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Dierkes wirft hin

Hermann Dierkes, der wegen einem Aufruf zum Boycott-Israels in die Kritik geraten ist, hat seine OB-Kandidatur zurück gezogen.

Zugleich legte er sein Amt als Fraktionsvorsitzender der linken Stadtratsfraktion nieder. Dierkes war durch seine Aufruf, Isralel zu boykottieren, wir berichteten darüber  am Sonntag, in die Kritik geraten. Nachdem CDU, SPD und Grüne in NRW Dierkes wegenseiner Äusserungen angegangen waren und zahlreiche Medien über den Fall berichteten, war gestern auch noch die Bundespartei von ihm abgerückt: Alrun Nüßlein, Pressesprecherin des Parteivorstandes der Linkspartei in einer Erklärung: "Eine Lösung des Nahost-Konflikts, die beiden Seiten gerecht wird, ist mit Boykottaufrufen gegen israelische Waren nicht zu erreichen. Solche Boykottaufrufe verbieten sich vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte und treffen die Zivilbevölkerung, vor allem die israelischen und arabischen Beschäftigten, die für eine verfehlte Politik ihrer Regierung nicht in Kollektivhaft genommen werden dürfen."

Hermann Dierkes, der wegen einem Aufruf zum Boycott-Israels in die Kritik geraten ist, hat seine OB-Kandidatur zurück gezogen.

Zugleich legte er sein Amt als Fraktionsvorsitzender der linken Stadtratsfraktion nieder. Dierkes war durch seine Aufruf, Isralel zu boykottieren, wir berichteten darüber  am Sonntag, in die Kritik geraten. Nachdem CDU, SPD und Grüne in NRW Dierkes wegenseiner Äusserungen angegangen waren und zahlreiche Medien über den Fall berichteten, war gestern auch noch die Bundespartei von ihm abgerückt: Alrun Nüßlein, Pressesprecherin des Parteivorstandes der Linkspartei in einer Erklärung: "Eine Lösung des Nahost-Konflikts, die beiden Seiten gerecht wird, ist mit Boykottaufrufen gegen israelische Waren nicht zu erreichen. Solche Boykottaufrufe verbieten sich vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte und treffen die Zivilbevölkerung, vor allem die israelischen und arabischen Beschäftigten, die für eine verfehlte Politik ihrer Regierung nicht in Kollektivhaft genommen werden dürfen."

Dr. Werner  Jurga, stellvertrender Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Duisburg-Mülheim zum Rücktritt von Dierkes: "Ein überfälliger Schritt. Es wäre eine Schande für Duisburg gewesen, wenn ein durchaus nicht völlig aussichtsloser OB-Kandidat seine antisemitoschen Ressentiments hätte weiterhin verbreiten können."

Dierkes, der schon gestern krankheitsbedingt nicht zum politischen Asschermittwochseiner Partei in Duisburg erschienen war, aber noch in der Jungen Welt ein Rechtfertigungsinterview gab, ist im Moment nach Auskunft der Duisburger Linkspartei auch für seine Parteifreunde nicht erreichbar. Der Landesverband NRW und der Kreisverband Duisburg hatten Dierkes  bis zuletzt den Rücken gestärkt.

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34 Kommentare zu “Dierkes wirft hin

  • #1
    Andreas

    Na also. So geht das. Wenn man weiß, dass es keine Stichwahl bei der OB-Wahl gibt, ist ein aussichstreicher linker Kandidat neben einem Brandt-Beschleuniger ziemlich störend.
    Und was gibt es wirksameres als die Antisemitismuskeule in D. Das gibt doch bestimmt ne Belohnung für Dr. Jurga 😉

  • #2
    David Schraven

    ERKLÄRUNG DER LANDESSPRECHERiNNEN

    Düsseldorf, 26. Februar 2009

    Liebe Genossinnen und Genossen,

    in den vergangenen zwei Tagen wurde in der Presse ? und auch in der
    Partei – Aussagen von Hermann Dierkes, Oberbürgermeisterkandidat für
    DIE LINKE in Duisburg zum Israel/ Palästina Konflikt diskutiert, in
    denen auch die Forderung nach einem Israel-Boykott auftauchten.
    Hermann Dierkes hatte sich dabei auf eine Position aus dem
    Weltsozialforum bezogen. Es gab auf die Zeitungsartikel und die
    Erklärungen dazu eine Fülle von Reaktionen aus der gesamten Republik,
    sowohl aus der Partei als auch von WählerInnen und natürlich auch von
    politischen GegnerInnen. Dazu gehörte solidarische Kritik ebenso wie
    Wut und Enttäuschung sowie auch Zuspruch und Unterstützung jeweils aus
    unterschiedlichen politischen Richtungen und mit unterschiedlichen
    Argumenten. Es gab aber auch zahllose Mails und Anrufe an Hermann,
    teilweise mit wüsten Beschimpfungen bis hin zu Morddrohungen. Heute
    hat er seinen Rücktritt erklärt.

    In der Presse und auch aus der Partei heraus wurde Hermann aufgrund
    seiner Aussagen Antisemitismus unterstellt.

    Wir möchten in dieser Situation folgendes klarstellen:

    Wir teilen die Auffassung vieler Menschen in- und außerhalb der
    Partei, dass die Unterstützung eines Boykotts gegen die israelische
    Regierung und Wirtschaft nicht nur vor dem Hintergrund der deutschen
    Geschichte schwierig ist. Ein Boykott gegen Israel ist keine Position
    der LINKEN und soll es auch nicht werden. Ein Boykott muss in erster
    Linie der deutschen und internationalen Rüstungsindustrie gelten. Wir
    fordern einen sofortigen Stopp aller Waffenlieferungen an beide
    Konfliktparteien und einen sofortigen Stopp des Krieges gegen die
    Menschen in Gaza. Das Existenzrecht Israels ist für uns ebenso
    unantastbar, wie das Existenzrecht der Palästinenserinnen und
    Palästinenser.

    Wir erleben mit der Presseberichterstattung gegen unsere Partei in
    diesem Fall erneut, was uns von Seiten der bürgerlichen Medien in den
    kommenden Monaten blühen wird. Ein Blick nach Hessen genügt, um zu
    wissen, dass die Medien vor allem den Zweck verfolgen, die Partei zu
    spalten, indem sie einzelne Sätze von Einzelpersonen ins Zwielicht
    rückt und damit die Partei unter Druck setzt. Wir erleben das nicht
    zum ersten Mal. Immer wieder werden dabei Personen der LINKEN und mit
    diesen die gesamte Partei zur Zielscheibe von Pressekampagnen, denen
    es nicht um die Menschen im Krieg oder um reaktionäre Tendenzen wie
    etwa den Antisemitismus geht, sondern darum, uns als politische Kraft
    mit allen Mitteln zu bekämpfen.

