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Dortmund am Samstag: Liveticker von den Protesten und Blockaden gegen die Nazis

Heute wollen über 1000 Nazis in Dortmund demonstrieren. Und noch viel mehr Menschen wollen sich ihnen entgegenstellen. Wir sind vor Ort und Berichten live von den Protesten in Dortmund.  

 

17.08 Uhr: Abmoderation… Auch wenn noch davon berichtet worden ist, das vereinzelte „Kleingruppen“ von Nazis versucht haben sollen, in die Nordstadt einzusickern, so sind die Veranstaltungen alle offiziell beendet. Alerta berichtet gerade davon, daß gerade die letzten Teilnehmer der Neonazi Demo mit der U-Bahn abreisen werden.

Unsere Jungs und Mädchen im Ausseneinsatz sind ebenfalls auf dem Heimweg. Alles soweit gut gelaufen, danke!

 

 

16.41 Uhr: Zeit für eine kleine Bildstrecke. Die Bilder wurden am Ort der Zwischenkundgebung der Nazis und am Ort der „wilden“ Blockade auf der Schützenstraße aufgenommen.

Foto: ruhrbarone

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16.23 Uhr: Naziumzug erreicht den P&R Parkplatz.

16.14 Uhr: Müdigkeit im Zug der Neonazis. Unsere Leute die den Zug beobachten, daß sich sowohl Lautstärke, als auch Geschwindigkeit kurz vorm Ziel deutlich verringert haben. Es habe „lustlos“ geklungen.

15.59 Uhr: Jubel unter den Blockierern an der Kirchenstraße. Der Kessel ist aufgehoben, die Leute dürfen sich frei bewegen, allerdings verbunden mit der Auflage, sich nicht in Richtung der Nazi-Demo zu begeben.

15.50 Uhr: Blockade an der Kirchenstraße wird nun offiziell als Kessel bezeichnet.

15.45 Uhr: An der Kirchenstraße fällt die Anspannung und Demonstranten beginnen zu feiern. Zwar bleibt der Kessel bestehen, jedoch sind auch schon Einsatzkräfte der Polizei dort wieder abgezogen worden.

15.41 Uhr: Die Blockade Schützen-/Kirchenstraße scheint zu stehen. So wie es aussieht wird der Zug der Nazis nicht wie geplant durch die Schützenstraße ziehen, sondern wird in richtung Westen umgeleitet.

15.38 Uhr: Durch die von den Pferden der Reiterstaffel „vollgeäppelte“ Straßen, soll sich der Naziumzug nun tatsächlich in Richtung der Schützenstraße auf den Weg gemacht haben.

15.34 Uhr: Der Demonstrationszug der Neonazis will weiterziehen, die Polizei macht sich bereit. Behindert werden die Nazis aber nicht nur doch Blockaden, sondern auch durch logistische Probleme, ihnen ist das Trinkwasser ausgegangen!

15.28 Uhr: Seit einer guten Stunde steht der Zug der Neo-Nazis still und bewegt sich keinen Meter. Auch wenn die Veranstalter dies als „Zwischenkundgebung“ bezeichnet haben (und diese in der Zwischenzeit für beendet erklärten) muss man die zwei oder drei Blockaden auf der Schützenstraße als erfolgreich bezeichnen.

15.23 Uhr: Der Pfarrer der Pauluskirche spricht den Demonstranten an der Blockade in diesen Augenblicken Mut zu und lädt sie in seine Kirche ein.

15.15 Uhr: Gerade kommt die Meldung, daß Polizisten aus Schleswig Holstein angekündigt haben, daß die Räumung der Blockade an der Ecke Schützen-/Kirchenstraße unmittelbar bevorstehen würde.

15.13 Uhr: Erneut die Bestätigung von vor Ort. Der Zug der Neo-Nazis steht immer noch auf Mallinckrodstraße und soll sich, so wird es berichtet, seltsame Sachen anhören.

15.06 Uhr: Die „nicht angemeldete Veranstaltung“ an der Ecke Schützen- Westerbleichstraße ist nun komplett geräumt. Die Teilnehmer wurden in die Westerbleichstraße geführt und so wie es scheint eingekesselt.

15.01 Uhr: Vor einer Dreiviertelstunde hat die Polizei eine weitere Presseerklärung herausgegeben. Darin spricht der Polizeipräsident von einem „Gewaltexzess gegen Polizeibeamte“, die mit „demokratischem Protest gegen Rechtsextremisten überhaupt nichts mehr zu tun haben“.

