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Gelsenkirchen: Schalke-Fans überzeugten NPD-Wahlhelfer, ein Plakat zu entfernen

NPDdo2012Mehrere NPD-Wahlhelfer gerieten in der Nacht von Freitag auf Samstag mit Fans des FC Schalke aneinander: 

Der Norden des Ruhrgebiets ist traditionell ein eher raues Pflaster. Dort  schätzt man den derben Humor, nimmt kein Blatt vor den Mund und regelt Dinge gerne selbst. Diese Erfahrung machten in der Nacht von Freitag auf Samstag Wahlhelfer der NPD, die Anhängern von Schalke 04 auffielen.

Die Pressestelle der Polizei Gelsenkirchen schildert das Geschehen anschaulich in einer Pressemitteilung:

„Zwei 29 und 35 Jahre alte Wahlkampfhelfer der NPD plakatierten im Bereich der Kurt-Schumacher-Straße in Höhe der Hubertusstraße an einzelnen Laternen Wahlplakate für die NPD. Sie wurden dabei von 10 – 15 Personen des Schalker Fanclubverbandes wahrgenommen und verbal energisch aufgefordert, die Plakate abzumachen. Gleichzeitig wurde ihnen Schläge angedroht. Die Helfer entfernten sofort das angebrachte Plakat, andere wurden durch die noch unbekannten Täter abgerissen. Im Anschluss wurden die Geschädigten bedrängt , zum Teil wurden sie massiv gestoßen. Nachdem sie zu ihrem PKW flüchten konnten, verfolgten einige Täter sie und traten eine Außenspiegel des PKW ab bevor dieser flüchten konnte.“

 

 

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51 Kommentare zu “Gelsenkirchen: Schalke-Fans überzeugten NPD-Wahlhelfer, ein Plakat zu entfernen

  • #51
    der, der auszog

    @Helmut Junge (#40)

    Mein erster und bislang einziger Versuch mit einem Smartphone einen Kommentar zu verfassen ist gründlich in die Hose gegangen (wie Du in #34 sehen kannst). Normalerweise schreibe ich keine Kommentare, wenn ich urlaubsmäßig unterwegs bin, aber einige Beiträge hier sind so dermaßen dämlich, dass ich mich doch irgendwie einmischen wollte. Nachdem also ein telekommunikativ verursachter Abbruch der Kreideküste auf Rügen scheinbar den größten Teil meines Kommentars verschüttet hat, hier nochmal die volle Version, diesmal vom heimischen PC in Gelsenkirchen:

    Schon interessant wie der politisch korrekte Schalkefan auf der einen Seite natürlich und wie selbstverständlich gegen Nazis ist und wie schwer er sich auf der anderen Seite tut, seinen braunen Fußballgötzen rund um den Stan Libuda- und Fritz Scepanclan abzuschwören. Die Schalker Fußballgötter als Nazischergen zu bezeichnen ist selbst heute noch fast unmöglich, so dermaßen hängen die Fans an der braunen Zeit des S04, immerhin war der Verein damals am erfolgreichsten. Es müssen leider erst immer wissenschaftliche Arbeiten verfasst werden, bis man da mit seiner Kritik überhaupt ein Stückchen weiter kommt. Die meisten Fans trennen da auf einmal und wie durch ein Wunder zwischen Politik und Sport und blenden den braunen Dreck von damals wie selbstverständlich aus, ähnlich wie sie heute nicht in der Lage sind, einen Zusammenhang zwischen dem Energie- und Medienriesen Gazprom und dem Drangsalieren und Verschwinden kritischer russischer Journalisten herzustellen. Hier wäre mal wirklich Engagement von Seiten der Fans gefragt, aber da kneifen sie alle gemeinsam ihren blauweißen Schwanz ein.

    Alles andere hat Klaus Lohmann bereits gesagt. Ihn hier als Nazi oder Steigbügelhalter der NPD hinzustellen, nur weil er die Gewalt der Schalker Fans in den rechtlichen Zusammenhang einordnet, ist unter aller Sau. Man muss sich nur einfach mal die Konsequenzen vorstellen, wenn Bananenbieger wie Kriegsfuß (#26) oder Eddie Pole (#28) Gewalt gegen Nazis befürworten und jemanden, der ihre Auffassung nicht teilt, automatisch als Nazi abstempeln. Die beiden erinnern in ihrer Argumentation sehr stark an die Schweine in George Orwells Animalfarm. Worum geht es den Schalkefans wirklich, wenn sie meinen, NPD Wahlkampfhelfen drangsalieren zu müssen? Wenn man mich fragt: Es ging mal wieder darum, sich zu wäschern. Flagge gegen rechts zeigen kann man schließlich auch ohne Gewalt. Zumindest nach dem umstrittenen Polizeieinsatz neulich in der Arena sollte man sich überlegen, ob gewalttätige Aktionen angebracht sind. Bei mir schwinden immer mehr die Sympathien, die ich nach dem Polizeieinsatz noch für die Schalker Fans hatte.

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