    Was immer wir in den kommenden Monaten sagen, wie sorgsam wir auch
    unsere Worte wählen: die bürgerlichen Medien werden unsere Sätze
    verdrehen, aus dem Zusammenhang reißen und versuchen, uns in der
    Öffentlichkeit bloßzustellen und uns zu spalten. Immer wieder werden
    wir Zerreißproben ausgesetzt sein, in denen wir solidarisch
    miteinander umgehen müssen. Wir müssen aber auch einen Weg finden, wie
    wir mit Positionen, die viele in der Partei nicht teilen können,
    zugleich auch kritisch umgehen können. Diese Gratwanderung wird
    schwierig sein, aber wir müssen diesen Weg zusammen gehen.

    Wir können verstehen, dass Hermann von seiner Kandidatur zurücktritt,
    weil er dem Druck nicht standhalten kann: Aber wir bedauern seinen
    Rücktritt sehr und hoffen, dass er die Ruhe und die Kraft findet,
    weiterhin auch mit und in der Partei DIE LINKE für eine solidarische
    Welt zu kämpfen, in der die Menschenrechte für alle gelten und von
    allen geachtet werden!

    Solidarische Grüße

    Katharina Schwabedissen Wolfgang Zimmermann

    Landessprecherin DIE LINKE.NRW Landessprecher DIE LINKE.NRW

  • #3
    Stefan Laurin Beitragsautor

    Das Gelaber von der Medienverschwörung ist peinlich – wo wäre denn Lafontaine heute wenn ihm die Bild nicht über Jahre eine publizistische Basis geboten hätte?

  • #4
    Stefan Laurin Beitragsautor

    Der Offener Brief von Dierkes:

    Hermann Dierkes tritt als OB-Kandidat und Fraktionsvorsitzender in Duisburg zurück
    Offener Brief an meine FreundInnen und GenossInnen. Im Anschluss an eine gezielte Verdrehung meiner Aussagen und Ansichten durch einen Mitarbeiter der Duisburger WAZ bin seit Tagen in zahlreichen Medien einer Rufmordkampagne ausgesetzt. Sie gleicht einer öffentlichen Steinigung.

    Was ich an Mails erhalte, ist eine furchtbare Mischung aus schwersten Beleidigungen und Verleumdungen, antiislamischem Hass, Migrantenfeindlichkeit und Morddrohungen. Die Opfer der Shoa und die Helden des jüdischen Aufstands von Warschau würden sich mit Grausen abwenden, mit welchem Ungeist und für welche Zwecke sie offenkundig instrumentalisiert werden, um die undemokratische und mörderische Politik der israelischen Regierungen gegen das palästinensische Volk zu rechtfertigen und zu tabuisieren.

    Das trifft mich zutiefst, nachdem ich seit rd. 40 Jahren auf der politischen Linken, als Gewerkschafter und politischer Mandatsträger immer für soziale Gerechtigkeit und Menschenwürde weltweit, Frieden unter den Völkern, Antirassismus und Antifaschismus eingetreten bin. Meine wichtigsten politischen Lehrer waren jüdischer Herkunft wie der marxistische Internationalist und Ökonom Ernest Mandel und der Sozialist und Gewerkschafter Jakob Moneta. Wer mich kennt, weiss, dass die Anfeindungen vollkommen absurd sind. Ich umarme alle ganz herzlich, die mich in diesen schweren Stunden nicht im Stich lassen, mir geschrieben, mich angerufen haben, aber diese Last ist zu groß für mich. Ich möchte auch meiner lieben Charlotte das nicht länger zumuten.

    Diese gezielte Kampagne und die unglaubliche Leichtfertigkeit, wie viele die Anschuldigungen nachplappern, geht nicht nur gegen mich persönlich, sondern auch gegen DIE LINKE, um ihr angesichts der anstehenden Wahlen massiv zu schaden. Das will ich – soweit es noch geht – vermeiden.

    Ich habe derzeit nicht mehr die Kraft, meine politischen Funktionen wahrzunehmen. Bitte respektiert meinen Rücktritt als OB-Kandidat und leitet die Nachfolge für den Fraktionsvorstand ein. Alles weitere lasst uns besprechen, sobald ich wieder etwas arbeitsfähig bin.

    Euer
    Hermann Dierkes

  • #5
    Werner Krusenbaum

    Was hat eigentlich eine Position, die sich gegen die israelische Politik der Aggression und der chauvinistischen Vorgehensweise gegen das gesamte palästinensische Volk mit Antisemitismus zu tun?
    Er hat eben nicht gesagt: „Kauft nicht bei Juden!“, sondern: „Boykottiert israelische Waren bzw. Produkte!“.
    Nur diese unseelige Vermischung zwischen Antisemitismus und Kritik an der israelischen Politik, die aus interessierten Kreisen kommt, ist die Keule mit der jeglicher Protest gegen eben diese Poltik im Keim erstickt werden soll. Die Protagonisten dieser Vorgehensweise sind die eigentliche Brandstifter.

  • #6
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Werner Krusenbaum: Es ist schon komisch, dass Dierkes nur für den Fall Israel einen Grund zum Boykott sieht. Nehmen wir mal die Logik auf: Ein Land verhällt sich gegenüber bestimmten Gruppen nicht in Ordnung – es bricht mit den Menschenrechten. Man kann dann zum Boykott aufrufen: Aber warum nicht zum Boykott arabischer Waren (Gründe gibt es zuhauf: Frauenrechte, keine Gewerkschaften etc), russischer Waren (Keine Pressefreiheit etc.) iranischer, nprdkoreanischer, kubanischer und und und… . Was sagt Diereks dazu? Nix. Das einzige Land wo er den Mut aufbringt zum Boykott aufzufordern ist Israel. Einer Demokratie, umgeben von, milde gesagt, schwierigen Nachbarn die das Land immer wieder angreifen (mit einem gestörten Verhältnis zur Gewalt und zur Demokratie). Das darf man schon merkwürdig finden. Israel hat Krieg gegen die Hamas geführt und Krieg ist per se grausam. Es wäre also schlaue von der Hamas gewesen, Israel nicht anzugreifen. Ein Land nicht anzugreifen ist ohnehin ein recht kluger Weg das Leben der eigenen Bevölkerung zu schützen. Und zum Thema Brandstifter: Welchen Brand haben die Kritiker von Dierkes denn gestiftet? Gab es Verletzte, gar Tote? Oder ist eine Diskussion zu starten in Ihren Augen schon Brandstiftung?
    Im übrigen habe ich das Gefühl, das die Bundespartei gar nichts dagegen hat, das Dierkes jetzt hingeworfen hat. Anscheinend werden Leute wie er als Ballast wahrgenommen, die einen Aufstieg der Linkspartei gefährden. Leute wie Dierkes gibt es bei jeder Parteigründung – die Grünen waren am Anfang voller merkwürdiger Gestalten – und sich von ihnen zu trennen ist der normale Reifungsprozess, dem jede Partei durchmacht.