14.45 Uhr: Unübersichtliche Situation auf der Schützen- Ecke Westerbleichstraße. Erst wurde geräumt, dann gekesselt und seit einigen Sekunden wieder geräumt.

14.41 Uhr: Immer wieder was neues… Aufnahme der Personalien von Journalisten mit Presseausweis. O-Ton: „Hab ich noch nie erlebt!“

14.39 Uhr: Die Polizei hat nun begonnen, die zweite Blockade aufzulösen und die Teilnehmer von der Straße zu entfernen. Im Bereich der 1. Blockade hat die Polizei den Veranstaltern mitgeteilt, daß sie in wenigen Minuten förmlich die Räumung ankündigen wird.

14.31 Uhr: Am Blockadepunkt Schillerstraße sollen Polizeibusse für den Abtransport eingetroffen sein oder gerade eintreffen. Gleichzeitig, in ca. 200m Entfernung hat sich eine 2. Blockade gebildet, ca. 50 Leute haben sich dort auf die Straße gesetzt. Die Polizei spricht von einer nicht genehmigten Veranstaltung.

14.27 Uhr: In der Tat werden die Nazis von Wasserwerfern begleitet, allerdings fahren diese nicht nur vorneweg… sondern auch hinterher!

14.23 Uhr: Der Naziumzug biegt in die Mallinckrodstr. ein. Dabei grölen sie Parolen wie: „Nie wieder Israel“

14.20 Uhr: Rund um die Speicherstraße sollen linksautonome Demonstranten mit Steinen versucht haben, eine Polizeisperre zu durchbrechen.

14.17 Uhr: Der Nazizug bewegt sich über die Uhlandstraße nordwärts. Glockengeläut übertönt dabei etwaige Parolen der Nazis.

14.13 Uhr: Am Versammlungsort Schillerstraße/Uhlandstraße fordert die Polizei die Demonstranten auf, die Versammlung aufzulösen. Personenen die vorher locker um die Situation verteilt gestanden haben, gesellten sich daraufhin zu den Blockierern.

14.05 Uhr: Ganz so eilig ist es dann doch nicht. Bevor der Zug nun ganz bestimmt ehrlich endlich losgeht, positioniert die Polizei Wasserwerfer und Räumgerät, die wohl dem Zug der Neo-Nazis vorweg fahren sollen. Die Szene wird als martialisch beschrieben.

14.01 Uhr: Alle Seiten melden, daß der Demonstrationszug der Neo-Nazis sich vor ein paar Minuten in Bewegung gesetzt hat.

14.00 Uhr: Alerta hat gemeldet, daß die Versammlung in der Schillerstraße aufgelöst worden sein soll. Dabei sollen bis zu 40 Jugendliche in Gewahrsam genommen worden sein.

13.55 Uhr: Zum Kessel in der Uhlandstraße ist ein weiterer Zug von Demonstranten zur Unterstützung eingetroffen. Lautstarker Protest durch beide Gruppen. Durch starke Präsenz versucht die Polizei zu verhindern, daß sich beide Gruppen vereinigen können.

13.35 Uhr: Vom Kessel an der Uhlandstraße wird gemeldet, daß die Leute bis zum Ende aller Veranstaltungen am Abend in Gewahrsam genommen werden sollen. Aus der Gruppe heraus soll es zu Sachbeschädigungen und Körperverletzungen gekommen sein.

13.33 Uhr: Die  Demonstration der Neo-Nazis hat mit einer Kundgebung begonnen.

13.31 Uhr: Am Nordmarkt macht sich ein Lautsprecherwagen bereit und einige der ca. 1000 Gegendemonstranten werden sich langsam auf den Weg machen.

13.20 Uhr: Der Polizeisprecher am Sammlungsort der Neo Nazis spricht auf Nachfrage von ca. 400-500 Teilnehmern. Gleichzeitig werden die Zelte für die Einlasskontrolle so langsam abgebaut. Man kann annehmen, daß der Zug der Nazis in einer knappen halben Stunde starten möchte.

13.16 Uhr: Ullrich Sierau und Regierungspräsident Gerd Bollermann sind vor einigen Minuten bei den Demonstranten auf dem Nordmarkt eingetroffen.

