstoffbeschaffung-aufs-falsche-pferd-gesetzt
    Wenn die EU, Spahn oder sonstwer nicht in der Lage ist die Bevölkerung bis zum Sommer durchzuimpfen, sehe ich für die Bundestagswahl ein Desaster für die Verantwortlichen. Vermutlich geht es in der nächsten Woche schon los mit gegenseitigen Schuldzuschiebungen, oder die zahlen soviel drauf, daß es doch noch klappt. Dann wird es aber sehr teuer.

  • #9
    Emscher-Lippizianer

    In der Beurteilung kann man Herren Spahn nur schreiben: "Hat versucht, stets bemüht zu wirken."

  • #10
    Stefan Laurin

    @Bochumer: Komisch das Israel, die USA und GB besser versorgt sind – irgendwer hat da wohl Mist gebaut. Und "irgendwer" war die EU.

  • #11
    Susanne Scheidle

    Ganz richtig, die EU hat sich nicht gerade beeilt bei der Zulassung des ersten Impfstoffes und hat jetzt anscheinend auch noch ein bisschen Zeit, den zweiten zuzulassen. Dass man Mio angebotener Impfdosen einfach ausgeschlagen hat war auch nicht gerade brillant, um es mal vorsichtig auszudrücken, selbst wenn man am Ende zu viele gehabt hätte, die wäre man garantiert wieder los geworden, da gehe ich jede Wette ein.

    Aber dass wir uns insgesamt gerade in einer äußerst desolaten Lage befinden, liegt nicht (nur) am mangelnden Impfstoff oder falscher Verteilung desselben.
    Wie @ Pottmensch #4 bereits ausführt, müssen die Impfdosen auch gespritzt werden, und das geht nicht mal eben so ratzfatz in ein/zwei Monaten oder so. Der unterschwellig Vorwurf, dass in den USA und GB gerade die Dosen verimpft werden, die uns hier fehlen, ist also ein bisschen schräg.
    Das derzeitige Elend, die vielen täglichen Infektionen und Toten, liegt daran, dass im Herbst nicht rechtzeitig und nicht angemessen auf die wieder steigenden Infektionszahlen reagiert wurde, aus Schlafmützigkeit, fehlendem Mut und nicht zu vergessen dummer Eitelkeiten einiger Landespolitiker. Das Ergebnis war der "Lock-down light", der nicht nur zu "light" war, sondern auch noch mit 14 Tagen Verspätung anfing, weil sich einige Ministerpräsidenten von der Kanzlerin düpiert fühlten. Als dann Mitte November die Zahlen durch die Decke schossen, hat man nochmal 14 Tage "erstmal abgewartet" – auf was, ein Wunder? Schönes Wetter? – bis dann viel zu spät endlich angemessene Maßnahmen beschlossen wurden – die dann über Weihnachten auch noch wieder gelockert wurden. Und zur Krönung des Ganzen hat man auch noch dreist behauptet, sich an die Vorgaben der Wissenschaft gehalten zu haben – das Gegenteil war der Fall.
    Vielleicht erinnert sich jemand an den Auftritt von Frau Gebauer, nachdem die Leopoldina sich erdreistet hatte, ein paar Vorschläge für einen sichereren Schulbetrieb zu machen: "Ich weiß gar nicht, wie die Leopoldina dazu kommt, so etwas vorzuschlagen…"
    Ja wie wohl? Expertise vielleicht?

    Die Organisation der Impfung läuft nicht wirklich rund, das ist wahr (kann vielleicht auch gar nicht bei dieser Aufgabe), aber das Drama fing sehr viel früher an und woanders als in den Impfzentren.

  • #12
    Helmut Junge

    @Susanne, wir werden abgehängt wie bei den Pisastudien. Das ist alles. Und bei Pisa regt sich niemand auf. Von so was kommt sowas.

  • #13
    ke

    @11 :
    Die Schulen waren so ziemlich der einzige Bereich inkl. Zu-/Abfahrten, der fast komplett ohne Berücksichtigung der RKI Empfehlungen lief.

    Selbst bei stärksten Inzidenzen (Solingen) wurden lokale Verantwortliche von der FDP Ministerin wohl auch mit Rückendeckung durch Laschet daran gehindert, hier zu schützen.

    Aktuell kenne ich auch keine Aktivitäten, diesen Bereich, der noch nie unter Corona funktionierte, zu sichern.

    Für mich ist das, neben den Versäumnissen bei den unerwarteten Reiserückkehrern aus Risikoländern, ein Haupttreiber für die aktuelle Situation.