  • #7
  • #8
    Dirk E. Haas

    Na, ein kleines Lehrstück in Sachen Mediendemokratie ist das schon; andererseits kann sich Dierkes, sollte er wirklich irgendetwas von Mandel und Moneta gelernt haben, nicht ernsthaft darüber wundern, dass seine politischen Gegner eine derartige Dummheit skrupellos ausschlachten.

    Wem diese ganze Geschichte (einschließlich Dierkes? Rücktritt) genutzt hat, ist offensichtlich. Wem sie (neben Dierkes) geschadet hat, auch: Israel. So paradox das klingen mag. Dass dieses Land immer und immer wieder als Projektionsfläche für innerdeutschen Polit-Hysterismus herhalten muss, hat schon etwas Tragisches.

  • #9
    Andreas

    @Stefan Laurin,
    merkwürdig finden darf man natürlich alles. Den Boykott-Aufruf von Dierkes kann man aber vor allem als sehr unklug und schlecht vorbereitet erkennen.
    Ein Boykott-Aufruf wegen der israelischen Angriffe auf die palästinensische Zivilbevölkerung ist genau so vertretbar und sinnvoll oder unsinnig wie einer der von Dir benannten möglichen Boykott-Aufrufe.
    Es gibt aber auch keine Pflicht, wenn man einmal zum Boykott aufgerufen hatte, alle anderen denkbaren dann auch zu initiieren.
    Was Dierkes gemacht hat, war aber, den Boykott-Aufruf auch denkbar schwach zu begründen. Wobei schwach hier für dumm und peinlich steht.
    Zu einem Boykott-Aufruf könnte man grundsätzlich stehen, wenn man Boykott für ein geeignetes politisches Mittel hält. Manch Lebensmittelproduzent kann ein Lied darüber singen, wie wirksam soetwas sein kann.
    Zu einem Boykott-Aufruf, der die israelische Siedlungspolitik in Beziehung zur Shoa stellt „im Namen des Holocaust begangene und geduldete Menschrechtsverbrechen“ (so Dierkes) kann jeder vernünftige Mensch nur sofort auf Distanz gehen.
    Aus diesem Kampagnengau konnte er nicht wieder herausfinden. Er hat ihn ja bis jetzt nicht begriffen.

  • Pingback: blog.unkreativ.net

  • #11
    Torti

    Liebe Ruhrbarone,

    ich finde, es ist mal an der Zeit für ein dickes „Danke“ für Eure Seite.

    Der Fall Dierkes zeigt doch, was Blog-Journalismus im besten Fall bewirken kann.

    Vieles von dem worüber Ihr berichtet würde in normalem Redaktionen glattgebügelt oder erst gar nicht veröffentlicht.

    Aber am wichtigsten ist, dass hier in besten Sinne ein Stück Bürgerfreiheit besetzt wird.

    Es ist immer wieder schön zu sehen, das immer noch nicht alle Grosskopferten begriffen haben, das dieser Teil der Öffentlichkeit nicht dem Proporz oder Machtdemonstrationen folgt.

    Insofern hat Herr Dierkes nichts begriffen, es gab keine Medienkampagne denn der Startpunkt war doch wohl ein aufmerksamer Bürger der mit Euch den Stein ins Rollen brachte.

    Als dankbarer Citoyen grüsst

    Thorsten

  • #12
  • #13
    Fenrir

    Letztlich hat Herr Dierkes recht. Auch wenn das einigen nicht so recht passen mag. Das versucht wird die Linke mit miesen Methoden, diskreditieren und mehr oder wenigen offenen Anfeindungen anzugehen it ja nichts neues.
    Es soll von der Unfähigkeit der Sozen und Grünen ablenken, die ja maßgeblich für das hartz IV Desaster in diesem Land verantwortlich sind. Gelingen wird das nicht. Es wird auch keine gravierenden Aussagen auf die Kommunalwahl haben. Zumindest keine negativen.
    Da hilft auch ein Kreidefressender Kandidat der SPD nicht, der jetzt auf Sozial und Verständnis macht. Das werden meine ich die Menschen, die sich an den Abschieber erinnern auch nicht vergessen.
    Letztlich soll das unsägliche Versagen der etablierten Neoliberalen Gurkenvereine kaschiert werden.

  • #14
    Stefan

    @Fenrir
    „Es soll von der Unfähigkeit der Sozen und Grünen ablenken“
    Klar. Natürlich. Alles eine Verschwörung erster Güte !!!EinsEinsElf 😉 Alle machen mit, sogar die böse Presse, die sich erdreistet, davon zu berichten.

    „Da hilft auch ein Kreidefressender Kandidat der SPD nicht, der jetzt auf Sozial und Verständnis macht.“
    Einer Deiner Lieblingssätze. Aber viel mehr kommt leider nicht. Die Fragen nach konkreten Plänen der Linken, nach konkreten Verbesserungen etc. pp. hast Du an diversen Stellen leider nie positiv für Dich nutzen können um anderen die von Dir so vertretene Politik nahe zu bringen.

    Nur leider nutzt Du jetzt auch das hier als Projektionsfläche für Dich, statt Dich mal mit dem Thema auseinander zu setzen. Denn Du hättest sehr wohl Möglichkeiten, agrumentativ das Thema aufzugreifen. Schon allein weil es bei fast allen Konflikten nie nur einen gibt, der die Schuld trägt.

    In sofern hast Du Recht: Es ist zu einfach, Dierkes „Antisemitismus“ auf Grund dieser einen, letzten Äußerung vorzuwerfen, aber:
    1) es ist bei Dierkes ja nicht das erste Mal dieses Jahr und
    2) Du bringst keinerlei Argumente, warum in diesem Fall der Boykott-Aufruf sinnvoll ist, während ich Dich nie sagen hörte, man müsse die USA boykottieren. 😉 Just as an example, if you please.

    Tatsächlich bist Du ein typischer Vertreter der Partei, wie sie mir ständig über den Weg laufen: Null Argumente; Schuld sind die anderen und im Zweifel war es H-IV.