13.11 Uhr: Die einen stehen im Kessel, die anderen hinter Absperrgittern. Ein Eindruck von der Nazi-Veranstaltung.

13.04 Uhr: Alles zurück… der Kessel in der Schillerstraße besteht weiter!

13.00 Uhr: Der Kessel soll nun wieder offen sein…

12.55 Uhr: Die Situation an der Schillerstraße wird nun als „großer Kessel“ bestätigt. Entgegen anderslautender Ankündigung auf der PK am Donnerstag, werden Pressevertreter an der Arbeit im Bereich der Schillerstraße behindert und dürfen sich nicht frei bewegen.

12.39 Uhr: Uhlandstraße/Schillerstraße/Reutherstraße. Im Bereich der Tumulte nördlich der roten Zone zieht die Reiterstaffel auf.

12.28 Uhr: Im Bereich der Fritz Reuther Straße ist wohl gerade ein Polizeiwagen demoliert worden. Wasserwerfereinsatz Uhlandstraße. Es kommt zu Festnahmen.

12.20 Uhr: O-Ton: „Bei der NPD Veranstaltung stehen 25 Leute und hören traurige Musik!“ Na dann…

12.16 Uhr: Weitere Teilnehmer der Nazi-Demonstration treffen ein. 400 sind schon durch und geschätzt weitere 200 warten noch auf die Kontrolle.

12.08 Uhr: Aus lautstarkem Protest wurde so etwas wie „Tumult“, im Bereich hinter dem HBF soll zu einigen Festnahmen von Antifaschisten gekommen sein.

12.04 Uhr: Nochmals werden die 360 Neonazis im Bereich der Uhland/Stein/Grünstraße bestätigt. Lautstarker, z.T. aggressiver Protest von ca. 1000 Antifaschisten aller Farbschattierungen.

12.01 Uhr: Nachtrag: Ebenfalls wird in der Mitteilung bestätigt, daß bei den Vorfällen im Bereich der Westfaliastraße Pfefferspray zum Einsatz gekommen ist und das es Verletzte gegeben hat.

11.56 Uhr: Erste Pressemitteilung der Polizei. Die Zahlen decken sich mit unseren Einschätzungen. Von geschätzt 800 Gegendemonstranten im Bereich der nördlichen Innenstadt ist die Rede. In diese Rechnung fließen die beteiligten Anwohner und die in Kleingruppen durch die Stadt ziehenden Leute allerdings noch nicht mit ein. Über die Gegenseite wird berichtet, daß sich am Versammlungsort der Nazis derzeit ca. 300 Teilnehmer aufhalten, das sind ein paar weniger als die von Alerta berechneten.

11.40 Uhr: Keine Meldung ist auch eine Meldung. Von vielen Stellen wird die allgemeine Situation als „statisch“ beschrieben.

11.35 Uhr: Trotz angedrohter Räumung und Strafverfolgung haben sich wieder ein paar Demonstranten durchmogeln können und gesellten sich zu den bereits vorhandenen Blockadeteilnehmern.

11.32 Uhr: Gerade treffen auf dem Versammlungsplatz ca. 250 Neonazis ein. Erst nach ausführlichster Kontrolle dürfen sie auf das Gelände.

11.28 Uhr: Nachrichten vom Versammlungsplatz der Neonazis. Ein Durchkommen zum Versammlungsplatz der Nazis ist äusserst schwierig, für alle Beteiligten. Dort sollen sich jedenfalls bislang lediglich maximal 80 Neonazis aufhalten.

11.27 Uhr: Mit Verspätung ein Bildchen der Lage an der Schützenstr./Kirchenstraße…

11.10 Uhr: Zweite Aufforderung an der Kirchenstraße. Die Demonstranten sollen sich in Richtung der Mallinckrodstr. fortbewegen. Dies ist Verbunden mit der Ankündigung, im Falle einer notwendigen Räumung, dies als Straftat zu werten und Anzeige zu erstatten. Das hat jedoch ca. 20 Leute nicht daran gehindert, durch die Reihen zu schlüpfen und sich der Blockade anzuschließen.