    OK, der Schutz der (Alten-)heime war auch ein Thema.

  • #14
    Jürgen

    Die Aufregung kann ich nachvollziehen. Nur habe ich mich als mittelalter, weißer, halbwegs gesunder Mitbürger bereits darauf eingestellt, frühestens ab Herbst 2021, wenn überhaupt, auch nur in die Nähe eine Impfung zu kommen. Und das wird eine nicht geringe Zahl der steuerzahlenden Bevölkerung betreffen. Deswegen muss aber auch klar gestellt werden, dass geimpfte Personen solange keine Vorrechte vor ungeimpften Personen haben, ansonsten sehe ich kommen, dass ich nur gegen ständiger kostenpflichtiger Schnelltests halbwegs am gesellschaftlichen Leben teilnehmen kann.

  • #15
    ke

    @14 Jürgen:
    Ich setze auf den Kapitalismus. Irgendwer wird die Impfungen haben und sie gegen Geld anbieten.

  • #16
    Bochumer

    #11
    Komisch, dass den Briten trotzdem das Wasser bis zum Hals steht, weil Big-Boris solang gezögert hat.
    Aber es natürlich Brüssel immer an allem Schuld. Denn vom Impfstoff ist ja unglaublich viel da.
    Was wohl so schlimm daran ist, wenn andere auch Impfstoff bekommen. Sollen die doch verrecken, Hauptsache ist, uns geht es gut.

  • #17
    Susanne Scheidle

    @ Jürgen #14
    Zitat: "(…) Deswegen muss aber auch klar gestellt werden, dass geimpfte Personen solange keine Vorrechte vor ungeimpften Personen haben, ansonsten sehe ich kommen, dass ich nur gegen ständiger kostenpflichtiger Schnelltests halbwegs am gesellschaftlichen Leben teilnehmen kann." Zitat Ende

    Mal ketzerisch gefragt: Würde sich an diesem Zustand etwas ändern, wenn Sie den bereits Geimpften (wenn sie denn tatsächlich nicht mehr ansteckend sind, das wäre die Voraussetzung!) etwas verbieten?

    Im übrigen stellt sich das Problem erstmal gar nicht. So lange kein nennenswerter Anteil an jungen, aktiven Menschen geimpft ist, wird kein Restaurant- oder Kneipenbesitzer darauf bestehen, nur geimpfte einzulassen, der ist froh, wenn er endlich wieder öffnen darf!
    Anders sieht das vielleicht im Theater oder in der Oper aus.
    Aber geht es Ihnen wirklich besser, wenn sie verhindert wissen, dass ein Theater die Möglichkeit hätte, sein Haus wieder zu füllen und so vielleicht doch nicht pleite geht?
    Je mehr Menschen geimpft sind, desto niedriger werden die Infektionszahlen. Also auch die noch nicht Geimpften haben dadurch schonmal Vorteile.
    Oder geht es ihnen darum, dass auch Leute, von denen keine Gefahr mehr ausgeht, Maske tragen müssen, bis der letzte Impfwillige seinen Pieks gekriegt hat? Das ist jetzt nicht Ihr Ernst…

  • #18
    Reinhard Pohl

    Mal andersrum gefragt: Wenn Menschen gegen eine potentiell tödliche Infektion geimpft werden, ist das doch positiv, oder? Was genau unterscheidet die Impfung eines britischen oder us-amerikanischen Menschen von einem deutschen Menschen?

    Ich, ich, ich? Wirklich das einzige Kriterium?

    Die EU hat entschieden, dass es keine Notfall-Zulassung, sondern ein ordentliches Zulassungsverfahren für alle 27 Mitgliedsstaaten gibt. Außerdem hat die EU für Millionen Impfdosen so über Lieferdaten und Mengen verhandelt, dass sie ungefähr so viele Impfdosen (pro Kopf) wie die USA bekommt, aber zu einem Drittel des Preises. Trump wollte die Impfdosen unbedingt noch vor der Amtsübergabe nach Joe Biden haben und hat dafür einen sehr hohen Preis akzeptiert.

    Also: Bis Ende März werden in den reichen Staaten überall ungefähr gleich viele Menschen geimpft sein. Was machen zwei Wochen früher oder später für einen Unterschied, außer wenn man nur "ich, ich, ich" denken kann?

  • #19
    Stefan Laurin

    @Reinhard Pohl: Nein, bis Ende März werden in den Entwickelten Staaten nicht ungefähr gleich viele Menschen geimpft sein. Die EU hat Angebote von Moderna und Biontech mehr Impfstoff zu kaufen abgelehnt, die USA haben sie angenommen. Die USA hat also mehr verfügbaren Impfstoff (wie auch Israel und GB) als die EU. Der Grund war das Unvermögen der EU, die den Impfstoff nicht wollte.