    Lieber Fenrir, hier geht es nicht um SPD, CDU, Grüne, FDP. Hier geht es um einen Spitzenpolitiker der Partei „Die Linke“, der in ein Fettnäpfchen von Pool-Größe gestiegen ist. Wiederholt. Und wie ich inzwischen behaupte: Nicht unwissend.

  • #15
    Fenrir

    @Stefan

    Ich habe mehr als einmal darauf geantwortet. Wenn du nicht lesen kannst bzw. willst ist das wohl ein kleines Problemchen bei dir. Da kann ich nix für 😉 . Was du bietest ist nicht mehr billige Polemik. Dumm das das selbst deine Leser mehr als deutlich erkennnen. Denn diese könnten sich folgende Frage stellen:“ Was steckt „wirklich“ hinter dem Engagement für kreidefressende OB Kandidaten? Ich persönlich glaube mal, dass einige darauf schon die Antwort gefunden haben 😉 .Man muss eben nur lesen, recherchieren und eins und zwei zusammenzählen können.

  • #16
    Dirk E. Haas

    Und hier endlich mal ein tauglicher journalistischer Beitrag zur aktuellen Debatte:
    http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/die-alten-affekte/

  • #17
    Jens Kobler

    @ DEH:
    Absolut, der ist unterschreibbar – wobei die TAZ ja gerne an politisch total korrekter Israel-Kritik arbeitet, weshalb immer auch der Kontext des Erscheinens zu bewerten ist.

    Außerdem möchte ich erwähnen, dass bei dieser Affäre geerntet wird, was bei populistischen „Kauft kein Nokia!“-Kampagnen gesät wurde – die auch schon mit „schön verbotenen“ alten Ressentiments spielte.

    Und dass es auch bei Aufreißerartikeln ein wenig leiser gehen muss, damit nicht das Gegenteil der hier viel gerühmten „Aufklärung“ gehen muss und der Effekt eintritt, dass irgendwann größere Kaliber als Dierkes, die ähnliches verbocken, plötzlich rehabilitiert werden und sich gleichzeitig als Opfer und Helden gerieren können. Übertrieben/provoziert hat nämlich im Zweifel der „kleine Kommunalpolitiker“, und das ist immer Stoff für Anti-Establishment-Strategien. Denn etwas sagen ist das eine, wie die Parteien in Deutschland und Europa handeln, das bleibt der eigentliche Maßstab. Ich mag gerade nicht sagen „Wer Dierkes weiter unterstützt, war schon immer so“, genau weil der ach so selbst gerechte „Volks“- und „Genossen“-zorn schon immer die merkwürdigsten Bündnisse geschmiedet hat, wenn es um Frustabbau gegen „die da oben“ ging. Und da muss geguckt werden, potentielle Sympathisanten eben nicht in die Märtyrer-Ecke zu stellen. Damit schafft man nämlich geistige Selbstmordattentäter und begibt sich auf Straßenschlacht-Niveau – bequem vom Schreibtisch aus. Populismen, die sich gegenseitig huchpuschen, sollten also bitte vermieden werden.

  • #18
    Andreas

    Ich finde das schon auch bemerkenswert, dass die LINKE in Duisburg über eine Medienkampagne jammert, aber bis heute nicht in der Lage ist, diesen Satz
    „Wir müssen mutig die Wahrheit verbreiten. Wir dürfen es nicht länger zulassen, dass im Namen des Holocaust und mit Unterstützung der Bundesregierung derart schwere Menschrechtsverbrechen begangen und geduldet werden“
    von der Seite zu löschen. Das sollten sie vielleicht doch dann bald mal tun.

  • #19
    Stefan

    @18 / Andreas
    Warum sollen Sie das tun? Der Satz ist so von einem Funktionär gesagt worden. Ihn jetzt zu löschen wäre der Versuch, es ungesagt zu machen und mittels der Berichterstattung, Erwähnung an zahllosen Stellen im Netz etc. würde die Linke sich damit noch tiefer eingraben, denke ich.

    Wie gut sie im Bereich Kommunikation ist, kann man hier in den Kommentaren ja auch sehen 😉 In sofern finde ich persönlich es sogar eine der besseren Entscheidungen, das Zitat stehen zu lassen.

  • #20
    Arnold Voss

    @ andreas

    Von den Ruhrbaronen ist die Antisemitismuskeule nicht geschwungen und Dierkes respektive seine Erklärungen jedesmal im vollen Wortlaut wiedergegeben worden.

  • #21
    Burkard Schulte-Vogelheim

    „Was ich an Mails erhalte, ist eine furchtbare Mischung aus schwersten Beleidigungen und Verleumdungen, antiislamischem Hass, Migrantenfeindlichkeit und Morddrohungen.“

    Das glaube ich Herrn Dierckes nicht! Eine Beleidigung, wird er z.B. ein „Möllemann-Verschnitt“ genannt? Eine Verleumdung, erinnert er in fatalster Weise an die unsagbar „Späte Geburt“ eines Helmut Kohl, der sich damit in Israel aufplusterte? Und was hat es mit Hass zu tun, nennt man den Isalamo-Faschismus der Hamas beim Namen?
    Bleiben übrig, die „Migrantenfeindlichkeit“ und die „Morddrohnungen“. Schon bei Beweis des ersteren wird Herr Dierckes Probleme bekommen. Das zweitere ist zwingend ein Fall für die Staatsanwaltschaft und ich gehe davon aus, daß Herr Dierckes sie eingeschaltet hat. Ansonsten nenne ich ihn einen Lügner!

    „Die Opfer der Shoa und die Helden des jüdischen Aufstands von Warschau würden sich mit Grausen abwenden, mit welchem Ungeist und für welche Zwecke sie offenkundig instrumentalisiert werden, um die undemokratische und mörderische Politik der israelischen Regierungen gegen das palästinensische Volk zu rechtfertigen und zu tabuisieren.“

    Was die „Opfer der Shoa und die Helden des jüdischen Aufstandes“ sagen würden weiß man nicht. Daß dieses allerdings für viele Überlebenden der Shoa als auch der jüdischen Partisanen nicht nur der aus Warschau, die Legitimation gab den jüdischen Staat mit Macht aufbauten und zu verteidigten, daß sollte bekannt sein. Bekannt vor allem deswegen weil es 1946 in Polen erneut zu antisemitischen Pogromen kam mit weit über 1000 Toten. Den Jüdischen Staat, der aus den Lehren der Geschichte heraus, jedem verfolgten Juden Aufnahme garantiert.