10.56 Uhr: Wie schon gestern an anderer Stelle, zieht auch heute wieder die Reiterstaffel der Polizei auf.

10.49 Uhr: Die Versammlung an der Kirchenstraße wird aufgelöst. Polizei kündigt Räumung an.

10.44 Uhr: Kein update, nur etwas in eigener Sache. Ein Dankeschön an Jens vom Pottblog für die Unterstützung.

10.31 Uhr: Unterschiedliche Stimmungen. Während der Bereich der Uhlandstraße als ruhig gemeldet wird, wurde an der Westfaliastr. ein kleiner Kessel mit ca. 20 Leuten gemeldet.

10.28 Uhr: Die Veranstaltung von Dortmund nazifrei hat sich nun doch bewegen können, jedenfalls bis zur Ecke Schiller-/Uhlandstraße. Dort stehen sie wieder vor einer Sperre. In der Nähe der ca. 150 Demonstranten befinden sich geschätzt weitere 200 Nazi-Gegner.

10.25 Uhr: Vor einigen Minuten wurde der erste Kessel im Bereich der Dechenstraße gemeldet. Von dort kamen auch Nachrichten über mögliche Verletzte.

10.13. Uhr: Unterschiedliche Stimmung. Vor der Pauluskirche wird Musik gespielt, während im Bereich der Lützowstraße die Antifa den zweiten Durchbruchsversuch abgebrochen hat. Die Polizei soll wieder Pfefferspray eingesetzt haben, der Hubschrauber kreist über der Szenerie.

10.10 Uhr: Es ist offiziell. Die Blockade an der Ecke Schützenstr./Kirchenstr. ist seit einigen Minuten eine angemeldete und damit auch geschützte Veranstaltung. Dortmund nazifrei ruft dazu auf, sich dort zu versammeln

10.05 Uhr: Ullrich Sierau hat sich beschwert, daß die Teilnehmer von Dortmund nazifrei von der Polizei gehindert worden sind, die Veranstaltung zu verlassen. Gerade verhandelt er mit dem Ordnungsdezernenten der Stadt. Im Vorfeld hatte er noch angekündigt, heute „ganz normal“ Termine wahrnehmen zu wollen.

9.56 Uhr: Die Kundgebung von „Dortmund nazifrei“ an der Schützenstraße ist beendet. Die Teilnehmer wollen den Ort verlassen, stehen jedoch vor einem Kordon aus behelmter Polizei und (einem?) Wasserwerfer(n)…

9.48 Uhr: Es gerät in Bewegung. Die Polizei scheint sich mit Wasserwerfern in Richtung der westlichen Nordstadt zu bewegen. Gleichzeitig kam es an einer Straßensperre zu „Rangeleien“. Durch den Einsatz von Pfefferspray sollen 2-3 Demonstranten verletzt worden sein.

9.41 Uhr: Mittelbare Versorgung der Blockierer durch die Polizei. Anwohner wollten Wasser und Obst an die Demonstranten verteilen. Lebensmittel wurden ihnen abgenommen und durch die Poilzei verteilt. Das ist nett.

9.38 Uhr: Räumung in fünf Minuten? Polizei aus Schleswig Holstein kündigt an, die Blockade auflösen zu wollen.

9.33 Uhr: Erste Blockadeversuche an der Ecke Schützenstr./Kirchenstr. Anwohner wollen die Blockierer mit Getränken und Lebensmitteln versorgen, werden daran aber von der Polizei massiv gehindert.

9.22 Uhr: Die einen reden, die anderen rennen. Hase und Igel in der Nordstadt, Verwirrung und Desorientierung.

9.21 Uhr: Die ersten offiziellen Gegenkundgebungen laufen. Auf der Veranstaltung von „Dortmund Nazifrei“ redet gerade Ulrich Sierau.

9.14 Uhr: Die Gegenseite trifft ein. Geschätzt 40 Neonazis werden von der Polizei aus dem Nordausgang des HBF zum Versammlungsort geführt. Dort findet an der Steinwache eine angemeldete Demo der Nazigegner statt. Die Polizei achtet sehr darauf, daß die von ihnen erdachte Linie durch die Teilnehmer der Gegendemo nicht überschritten wird.

9.03 Uhr: Die ersten Meldungen unserer Leute vor Ort trudeln ein. Die Stadt ist voll! Viele Demonstranten, z.Z. z.B. ca. 150 auf der Schillerstraße, viel Polizei. Die Demonstranten sind laut und die Polizei parkt ihr schweres Gerät wie üblich hinterm HBF. Die rote Zone ist in der Zwischenzeit wohl endgültig abgeriegelt. Ohne Ausweis kommt niemand mehr rein. Raus kommen hingegen Autos, die entlang der Marschroute der Nazis massiv abgeschleppt werden.