  • #20
    Reinhard Pohl

    @Stefan Laurin: Ich, ich, ich?

    Warum ist die Impfung eines indischen Menschen in Großbritannien oder eines chinesischen Menschen in den USA zu kritisieren? Warum soll ein spanischer Mensch in Deutschland Vorrang haben?

    Ende März werden in den reichen Staaten der Welt anteilig ungefähr gleich viele geimpft sein. Die winzigen Unterschiede zwischen USA, Großbritannien, Israel oder EU – was soll daran wichtig sein?

    Riskier mal einen Blick in die armen Länder der Welt.

  • #21
    Stefan Laurin

    @Reinhard Pohl: Ich bezahle Spahn und von der Leyen von meinen Steuern und daher erwarte ich von denen auch eine entsprechende Leistung.

  • #22
    ccarlton

    #4: So leicht darf man die Vernatwortlichen nicht davon kommen lassen!

    Die besonderen Anforderungen dieser Impfstoffe sind seit Monaten bekannt. Genug Zeit Vorbereitungen zu treffen. Fehlende bzw unzureichende Vorbereitung ist das Kardinalproblem beim Umgang mit Corona.

    Als Corona vor einem Jahr auf uns zu kam hat die Politik abgewiegelt statt Vorbereitungen zu treffen. Als die erste Welle vorbei war, hat die Politik von der zweiten geredet, ohne Vorbereitungen für diese zu treffen. Und jetzt haben EU/Bundes_ und Landesregierungen sich nicht vernünftig auf die Impfungen vorbereitet.

    #21: Muhaaa! Der ist gut! 🙂 🙂 🙂

  • #23
    Emscher-Lippizianer

    @
    #20

    Kritisiert wird nicht, daß in anderen Ländern geimpft wird. Kritisiert würde, daß Deutschland bzw. die EU den Kopf auf der Tischplatte haben. Take back control!

  • #24
    Peter Mohr

    @ccarlton#22 Ihr Geschreibsel ist unglaubwürdig, Sie haben die Auswirkungen des Coronavirus hier in Ihren Beiträgen mehrmals verharmlost. Sie und all die anderen Verharmloser sollten erst mal ein wenig in sich gehen. Um mit Ihren Worten zu sprechen:So leicht darf man die Verharmloser nicht davon kommen lassen

  • #25
    Karla

    Die bisherigen Corona-Leugner stehen neuerdings ganz vorne im der Impfschlange, nicht wahr @ccarlton?

  • #26
    Langsamdenker

    #21 „Ich bezahle Spahn und von der Leyen von meinen Steuern und daher erwarte ich von denen auch eine entsprechende Leistung.“
    Herr Laurin, ist das Unkenntnis oder Größenwahn Ihrerseits?
    Egal, ab sofort ohne mich. Guten Rutsch…

  • #27
    Susanne Scheidle

    @ CCarlton #22
    Das sind die markigen Sprüche, an die man sich von Ihnen auf diesem Blog gewöhnt hat.
    Allerdings… haben Sie nicht noch vor ein paar Wochen ganz forsch postuliert, dass Corona auch nur noch so’n Scheiß ist, um den man sich nicht so kümmern muss, weil total harmlos? Alles total übertrieben? Mal nicht so anstellen wegen der paar Toten? Die wäre sowieso irgendwann gestorben?
    Ist das jetzt ein athletischer Salto oder ein leidlich rüstiger Purzelbaum oder eine Rolle rückwärts, die notfalls auch eine Kegelrobbe noch hinkriegt?

  • #28
    Berthold Grabe

    Fakt bleibt, das unsere Politiker Planwirtschaftler sind, die nicht in Lösungen denken sondern in Interessen.
    Deutlich wird das z.B. an Biontek, wo die Bundesrepublik aus indutriepolitischen reinem Proporzdenken zu wenig Impfdosen bestellte, weil die Bestellungen verteilen wollte, obwohl die gar nicht liefern konnten.
    Die Folge, Deutschland ist mit Impfstoff zeitlich unterversorgt!
    Da sind Theoretiker und Statistiker am Werke und keine Leute die echte Lösungen schaffen.
    Es sit deshalb durchaus nicht unwahrscheinlich, das am Ende die USA im Verhältnis zur Bevölkerungszahl und auch ökonomisch besser aus der Coronakrise kommen als wir.
    Bei uns werden Probleme gut verwaltet, aber wenn Verwaltung nicht reicht und Lösungen her müssen, schwächeln wir.