    Kommen wir zur „Antisemitismus-Keule“, gemeint ist wahrscheinlich Walsers berüchtigte Auschwitz-Keule. Die Keule, die eben nicht ein „Linker“ sondern ein konservativer Literaturkritiker ihm in die Fresse stopfte und das mit Recht. Mit Recht, weil der NS diesem Land eine Hypothek auferlegte, die längst noch nicht eingelöst ist. Nicht eingelöst, weil ein Roland Koch, den ich einen Bedarfs-Rassisten nennen darf, ein Roland Koch, der seine schwarzen Kassen „jüdische Vermächtnisse“ nannte, ein Roland Koch, der als Wiederholungstäter nichts begriffen hat und immer noch Ministerpräsident ist. Nicht eingelöst, denkt man an die völkischen Töne aus den Volksparteien, die zu den Pogromen von Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen führten. Und erst Recht nicht eingelöst, denkt man an den Verbal-Faschismus eines Wolfgang Clement, der die gleiche Stimmung wie zuvor bei den „Asyl-“ auf die „Sozialschmarotzer“ übertrug. Deswegen die „Auschwitzkeule“ zurück in die Fresse des Urhebers.

    Herr Dierckes, Genosse, Kollege! Wir kämpften gemeinsam für die 35-Stunden-Woche, wir standen gemeinsam auf der Brücke der Solidarität und der Kampf geht weiter gegen Scheinarbeitsplätze auf dem Zeitarbeits-Strich und im Niedriglohnbereich, er geht weiter gegen den Ein-Euro-Scheiß und die Schikanen gegen HartzIV Empfänger und eine Wiederherstellung des Tarifrechtes. Wollen sie all das, was Sie als guten Gewerkschafter auszeichnet mit dem Arsch einreißen?

  • #22
    Andreas

    @ 19/ Stefan,
    da hab ich mich ein wenig ungeschickt ausgedrückt.
    Ich meinte, dass eine Distanzierung von dieser unsäglichen Formulierung erforderlich ist.
    Dass sie nicht ungeschehen zu machen ist, ist klar.
    So steht sie da mit zwei Versuchen sie zu rechtfertigen.
    Ein LInk auf die Presseerklärung der Bundespartei oder zur Erklärung der Landessprecher zum Thema wäre wohl nicht zuviel.

  • #23
    Stefan

    @22/Andreas
    Achso… okay, da stimme ich Dir zu. Ein „Insider“ meint allerdings, das könnte schlicht am Unvermögen scheitern, der Technik Herr zu werden:
    http://unkreativ.net/wordpress/?p=4109#more-4109

    😉

  • #24
    Thomas

    >Ein ?Insider? meint allerdings, das könnte schlicht am Unvermögen scheitern, der Technik Herr zu werden

    Das ist auch was dran.

    Anyway.

    Ich habe die Dierkes-wird-abtreten-müssen-Nummer ja in der Regie obwaltet, obschon ich der Linkspartei wegen des Claimes mit dem Sozialen sympathisierend verbunden bin.

    Das mit der Dierkesummer ging so:

    Ich las zufällig die Website des Ortsvereines der Duisburger Linken, auf der mit dieser inkriminierten Äußerung zitiert war.

    Ich dachte: So geht das ganz und gar nicht.

    Dann hab ich dem CvD vom Tage der Ruhrbarone mitgeteilt.

    (Und nach der Fama soll ich diese ja auch mitbegründet haben.

    http://www.ruhrbarone.de/chefsache/)

    Dann hab ich den Link Werner Jurga geschickt.

    Dann hab‘ ich den Link guten Kollegen geschickt.

    Dann hab ich Dierkes und dessen Pressesprecher – ich spiele immer mit offenen Karten – eine Strompost geschickt, mit den Worten: ‚mal schauen, wer sich in den nachrichtenarmen Zeiten des Karnevals noch so dafür interessiert. Ich freue mich auf euer Krisenmanagement‘.

    In den üblichen Abläufen hab‘ ich dann mal ein wenig Regie geführt, gute Akteure machen mit einem guten Regisseur halt gute Stücke auf der Bühne; was man so macht mit Herzblut. Ähem, Herzlblut. (-;

    Dann hab ich die Sentenz vom Aschermittwoch auf den Baronskis geschrieben.

    Aber – mehr war das nicht.

    Dierkes wäre ohnehin gefallen. Mit dem O-Ton. Früher oder später.

    Der hat sich um Kopf um Kragen geredet. Sowas geht nicht an.

    Also – No big. Von meiner Seite.

    (-:

    Ich möchte aber mal in dem Kontext darauf anspielen, daß die Linksparteiniks die dümmsten Nüsse sind, die ich in Sachen Medienkompetenz jemals erlebt habe:

    Ich frug zB einen Zuständigen dienstlich am Aschermittwoch, wo Dierkes ja gekniffen hat – und einen Tag später inn Sack gehauen:

    Ich, Aschermittwoch: Ej Kollege, wie lange hält Euer Dierkes-Mann noch durch?

    Der: Mit ihnen, mein Herr, reden wir nicht mehr.

    Das erinnert mich an die Zeiten – ich bin ein alter Sack, wo die IG Metall die taz nicht zu ihren Gewerkschaftstagen zugelassen hat, sehr niedlich also. (-:

  • #25
    Dirk E. Haas

    ?Dierkes wäre ohnehin gefallen.?

    Thomas, wenn man für sich in Anspruch nimmt, die ?Dierkes-wird-abtreten-müssen-Nummer in der Regie obwaltet? zu haben, dann klingt so ein Satz schwer nach roten Ohren.

    Das Ganze nun im Nachhinein unter fehlender Medienkompetenz der Duisburger Linkspartei verhandeln zu wollen, legt den Schluss nahe, dass Dierkes? Äußerung zum Israelboykott ein dankbarer Anlass war, die Partei und ihr Krisenmanagement einmal so richtig vorzuführen. Das ist, auf lokaler Ebene, gelungen. Insofern kann man die ?Regiearbeit? ohne weiteres als kleinen Achtungserfolg verbuchen. Und dass die Duisburger Linkspartei jetzt erstmal nicht so viel Lust hat, mit Ihnen zu reden, das ist halt der Preis, den Diskordianer zahlen müssen (-:

    Offen bleibt die Frage, ob das Dierkes-Desaster nun in Duisburg zu einer Versachlichung der Debatten um Israel / Palästina beitragen wird. Das ist das, was wirklich interessiert.

  • #26
    Thomas

    Nun ja,

    der Streit wird innert der Partei endlich ausgetragen – ist doch ein Klärfaktor, oder?