8.45 Uhr:  Von „Dortmund Nazifrei“ wird gemeldet, daß bereits zu diesem Zeitpunkt in der sog. „roten Zone“ (siehe Karte) so gut wie keine Bewegung mehr möglich ist.

8.09 Uhr: An den Hauptbahnhöfen in NRW sammeln sich immer mehr  Gegendemonstranten. Die Polizei hat in der Nacht massive Kräfte in der Nordstadt zusammengezogen. Viele haben dort übernachtet, um die Polizeisperren zu umgehen und an Blockaden teilnehmen zu können.

8.07 Uhr: Alle Infos zu den Blockaden, Sammelpunkten und eine Karte für dem Überblick haben wir online gestellt.

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21 Kommentare zu “Dortmund am Samstag: Liveticker von den Protesten und Blockaden gegen die Nazis

  • #1
    Bert

    Schön, dass alles friedlich geblieben ist:


    03.09.2011 | 06:43 Uhr
    POL-DO: Demonstrative Aktionen hier: Bilanz der Nacht

    Dortmund (ots) – Lfd. Nr.: 1005

    Wie bekannt, gab es am gestrigen Freitag, den 02.09.2011, in Dortmund die erste Kundgebung Rechts“. Gegen diese Kundgebung demonstrierten insgesamt 1.000 Menschen bei fünf verschiedenen Versammlungen. Aus polizeilicher Sicht war es ein insgesamt ruhiger und friedlicher Verlauf. Auch in den vergangenen Nachtstunden gab es keine meldenswerte Ereignisse.

  • #2
    Bert

    Ansprache von Sierau:

    http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/Aktuelle-Infos-zu-den-Demos-von-Linken-und-Nazis-in-Dortmund-id5024467.html

    Man achte auf das Photo:

    http://www.derwesten.de/img/5024490-775132218/0134_198_Dortmunds-Oberb-rgermeister-Ullrich-Sierau-und-NRW-Arbeitsminister-Guntram-Schneider-SPD-bei-der-Nazi-Demo.JPG.jpg

    Ist da wirklich so wenig los ?!?

  • #3
    Andi

    10.25 Uhr: Vor einigen Minuten wurde der erste Kessel im Bereich der Dechenstraße gemeldet. Von dort kamen auch Nachrichten über mögliche Verletzte.

    Da fehlt eindeutig die passende Musik:
    http://www.youtube.com/watch?v=RWk2FbPjtHU

  • #4
  • Pingback: Liveticker Dortmund

  • #6
    Robin

    Mit wievielen Berichterstattern seid Ihr jetzt eigentlich für diesen Ticker vor Ort? Sind es mehr Reporter der Ruhrbarone oder doch mehr Nazis? 😉

    Bin heute viel unterwegs, schaue aber immer mal wieder hier rein bei Euch. Danke für den Service!

  • #7
    Bert

    Heftiges Photo:

    http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/dortmund/Neonazi-Aufmarsch-Polizist-durch-Knallkoerper-verletzt;art930,1394753

    Als eine Gruppe von Gegendemonstranten gegen 10 Uhr eine Polizeiabsperrung an der Königsbergstraße durchbrechen wollte, setzte die Polizei Pfefferspray ein. Es gab Verletzte. (Foto: Felix Linde)

  • #8
    Michael Kolb

    An diejenigen die kommentiert haben und auf die Freischaltung warten. Wir haben hier gerade nicht die Kapazitäten, um längere oder inhaltsreiche Kommentare ordentlich zu moderieren. Das wird nachgeholt.

  • #9
    Steff

    Die Welt berichtet ein bißchen anders als Ihr….

    http://www.welt.de/politik/article13582889/Randale-bei-Neonazi-Aufmarsch-in-Dortmund.html

    und alerta , auf die Ihr hier mehrfach (?) ohne Kommentierung verweist, bezeichnen die als linksradikal. Ich kenne die nicht, aber wenn hier steht, die Polizei hätte Pfefferspray gegen Demonstranten eingesetzt

    „Die Polizei soll wieder Pfefferspray eingesetzt haben, der Hubschrauber kreist über der Szenerie.“

    kann ich das nicht glauben und die Welt schrieb dazu, es sei von den Demonstranten eingesetzt worden. Pfefferspray wird von der Polizei grundsätzlich nicht eingesetzt und gehört auch nicht zu deren Waffen. Von daher sehr erstaunlich, wie diese Meldung zustande kam.

