Zu Besuch bei den HTLRs in Dortmund-Dorstfeld

HTLR_Dorstfeld

Nach einem Messerangriff auf eine  Nazigegner zu Beginn der Woche statteten heute gut 300 Demonstranten dem Dortmunder Stadtteil Dorstfeld, in dem zahlreiche Rechtsradikale wohnen, einen Besuch ab.

Die Demo war in der Innenstadt gestartet und erreichte ohne Zwischenfälle Dorstfeld. Dort gelang es der Polizei weitgehend, Rechtsradikale an Angriffen auf die Demonstranten zu hindern. Im Laufe des Tages hatte die Polizei in Dorstfeld bereits sechs Rechtsradikale wegen des Besitzes von Farbbeuteln und „Schutzwaffen“ in Gewahrsam genommen. Der Wurf eines Böllers in den Zug der Nazi-Gegner konnte jedoch nicht unterbunden werden.

Als Nazis versuchten, die Demonstration aus einer Pizzeria heraus anzugreifen, stürmten die Beamten das Lokal. Später am Wilhelmplatz in Dorstfeld zwangen die Beamten, Nazis ein „HTLR“-Transparent aus einem Fenster zu entfernen. Die  Kundgebung der Nazi-Gegner schließlich verlief ruhig, vor allem dem Redner der MLPD  gelang es bei sommerlichem Temperaturen alle Anwesenden routiniert in den Halbschlaf zu versetzen. Kurz bevor die Demonstranten sich in die S-Bahn begaben, lieferte sich der bereits zu einer Haftstrafe verurteile Rechtsradikale Christoph Drewer bei dem Versuch, die Demonstranten zu provozieren, eine Rangelei mit der Polizei.

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8 Kommentare

  1. #2 | Klaus Lohmann sagt am 20. August 2016 um 19:04 Uhr

    Ich wusste es vorher nicht genau, aber jetzt ist mir klar, warum auf dem Wilhelmsplatz sofort ein paar Nazischweine wie aus dem Boden gewachsen auftauchen, wenn dort Polizei, Kameras und/oder Mikros auftauchen – das "Adlernest" im Dachgeschoss über dem Imbiss ist natürlich "ideal"…

  2. #3 | YIlmaz sagt am 21. August 2016 um 01:33 Uhr

    "vor allem dem Redner der MLPD gelang es bei sommerlichem Temperaturen alle Anwesenden routiniert in den Halbschlaf zu versetzen"

    Lustiger Kommentar, war es wirklich so schlimm ?

    🙂

  3. #4 | Yilmaz sagt am 21. August 2016 um 02:00 Uhr

    @Ralf: Die Ruhrnachrichten haben sogar nur 200 gezählt:

    https://twitter.com/RN_Bandermann/status/766959141168480256

    "200 Teilnehmer bei Demo gegen rechte Gewalt"

  4. #5 | Stefan Laurin sagt am 21. August 2016 um 11:54 Uhr

    @YIlmaz: Es war eigentlich noch viel schlimmer 🙂

  5. #6 | Bewährungsprobe für Duisburg: Naziaufmarsch am Tag der Arbeit | Ruhrbarone sagt am 23. April 2019 um 01:52 Uhr

    […] Als Zeichen: Duisburg ist kein Nazikiez! Hochfeld ist nicht Dorstfeld! […]

  6. #7 | Merkava ist die Antwort: Antisemitische Plakate im EU-Wahlkampf | Ruhrbarone sagt am 7. Mai 2019 um 12:25 Uhr

    […] mit Antisemitismus. Die Rechtsextremisten, die ihr Führerhauptquartier aktuell im Nazikiez in Dortmund-Dorstfeld […]

  7. #8 | Ein Merkava in Buchform: „Wer, wenn nicht ich“ von Henryk M. BroderRuhrbarone sagt am 13. Februar 2020 um 16:11 Uhr

    […] einschneidend, wie ein Merkava 4 sich seinen Weg durch feindlich beherrschte, unwirtliche, Gebiete bahnt, so – gewohnt –  treffend sind die Kommentare von Henryk M. Broder zum aktuellen […]

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