    Spreu, Weizen; Hinz, Kunz – wir werden sehen.

    http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Die-Linke-Linkspartei-Antisemitismus;art122,2741276

  • #27
    Arnold Voss

    @Thomas
    Ich halte nichts von dieser journalistisch motivierten „Abschussmentalität“. Es mag im Falle Dierkes den Richtigen getroffen haben,aber dahinter steckt dann auch noch ein ganz persönlicher Fall, den Medien welcher Art auch immer niemals in Gänze berücksichtigen werden,wollen oder können.Und im Begriff „Regie“ kommt nichts anderes zum Vorschein als die heimliche Sehnsucht des Bloggers nach dem Chefredakteurstatus. Dein Comment verät also mehr über dich selbst als über deine Rolle im Fall Dierkes.

  • #28
    Mit-Leser

    @Thomas: Wenn ich Sie wäre, würde ich das Posting löschen. Wer es liest, könnte einen falschen Eindruck von Ihnen bekommen. Dabei sind Sie mit Sicherheit nicht einmal halb so selbstverliebt, größenwahnsinnig und wichtigtuerisch, wie sich Ihr Beitrag liest.

    PS: Sie müssten übrigens mal – nur zum Scherz – die eigenen Worte mit der Stimme von Udo Lindenberg lesen. Ist saulustig: Wortwahl und Udo passen perfekt zusammen… 😉

  • #29
    Thomas

    >Dabei sind Sie mit Sicherheit nicht einmal halb so selbstverliebt, größenwahnsinnig und wichtigtuerisch, wie sich >Wer es liest, könnte einen falschen Eindruck von Ihnen bekommen.

    Hey, muß ich immer Uneigentlichkeitstüddel setzen? Oder Smileys?

    Das war die fällige Bemerkung zur Verschwörungstheorie, die die einschlägigen Linkspartei-Protagonisten in Bezug auf das Dierkes-Dissing in die Welt gesetzt haben.

    Um sich diese in der Sache zu erklären.

    Wie etwa hier:

    http://www.jungewelt.de/2009/02-28/003.php

    Der Vergleich mit Lindenberg trifft mich allerdings schwer. (-;

  • #30
    David Schraven

    @ Mit-Leser zu Posting von Thomas mit der Nummer 24

    >Dabei sind Sie mit Sicherheit nicht einmal halb so selbstverliebt, größenwahnsinnig und wichtigtuerisch, wie sich ihr Beitrag liest.

    Ich wär mir da nicht so sicher.

  • #31
    Freiheit + ISRAEL verteidigen !

    Der anti-israelische Boykottaufruf von LINKpd-OB-Kandidat-Dierkes in Duisburg war keinesfalls schlecht vorbereitet,- ihm war auch nicht schlecht, sondern dieser i s t schlecht :
    Denn ich besitze seinen Offenen Brief von Wochen zuvor gegen die DIG, ISRAEL und die Kritiker der pro-islamistischen POLIZEI-Aktion anl. des Herunterreißen israelischer Fahnen in einer Wohnung zur Besänftigung von Milli Görüschern, seine Verunglimpfung derer als durch die Bank Rassisten und ein angeblich ebensolches „Mehrheits-„ISRAEL““ — und

    im übrigen ist Dierkes nur (eine) Spitze dieser Schlechtigkeit und Gemeinheit des Antizionismus, wie ich ihn „antirassistisch“ geifernd und fordernd vor Jahren in trauter Kneipenveranstaltungs-Runde erlebte, so schon unter dem Weltbürgerkriegs-Blick des Anti-Imperialismus von KGB, RAF, DKP, PLO und ihren schon z.T. gemeinsamen Vorgängern wie der der HAMAS, die sich auf die gleichen „Weltverschwörungs“-Grundlagen wie die NSDAP beriefen,
    – eine inzwischen Linken-Verwirrt- und Verkommenheit die längst auch ohne M.G. am Ort und international eine ideologische und zum Teil ganz praktische
    Komplizenschaft eingegangen ist:

    Diese Komplizenschaft, gefeiert zwischen Chavez, AchMadiNotShut, Ortego, Castro und deren Vertreter auf LINK-Kongressen, ist heute diejenige,
    — ob ihre Akteure und Anhänger über die toten Juden weinen oder bedauern, daß „ihr nicht alle umgebracht habt, sodaß wir den Ärger da unten haben“ ( das sagen auch jede Menge nicht-arabische Islamisten und Türklinke)–
    die „möglichst friedlich“ und mit dem Rückenwind der Mehrheits-Massenmedien durch deren und links/rechts gemeinsames Verschweigen des abgrundtiefen pan-arabischen, -slawisch/ex-sowjetischen und -islamischen Antisemitismus und die ebensolche besonders palästinensisch/pan-islamische generationenübergreifende Erziehung, die die Fortsetzer derer sind, die oben nur in dürren Kürzeln komprimiert angegeben sind oder die Sache sogar mit angeleiert haben :

    Als die so angedeuteten Jäger oder Schlächter hat nicht allein die NSDAP und ihre rechten östlichen und westlichen Volkgenossen die Verantwortung für die Dämonisierung gerade des „Internationalen“ des vielgestaltigen Judentums von Patrioten, Arbeitern, Großhändlern, Wissenschaftlern und Leninisten gehabt, – die
    übrigens als deutsche Schrittmacher zum jüngsten Gericht ihre natürlichen Bundesgenossen seitens der Islamisten zwischen Damaskus und Kairo (Teheran wurde erst über den Berliner Djihadsender missioniert ) spätestens mit Gratulation für die Rassegesetze fanden und nach gemeinsamer Kriegführung und islamischen SS-Divisionen über 1945 hinaus zu einer unverbrüchlichen Freundschaft der Opfer führte.
    – Die Verantwortung
    für eine Bedrohungs-„Internationalität“s(-Angst/ Propaganda) als eine von der dummvolksangst-dörflichen „Brunnenvergiftung“ längst fortgeschritten weltpolitischen Ideologisierung mit einem rechts/linken Weltbürger- und Friedenskampf-Blick, die spätestens mit dem Aufkommen des Zionismus und der ersten jüdischen Gegenwehr 1921/29 gegen Pogrome um Jerusalem auch noch den entscheidend-gemeinsamen Beweis ihrer Wah(n)rnehmung des „die Juden sind selber schuld, wenn..“ synthetisiert hatte ( wobei für die Ultrarechte in Europa aus naheliegenden Gründen der Schwerpunkt der jüdischen Verschwörung natürlich in Moskau lag ):
    Nach einer demgemäß erfolgten Reihe von Morden im Geiste des Gegen-Weltverschwörertums, 70.000 in Russland seit 1903-18, in Deutschland die bekannten Ministermorde, Luxemburg & Genossen + X und nach dem Jerusalempogrom + ff wurde 1925 im Jahr des MEIN-KAMPF-Erscheinens das Bestreben zu einem jüdischen Staat nicht nur als Verbrechertum diffamiert, sondern synonym auch zumindest von der „Roten Fahne“ des deutschen Kommunismus zum Abschuss freigegeben,- also als Faschismus ver-definiert.
    Ob die deutschen Genossen, während sich Trotzki noch 1926 über die antijüdische Ausformung der Agitation gegen die KP-Opposition in den sowjetischen Fabriken wunderte, vorher in MeinKampf geguckt hatten, ist mir allerdings noch so wenig bekannt, wie der Inhalt der Veröffentlichung eines SPD-Genossen unter dem Titel „Die Endlösung der Judenfrage“.