  • #10
    Michael Townsend

    Ich frage mich immer wieder:

    Wann wird die NPD endlich verboten, damit der Zirkus mit dem Missbrauch demokratischer Rechte durch Antidemokraten endlich Einhalt geboten werden kann?

    Solange die Verwaltungsgerichte den Städten immer wieder die Bereitstellung von Veranstaltungsstätten anordnen und die Polizei die zwangsläufig genehmigten Demos und Veranstaltungen der Braunen ebenso schützen muss, wie die von demokratischen Bewegungen, hat der Spuk doch für den unbedarften Betrachter immer noch den Anschein des Legitimen.

    Das muss aufhören.

    Die demokratischen Parteien sollten das jetzt mal in Angriff nehmen, ehe in einigen Landstrichen die Welle nicht mehr zu stoppen ist.

    Ich bin’s langsam leid, dass NPD-ler in den Parlamenten nicht nur existent sind, sondern auch noch siebenstellige Summen an Steuergeldern abgreifen (allein in Mek-Pom).

    Oder galt der Begriff „wehrhafte Demokratie“ nur in die andere Richtung?

  • #11
    Stefan Laurin

    @Steff: Die Polizei hat massiv Pfefferspray eingesetzt, von uns war einer vor Ort und wir haben Fotos die das belegen.

  • #12
    Essener

    In der „Aktuellen Stunde“ (wdr-Fernsehen) wurde berichtet das bei der Abschlusskundgebung von Dortmund nazifrei in Dorstfeld 30 bis 40 neonazis aufgetaucht sind, die auf Wunsch des Veranstalters von „normalen“ Streifenpolizisten unter Gebrauch einfacher Gewalt (schubsen) vom Gelände vertrieben wurden.

    Wieso hatte diese Veranstaltung keinen Schutz durch mehrere Hundertschaften Bereitschaftspolizei incl. Hamburger Gitter, Räumfahrzeuge und Wasserwerfern?
    Wer misst hier eigentlich ständig mit zweierlei Maß?
    Gibt es vom Innenministerium keine Ausbildungsgänge für Polizeipräsidenten?

  • #13
    Ben

    Hallo Herr Townsend,

    „Demokratie“ und „Parteienverbot“ passen nicht wirklich zueinander. Wenn ein gewisser Anteil der Bevölkerung rechts wählen will, dann muss man das akzeptieren und versuchen mit Argumenten dagegen anzukämpfen. Eine „wehrhafte Demokratie“ ist im Übrigen nicht deshalb wehrhaft, weil sie alles verbietet, was ihr nicht in den Kram passt, sondern weil sie belastbar ist und extreme Randpositionen ertragen kann.

    Eine Demokratie akzeptiert übrigens auch, dass es andere Meinungen gibt und (sitz-)blockiert diese nicht einfach.

    Wir sollten alle was gegen rechts tun, aber bitte dabei nicht ständig unsere eigenen Werte durch Parteienverbote und Blockaden verraten.

  • #14
    Essener

    Ergänzung: Es war das Frfiedensfest, nicht Veranstaltung von Dortmund Nazifrei.
    Übrigens scheint sich in Dorstfeld etwas zu tun.
    Um 20:26 Uhr aus dem Liveticker der Nazis rauskopiert:

    Offensichtlich legt die Polizei Wert darauf, eine unruhige Nacht zu haben. Zahl der eben in Dorstfeld festgenommenen erhöht sich auf 5.
    6 minutes ago »

    Noch zwei Festnahmen in Dorstfeld. Polizei haftet alles weg, was sie kriegt.
    14 minutes ago »

    Zwei Aktivisten werden in Dorstfeld am Rande des ‚Friedensfestes‘ verhaftet.
    27 minutes ago

  • #15
    crusius

    @9 Dieselben Antifaschisten, pardon, „Linksradikale“, sind durchaus brav im allgemeinen Demonstrationszug mitgezogen. Wenn es um die Frage geht, ob Nazis durch die Nordstadt ziehen, sind mir die Bündnisgenossen herzlich egal. Je breiter das Bündnis, desto besser. Die evgl. Kirche habe ich gesichtet, die kath. übrigens nicht. Auch die Junge Union oder die Jungen Liberalen waren nicht zu sehen. So lange Demokraten nur dann gegen rechts aufstehen, wenn die Linken brav sitzenbleiben, werden Nazis weiter leichtes Spiel haben.