  • #29
    Stefan Laurin

    @Berthold Grabe: Die EU hat den Impfstoff bestellt, nicht die Bundesregierung. Deren Fehler war es, einer Versagerin wie von der Leyen zu vertrauen.

  • #30
    Dr.Dagmar Schatz

    Mal kurz my 5ct: meines Wissens war es ein Österreicher, der die falsche Entscheidung getroffen har, 330 Millionen Impfstoffdosen zurückzuweisen, was natürlich die Defizite von Spahn, Laschet und Co. nicht schöner macht. Aber hier wurde gesagt, daß D die Herausforderung einer Massenimpfung nicht bewältigt, nun: das handling von Allergien bis hin zu schweren Formen könnte man schon vorher einüben, zumal die ja nicht gerade epidemisch auftreten (meines Wissens international im niedrigen 2-stelligen Bereich.) https://www.bayerisches-aerzteblatt.de/inhalte/details/news/detail/News/einfuehrung-in-die-s2-leitlinie-akuttherapie-und-management-der-anaphylaxie.html Die kommt auch nicht aus dem Nichts, sondern die Neigung dazu ist schon vorher bekannt, sofern es sich z.B. um eine Insektengiftallergie handelt, haben die Betroffenen meistens ein Notfallset, auf das sie auch eingewiesen sind: https://www.allergieinformationsdienst.de/krankheitsbilder/anaphylaxie/praevention.html#c191113 – Das Allergen ist auch meistens nicht der Impfstoff, sondern eine Trägersubstanz. All das kann man vorher bedenken, was aber auch nicht passiert ist. Wie so vieles nicht passiert ist, wofür man den Sommer Zeit gehabt hätte. Es wäre z.B. denkbar, daß man Kollegen mit der Zusatzbezeichnung "Allergologie" anschreibt und sie bittet, am Impfprogramm teilzunehmen. Wer Allergologe ist und z.B. Desensibilisierungen , MUSS sich und sein Praxisteam regelmässig – ich glaube, alle sechs Monate – im Umgang mit einer Anaphylaxie trainieren – UND DAS PROTOKOLLIEREN. Bei allen Leuten, die Allergieprobleme hatten, war das vorher bekannt. Man hätte, rein theoretisch, für die die Impftermine z.B. in eine Uniklinik legen können… Hätte, hätte, Fahrradkette…

  • #31
    Stefan Laurin

    @Dr.Dagmar Schatz: Wie hieß denn der Österreicher? Bei dem würden wir gerne mal nachfragen.

  • #32
    Wolfram Obermanns

    Die EU war, ist und wird bis auf Weiteres eine Wirtschaftsgemeinschaft bleiben. Die anderslautende Politprosa hat eher symbolisch, fiktionalen Charakter.
    Es ging darum nicht an, daß vor allem und zuvorderst Deutschland ökonomisch profitiert. Hersteller in anderen Ländern müssen bedacht werden.
    Daneben gilt es Symbolhandlungen der Gleichberechtigung auszuführen, die trotzdem aufkeimende nationale Mißgunst klein zu halten. Die italienische Regierung, der einmal mehr das Wasser bis zum Halse steht, und darum gequirlte Faschistensch… verzapft, führt das gerade exemplarisch vor.

    Und es ist in der Güterabwägung der mögliche politische Schäden offensichtlich als hoch genug angenommen worden, um entsprechende Rücksichten zu nehmen. Covid19 ist nur mäßig letal (< 0,5%) und dies auch noch vor allem für Betagte. Da kann man die Wirtschaft im Wesentlichen unbehelligt lassen und mit viel Getöse das Drumherum bespielen.

    Daß dies vielleicht auch ein wenig kurzsichtig sein könnte, weil z.B. die Bildung der Jugend leiden könnte, hat soweit ich mich erinnern kann in Deutschland noch nie politisch besonders gejuckt.
    Die Krise wird möglichst Rahmen der üblichen Verfahren und Prioritäten abgearbeitet. Was mehr über die reale Risikobewertung der Pandemie aussagt, als die Schlagzeilen der Medien.

    (Im Kleingedruckten unserer Medien wird übrigens aktuell von einem völlig geräuschlos abgewickelten Freihandelsabkommen mit einer Diktatur berichtet, während jeder ähnliche Vertrag mit einer Demokratie zu einem riesen Theater geführt hat. Es ist übrigens die selbe Diktatur, an derem Gängelband die WHO geführt wird, die laut Pandemiegesetz in Zukunft mitbestimmen kann, welche Bürgerrechte wann bei uns zur Anwendung kommen.
    Stellen wir uns wirklich die richtigen Fragen?)