    Meist unbekannte, aber gut dokumentierte Tatsache ist jedoch, daß sich der unter Stalin verstärkende Antisemitismus, unterbrochen während des 2.WKs und ISRAEL-Unterstützung bis Ende 1948 auch mit Waffen, daß KGB und Sowjetpropaganda wieder auf Weltverschwörungs-„Protokolle..“-Basis geradezu in die braunen Fußstapfen bzw. neben die über 2000 emigrierten und zT. sogar zum Islam konvertierten NS-deutschen Islamisten-Unterstützer in den Kampf gegen ISRAEL und den Zionismus eingestiegen sind, mit besonderer Inbrunst aus Ostberlin und Vertreibung aus Polen. Und für deren nackte Hetze nach Art 1903/1933 wenigstens 1991 die PRAWDA gerichtlich bestraft wurde, bevor sie wesentlich später unbekannterweise warum, abbrannte.

    Diesem unmöglich hier komplett anzudeutenden Eisberg verstockter Herzen trauriger Abbilder von „Antifaschisten“ unter der Klein- aber Übelspitze Dierkes samt seiner wie ich sie empfand geifernden Friedenkämpfer entspricht allerding auch ein pseudo-marxistischer „Überbau“,-
    von denen ich hier nicht den geistesgeschichtlichen Grund mit der Verzerrung des Blicks auf AUSCHWITZ als „kapitalistische Tat“ nennen kann, nicht die damit zusammenhängende kultur-historische Dummheit und auch nicht die lebensphilosophisch-psychologische Wurzel mit Blick auf die Bibel, – aber die realmachtpolitische :
    Rechts und links von der LINKpartei sowie besonders in ihr ist der Wunsch verbreitet, daß das entäußerte und projezierte Böse auf die U.S.A. wie der eigene Unverstand zu revolutionärer wie unternehmerischer Tat oder Starre bei sich und im Volk, untergehe ex negativo mit den U.S.A. oder sogar mit dem Westen darüberhinaus „amerikanisiert“ als „das Geldsystem“ und gleichzeitigen Mangel daran, und sei es verbunden mit jenen, die früher durch die Sowjetunion und jetzt unter Führung der USA in Afghanistan bekämpft werden.- Die entsprechenden nicht zufällig kaum verbreiteten grundsätzlichen Worte Oskar Fs., eigentlich schon an Hoch- und Landesverrat grenzend, sprechen dazu Bände wie die Gratulationen der NPD dazu )** – und die ausbleibende Empörung.
    – Aber genau deshalb, nicht wegen „Menschenrechtsverletzungen“ wurde G.W. Bush und seine Leute mit Kreuzritter-, Hitler- oder Goebbels-Vergleichen auch in „moderateren“ Redaktionen wie von FREITAG, DLF oder WDR überzogen oder zumindest von diesen Wächtern geschichtsgelernter Überlegenheitsmoralwächter ohne Widerrede mit KZ-Erbauern, als von christlich-, jüdisch-zionistischen oder Freimaurer-Verschwörern und sogar von außerirdischen Echsenwesen ferngesteuert dämonisiert, – jedoch nie als neuer Stalin, neue KGBler, GuLag-Projekteure verunglimpft oder gar mit Heerführern der größten Imperialisten und Versklaver, die es je gegeben hat …

    Insofern ist manche Empörung über LINK-Dierkes auch du-bios, wenn nicht scheinheilig; und von einer bundesweiten Empörungswelle, wie bei/über google oder speziell WAZ zu sehen, hab ich nichts mitgekriegt; (ich glaub, auf Hagalil eine Kleinnotiz, bei WAZ, TAZ oder islamkritischen Seiten und im TV war ich lange nicht), aber
    dem WDR, DLF oder den Privatradios die ich viel höre, schien wohl nichts daran zu liegen, das auch in England, Spanien oder Schweden und hier einschlägigen islamischen Kreisen populäre SITZEN-Produkt bekanntzumachen, – vielleicht ähnlich weil wie die Gelsenkirchener „Vergasungs-Sprechchöre“ sich diese nicht so gut plastisch-gefilmt um die Welt per Internet schicken ließen, und somit auch ein Teil des (Zurück-)Zugzwanges ausbleibt.

    Immerhin ist der Grinsekerl abgedankt worden, ohne allerdings die von den wichtigsten Stadt-, Land- und Kreisgenossen unterstützten Position „als alter Antirassist“ abzugehen; das von mir so beschriebene VERBERGEN DES EISBERGS, wie das Weitermittragen des GEFÄHRLICHEN „Überbaus“ B L E I B T so JEDOCH ERSTRECHT und trotz einzelner parteiinterner israelfreundlicher Stimmen und Petra Pau’s Intervention vom Bundesvorstand. – Und daher bleibt ja auch der Wahlkampfeffekt, auf den, so darf man spekulieren, auch DIRKES in der Islam(isten)-Hochburg DU samt der legalen Schaniere zum Terrorismus spekuliert hat,- so wie zuvor schon mit seinem widerlichen Offenen Brief gegen die DIG, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft:
    – Denn so ist vielen „jetzt erstrecht“ klar, da hat die ISRAEL-Lobby, die Islamophoben wenn nicht die zionistische Weltimperialismus selber zugeschlagen, wie das der LINK-MdB so plastisch darstellen konnte ( das Wort Weltverschwörung läßt man lieber den völkischen Rivalen übrig, liefert oder bestätigt ihnen und den Islamisten fast alles, was sie dazu benötigen ).