    @10 Die Verbotsdiskussion hinsichtlich der NPD hat mit der Frage, ob in Dortmund demonstriert wird, nur wenig zu tun, da die Demonstration nicht (ausschließlich) von der NPD veranstaltet worden ist. Das Problem ist auch nicht so sehr allein die Tatsache, daß solche Demonstrationen stattfinden: Versammlungsfreiheit ist – eingeschränkt durch Gesetze – grundgesetzlich garantiert. Da beißt die Maus nunmal keinen Faden ab. Warum aber die genehmigenden Behörden ausgerechnet die Nordstadt zum Aufmarschgebiet der Rechten erklären, kann ich mir persönlich nur so erklären, daß dort am wenigsten Widerstand der Anwohner – und folglich eine polizeilich leichter zu beherrschende Situation – erwartet wird. Und da kommt doch so etwas wie kalte Wut hoch.

    Besonders empört mich die Einschränkung der Berichterstattung, die nicht nur hier, sondern auch andernorts berichtet worden ist. Dabei hat sich bei aufmerksamer Lektüre der verschiedenen Ticker schnell bestätigt, daß dort, wo Öffentlichkeit hergestellt wird, die Polizei sehr viel diplomatischer zu Werke gegangen ist als an jenen Stellen, wo dies nicht der Fall war.

    Und den Vogel hat dann unser Polizeipräsident abgeschossen, der im WDR-Interview die Blockadeaufrufe für die gesteigerte Gewaltbereitschaft der linken Demonstranten verantwortlich gemacht hat. Die obrigkeitshörige und liebedienerische Berichterstattung hat dies natürlich mit einer gewissen Genugtuung aufgenommen.

    Ich werde heute wohl mit einer sau Laune ins Bett gehen…

  • #16
    Steff

    @stefan

    berichtete die ard auch und berief sich auf angaben der polizei, dass man dies benutzt habe, um die gruppen – linksradikale/neonazis – auseinander zu treiben. das scheint also in der tat zu stimmen.

  • #17
    Rosa

    @Steff
    „Pfefferspray wird von der Polizei grundsätzlich nicht eingesetzt und gehört auch nicht zu deren Waffen.“

    Das ist falsch ! Es gibt eine Initiative, dass Pfefferspray nicht mehr eingesetzt werden soll. Aber momentan gehört das zur Standardausrüstung der Polizei und nicht nur bei der Einsatzhundertschaft, sondern bei den Streifenbeamten. Vor einem Jahre ist eine Person wegen Pfeffersprayeinsatzes bei einem ganz alltäglichen Einsatz der Dormunder Polizei gestorben. Auf Grund dessen gibt es auch die Initiative, da Pfefferspray lebensgefährlich sein kann.

    http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/Pfefferspray-kommt-in-Verruf-id3152508.html

  • #18
    Ulrich

    @ Steff

    Ich weiß nicht was gestern konkret in Dortmund passiert ist. Dass aber von Seiten der Polizei unmotiviert und wahllos Pfefferspray eingesetzt wird kann man durchaus gelegentlich in der Presse lesen. Am 1. Mai in Berlin hat es sogar Polizisten in Zivil „erwischt“ die von ihren uniformierten Kollegen eingenebelt wurden:
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/zivilpolizisten-durch-kollegen-verletzt/4130588.html
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/erstermai/weiterer-polizist-stellt-strafanzeige-gegen-kollegen/4135724.html
    Und auch im Umfeld von Fußballspielen wird immer wieder gerne zum Pfefferspray gegriffen:
    http://www.youtube.com/watch?v=ARpB_grZQJw
    Ein Lied davon singen kann auch der Dortmunder Fanbeauftragte:
    http://www.schwatzgelb.de/2011-09-01_interviews_jens-volke-das-ist-eine-form-von-sozialem-denken.html?searched=Pfefferspray&advsearch=oneword&highlight=ajaxSearch_highlight+ajaxSearch_highlight1

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