  • #33
    Bochumer

    #26
    Es ist beides.

    Die Kommentare hier auf der Seite haben schon eine merkwürdige Qualität. Es wurden 300 Millionen Dosen bestellt. Das reicht für 150 Millionen Impfungen. Das ist bei einer EU-weiten Bevölkerung von 450 Millionen schon eine ganze Menge. Die müssen ja erstmal verabreicht werden. Es kommen noch weitere Impfstoffe auf dem Markt und im Sommer ist die Chose durch.

    Ich würde gerne wissen, was Laurin schreiben würde, wenn die EU dann auch Millionen überflüssig geordneter Dosen sitzen bleiben würde oder keine anderen Anbieter anfragen könnte, um genau das zu vermeiden. Die dann ja vielleicht vor Biontech liefern könnten.
    Oh nein – möchte ich das doch nicht wissen.

    Frohes Neues.

  • #34
    Stefan Laurin

    @Bochumer: Die EU würde nie auf den Dosen sitzen bleiben sondern könnte sie armen Ländern geben. Das fände ich gut. Man kann es nicht schönreden: Die Impfkampagne läuft ausserhalb der EU etlichen Staaten besser. Es ist nichts anderes als Versagen.

  • #35
    ccarlton

    #24 und 27:

    Ihre Problem ist Ihre Unfähigkeit zu differenzieren. Sie reagieren auf jede Form von Widerspruch mit heftigen Wutausbrüchen. Was man ihnen wahrscheinlich nicht mal vorwerfen kann, sie machen nur das nach, was Ihnen von Politik und Medien vorgemacht wird. Da wird auch jeder persönlich angegriffen, der die Maßnahmen der Regierung nicht für durchdacht, zielführend und verhältnismäßig hält.

    Je eher die mit dem impfen durch sind, desto eher ist Schluss mit anti Corona Maßnahmen, die den Weg des geringsten Widerstands gehen und dabei massive Kollateralschäden anrichten.

  • #36
    Berthold Grabe

    @29
    Das die EU und nicht jedes Land für sich den Impfstoff bestellt hat war weder notwendig noch geboten.
    Auch das gehört zum generellen Versagen deutscher Politiker, unpopulär bleiben wir trotzdem und biedern uns dennoch mit zunehmender Disfunktionialität an Leute an , die es uns übel nehmen, das die EU Wirtschaft von Ihnen Veränderungen verlangen, die ihre eignen Regierungen in den Verträgen abgesegnet hatten.
    Und das macht die Sache nur noch schlimmer ,weil es einerseits das Gewicht Deutschlands erhöht und andererseits unsere Potenz finanziell auszugleichen immer stärker beschneidet.
    Essit also dumme Politik.

  • #37
    Helmut Junge

    Stefan Laurin, die Wahl dieser Frau von der Leyen in all ihre bisherigen Ämter geht auf das Konto von Frau Merkel. Mit Ruhm bekleckert hatte sie sich eigentlich nie.

  • #38
    Hoeft

    Ich empfinde einen Großteil der Kommentare als wichtigtuerisches Geschwätz. Im ganzen Jahr 2020 war ein ständiges Ringen von Bund und Ländern über Kompetenzen, Leistungspflichten und Zahlungsverpflichtungen zu beobachten. Im Bildungssektor haben sich die Länder alle nicht mit Ruhm bekleckert. Laptops und Tablets für den digitalen Unterricht wurden erst angeschafft nachdem der Bund unzuständigerweise mehr als eine Halbe Milliarde bereitgestellt hat. Bei der Impfung ist das gleiche zu beobachten. Ziemlich spät kam die Zusage des Bundes für die Finanzierung von Impfstoff( nur für die Senioren und Beschäftigten in den Heimen? Was ist mit den Millionen Zuhauselebenden?)) Die Länder und Kommunen müssen sich um die Impfzentren kümmern.

  • #39
    Johannes Knaus

    Alleroberte Priorität ist die Bereitstellung von Impfstoff!
    Das kann nur durch eine Verstaatlichung der Impfstoffhersteller erfolgen.
    Alles andere ist sinnlos und führt nicht schnell zum Erfolg.
    Die Produktion und Verteilung muss überwacht werden.
    Es kann nicht sein, dass einzelne Länder schon mit Impfen fast fertig sind.
    Auch kann es nicht angehen, dass meine Nachbarin schon geimpft ist und ich nicht!1

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