    UND DESHALB RUFE ICH AUF, BOYKOTTIERT DIE antimarxistische LINKpd ! Kauft+wählt nicht bei Antizionisten! PROTESTIERT bei der LINKpartei, für deren im wesentlichen Unterstützung Dierkes und dessen MANGELNDE AUFARBEITUNG, sowie der dazugehörenden btraun-roten Geschichte !!
    Freiheit verteidigen heißt ISRAEL schützen und Antizionismus bekämpfen. Kein ISRAEL(isches Blut) für Öl ! Kein Blut- & Bodenrecht und stopp dem erblichen, westfinanzierte UN-recht für anti-israelische Palästinenser ! Ruft die Politiker zum BOYKOTT der GENFER UN-„Antirassismus-Konferenz“ im April auf, die ganz im Sinne eines Dierkes und seiner Feindschaft zu „Mehrheits-ISRAEL“ nach Durban-er Vorarbeit vom 7./8.Sept. 2001 rassismus und Antisemitismus trennt, letzteren als „verständliche“ Form des „Widerstandes“ akzeptiert sehen möcht ( s. dazu Dokum. auf memri.org oder palestinean media watch !)
    — W A R T E T NICHT AB, bis wieder eine andere schlimme Sache passiert !

    P.S.: Sind die GElsenkirchener „VERGASEN“-Chor u f e r angezeigt worden ?! Die sollten vor Gericht, – und die in der Nähe tolerierenden LINKsen und mlPDler öffentlich zumindest angeprangert werden !

    **( der Gerechtigkeit wegen nicht zu vergessenden Aktivitäten und Äußerungen auch CDU-Todenhöfers oder der Ex-Minister SPD-von Bülow und FDP-Möllemann(+) u.v.a. ; — www.juergen gansel/MdL-Npd, – ein studierter Nazi, der klug analysiert und nicht zufällig am links-rechten deutschen Opfer-Kulminationspunkt DRESDEN den Begriff „Bombenholocaust“ erfand, der von anderen jetzt quasi zur „Verteidigung“ GAZAs dorthin transferiert wurde …

    HIER ein Teil der LINK-Dierkes’schen Klientel von Y O U T U B E – jetzt noch!
    haydarali1990 (vor 7 Stunden)
    kill israel

    gummitopf (vor 2 Tagen)
    ich finds auch total doof, dass die die Flagge runtergetan haben… ich hätte auch lieber darauf gewartet, dass ein Stein durch ne Scheibe fliegt und ein Baby mit nem Loch im Kopf ins Krankenhaus eingeliefert werden muss… oh man, denken scheint so schwer zu sein! -.-

    obermagazinrat (vor 2 Tagen)
    Der Jude dem die Flagge gehört, steht immer noch unter verdecktem Polizeischutz! Bin öfter mal auf der Straße. Aber eines Tages klopp ich dem noch die Hackennase gerade!!!! -Wer macht mit??

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    sunnybabyboy (vor 3 Tagen
    beste ploizei

    wespe73
    was wäre, wenn ein palestinenser seine flagge aus dem zimmer gegenüber gehisst hätte, wo gerade kinder von hamas-raketen killed wurden?

    vali58 (vor 1 Woche)
    ich frage mich was passieren würde, wenn jemand die palästinensische fahne in israel aus dem balkon gehisst hätte. typisch für solche (goj´s). provozieren und tun einen auf unschuldig. als ihr von den christen gejagt wurdet im mittelalter, haben wir muslime euch asyl und freiheit gewährt. ein grund warum israel noch respekt gegenüber den türken hat. gegen muslime widerum NICHT. die sollten mal in geschichtsbücher schauen. fakt ist:
    KINDER STERBEN IN PALÄSTINA: OHNE GRUND!!!!

    xKirsehir40x (vor 1 Woche)
    der hurensohn ist bestimmt schon tod haha

    Ultraslan2067 (vor 1 Woche)
    An stelle von diesem jungen der diese Juden fahne da aufgehangen hat würd ich mir ne andere wohnung suchen!oder direkt nach israel zurück!der hat kein l e b e n s g a r a n t i e mehr!

    snake198795 (vor 1 Woche)
    this is a good job from germany people
    no 4 israel = world peace
    d i e israel

    ewgenski (vor 1 Woche) A
    Es ist kein Wunder das die judische Einwanderer wieder nach ausland aus Europa fliehen.

    Kuner1
    There is a simple solution to stopping terrorism. No more muslims = no more terror = world peace
    toddeutschland (vor 1 Woche) Anzeigen Ausblenden

    Antworten
    @ TwistedMetalShardz
    Very good!

    FreiheitC45 (vor 1 Woche)
    Hier ist Deutschland jeder Mensch hat das Recht Eine Fahne aus dem Fenster zu hängen .Auch wenn es ein Kurdistan Fahne ist …demnächst durfen unser kinder keine Anhänger David-Stern mit in der schule nehmen.. Weil die sons geprügelt werden…..

    AmeenaMalika (vor 1 Woche)
    Antworten | Spam
    Das war nicht Rechtswidrig, wenn vorher Steine in das Haus geworfen wurden!!!
    Steine zu werfen ist keine Lösung. Aber die Flagge abzuhängen,wenn Steine geworfen wurden, ist zum Schutze da.

    Und ehrlich gesagt soll sich keiner wundern ein Stein überzukriegen, wenn er sich die Flagge eine Zionistischen Staates aufhängt. Das war reine Provokation von Seiten der Israelis.

    robivankenobi (vor 1 Woche) Anzeigen Ausblenden
    Antworten | Spam
    Nach DIESER Logik sollte man den Israel-freundlichen Studenten einsperren – nur zu seinem Schutz natürlich…

    Antworten | Spam
    Ich habe mitleid mit Israel
    talloub (vor 2 Wochen) Anzeigen Ausblenden

    Antworten | Spam
    die ganze welt leidet unter der israelis und americans armee die zionisten (judisch extremisten)nutzen immer wieder die judische leiden im 2 welt krieg in meiner sicht und nach dem was ich erlebt habe sollete israel von land karte gestrichen werden

  • #32
    Prospero

    Toll – ich wollte schon immer mal der Veranstalter von konspirativen Treffen in rauchverschwängerten Hinterzimmern sein – so wie bei den Sopranos oder so.
    Schade, dass das nicht so ganz hinhaut, was Herr Dierkes da faselt – Herr Jurga war beim neunten Bloggertreffen zwar dabei, aber definitiv wohl nicht beim sechsten – es sei denn jemand kann Beweisphotos rauslegen… *g*
    Und Hinterzimmer stimmte – aber rauchverhangen leider nicht. Das Cafe Museum hatte uns nämlich – ohne dass ich was dagegen tun konnte – in den separaten Raum hinter den Metalltüren gepackt. Und da ist der Nichtraucherraum. Frell, nicht mal dubiose Netzwerke bekomme ich hin. *g*
    Ad Astra

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